Auch E-Book Reader müssen in die Schule…

Als die Stadtbibliothek im September 2011 beschloss E-Book Reader in die Leihe zu schicken, gab es in Deutschland dazu so gut wie kein Beispiel. Sehr ambitioniert haben wir sieben Geräte der Firma Sony PRS-T1 angeschafft. Sieben Geräte! Ob wir die jemals alle gleichzeitig weg wären? Waren das nicht zuviele?

Im Februar 2012 ging es in die aktive Ausleihe. Vorher musste noch viel gedacht und überlegt werden, denn eigentlich hatte die Industrie nie vorgesehen dass Bibliotheken diese Dinger nicht nur im Bestand haben, sondern auch verleihen würden. Seitdem waren die sieben Geräte immer mit mindestens 30 Vormerkungen versehen – die Wartezeit schwoll auf ein halbes Jahr an. Über 115 Kunden kamen schon mit den Readern in Kontakt.

Nun sind wir dank der Bibliotheksgesellschaft e.V. (wir berichteten) mit 16 weiteren Geräten ausgestattet worden. Doch die Geräte einfach auspacken und Ihnen mitgeben geht leider nicht. Alle Tolinos mussten daher auf die Schulbank:

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So bekamen die Geräte alle Leseausweise, damit die Entleiher keine Daten vorheriger Entleiher aus der E-Ausliehe sehen können. Und die Adobe Autorisierung musste natürlich auch durchgeführt werden. Einige Bücher sollten ja auch schon drauf sein. Dann müssen Sie noch in neue stabile Kisten umgebettet werden. Und nicht zuletzt mussten sich die Geräte sich mit PagePlace, der Datenwolke von der Telekom bekannt machen.

Und wie man sieht, fast alle haben aufgepasst – nur zwei elektronische Kollegen waren dem alten Hasen, ein erfahrener und mit vielen Büchern beladener Sony PRS 350, weggedöst.

(Gerald Schleiwies)

Telekomiker, oder wie wir an unsere neuen E-Reader kamen

Natürlich haben wir uns sehr über die Nachricht gefreut, als uns die Bibliotheksgesellschaft einen Sponsoren für die neuen E-Reader präsentieren konnte. Schnell einigte man sich darauf, dass die Geräte über eine Hintergrundbeleuchtung verfügen sollten. Der Tolino war gerade als Kampfansage an Amazon gestartet und die Werbeoffensive erreichte sogar mich, der sonst kaum TV-Werbung mitbekommt.

So war schnell klar, wir kaufen den Tolino Shine, ein Südtiroler Kollege stellte dann auch die richtige Bezeichnung für die Mehrzahl zur Verfügung: “Tolini”

Das Gerät ist bei fünf unterschiedlichen Anbietern in einem Konsortium zu kaufen. Je nach Kaufort ändert sich dann auch der im integrierten Gerät angebotene Shop. Mit Rücksicht auf die Buchhändler in Salzgitter, die allesamt keiner dieser Konsortien angehören wollten wir bei der Telekom kaufen. Doch so einfach wollte man es mir nicht machen. So einfach etwas kaufen! Bei der Telekom! Ja, wo kommen wir denn dahin?? Es entstand folgende Einkaufstortour:

1. Besuch eines örtlichen Telekomgeschäftes

“Haben Sie den Tolino da?” Verkäufer verschwindet kurz nach hinten und präsentiert mir nach kurzer Zeit ein Gerät. “Ich bräuchte etwas mehr, genau genommen 16 Stück.” Der Verkäufer etwas ratlos “Das geht nicht!”. Ein Kollege eilt zu Hilfe: “Wir bekommen immer nur ein Gerät. Wenn das verkauft ist, ordert die Logistik automatisch eines nach.” Na gut, ich will die ja nicht sofort:”Können Sie mir dann nicht gesondert die 16 Stück bestellen?” – Die etwas betretenden Gesichter verweisen mich aufs Internet mit dem Hinweis: “Wir haben hier im Shop keinen Einfluss mehr auf die Logistikkette.”

