John Mayer: Born and Raised

Der Mann ist ein Superstar, doch er verhält sich nicht so. Seine Interviewphobie etwa ist zum Haareraufen – vor allem fürs Label, weil viele Artikel in vielen Zeitschriften nun mal viel mehr Verkäufe generieren würden. Doch John Mayer will nicht. All seine Energie steckt er in die Songs, und die sind von besonderer Erlesenheit. Allein das doppelt vertretene Titelstück: Als “Reprise” kommt es im Countrystil daher, im Original hingegen als schwerblütige Ballade mit Dylan-Harmonika und einer lebensweise jaulenden Hammondorgel. Mayers weiße Soulstimme barmt und fleht, es ist ein Fest, auch bei der à la Lambchop dahingroovenden Gelassenheitsdemonstration “If I ever get around to living”; und “Queen of California” fasert am Ende wunderbar ziellos aus wie ein Grateful-Dead-Stück. Das Schöne an diesem songstarken Album über Whiskey, Liebe und Loslassenkönnen: Es strotzt zwar vor Profis und Stargästen, klingt aber dennoch so intim, als müsste der x-fache Grammy-Gewinner Mayer noch immer um seinen Status ringen. Produziert hat Don Was, David Crosby und Graham Nash singen im Chor, die Studiolegenden Jim Keltner (dr) und Chuck Leavell (keyb, p) integrieren sich perfekt ins unaufgeregt erdige Sounddesign.

Wf

Bibliotheksbauten aus Finnland

Der internationale Bibliotheksverband IFLA (Internation Federal Library Associations) tagt jedes Jahr in einem anderen Land. Dieses Jahr trifft man sich in Finnland. Nicht nur im Bereich Bildung schaut man gerne in diese PISA Hochburg, auch das Bibliothekswesen schaut gerne in den hohen Norden.

Zur Einstimmung der Versammlung wurden zahlreiche Links weitergeleitet. Da in Salzgitter an den Räumlichkeiten für Bad und Fredenberg gearbeitet wird, bekommt der Links zu den finnischen Bibliotheksbauten meine besondere Aufmerksamkeit. Hach, es ist einfach zu schön. Hier ein paar Beispiele:

Sie sehen die Stadtbibliothek von Kokkola. Die knapp 46.000 Einwohner finden auf über 5.600 qm² alles was ihr Herz begehrt. Und nein, das ist kein Einkaufszentrum, sondern wirklich die öffentliche Bibliothek.  Zum Vergleich – die Filiale in Lebenstedt bietet immerhin auch nicht zu verachtenden 2.350 qm².

Etwas strenger angeordnet geht es in Vihti zu. Aber auch hier ist Platz kein Problem, den 27.000 Einwohnern stehen hier 2.300 qm² Fläche zur Verfügung. In Salzgitter Bad freuen wir uns gerade über die Erweiterung von 450 qm² auf ca. 1.000 qm² Fläche.

Sie meinen, ich würde jetzt hier Best Praktice Beispiele verwenden. Nicht unbedingt. Das ähnlich große Ylorjärvi erfreut sich gar über fast 2.700 qm² Fläche. Auch wenn das folgende Bild bei Ihnen etwas andere Erwartungen wecken könnte. Nebenan fährt kein Zug der finnischen Staatsbahn ab; das ist keine Wartehalle, sondern ein Lesesaal:

Stöbern Sie doch mal selber bei http://buildings.libraries.fi/ - für uns ist das ein wenig wie bibliothekarisches Schlaraffenland. Allerdings werden die Größen auch gebraucht, denn die Finnen sind Weltmeister in der Benutzung ihrer Bibliotheken. Bilder der Bibliothek unserer Partnerstadt Imatra sind übrigens nicht so einfach zu finden. Ich sollte da einfach mal hinfahren… (ScG)

Émilie de Turckheim: Im schönen Monat Mai

Es gilt ein Erbe anzutreten. Dafür jedenfalls kommen die »Hirnschüssler« aus Paris aufs Jagdgut von Monsieur Louis, der unerwartet verstarb.

Dort empfangen sie die Gutsknechte Aimé und Martial, schlechtes Wetter und einige Unvorhersehbarkeiten. Monsieur Louis ruht unter einem Baum, eine Gewehrkugel im Hals. Ein Selbstmord auf dem Land.

