Tingvall Trio – Beat

Das Tingvall Trio steht in den letzten zehn Jahren für eine beispiellose Erfolgsgeschichte im Jazz aus Deutschland. Von der ungestümen Kiez Band aus Hamburg hat sich das Ensemble zu einem der überragenden deutschen Exportschlager in ihrem Genre entwickeln. So ganz nebenbei ist es ihnen dabei nicht nur gelungen, verschiedene Generationen hinter ihrem musikalischen Konzept zu vereinigen, sondern vor allem auch ein junges Publikum für den Jazz zurück zu gewinnen.

Im knappen Überblick: 3 Auszeichnungen mit dem ECHO Jazz als Ensemble bzw. Live Act des Jahres, vier Jazz Awards für mehr als jeweils 10.000 in Deutschland verkaufte Tonträger für jedes ihrer vier bisherigen Studioalben, Auftritte in weit mehr als zwanzig Ländern, begeisterte Resonanzen in Fachmagazinen wie Jazzwise (UK) oder Jazz Life (Japan) aber auch in Presseorganen wie El Pais (Spanien), der ZEIT, dem SPIEGEL oder La Stampa (Italien), zuletzt die Spitzenpositionen No.1 für „Vägen“ und Position No.4 für das Live-Album „In Concert“ der deutschen Jazzcharts.

Und jetzt das erste Studioalbum nach drei Jahren. Schlicht mit „Beat“ betitelt. Es ist der eigene Beat des Tingvall Trio, der die oben beschriebene Erfolgsgeschichte befeuert hat: Starke Melodien, famoses Ensemblespiel, keine Scheu vor der Nähe zur populären Musik. Jazz, der die Herzen des Publikums erreicht und mit der Dynamik einer Rockband kokettiert.

TingvallWieder hat das Trio auf den großartigen ECM Haus-Toningenieur Stefano Amerio in seinem Arte Suono Studio in Udine gesetzt, um die abermals vollständig von Martin Tingvall komponierten Stücke einzufangen. Und wiederum ist es diese unwiderstehliche Mischung aus tiefgehenden Kompositionen wie „Den Gamle Eken“ (dt. Die alte Eiche“) und „Helig“ (dt. Heilig“), beschwingt daherkommenden Krachern wie „Spöksteg“ (dt. „Geisterschritte“), dem düsteren „I Skuggorna“ (dt. „In der Finsternis“) und magischen Momenten wie beim in sich ruhenden Titelsong „Beat“, die den ganz eigenen Trio – Sound zaubert.

Dabei erweitert Omar Rodriguez Calvo sein Soundspektrum dieses Mal in vielfältiger Weise durch gestrichenen Kontrabass, während Jürgen Spiegel neben seinem Schlagzeugspiel noch ein ebenso ungewöhnliches wie unerwartetes Instrumentarium von Sounds mit Waschbrett, Mülleimern, Bilderrahmen, Woodblock und anderem erzeugt. Im Fahrersitz mit Martin Tingvall ein Pianist, der geprägt von sowohl McCoy Tyner aber auch Black Sabbath, die Poesie zulässt ohne die gelegentlich abgründige, dunklere Seite in seinen Kompositionen auszublenden.

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Es ist Pilzsaison! Oh, mein Gott – was war jetzt noch mal was?

Das Jahr 2014 wird in die Wetterdaten eingehen als ‘das Jahr, wo alles früher war’. So ist Mitte August bereits Hochsaison bei den Pilzen. Der normale Pilzinteressierte jedoch kümmert sich nicht das ganze Jahr um dieses Ding, das nicht Tier und nicht Pflanze ist. Und leider gibt bei den abertausenden Arten auch so manche, die man nur einmal isst.

Es ist also Zeit sein Wissen aufzufrischen. In Zeiten des (angeblich) überall verfügbaren Internets versagen meiner Meinung nach die elektronischen Helferlein auf dem Smartphone fast völlig. Ja, es gibt Pilz-Apps. Nicht umsonst steht jedoch am Anfang der Installation, dass die App gerne Zugriff auf alle Telefondaten haben möchte und zudem keine Verantwortung übernimmt, dass wenn ein Pilz fotografiert wird, auch der richtige Lexikoneintrag auftaucht und die entsprechende Genussfähigkeit mehr als einmal garantiert ist. Wobei Pilze oftmals da sehr gut wachsen, wo Handys eh kein Netz haben.

