…von Kirsten Reinhardt
Fennymore lebt seit dem Verschwinden seiner Eltern ganz allein in dem riesigen Haus „Bronks“. Nur Tante Else und sein himmelblaues Fahrrad „Monbijou“ sind seine einzige Gesellschaft.
Der Alltag Fennymores ist klar gegliedert und wird bestimmt durch Tante Elses Leibgericht: Dackel im Salzmantel. Fennymores Woche verläuft immer gleich. Am Sonntag kommt Tante Else pünktlich um drei Minuten nach drei Uhr und bringt Dackel im Salzmantel mit, den sie dann beide verspeisen. Am Montag und Dienstag geht es Fennymore stets so schlecht von dem Dackel im Salzmantel, dass er nur noch Sellerie essen kann. Am Mittwoch geht er einkaufen und am Donnerstag gehen Tante Else und er auf Dackeljagd und am Freitag beginnt dann die aufwändige Zubereitung. Nur am Samstag hat Fennymore Zeit. Zeit, um in die Schule zu gehen. Nur schade, dass die samstags geschlossen ist. Das hat natürlich zur Folge, dass Fennymore gar nicht in die Schule geht und nicht besonders gut lesen kann. Dafür kennt er das Erfinderlexikon seiner Eltern auswendig und es beruhigt ihn, seinen Inhalt immer wieder aufzusagen. Darin finden sich die Definitionen für Schmusedecken, graue Nächte oder Bananenspliteis.
Als Tante Else an einem Sonntag zum ersten Mal nicht nur unpünktlich ist, sondern gar nicht auftaucht, entschließt sich Fennymore mit Monbijou in den Ort zu fahren, um sie in ihrem zu Hause zu suchen. Dabei weiß Fennymore gar nicht, ob es den Ort am Sonntag überhaupt gibt, denn sonntags ist er noch nie dort hin gefahren. Als er am Haus von Tante Else ankommt, sieht er Dr. Uhrengut, die Nachbarin Frau Püschel (mitsamt ihrem Dackel Paula) und seinen Lehrer Herr Muckenthaler vor dem Haus stehen. Aber da ist ganz plötzlich noch einer, der wie aus dem Nichts erschienen ist: Der silbriggraue Herr! Vor lauter Schreck lässt Fennymore sein Fahrrad Monbijou los.
Die drei Erwachsenen versuchen Fennymore möglichst behutsam mitzuteilen, dass seine Tante verstorben ist. Todesursache: Dackelvergiftung.
Die Tante hat leider auch die nicht mehr ganz so frischen Exemplare noch gegessen, was ihr nicht bekommen ist. Verwirrt will sich Fennymore auf den Heimweg machen. Doch sein Fahrrad Monbijou ist spurlos verschwunden. So läuft er traurig zu Fuß nach Hause. Bei sich trägt er die vermeintlich wertvolle Essigpralinendose, die Tante Else so gut versteckt hatte, einen Badeschwamm und ihren Regenhut mit Blumenmuster.
Gemeinsam mit Fizzy Kobaldini macht sich Fennymore auf die Suche nach Monbijou. Und sie finden ihn tatsächlich. Doch Monbijou bringt die beiden aber nicht zurück nach Bronks, sondern direkt zu dem silbriggrauen Herrn. Hier erfährt Fennymore endlich, was damals tatsächlich mit seinen Eltern geschah.
Fizzy, Hubertus – der silbriggraue Herr -, Monbijou, Herr Muckenthaler und der „gehirnmodifizierte Bärtige“, der angeblich Fennymores Vater sein soll, hecken gemeinsam mit Fennymore einen Plan aus, wie sie dem hinterhältigen Dr. Uhrengut ein für allemal das Handwerk legen werden. Doch dazu müssen sie erst einmal das Geheimnis der Essigpralinendose lüften.
Dieser Titel darf nur von unseren Julius Club Mitgliedern ausgeliehen werden … erstmal. Wie man Julius Club Mitglied wird, kann man HIER nachlesen.
Hg