In seinem Testament vererbt er den Hof, seinen von Wildschweinen bevölkerten Wald, die Schweinezucht und sogar Aimé, den Hausknecht, an fünf seiner Jagdgäste. Die designierten Erben reisen an: ein Inspektor im Ruhestand, ein habgieriges Ehepaar, ein ehemaliger Offizier und ein schwuler Bordellbesitzer mit Hund. Ohne einen Gedanken an den Verstorbenen erwarten sie misstrauisch und ungeduldig den Notar. Der aber kommt nicht. Und erst allmählich wird klar, dass die gleichfalls unlängst verstorbene Lucette der Anlass dieser Zusammenkunft ist.

Émilie de Turckheim erzählt aus der Perspektive des leicht verlangsamten Aimé eine originelle Geschichte von Rache und Vergeltung. Mit der grausamen Ironie und Virtuosität einer Agatha Christie streut sie Zweifel und Indizien und bewahrt doch das Geheimnis bis zum Schluss.

Pe

Musikvideo der Woche – Spoek Mathambo: Mshini Wam

Laut einem Artikel des Londoner Daily Telegraphs kommt derzeit die heißeste Popmusik vom afrikanischen Kontinent. Nigeria, Uganda, Ghana, Südafrika, Angola und Mali, um nur einige Länder zu nennen, produzieren Musik, die nicht nur auf dem Schwarzen Kontinent zu hören ist, woran zum Teil sicher auch das Internet verantwortlich ist.

Spoek Mathambo aus Südafrika ist einer jener Popmusiker, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Der “Post-Apartheid Post-HipHop-Posterboy” (wie ihn der Sender ARTE nennt) pendelt zwischen Johannesburg und Malmö in Schweden hin und her, um dort seine Musik zu produzieren.

Sein Debütalbum aus dem Jahr 2010 hieß “Mshini Wam” (Bring me my Machine) und den Titelsong wollen wir Ihnen heute einmal vorstellen.

Hier ist er zu sehen und zu hören.

R.I.B.

Dienstkleidung in der Bibliothek

Woran erkennen Sie eigentlich das Personal Ihrer Stadtbibliothek?

Sie kennen sich seit Jahrzehnten persönlich? Ja, dann braucht man ja nichts weiter zu tun. Sollte dies aber nicht der Fall sein, so könnte ein Namensschild nicht verkehrt sein – hier in Salzgitter trägt jeder Kollege seine “Hundemarke”.

Im Rahmen von “Corporate Identity”, Leitsystem bzw. in  Neudeutsch “Corporate Design” (man verzeihe mir hier dieses Bullshitbingo) gehen einige Einrichtungen weiter und stecken die Kollegen in einheitliche Dienstkleidung. Zu manchen Veranstaltungen schaffen wir das auch, z.B. beim Juliusclub.

Doch manchmal muss es etwas seriöser sein. Die Stadtbibliothek Köln bloggte am 1. April (!) folgendes Bild:

Nun ja, das mag nun den männlichen Besuchern gefallen, auch weil wir in der Stadtbibliothek Lebenstedt auch noch über die entsprechenden Regalleitern verfügen, die manch amerikanisches Herz erotisiert. In der Tat findet man auf einschlägigen Seiten neben vielen Vorlieben oft nicht nur “Secretary”, sondern auch “Librarien”. Doch gezeigt wird ausschließlich das weibliche Geschlecht.

In Salzgitter arbeiten jedoch auch Männer und nicht jeder passt da in einen Bleistiftrock. Einfacher haben es die jedenfalls die Besucher der “American Nudist Research Library” – von den Angestellten dort ist aber kein Bildnis überliefert:

Doch ich schweife ab. Unser Berufsverband BIB hat nun seinem Shop eröffnet und warb auf dem 101. Bibliothekartag in Hamburg mit seiner Kollektion:

Natürlich muss man die Begriffe mit ein wenig Ironie sehen. Die “Buchschubse” in Anlehnung an das Flugpersonal oder der “Digital Immigrant”, der den “Digital Natives” wieder in die Bibliothek hilft und zeigt wie so ein Buch funktioniert. Eine “Suchmaschine” kann man auch kaufen, das jedoch geht am Thema vorbei, denn wir lernen ja Medien zu finden und nicht zu suchen. Zudem gibt es nur T-Shirts – in diesem Sommer brächte das nur eine Grippe, aber keinen zusätzlichen Kundenservice.