Also doch Bücher! Da hat die Stadtbibliothek reichlich Auswahl, einfach zu Bio 652 gehen und sich das Gewünschte mitnehmen.

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So, nun fehlen noch Pilzsammelgebiete. Da sind Sammler dann nicht mehr so redselig. Mit Ausnahme des Pilztickers. Da wird jedoch gerade angekündigt, dass in den Lichtenbergen von Salzgitter noch nicht so viel los ist.

http://www.passion-pilze-sammeln.com/pilz-ticker-niedersachsen.html

Aber in Sachsen-Anhalt geht bereits die Pilzpost ab. Sachsen-Anhalt? Da hinfahren? Naja, es reicht bereits der Ostharz:

http://www.passion-pilze-sammeln.com/pilz-ticker-st.html

Und wer es nicht glaubt, anbei ein eigenes Sammelbild vom Wochenende irgendwo aus der Region des letzten Links, quasi ein Pilz-Selfie.

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Ich fasse kurz zusammen:

1. Pilzbuch ausleihen. Steinpilz, Parasole, Röhrlinge, Maronen und Fliegenpilze unterscheiden lernen.

2. Sammeln (siehe Verlinkung)

3. Essen (Pilzkochbücher stehen bei Hw 455)

Guten Appetit. ScG – Gerald Schleiwies

Bücherschrank mal anders

Das hier ist der “Bücherschrank” der Stadtbibliothek Salzgitter-Bad.

BücherwagenEr steht im Eingangsbereich des kleinen Rathauses und wird von den Mitarbeiterinnen der benachbarten Stadtbibliothek (also von uns :) ) betreut. Die Betreuung besteht im wesentlichen aus der Bestückung.

Oft können wir kaum glauben, wie schnell der Wagen wieder leer ist. Wir bekommen oft Buchspenden, die wir nicht mehr einarbeiten können und bei denen wir davon ausgehen, dass nur “Liebhaber” diese Bücher noch haben möchten. Da wir jedoch aus Platzgründen nicht auf diese Zusammenführung warten können und wir sie natürlich auch nicht wegwerfen möchten, legen wir sie zum kostenlosen Mitnehmen aus.

Unser Wagen (Schrank triffts ja nun wirklich nicht) ist schmucklos. Andere (tatsächliche) Schränke machen da schon mehr her… Wenn Sie sich überzeugen möchten, klicken Sie einfach [ hier ]. Da gibt es ein Schloß, eine Rakete, eine Katze, ein Schulbus… Der Kreativität sind mal wieder keine Grenzen gesetzt.

Rie

Alles Palette, oder was?

Heute gibt es wieder zwei Medientipps in einem Beitrag. In beiden Büchern geht es um das Upcycling, also um eine Wiederverwertung, von Holzpaletten.

palettenAlles (aus Holz-)Paletten: günstig – kreativ – selbstgemacht

Die Projekte des Buches “Alles aus Holzpaletten” sind eine wahre Fundgrube für Selbermacher. Autor Chris Gleason zeigt darin, wie sich Holzpaletten mit ein wenig Geschick in schmucke und individuelle, aber auch ausgesprochen kostengünstige Möbel, Einrichtungsgegenstände und Gartenaccessoires verwandeln lassen. Dabei wird wahrlich nicht gekleckert, sondern geklotzt, wie die Bauanleitungen für Sessel, Tische und Schränke zeigen. Natürlich geht es auch etwas kleiner mit den selbst gebauten Vogelhäusern, Spiegel- und Bilderrahmen, Teelichtständern oder Werkzeugkisten.
Das Buch wendet sich an erfahrene Heimwerker wie Einsteiger gleichermaßen. Notwendige Grundkenntnisse zur Vorbehandlung der Holzpaletten werden vermittelt und die benötigten Maschinen vorgestellt, bevor der Werdegang der einzelnen Werkstücke Schritt für Schritt erklärt wird. Eine Galerie gelungener Arbeiten spricht nicht nur besonders visuelle Typen an, sondern beflügelt die Fantasie für weitere Paletti pardon Paletten-Arbeiten.

