Weihnachtsbutton auf unserer eAusleihe

Wer schon weiß, dass er rund um Weihnachten Zeit zum Schmökern hat, der kann auf unserer eAusleihe den neuen “Weihnachtsbutton” ausprobieren.

Alles schaurig und schöne rund um Weihnachten ist hier für Sie gesammelt: Stöbern lohnt sich definitiv!

Gestaunt habe ich allerdings über die Anzahl der schon ausgeliehenen Weihnachtsgeschichten.

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Veranstaltungen der Stadtbibliothek: 24.11. – 30.11.

An dieser Stelle gibt es zusätzlich zu unserem täglichen Blogbeitrag rund um Bibliotheken und Literatur nun jeden Sonntag einen rein informativen Beitrag ohne viel SchnickSchnack mit dem Hinweis auf aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen in unseren drei Zweigstellen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden und haben nun quasi einen “Veranstaltungs-Newsletter”, den Sie abonnieren können.

Auf unserer Webseite http://salzgitter.de/rathaus/fachdienstuebersicht/stadtbibliothek/126010100000043630.php finden Sie eine Übersicht unserer Veranstaltungen, die über die laufende Woche hinausgehen.

Veranstaltungen:

24. November 2014: Wie Kinder heute lernen: Lehren, Lernen, Fördern – aus Sicht eines Hirnforschers

Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung; mit anschließender Diskussion

Ort: Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt

Uhrzeit: 17 Uhr

Wie kann fördern und fordern in Zeiten der Inklusion gelingen? Wie können alle Kinder von der Inklusion profitieren? Welche Randbedingungen sind  für Lehrkräfte und päd. Fachkräfte zu berücksichtigen? Diesen und anderen Fragen des Lernens wird der Vortrag nachgehen.

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25. November 2014: Vorlesenachmittag

Ort: Stadt- und Schulbibliothek Fredenberg

Uhrzeit: 14 Uhr

Kinder im Alter von 4 – 6 Jahren dürfen sich auf spannende Geschichten freuen.

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26. November 2014: Gesellschaftsspiele für Erwachsene

Ort: Stadtbibliothek Salzgitter-Bad

Uhrzeit: 10.30 Uhr

Wie jeden Mittwoch treffen wir uns auch heute wieder, um in netter Runde neue und alte Gesellschafts­spiele auszuprobieren. Ihre Favoriten können Sie im Anschluss gleich ausleihen und mitnehmen.

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27. November 2014: Adventstreffen in der Stadtbibliothek

Ort: Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt

Uhrzeit: 15 Uhr

Du bist zwischen 5 und 8 Jahre alt und kannst es kaum noch abwarten bis Weihnachten?

Dann bist Du bei uns genau richtig! Wir wollen das “Warten auf Weihnachten” mit tollen Aktionen
verkürzen!

Heute wird eine Adventsgeschichte vorgelesen und etwas gebastelt.

 

Ausstellungen:

02. November 2014 bis 03. Januar 2015: Ausstellung “Projekt 38″

Ort: Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt

Uhrzeit: während der Öffnungszeiten

Die Werke der Künstlerinnen “Projekt 38″ werden bis zum 03. Januar 2015 in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek zu dem Thema “Erlesenes Sehen” ausgestellt.

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Isabel Kranz – Sprechende Blumen / Nachlese zu Literarisches und Kulinarisches

Viele der Bücher, die wir zu Literarisches und Kulinarisches vorstellen, möchten Sie entweder selbst konsumieren oder Sie suchen noch ein schönes Geschenk. Das Buch von Ursula Kranz ist das Passende für beide Möglichkeiten.

Können Blumen sprechen? Ja, und zwar durch die Blume. Womit Sie nun wissen, woher dieses Wortspiel kommt: Das erste Mal wurde ich mit diesem Thema durch Vanessa Diffenbaughs „Die verborgene Sprache der Blumen“ konfrontiert, einem Roman in dem sich zwei schüchterne Menschen durch die floral gedeutete Symbolik ihre Liebe zueinander gestehen und zudem sehr erfolgreiche Blumenhändler dadurch werden. Dieses Wissen um die Mystik ist zwischenzeitlich ein wenig verloren gegangen und die Autorin dieses Romans listet zudem auf, aus welchen meist sehr alten Büchern sie die zum Teil vielschichtigen Bedeutungen herausgelesen hat. Auch die Protagonisten besuchen dafür häufig ihre örtliche Stadtbibliothek.