Das Thema ist also gar nicht so einfach – und wirklich wichtig ist doch, ob Sie bei uns fröhlich angesprochen werden und nicht in welchem Fummel das geschieht, oder?(ScG)

Autorin des Monats Juli: Tana French

Die amerikanisch-stämmige Krimi-Schriftstellerin Tana French wurde 1973 geboren, wuchs in Irland, den USA und Malawi auf. Am Trinity College machte sie eine Schauspielausbildung und war einige Zeit Mitglied der irischen Purple Heart Theatre Company und arbeitete auch für Film und Fernsehen.

Seit 1990 lebt sie in Dublin (Irland).

Die Bücher der Autorin gelten als anspruchsvolle Kriminalliteratur. Ihre tiefgründigen, hoch spannenden Romane um Täter, Opfer und Ermittler aus dem Dubliner Umfeld finden sich auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten wieder.

Frenchs erster Roman Grabesgrün wurde mit dem Edgar Allan Poe Award für das beste Debüt ausgezeichnet und auch ihr zweites Werk Totengleich wurde zum internationalen Bestseller. Mit Sterbenskalt erzielte sie den nächsten Erfolg und zeigte einmal mehr ihr literarisches Können.

Neu erschienen ist der vierte Roman der talentierten Irin Schattenstill der, wie schon die vorangegangenen Krimis von Tana French durch seine dichte Atmosphäre und die spannungsgeladenen Wendungen besticht.

Hg

Die kleine E-Book Sprechstunde

Sommerzeit ist Lesezeit, doch nicht mehr Alle nehmen einen Stapel Bücher mit in den Urlaub. Anstelle des dicken Papierbündels wird vermehrt ein E-Book Reader mitgenommen.

Der Gewichtsvorteil hat jedoch seinen Preis –  in Form von technischer Funktionalität.

Was kann ich auf den Geräten lesen? Wie verwalte ich meine Literatur auf dem heimischen PC? Kann ich Literatur in einer Cloud (Datenwolke) zwischenlagern? Kann ich auch aus fernen Ländern etwas aus der Bibliothek ausleihen? Was funktioniert davon womit?

Viele Fragen, die die Stadtbibliothek im Rahmen einer E-Book Sprechstunde lösen möchte.

Am Mittwoch, 01.08.2012 und am 22.08.2012 von 16 – 18 Uhr im 1. OG der Stadtbibliothek Lebenstedt nehmen wir uns Zeit. Kunden können mit ihren Geräten vorbei kommen und sich direkt und individuell für ihre Bedürfnisse beraten lassen. Auch E-Book Neugierige sind herzlich willkommen. Tipps und Tricks gibt es auf jeden Fall. Kommen Sie einfach vorbei. Anmeldungen auch bei Gerald Schleiwies unter 05341/839 3613.

Website Empfehlung für Kinder: Kidsville

Auf Kidsville, der „Mitmachstadt für Kinder“ können Kinder eigene Texte, Geschichten und Gedichte veröffentlichen oder ihre Meinung zu den Beiträgen anderer Kinder äußern. Im Rahmen von neun verschiedenen „Themenhäusern“ wird somit eine interaktive Homepage angeboten, die für jeden Kindergeschmack etwas bietet.

Hg

 

Passend zum Sommerurlaub: Libraries all over the world

Nahezu jeder war schon einmal in einer Bibliothek, oder? Und auch fast jeder Salzgitteraner kennt die Stadtbibliothek im Stadtteil Lebenstedt oder zumindest eine der Zweigstellen in Bad oder Fredenberg. Wenn Sie aus Salzgitter kommen, kennen Sie vielleicht auch noch die Bibliotheken in Braunschweig oder in Hannover .. und sonst? Haben Sie in Ihrem Urlaub schon mal eine Bibliothek besucht? Eine fremde Bibliothek, meine ich, in einer fremden Stadt oder gar in einem fremden Land? Nein? Dann gibt es hier ein paar Anregungen:

Wenn Sie Ihren Sommerurlaub am liebsten in Deutschland verbringen, dann besuchen Sie doch mal die Fahrbücherei Nordfriesland in Husum, die jeden Sommer eine bestimmte Route an der Nordsee entlang fährt.

Und wenn sie Ihren Urlaub nicht an der See, sondern lieber auf der See verbringen möchten, dann könnte für Sie auch die schwimmende Bücherstube der Queen Mary 2 in Frage kommen. Sie beherbergt in ihrem Bug nämlich ca. 10.000 Bücher – halt ein Bug zum Schmökern!