Der Titel des zweiten Buches lautet:

paletten2Möbel bauen aus Paletten

Do it yourself – abgekürzt DIY – ist ein Zeitgeist-Phänomen wie kaum ein anderes. Dieses Buch widmet sich dem einfachsten Holz-Material von allen: Der Palette. Beim Baumarkt günstig erstehen oder einfach im nächsten Discounter fragen – und los geht’s! Junge, Hippe Designer aus aller Welt zeigen in diesem Buch stilvolle, moderne Kreationen und geben die Step-by-Step-Anleitung in übersichtlichem Text und Bild gleich mit preis. Für jeden ist etwas dabei – kleine Accessoires genauso wie Stuhl oder Regal. 

Die gezeigten Modelle sind natürlich Geschmackssache. Mir persönlich gefallen die aus dem erstgenannten Buch am besten. Die Lampen, Tische, Stühle etc. sehen dort einfach nicht ganz so palettenartig aus und die Bandbreite ist vielseitiger. Was mir gefällt (oder auch nicht) ist für den Bestand nicht maßgeblich – sonst gäbe es schließlich viel weniger Sportbücher ;)

Also ran an das Buch, Holzpalette besorgt und dann auf zur neuen Bank für die Terrasse.

Rie

Leseförderung mit LunaLeseprofi.de

olchisSeit ca. 4 Jahren betreibt der Verlag Friedrich Oetinger ein Onlineportal zur Leseförderung. Auf www.LunaLeseprofi.de , eine Online-Welt für die Oetinger-Erstlesereihe “Sonne, Mond und Sterne”, können Erstleser gemeinsam mit Luna Leseprofi spielerisch zum Leseprofi werden. Das kostenlose Onlineangebot richtet sich an Kinder, Eltern und Lehrer.

Im Anhang der “Sonne, Mond und Sterne”-Bücher gibt Luna Leseprofi Leserätsel zur jeweiligen Geschichte auf. Der Lösungs-Code ist der Zugang zu verschiedenen Onlinespielen auf LunaLeseprofi.de. Dort nimmt die Astronautin Luna Leseprofi Erstleser in ihr Team auf. In ihrem eigenen Raumschiff reisen sie durch das Lese-Universum von Planet zu Planet und damit von Spiel zu Spiel, die auf vielfältige Weise die Lesefertigkeit fördern.

Sammeln die Kinder dabei genug Punkte, werden sie zu Leseprofis.

Eltern und Lehrer können Lesepaten werden und die Kinder beim Lesenlernen gezielt unterstützen. Sie geben ihrem Kind oder ihren Schülern zusätzliche Leseaufgaben, indem sie ganz individuell für ihre Patenkinder Wortgitter, Satzpuzzle oder Lückentexte selbst anlegen. So können die Bedürfnisse der Kinder in ihrem jeweiligen Lernstadium besonders berücksichtigt werden. (Quelle: http://www.presseportal.de/pm/78870/1558588/innovative-lesefoerderung-mit-lunaleseprofi-de)

Hg

 

Wertvoller Schund aus der Leihbücherei?

Bei so vielen Lektoren und Fachgebieten bin ich immer wieder überrascht, was die KollegInnen so an Titeln in ihren Gruppen anschaffen. So stolperte ich neulich morgens am Suchbuchneuheitenregal über einen Roman Preiskatalog, der bei Lit 38(90) einsortiert werden soll.

Ein Roman Preiskatalog? In Zeiten der Gebrauchtbücherflut und entsprechend vielen Kaufportalen im Internet war mein erstes Gefühl “Anachronismus”. Also blätterte ich in diesem Katalog.