Fazit: Buy local funktioniert heute nicht mehr überall, selbst wenn man will.

2. Besuch der Telekom Homepage

Ich mache es kurz, mehr als zehn Geräte kann man hier nicht bestellen. Nun will ich aber 16 und zwar auf einmal. Ich werde bockig und sehe auch gar nicht mehr ein, gestückelt kaufen zu müssen.

3. Die Hotlines

Also anrufen. Bei der T-Mobil Hotline, über die das Gerät vertrieben wird, fordert eine Automatenstimme zur Eingabe der Handynummer auf, damit gleich an den richtigen Service weiter geleitet werden kann. Äh, mit einem Tolino kann man gar nicht telefonieren und zudem habe ich ja auch noch kein Gerät. Nach mehrmaliger Eingabe von “Nein” und “Sonstige” komme ich am Ende der Organisationskette an. Hier gibt man sich Mühe. Man ruft sogar zurück. Mehrmals. Doch die Bedingungen sind hart:

  • schriftliche Bestellung per Fax – ich bekomme sogar eine sonst geheime Faxnummer, die nicht mit 0800 oder so etwas anfängt.
  • Kreditkarte – geht gerade wegen technischer Probleme nicht
  • man besteht auf Nachnahme, der öffentliche Dienst als Auftraggeber scheint wohl auch nicht mehr so angesehen. Eine Rechnung geht nicht.

Aber immerhin. Man will liefern. Schon nach dem Wochenende. Ich soll das Bargeld für den Paketboten am besten gestern bereit legen. Übrigens, wissen Sie eigentlich wie lange ich kein Faxgerät mehr benutzt habe? ;-)

4. Warten

5. Warten

6. Warten

7. Das Geld liegt noch immer im Tresor. Anrufen geht ja nicht. Meine einzige Verbindung bleibt die geheime Faxnummer. So erinnere ich an den Auftrag und faxe zur Sicherheit auch noch das Geld hinterher:

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Immerhin, nach nur wenigen Stunden meldet man sich. Lieferprobleme. Nach weiteren Stunden meldet man sich noch einmal. Lieferung ist seit 13 Uhr und dreiundzwanzig Minuten raus. Man wünscht sich noch ein schönes Wochenende.

8. Warten

9. Ein Paketbote mit einem kleinen Paket ist da und will Bargeld. Aber nicht soviel. Nur so dreihundert Euro. Ja…. es wurden ja auch nur drei Geräte geliefert.

10. Ich versuche noch einmal die Hotlines. Nach mehreren “Nein” und “Sonstiges” lande ich wieder am Ende der organisatorischen Nahrungskette und werde erst einmal weiter geleitet zu jemanden, der Homepages technisch supported. Wir unterhalten uns nett, finden, dass wir Beide nichts für diese Verbindung können und legen auf. Der zweite Versuch mit “Nein” und “Sonstiges” ist erfolgreicher. Man versichert mir, das alle Geräte unterwegs sind. “Ehrlich“! Ich glaube, dass es die mindestens dritte eidestattliche Versicherung dieser Art ist. Letztere Versicherung sollte recht behalten.

11. Alles wird gut. Der Bote kommt einen Tag später. Er will auch nicht das ganze Geld, sondern nur für die restlichen Tolini.  Die Frühlingsonne lacht und der Bibliothekar singt: “Alle Reader sind schon da, alle Reader, alle…” (ScG)

Nachtrag: Als ich vor wenigen Tagen bei der Telekom eigenen Plattform, Page Place, weitere Geräte freischalten lassen wollte, fragte mich die nette Dame am anderen Ende: “Wie haben Sie es geschafft, so viele Reader zu bekommen? Ich habe hier eine Bibliothek, die ebenfalls ihr Interesse geäußert hat. Wir wissen nur gar nicht, wie man das in Auftrag geben soll……..”