Größte Bibliothek zu Wasser. 10 000 Bände stehen den Passagieren der „Queen Mary 2“ zur Verfügung. Foto: Rolf Brockschmidt

Die beiden Vorschläge sind Ihnen zu langweilig oder doch eine Spur zu gewöhnlich?

Vielleicht wäre dann eine Reise nach Süd- oder Südostasien etwas für Sie. Auf dem ganzen südlichen Teil des Kontinents gibt es hunderte von Palmblattbibliotheken. Was das ist? Das sind Bibliotheken, die beschriebene Palmblätter sammeln.

Und wenn Sie einen Abenteuerurlaub planen, dann muss auch hier die Leselust nicht zu kurz kommen. Hängen Sie sich an die Fersen von Nomaden und reisen Sie mit ihnen durch die Wüste Kenias. Eine Kamel-Bücherei wird Sie mit Lesestoff versorgen.

Falls hier jetzt  noch keine Anregungen dabei waren, dann besuchen Sie doch einfach mal die Deutsche Nationalbibliothek an einem ihrer zwei Standorte (Leipzig oder Frankfurt am Main) oder die British Library in London, die in Ihrem Bestand auch mehr als 8 Mio. Briefmarken hat .. und falls Sie einen Trip in die USA geplant haben, dann würde sich auch bestimmt ein Besuch in der Library of Congress in Washington D.C. lohnen, schließlich ist das die Bibliothek mit dem größten Bücherbestand weltweit!

Jetzt steht Ihrem Sommerurlaub doch  nichts mehr im Weg – viel Spaß!              

                                                                              Josie Menzel

Linkin Park: Living Things

Von Anbeginn ihrer Karriere, die sie im Jahre 2000 mit ihrem weltweit gefeierten Debütalbum „Hybrid Theory“ spektakulär einläuteten, war klar: LINKIN PARK ist eine Ausnahmeerscheinung im knisternden Spannungsfeld zwischen Rock- und Popmusik, eine Band, die mit ihren eingängigen, epischen Rocksongs die Massen elektrisieren kann.

Living Things ist ein persönliches Album, das sich, wie der Titel bereits andeutet, um menschliche Emotionen und Beziehungen dreht. Es ist geprägt von allen vorherigen Linkin Park-Alben und baut auf diesen auf, während der Sound der Band nach wie vor in neue Dimensionen vordringt. Es ist geistreich, energetisch, kühn und scheut sich nicht, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu hybridisieren. Es ist der absolute Beweis für eine radikale Theorie, deren Bestätigung sechs Musiker ihr Leben gewidmet haben.

Wf

Julius Club Top Titel: Boy 7

Stell dir vor du erwachst nach einem Tiefschlaf allein auf einer einsamen Graslandschaft. Du hast keinen blassen Schimmer wo du dich befindest.

Doch es kommt noch schlimmer: Gleichzeitig weißt du auch nicht wer du bist. Dein Gedächnis ist völlig leer. Du kannst dich weder an deinen Namen, noch an deine Freunde und Bekannte erinnern. Schreckliche Vorstellung! Wie das möglich ist? Dies kann man in “Boy 7″ von Mirjam Mous erfahren.

Denn genau das erlebt der Junge, um den es in dem Jugendthriller geht. Er erwacht in der Einöde mit nichts als einem Rucksack in dem ein Handy steckt. Der Speicher des Telefons ist komplett leer. Aber als er die Mailbox abhört, kann er seine eigene Stimme hören. “Was auch passiert, ruf auf keinen Fall die Polizei!”, lautet die Nachricht. Hatte er einen Unfall? Ist er einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Oder wird er sogar selbst von der Polizei gesucht? Von jetzt an beginnt die Jagd nach der eigenen Identität…

Ein Jugendthriller, der auch erwachsene Leser begeistern wird.

Aber erstmal nur für unsere Julius Club Mitglieder …. Wie man Julius Club Mitglied wird, kann man HIER nachlesen.

Hg

Wer war zuerst da: Dutt oder Bibliothek

Die klischeebeladene bibliothekarische Welt voller Dutt-tragender Bibliothekarinnen und bebrillter, Psssst!-sagender Bibliothekare ist besonders für Neulinge schwer zu durchschauen, doch im Prinzip einfach zu erklären:

So sollte beispielsweise jeder Bibliotheksmitarbeiter im Laufe seiner Karriere eine  Bibliophilie ausprägen, die sich im schlimmsten Fall zu einer Bibliomanie steigern kann.