„Sprechende Blumen“ ist in der Reihe „Naturkunden“ bei Matthes&Seitz erschienen. Das muss Ihnen nun noch nichts sagen. Die Herausgeberin jedoch könnte man schon mal gehört haben: Judith Schalansky. Das war doch… – genau die Autorin vom „Hals der Giraffe“, diesem wunderbarem Buch, wo sich je nach Auflage der Einband änderte und dessen Geschichte durch wunderbare Zeichnungen besonders schön wurde.

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Schalansky hat jedoch wie Isabel Kranz für dieses Werk nicht selbst gezeichnet, sondern sie bedienten sich Zeichnungen aus alten Büchern, wie z.B. Liz Nebraskas „Stimmige Kränze, gewunden nach der Blumensprache in moderner Art“ von 1900 oder Madame Charlotte de Lartours „Le Langage des fleurs“ von 1820. Zu letzterem Buch gibt es übrigens einen gleichnamigen Blumenhändler in München.

Und das ist einfach: Schön! Und romantisch! Zu jeder Pflanze sammelt die Autorin Anekdoten aus der Weltliteratur oder manchmal auch nur populären Liebesromanen aus der Neuzeit. Bei dem Heidekrautgewächs „Erika“ bietet Schalansky gleich ihren eigenen Roman als Zitatquelle an. Doch egal, woher der Text oder das Bild auch ursprünglich stammt – alles ist so stimmig arrangiert, dass der literarische Blumenliebhaber, ich betone mal besonders diese Schnittstelle, dass also der literarische Blumenliebhaber immer wieder gerne darin blättert.

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Dem Anhänger der Flora werden 150 Pflänzchen vorgestellt, wobei Gattung, Familie und lateinischer Name bei jedem Exemplar dazu genannt werden – ob die Blumensprache noch heute beim Gegenüber funktioniert, darf gerne ausprobiert werden. Und wenn es mit der Wolfsblume gerade nicht geklappt hat, können Sie ja mit der Pusteblume sich ein neues „Erstes Mal“ wünschen. Dass das Buch zudem mit einem phantasievollem Augenzwinkern geschrieben wurde, merkt man an den eingestreuten Exemplaren der Familie „Dichterinnengewächse“. Weder die Eisblume, noch die Papierblume oder die namenlose Schlingpflanze werden Sie sonst in einem Blumenlexikon finden.

Wer es nun nicht so mit Blumen hat – Naturkunden gibt es auch im Bereich „Insektopädie“ und kleinere Bändchen wurden dem „Esel“, der „Krähe“ und dem „Hering“ gewidmet – sie können aber auch mit der „Eule“ beginnen.

ScG – Gerald Schleiwies

Faire Bücher – gibt es das? Und sind die auch Bio?

Unzählige Bücher landen täglich auf meinem Tisch. Ich wähle sie aus, kaufe sie und die Kollegen bereiten alles vor, damit man kurz danach schon entleihfertig mit nach Hause nehmen kann. Eine gute Sache und auf den ersten Blick auch ökonomisch und ökologisch, das Papier wird nur einmal gedruckt und mehrmals benutzt. Die Bücher aus der Bibliothek gehören allen – jeder kann Sie nutzen.

Der Verlag verdient daran zwar nur einmal, der Autor bekommt über die VG Wort zudem als Entschädigung Bibliothekstantieme. So weit so gut und wir können mit ruhigem gewissen arbeiten. Die feste Buchpreisbindung gibt den Anschein vor, das alle Beteiligten (Buchhandel, Verlag und Autor) gerecht entlohnt werden und alle ihr Einkommen am Buch haben. Doch ist das wirklich so?

Ein Teil der Bevölkerung schaut seit langem genauer hin. Transfair ist eine Marke mit stets wachsendem Umsatz. Fair gehandelter Kaffee und fair entlohnte Schokolade gibt es bereits in fast jedem Supermarkt. Ob ich den Imker vor Ort oder in Mexiko unterstütze ist dann schon eher eine Frage des ökologischen Fußabdruckes – kaufen kann ich guten Gewissens Beides.