Jeder Tag wie Weihnachten…

Wer freut sich nicht über Geschenke?
Als Lektorin des Nahbereichs hat man das Glück, fast wöchentlich mit mehr oder weniger neuen Taschenbüchern beschenkt zu werden. Welche Ausmaße es annehmen kann, wenn die Arbeit durch Urlaub, Infodienste, Klassenführungen und andere Projekte einmal liegen bleibt, wird in folgendem Bild sichtbar.

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Die Geschenke werden meist als Ersatz für abgenutzte Bibliotheksbücher in den Bestand eingearbeitet oder – falls wir bereits genug Exemplare haben – auf dem regelmäßig stattfindenden Buchflohmarkt verkauft.
Um den Aussortierungsaufwand für unsere Lektoren möglichst gering zu halten, nehmen wir nur Geschenkbücher an, die relativ aktuell sind, also nach 2003 veröffentlicht wurden (nicht älter sind als 10 Jahre) und keine Beschädigungen aufweisen.
An dieser Stelle einmal vielen Dank an alle, die ihre kaum genutzten und neuwertigen Bücher der Stadtbibliothek übergeben.

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Library Gardening

Von aussen nimmt unser Umbau der Bibliothek in Salzgitter Bad ja so langsam Gestalt an…. und die Bibliothek verfügt über einen echten Hingucker – einen Bibliotheksbalkon. Ich prophezeie dem Balkon im Sommer Kultcharakter.

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Fehlt Ihnen jetzt noch ein wenig Phantasie?. Hier der Blick in den kleinen Kurpark:

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Wir haben da soviel Platz, das neben Tischen und Stühlen sicher auch noch ein paar Hochbeete aufgestellt werden könnten. Bibliothekskräuter und Bibliothekstomaten werden in Zukunft für die Veranstaltung “Literarisches & Kulinarisches” direkt selbst angebaut. :-)

Warum sollte der Treffpunkt Bibliothek nicht auch den Trend des öffentlichen Gärtnerns abbilden. Urban Gardening auch in Salzgitter ein Trend. (ScG)

„Glauben Sie mir kein Wort, ich bin eine Angehörige!“

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Die bekannte Journalistin Constanze Kleis schreibt in ihrem Buch über ihre unheilbar erkrankte Mutter und erlebt hautnah die Unzulänglichkeiten in Medizin, Reha und Pflege. Durch ihre persönliche Konfrontation mit dem Medizin- und Pflegebetrieb und in einer Mischung aus Wut, Galgenhumor und Widerspenstigkeit liefert sie „Überlebensstrategien für das Sterben“ und appelliert an Würde, Fürsorge und Mitgefühl.

Sie zeigt „…wie man sich als Patient Gehör verschafft, ohne auf den letzten Metern des Lebensweges noch straffällig zu werden.“

„Man muss schon kerngesund sein, um die Zumutungen in Medizin, Reha und Pflege nicht nur zu ertragen, sondern auch zu überleben.“

Sie schreibt über sogenannte Patienten-Beipackzettel – also Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung – und über Dinge, die man unbedingt wissen sollte, bevor es mit einem zu Ende geht. Na dann –  man stirbt nur einmal!                                                                             

Gö.

Alle reden von Rohstoffen – wir haben sie!

41EvZ-9MS9L__AA160_Deutschlands verborgene Rohstoffe

Christoph Seidler gelingt es, das sperrige Thema lebendig zu machen und wirtschaftliche und umweltpolitische Gesichtspunkte fair abzuwägen. Dazu tragen Gespräche mit Fachleuten und Reisen zu Bergwerken bei.