Besonders gern ist die Nutzergruppe der Bibliophagen in der Bibliothek gesehen, doch auch Biblioskope werden geduldet. Gänzlich unerwünscht sind der Biblioklast und der Bibliothap, wobei Letzterer sich sowieso bevorzugt in Wissenschaftlichen Bibliotheken aufhält.

Die Gruppe der biblioversen Bibliotheksbenutzer ist sicher ziemlich groß, jedoch nur schwer zu identifizieren, solange sie alle Bücher in ordnungsgemäßem Zustand zurückgeben. Bibliophobe und Bibliopathen wird man wahrscheinlich nicht in der Bibliothek antreffen – falls doch, dann ausschließlich in der DVD- oder CD-Abteilung.

Zugegeben, einige Begriffe benutzt man im alltäglichen Leben recht selten – deshalb wurde an der FU Berlin ein nicht ganz ernst gemeintes Lexikon der bibliothekarischen „Fachwörter“ zusammengestellt, das u.a auch für Bibliothekare lebensnotwendige Dinge wie „Katalogkartenschmierzettelstapel“ oder „Bonbonschublade“ erklärt.

Hier einige Beispiele:

Bibliopath:
- jemand, den Bücher krank machen. Dies tritt häufig auf, wenn man Bücher gegessen hat, die weit über dem Verfallsdatum lagen, das heißt, schon seit Jahren im dunklen Magazin oder Archiv vor sich hin gammelten. In manchen Fällen haben die Bücher aber auch ohne gegessen zu werden einen schlechten Einfluss auf die menschliche Gesundheit.

Bibliophag:
- jemand, der Bücher frisst oder buchstäblich verschlingt. Zu empfehlen sind Kochbücher oder Kinderbücher!

Bibliophilie:
- das ist die Liebe zu Büchern. Aber eher die geistige Verbundenheit, denn die körperliche Liebe. Sie ist zu vergleichen mit der Bibliomanie, da man als Bibliophiler auch gern möglichst viele, wertvolle Bücher an sich reißen und mit ihnen schmusen möchte. Das ist höchst krankhaft.

Bibliophob:
- Jemand, der bibliophob ist, hat Angst vor Büchern. Blöd ist nur, wenn man in einer Bibliothek arbeitet und eine Phobie vor Büchern entwickelt, nicht wahr?

Weitere lebensnotwendige Informationen erhalten Sie hier:

http://www.ub.fu-berlin.de//wwwazubi/2007/fachbegriffe.html

Auf den Seiten ist übrigens noch weiteres, grundlegend bibliothekarisches Wissen aufgeführt, z.B. eine Anleitung zum Dutt-Binden und das “Pscht!-Spiel”. ;)

Me

Öffnungszeiten in den Sommerferien

Die Sommerferien beginnen morgen und die Öffnungszeiten der Stadtbibliotheken in Salzgitter werden sich für diese Zeit etwas verändern:

 

 

Stadtbibliothek Salzgitter – Lebenstedt

keine Reduzierung der Öffnungzeiten!!

Dienstag bis Freitag 10 – 19 Uhr
Samstag 10 – 14 Uhr

Stadtbibliothek Salzgitter – Bad

vom 29.07. bis zum 26.08.

Dienstag 10 – 19 Uhr
Donnerstag 10 – 18 Uhr
Mittwoch, Freitag und Samstag 10 – 13 Uhr

Stadt- und Schulbibliothek Salzgitter – Fredenberg

22.07. – 31.08.

Dienstag und Freitag 14 – 18 Uhr

 

Hg

Musikvideo der Woche – Eric Weissberg und Steve Mandell: Dueling Banjos

Wer einmal den Film “Beim Sterben ist jeder der Erste” (“Deliverance”) aus dem Jahr 1972 gesehen hat, mit Burt Reynolds und Jon Voight in den Hauptrollen, kann sich bestimmt an die Szene erinnern, in der einer der Flussfahrer mit einem geistig behinderten Jungen ein Gitarren/Banjoduell veranstaltet.
Geschrieben wurde das Musikstück “Feudin’ Banjos” bereits 1955 von Arthur “Guitar Boogie” Smith. Eric Weissberg und Steve Mandell arrangierten es unter dem Titel “Dueling Banjos” neu und spielten es auch für den Soundtrack ein.

Da der Komponist nicht um Erlaubnis gefragt wurde, den Song für den Film zu verwenden, gab es ein Gerichtsverfahren, in dem Smith gewann.

“Dueling Banjos” mit Weissberg und Mandell kam 1973 bis auf Platz 2 der US Charts.