Der Weltladen (z.B. in Wolfenbüttel) bietet viele weitere Produkte, wo die gesamte Herstellungskette im Focus steht. Zuletzt machte das Fairphone von sich reden; das erste Handy, wo auf faire Herstellung wert gelegt wird. Spannenderweise stellen wir uns diese Frage bei Essen und Kleidung, nicht jedoch bei Autos und Büchern. Liegt der Unterschied wirklich daran, dass die Meinung vorherrscht, unfair ist es vor allem in der sogenannte dritten Welt? Zudem gibt es immer wieder Berichte, das unter “Fair” jeder etwas anderes versteht, wie dieser Zeit-Artikel vom August 2014 suggeriert.

So habe ich mir die Frage gestellt: Wurde das Buch vor mir eigentlich fair produziert? Ist es gar ökologisch?

Die ersten Treffer im Netz preisen Bücher zum Thema fairer Handel an. Dann gibt es auch faire Shoppingportale, die einen Teil ihres Gewinnes spenden. In Zeiten des offenen Konkurenzkampfes zwischen Verlagen, Autoren und Amazon ist auch die Frage nach gerechten und tarifierten Mindeslöhnen im Fokus der Öffentlichkeit. Zahlt der örtliche Buchhandel eigentlich nach Tarif? Sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein, oder?

Doch zurück zum Buch. Sehr häufig steht auf den ersten Seiten etwas wie “hergestellt aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff” und/oder “gedruckt auf säurefreiem Papier”. Einige Verlage verwenden das FSC Siegel, das Papier aus verantwortungsvollen Quellen garantiert. Das sieht doch schon ganz gut aus.

Und bei E-Book Readern? Gibt es da eine faire Produktion? Nicht zuletzt gelten die meisten Selbstpublisher eher zur Gruppe der Selbstausbeuter – leben können davon nur die wenigsten. Und wie diese Literatur dann aussieht, darüber konnte man im österreichen Standard lesen: http://derstandard.at/2000008134727/Bestseller-20. Ob jedoch die Hardware einigermassen fair produziert wird, darüber konnte ich keine aktuelle Aussage finden – fast alle Geräte kommen, wie die Handys auch, aus China. Ob Reader wenigstens ökologisch sind, darüber kann man sich hier informieren: http://www.ecotopten.de/computer-buero/e-book-reader/tipps-fuer-e-book-reader

Das Fazit ist dann wohl eher eine Sichtweise. Bei Papierbüchern achtet man auf den entsprechenden Rohstoff, die Buchpreisbindung soll für Fairness sorgen (auch wenn hier etwas anderes steht: http://kleinfairlage.de/) und in diesen Shops kann man dann auch seinen Internetbuchkauf gegenüber dem lokalen Buchhandler beruhigen: http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/servicezeit/sendungen/fairesonlineshopping100.html. Oder man geht weiterhin treu in einer der drei Stadtbibliotheken…

ScG – Gerald Schleiwies

 

 

 

 

Musikvideo der Woche – Zaz: Paris sera toujours Paris

Author: Lara Janssen. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Author: Lara Janssen.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Die 34jährige Isabelle Geffroy, kurz Zaz, wird schon seit einiger Zeit als die neue Edith Piaf gehandelt. Sie ist zurzeit wohl die erfolgreichste Sängerin Frankreichs, deren aktuelles Album mit dem Titel “Paris” am 7. November diesen Jahres erschienen ist. Sie widmet das Album der französischen Hauptstadt, da sie Paris sehr viel zu verdanken hat. Die 13 Titel sind Neuinterpretationen französischer Chansons wie u.a. Joe Dassins “Les Champs-Élysées”, Maurice Chevaliers “Dans mon Paris” oder Léo Ferrés “Paris canaille”. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Album Zaz’ Karriere noch ein gutes Stück weiter voranbringen wird.

Ausgesucht für das Musikvideo der Woche habe ich das Chanson “Paris sera toujours Paris“, das ursprünglich der große Maurice Chevalier gesungen hat. Hier ist die Version von Zaz und hier ist das Original.

R.I.B.

Paul Temple – Herr Pastewka ermittelt

Es gibt ja Hörspiele, bei denen ich etwas langsamer fahre. Nein, nicht weil die Fahrgeräusche im Auto so laut sind, sondern weil ich vor Lachen sonst in die Leitplanke fahren würde.