Es geht  um ungenutzte Reserven, die in Deutschland schlummern und die Importabhängigkeit mindern könnten. So vermutet man in der Lausitz große Kupfervorkommen und strebt in manchen Regionen die Gewinnung des unkonventionellen “Share Gas” an. Außerdem werden deutsche Anrechte bei der Förderung der ozeanischen Manganknollen und das zu wenig genutzte Recycling von Metallen und anderen Rohstoffen behandelt. (Quelle: EKZ)

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Unser Gruppenraum – Lernort und mehr

Die Bibliothek in Lebenstedt wird immer mehr zum Lernort. Das freut uns. An manchen Tagen werden die Tische knapp und architekturbedingt wird es auch schnell etwas lauter. Für größere Gruppen ab sechs Personen bieten wir einen eigenen Gruppenraum für das ungestörte Lernen an, der auch vorher reserviert werden kann:

Gruppenraum

Gruppenraum

Nun ist es uns aber bereits mehrmals passiert, dass kleinere jugendliche Gruppen um kurzfristige Nutzung baten. Nun denkt man sich, was machen die da für 10 – 15 Minuten. Ganz einfach, die lernenden Jugendlichen nutzen die Auszeit zum Gebet. Auch dafür kann ein solcher Raum nützlich sein :-)

In der Umbauphase der Stadtbibliothek Bad wurde leider nicht an einen Gebetsraum gedacht – seine Ruhe wird man aber auch dort finden. (ScG)

And the winner is …

Gestern fand in der Stadtbibliothek Salzgitter Lebenstedt die Abschlussveranstaltung der 5. Salzgitteraner Rucksackbibliothek statt.

Rund 110 Kinder waren mit ihren Erzieherinnen in der Bibliothek zu Gast und haben gemeinsam die Ehrung des “Salzgitteraner Bilderbuch 2012″ gefeiert.

Abschluss Rucksack 12Zu Gast war der Zauberzirkus aus Braunschweig, der das Ganze sehr spannend und zauberhaft gestaltete. Sie zogen die Kinder mit verschiedensten Zaubertricks von Beginn an in ihren Bann, mucksmäuschenstill verfolgten die Kleinen, wie Madame Roserta und Clown Ingo Bingo Tische fliegen und  Bonbons regnen ließen, Wasser weg oder Farbe  in Bücher rein zauberten. Zum Abschluss dieser wunderbaren Zauberkünste  wurde die Siegerin gelüftet.

And the winner is … “Die kleine Spinne Widerlich” von Diana Amft.

spinneInhalt: Die kleine Spinne Widerlich macht sich eines Tages auf den Weg, um herauszufinden, warum die Menschen Angst vor ihr haben. Auf ihrer Reise fragt sie viele Freunde und Verwandte um Rat, und jeder hat eine andere Antwort auf ihre Frage. Doch so nach und nach wird der kleinen Spinne eines klar: Man hat nur Angst vor Dingen, die man nicht kennt und nicht versteht. Und dagegen lässt sich etwas tun! Eine zauberhafte Mutmachgeschichte für Kinder und Erwachsene, die sich vor Spinnen fürchten. Von Diana Amft, der aus Film und Fernsehen bekannten Schauspielerin.

400 Kinder aus 16 verschiedenen Kindergärten aus Salzgitter hatten die Aufgabe im Rahmen der 5. Salzgitteraner Rucksackbibliothek unter 15 verschiedenen Bilderbüchern ihr Lieblingsbuch auszuwählen. Ganz aktuelle Neuerscheinungen aber auch Klassiker und Märchen waren in 5 Rucksäcken, die 2012 von der Bibliotheksgesellschaft e.V. finanziert wurden und seit März 2012 in den Kitas unterwegs waren.

Die Kinder hatten diese Bücher 4 Wochen lang in ihren Gruppen, haben daraus vorgelesen bekommen und dazu sehr fleißig gemalt und gebastelt. Die Werke der Kinder werden in der Bibliothek für 4 Wochen ausgestellt.