Hier ist das packende Instrumentalstück zu hören und der entsprechende Filmausschnitt zu sehen.
…und hier ist das Original mit Arthur Smith und Don Reno.

R.I.B.

JULIUS-CLUB Treffen

Heute treffen sich die Mitglieder des JULIUS-CLUB um 14.00 Uhr in der Stadtbibliothek Salzgitter Lebenstedt.

 “Book-Slam & Book-Casting” stehen auf dem Programm. Bücher des JULIUS-CLUB werden “einmal anders” vorgestellt. Danach geht es in die Eisdiele um sich etwas abzukühlen.

Hg

Filtersoftware

Die Kommission für Jugendmedienschutz hat erstmals zwei Jugendschutzprogramme anerkannt. Die Filtersoftware des Hamburger Vereins JusProg und der Deutschen Telekom ermöglichen es, für die Kinder je nach Altersstufe geeignete Internetprogramme freizuschalten.

Sie sollen das Risiko mildern, dass Kinder im Netz auf für sie ungeeignete Inhalte stoßen und werden ständig weiterentwickelt. Erhältlich sind beide Programme kostenlos im Internet unter www.jugendschutzprogramm.de und www.t-online.de/kinderschutz .

Das Programm der Deutschen Telekom kann von allen Festnetzkunden der Deutschen Telekom heruntergeladen werden.

Hg

Listomanie

Ein Bilderbuch der Kuriositäten!

Die größten, besten und verrücktesten Listen der Welt. Präsentiert in bunten und witzigen Infographiken ist dieses Buch ein Spaß für alle, die ihre Neugier an den kuriosen Dingen der Welt nicht verloren haben. Ein amüsantes Sammelsurium von nützlichem sowie ganz und gar unnützem Wissen.

Gibt es noch unentdeckte Landstriche auf der Erde? Wie kam es dazu, dass ein Spaten in den Weltraum gelangte und seitdem die Erde umkreist? Wie viele verschiedene Sorten Kartoffelchips gibt es auf der Welt?

Lustige bis unglaubliche (aber wahre!) Fakten, die unsere Welt so irrwitzig und besonders machen. Das Buch ist ein toller Zeitvertreib!

Gö.

Buchflohmarkt

Ab morgen bis Samstag findet in der Stadtbibliothek  Salzgitter-Lebenstedt während der Öffnungszeiten ein Buchflohmarkt statt!

Grob vorsortiert nach Fachgruppen werden ausgesonderte Medien bzw. Geschenke von Kunden zum Kauf angeboten. Insbesondere bei den Taschenbüchern als Urlaubslektüre gibt es eine riesige Auswahl.

Für Liebhaber alter Bücher hält das Flohmarkt-Team auch so manche Liebhaberstücke bereit.

Hg

 
 

Ferienstart-Aktion 2012

 Wir sind dabei!

auf dem Rathausvorplatz in Lebenstedt am 19.Juli 2012, von 14 bis 18 Uhr,

Wir stellen dort unsere Ferienaktionen “Julius-Club 2012” & den ”Antolinwettbewerb für Grundschüler“ vor.

Um auf das vielfältigeSommerferienprogramm aufmerksam zu machen, veranstaltet die Stadt Salzgitter, die Sport und Freizeit GmbH (SFS) und die Kraftverkehrsgesellschaft mbH Braunschweig (KVG) gemeinsam eine aktionsreiche Ferienauftakt-Veranstaltung.

Es wird ein buntes Programm auf dem Platz und der Bühne geboten. Kinder, Jugendliche und Familien sind eingeladen Vorfreude auf erlebnisreiche Ferien zu schnuppern.

Im Mittelpunkt dieser Aktion stehen der aktuelle Ferienpass und das Schülerferienticket (SFT) 2011. Bereits zum fünften Mal werden diese attraktiven Ferienangebote sowie Aktionen und Veranstaltungen der Stadt Salzgitter während der Sommerferien gemeinsam präsentiert. Viele  Akteure im Ferienpass-Programm machen an Ständen direkt vor dem Rathaus in Salzgitter-Lebenstedt auf Angebote aus dem Ferienpass aufmerksam.

Besuchen Sie uns an unserem Stand!

Hg

Lese:Zeichen

Bücher, Menschen und die Welt. Wilde Verrisse, vibrierende Interviews, größenwahnsinnige Thesenfilme, zartfarbige Porträts und handfeste Reportagen…

LeseZeichen trifft Autoren und bringt die Gegenwartsliteratur ins Gespräch.