RomanPreiskatalog2011

Es geht gar nicht um Romane im Sinn von “dicke Bücher”, sondern um das genaue Gegenteil. Dieser Preisführer listet diverse Heftreihen auf, von denen auch heute noch Jason Darks “John Sinclair”, Perry Rhodan oder die ganzen Arzt- und Heimatheftchen an fast jedem Kiosk in unterschiedlicher Stärke ausliegen.

Und wo es Sammler gibt, gibt es einen Markt und damit auch Preiskataloge. Wer hätte gedacht, dass die 1979 – 1981 bei Bastei erschienende Serie “Die Terranauten” pro Heft bis zu 15 € erzielen kann. Heftromane können also eine Wertanlage darstellen. Aha!

Das bibliothekarische Auge findet auch ein besonderes Kapitel in diesem Buch: Leihbücher seit 1945. Damit wären wir ja nun mitten in der Geschichte der Volksbildungsbewegung angekommen. Neben den öffentlichen Bibliotheken gab es bis an die 1960er Jahre noch private Leihbüchereien. Diese Leihbüchereien waren jedoch immer im Verruf meist niederrangige Literatur kostenpflichtig zu verleihen. Da gab es sogar Comics! Die gute Literatur dagegen gab es nur in den öffentlichen Bibliotheken / Volksbüchereien / Bücherhallen.

Doch viele dieser damaligen Leihbücher, also bibliothekarisch gesehen “Schund”, scheinen heute auf dem Sammlermarkt einen entsprechenden Wert zu haben:

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Und wo gibt es heute Schund? Also in Taschenbuchform haben wir sogar Jason Darks John Sinclair im Bestand – aber das ist ja heute Kult und somit etwas ganz anderes ;-)

Arztromane in Heftchenform wird man wohl auch in Zukunft nicht in öffentlichen Bibliotheken sehen. Beim Inhalt bin ich mir da allerdings nicht mehr so sicher. “Shades of Grey” hätte es zu Zeiten der Leihbücherei nicht in eine kommunale Bibliothek geschafft. Das ist heute anders – die Zeiten sind es aber auch. ScG – Gerald Schleiwies

Veranstaltungen der Stadtbibliothek: 25.08. – 31.08.2014

An dieser Stelle gibt es zusätzlich zu unserem täglichen Blogbeitrag rund um Bibliotheken und Literatur nun jeden Sonntag einen rein informativen Beitrag ohne viel SchnickSchnack mit dem Hinweis auf aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen in unseren drei Zweigstellen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden und haben nun quasi einen “Veranstaltungs-Newsletter”, den Sie abonnieren können.

Auf unserer Webseite http://salzgitter.de/rathaus/fachdienstuebersicht/stadtbibliothek/126010100000043630.php finden Sie eine Übersicht unserer Veranstaltungen, die über die laufende Woche hinausgehen.

Veranstaltungen:

27. August 2014: Gesellschaftsspiele für Erwachsene

Ort: Stadtbibliothek Salzgitter-Bad

Uhrzeit: 10.30 Uhr

Wie jeden Mittwoch treffen wir uns auch heute wieder, um in netter Runde neue und alte Gesellschafts­spiele auszuprobieren. Ihre Favoriten können Sie im Anschluss gleich ausleihen und mitnehmen.

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Während der Sommerferien können unsere Grundschüler am Antolin-Sommerleseclub sowie die 11- bis 14-jährigen Jugendlichen am Julius Club teilnehmen.

Ausstellungen:

05. Juni 2014 – 30. August 2014: Ausstellung “Lichter der Stadt”

Ort: Stadtbibliothek Salzgitter-Bad

Uhrzeit: während der Öffnungszeiten

Klaus-Henning Foerster zeigt bis Fotografien mit Lichtstimmungen, ungewöhnlichen Strukturen und Perspektiven aus dem städtischen Umfeld.

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06.Juli bis 30. August 2014: Ausstellung “Kontraste”

Ort: Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt

Uhrzeit: während der Öffnungszeiten

Die Werke der Künstlerinnen Uschi Sudhoff und Ines Neumann stellen eine bunte Mischung von Motiven in Aquarell, Acryl und Kreide dar.

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