Vor kurzem war es wieder soweit. Bastian Pastewka hat seit einiger Zeit das Hörspielgenre wieder als eines seiner Kernaufgaben entdeckt, z.B. in der Regie zu “Der Hund von Baskerville”. Doch Pastewka ist auch hinter dem Mikro ein Genuss. So findet sich ein Gastpiel aus dem Jahre 2001 bei den Drei ??? – und das Hexenhandy. Das gruselige Kichern dieses Handy kommt von Bastian Pastewka – den Spaß, den er daran gehabt haben muss, hört man noch heute.

Der Schauspieler ist nicht nur bei der Edgar-Wallace-Persiflage “Der Wixxer” zu sehen, er liebt scheinbar diese Krimizeit. Sonst wäre sicher nicht die verloren gegangene Folge von “Paul Temple – der Fall Gregory” mit und durch ihn neu bearbeitet und vertont worden. Diese Doppel-CD ist nicht nur eine mehrfache Reise in die Hoch-Zeit des Hörspiels, sondern zugleich eine gelungene Mischung aus wahrem Hintergrundwissen und Absurditäten. Während früher bis zu 40 Synchronsprecher plus Orchester engagiert wurden, um einen Paul Temple Fall über 10 Abende zu strecken, ist das Team um Pastewka nur 5 Personen groß – es bleiben somit genug Rollen für jeden, doch kaum jemand ist zufrieden und meint er käme zu kurz. Denn immer wieder wird der Fall unterbrochen durch angeblich reale Szenen bei der Aufnahme. Und das gibt dieser etwas antiquierten Geschichte einen ordentlichen Schuss Humor – den man sich übrigens auch Live anhören kann.

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Das Hörspiel gibt es auch im Download: http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/55/550186/wdrhoerspielspeicher_2014-11-01_00-03.mp3 und http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/55/550191/wdrhoerspielspeicher_2014-11-08_18-01.mp3 . Einen weiteren Fall gibt es dort auch schon: Paul Temple und der Fall Gilbert: http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/55/557778/wdrhoerspielspeicher_2014-10-31_00-02.mp3 und den zweiten Teil hier: http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/55/557813/wdrhoerspielspeicher_2014-10-31_00-02.mp3

Das Hörspiel kann man sich zudem bei uns in der Stadtbibliothek ausleihen. Der Rezensent ist im Übrigen durch ruhige und umsichtige Fahrweise mit der CD heil und gesund wieder in Salzgitter angekommen. Wer nur einen 40er Jahre Krimi hören möchte, dem kann ich das Stück nicht empfehlen, wer die Parodie mitnehmen möchte, dem ist dieser “Wixxer” in Hörbuchform ans Herz gelegt.

ScG – Gerald Schleiwies

 

Ein Wendebuch der besonderen Art

 

Morgens & Abends : Das Frühstücksbuch & Das Abendbrotbuch / von Karen Schulz und Maren Jahnke

Wie sollte man den Tag beginnen? Am besten mit einem guten Frühstück. Und wie sieht es am Abend aus? Mit welchem Beigeschmack soll der Tag ausklingen? Was den Autorinnen Maren Jahnke und Karen Schulz dazu alles eingefallen ist, passt leider nicht auf einen Tisch. Aber zwischen zwei Buchdeckel: tolle Getränke zum Wachmachen, Entspannen und Chillen, leckere Aufstriche für Brot und Brötchen, Frühstücksklassiker und -newcomer, alles rund ums Ei, Müsliideen in Hülle und Fülle, Salatvariationen für Gabel und Messer, unkomplizierte kleine Gerichte aus Pfanne und Ofen, klassische Abendbrote und die bewährte Stulle, wenn’s schnell gehen soll. Insgesamt über 100 Rezepte! Na dann: Good morning Abend.
(Angaben aus der Verlagsmeldung)

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Ein besonderes Buch mit Wendefunktion für 2 besondere Tagesevents: Frühstück und Abendbrot. Viele raffinierte und klassische Ideen – mal einfach und mal exklusiv und mit sehr schönen und Appetit anregenden Fotos zu jedem Gericht, die auf jeden Fall Lust machen, mal die eine oder andere Anregung auszuprobieren, da fast alle Rezepte relativ einfach und schnell zuzubereiten sind.

Maren Jahnke ist Foodstylistin, Rezept-Entwicklerin und Autorin für bekannte Frauenzeitschriften und Buchverlage.

Karen Schulz ist als freie Foodjournalistin, Rezept-Entwicklerin und Autorin für verschiedene Verlage und Zeitschriften tätig.

Gö.