Heute von 23:25 bis 23:55 Uhr im Bayerischen Fernsehen!

LeseZeichen hat unterwegs nachgefragt: “Was lesen Sie gerade?” Hier die Tipps, die  diese Woche gesammelt wurden. Stand: 12.07.2012

“Zur Zeit lese ich …”

Henning Mankell Der Feind im Schatten Dtv
Florian Scheibe Weiße Stunde Luftschacht Verlag
Viktor Mann Wir waren fünf Fischer Tb Verlag
David Graeber Schulden Klett-Cotta Verlag
Terry Pratchett Schweinsgalopp Goldmann Verlag
Neal Stephenson Quicksilver Goldmann Verlag
Sibylle Lewitscharoff Blumenberg Suhrkamp Verlag

(Quelle: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/lesezeichen/index.html)

Hg

Julius Club Top Titel Tipp: Yoda ich bin! Alles ich weiß!

von Autor Tom Angleberger

Schau hier rein”, sagt Yoda!

Eigentlich ist Dwight ein totaler Loser. Seine Klassenkameraden finden ihn ziemlich seltsam – insbesondere weil er 1 Monat lang sein T-Shirt nicht wechselt –  und halten ihn für einen Spinner… er will nämlich immer mit “Captain Dwight” angeredet werden.

Doch eines Tages ändert sich das. Dwight gibt plötzlich verblüffend gute Ratschläge mit einer Fingerpuppe aus Papier, die aussieht wie Yoda. Dieser Yoda sagt die Zukunft voraus, rettet vor üblen Peinlichkeiten und gibt die richtigen Tipps zum Umgang mit Mädchen. Auf einmal glauben manche in der Schule an Origami-Yoda, andere jedoch meinen, es sei nur ein Stück Papier.

Bald ist klar: Wer die Puppe hat, hat die Macht. Und einer, Tommy nämlich, will die ganze Wahrheit herausfinden …

Nicht nur für Star Wars Fans!!! Aber nur für unsere Julius Club Mitglieder …  erstmal. Wie man Julius Club Mitglied wird, kann man HIER nachlesen.

Hg

Das Mehrwertsteuerquiz

Bücher kosten immer 7% Mehrwertsteuer! Wirklich immer? Nein, denn das Mehrwertsteuerratespiel schlägt auch in der Bibliothek zu.

Also machen wir heute mal ein kleines Ratequiz – keine Angst, die Erklärung erfolgt umgehend.

Gedruckte Romane und Sachbücher?!

Klarer Fall, hier fallen nur 7% Mwst an!! Außer … wenn diese von § 15 des Jugendschutzgesetzes betroffen sind. Für “American Psycho” von Bret Easton Ellis oder “Die sexuellen Phantasien der Frauen/Männer” von Nancy Friday (Rowohlt Verlag), gelten somit 19 %. AHA!

Bilderbücher:

Klarer Fall, auch hier 7% Mwst!!! Aber bitte nichts selber hineinmalen. Denn … für Bilderbücher gibt es Ausnahme bei Kindermalbüchern. OK!

Doch es gibt auch Malbücher für Erwachsene:

Bitte sprechen Sie niemanden vom Finanzamt darauf an. Bisher läuft dieses Werk fälschlicherweise auch noch bei 7% ;-)

Sollten Sie es bevorzugen, Ihre Phantasien in ein Moleskine zu kritzeln, zahlen Sie 19%, sind jedoch auch von der Buchpreisbindung befreit. AH JA SOSO!!

Kommen wir nun zu E-Books, also Romane und Sachbücher im digitalen Format. Diese kosten 19%, eben weil sie nicht auf Papier vorliegen. Sollten Sie Ihre Bücher über einen großen Versandbuchhändler beziehen, der seinen Sitz in Luxemburg hat, zahlt dieser sogar nur 3%, Sie dürfen aber weiter 19% bezahlen.

Hörbuch: Das Hörbuch ist gar kein Buch, sondern meist eine CD und kostet deswegen 19%. Wie auch Musik CDs und Filme. Möchten Sie es günstiger, muss Ihnen jemand direkt aus einem geliehenem Buch vorlesen – das kostet dann gar nichts! (Ausgenommen, es ist eine öffentliche Veranstaltung, wo die Gema, die VG Wort, die Künstlersozialkasse, der Staat und am Ende sogar der Vortragende selbst etwas Geld haben wollen.)

Sie meinen, ich solle nicht Äpfel und Birnen vergleichen? Die haben wenigstens einen einheitlichen Steuersatz!!

Anders bei Pferd und Esel oder Kartoffel und Süßkartoffel. So fallen Pferde und Kartoffeln unter 7 %, Esel und Süßkartoffeln jedoch unter 19 %. NA DANN!!

Finanzminister Schäuble wollte zu Beginn der Legislaturperiode im Bereich der Umsatzsteuer/Mehwertsteuer aufräumen. Lobbyismus von links und rechts hat nun selbst das letzte Reförmchen verhindert. Auch der Bundesrechnungshof beschäftigte sich 2010 mit der Materie (http://bundesrechnungshof.de/veroeffentlichungen/sonderberichte/erm-umsatzsteuer.pdf).

Selten hatte ein behördliches Papier soviel Unterhaltungswert. Direkt ein Lesetipp. Falls übrigens ein Fernsehsender mal eine Idee für ein Quiz benötigt – mit dem Mehrwertsteuerquiz gäbe es sicher einen großen Erfolg. Hier noch einmal die Ausnahmetatbestände zusammengefasst: http://www.lexsoft.de/normensammlung/140830,74 (ScG)

Musikvideo der Woche – Shy’m: Et alors!

Tamara Marthe hat eine Mutter, die aus Martinique stammt und einen marokkanischen Vater; unter dem Namen Shy’m (“shy”=schüchtern, “m” steht für Martinique) tritt die 26jährige Französin seit 2006 auf. Ihr erstes Album “Mes fantaisies” verkaufte sich schon sehr gut; mit ihrem neuen “Caméléon” ist ihr jetzt erstmals der Sprung auf den ersten Platz der französischen Charts gelungen.

Auch die daraus ausgekoppelte Single “Et alors!“, von dem aus dem Libanon stammenden Sänger K-Maro geschrieben, läuft in Frankreich und Belgien zurzeit sehr gut.

Hier ist das Video “Et alors!” zu sehen und zu hören, das in Paris z.T. auf der Place des Victoires und vor dem Centre Pompidou gedreht wurde.

R.I.B.

“Schatzsuche in Salzgitter” – geschrieben von der Salzgitteraner Autorin Ursula Wolter

Kurzbeschreibung: „Aber ich weiß nicht, mit wem ich in eine Gruppe gehen soll“, sagte Viola. „Da ist noch ein Mädchen.“ Frau Wiek machte eine Geste zu dem türkischen Mädchen hin. „Und zwischen den Regalen drücken sich zwei Jungs herum. Kommt doch mal her!“ Julian trat zögernd näher. Der andere Junge stand auf und kam ebenfalls heran geschlendert. „Gut. Nun seid ihr zu viert. So schnell geht das.“ Und was nun? Sie stehen zu viert in der Bibliothek und haben keine Lust auf die Ferienaktion „Schatzsuche in Salzgitter“: Viola ärgert sich, dass ihre Freundin nicht gekommen ist. Julian will auf keinen Fall von der Bibliothekarin wiedererkannt werden. Nesrin muss mitmachen, um besser Deutsch zu lernen. Und für Marvin ist das alles sowieso nur blöder Kinderkram. So beginnt die Schatzsuche für die vier mit Ärger und Streit. Doch dann geschieht etwas, das die Lage von Grund auf verändert – und plötzlich müssen sich die Kinder zusammenraufen und wollen das Rennen um den Schatz um jeden Preis gewinnen …

“Schatzsuche in Salzgitter” ist ein ganz besonderes Buch  – nicht nur, dass es inhaltlich rund um Salzgitter & um die Bibliothek geht, nein, dieses Buch wurde speziell für Salzgitteraner Schüler von der HWA-Stiftung von der Idee bis hin zum endgültigen Druck finanziert.

Gestern wurde es feierlich durch das Ehepaar Hans H.  und Wiebke Andresen an die Stadt Salzgitter, Herrn Oberbürgermeister Frank Klingebiel, persönlich übergeben.

Die Autorin las Passagen aus diesem Buch vor, und anschließend konnten sich die kleinen Zuhörer, Schüler der GS Lichtenberg, als erste über das Buch freuen, das sie geschenkt bekamen.

Zukünftig sollen alle Grundschüler, die die Bibliothek während einer Führung besuchen, das Buch geschenkt bekommen – so der Wunsch der HWA-Stiftung!

Hg