Ab April 2013 startet die 6. Runde der Salzgitteraner Rucksackbibliothek, Anmeldungen sind ab sofort bei Barbara Henning Telefon 05341 839 3612 möglich.

Hg

E-Ausleihe bei TV 38

Im November war zu einer E-Book Sprechstunde ein Team von TV 38 zu Gast und hat daraus für die Sendung “Salzgitter vor Ort” im November einen Beitrag gemacht. Unser Auftritt beginnt ab Minute 5 und ist hier zu finden:

http://webtv.htp.net/index.php?id=116&no_cache=1&tx_ttnews[series]=48&tx_ttnews[tt_news]=2407&tx_ttnews[backPid]=120&MP=116-130

Der Markt ist jedoch so schnelllebig, dass auch wir uns anpassen müssen. Die E-Book Sprechstunde ist ein Opfer dieser Entwicklung. Sprechstunde ist jetzt immer während der Öffnungszeit. Kommen Sie vorbei, mailen Sie oder rufen Sie an, wenn Sie ein Problem haben.

Die Nummer gegen Kummer ist 05341/839 3613.

(ScG)

EC Kartenzahlung bald in Lebenstedt möglich

Viele Kunden haben das kleine Gerät an der Verbuchungstheke sicher schon gesehen:

Deswegen auch das schnell geschriebene Schild “Außer Betrieb!”.

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Immer wieder wurde der Wunsch geäußert, mit der EC-Karte z.B. die Jahresgebühr zu bezahlen. Diesem Wunsch kommen wir nun nach. Die städtische IT hat schon mal das Gerät hingestellt und wird die Tage die Leitungen prüfen. Dann steht dem bargeldlosen Bezahlen auch in der Stadtbibliothek Lebenstedt nichts mehr im Wege. Für Bad ist dieser Service nach dem Umbau ebenfalls geplant.

In der Zweigstelle Fredenberg lohnt der Einsatz eines solchen Gerätes jedoch nicht – hier bleibt der Spruch: “Nur Bares ist Wahres.” (ScG)

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an

Hier ist ein Auszug:

19.000 Personen passen in das neue Barclays Center um Jay-Z performen zu sehen. Dieser Blog wurde in 2012 über 68.000 mal besucht. Wäre er ein Konzert im Barclays Center, würde es 4 ausverkaufte Vorstellungen benötigen, damit ihn so viele Personen sehen können.

Klicken Sie  hier, um den vollständigen Bericht zu sehen.

Hg

Zu Neujahr

feuerwerk1feuerwerk1Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüsst,
doch vor allen Dingen
Das, worum du dich bemühst
möge dir gelingen.

Wilhelm Busch

In diesem Sinne wünscht Ihnen das gesamte Team der Stadtbibliothek Salzgitter ein gutes 2013!

Lesespaß mit einem kleinen Raben namens Antolin

Viele Grundschullehrer/-innen aus Salzgitter und Umgebung sind große Antolinfans. Ich selber kenne “Antolin” jetzt seit 10 Jahren – damals hatte es die sehr junge und fortschrittliche Klassenlehrerin meines Sohnes in seiner Klasse gegen viele Widerstände eingeführt.  Sie ist inzwischen Schulleiterin an einer anderen Grundschule und ich “vertreibe” Antolin vehement in der Stadtbibliothek.

AntolinWas ist Antolin?!

Antolin ist das Buchportal im Internet für Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse!

Hier wählen Schülerinnen und Schüler eigenständig Buchtitel aus, die sie bereits gelesen haben oder noch lesen möchten. Nach dem Lesen beantworten sie dann mit Hilfe von Antolin Fragen zu dem jeweiligen Buch. Auf einem persönlichen Konto werden Lesepunkte gesammelt sowie die Anzahl und die Titel der gelesenen Bücher angezeigt.

Auf diese Weise fördert Antolin den Spaß am Lesen und motiviert die Schülerinnen und Schüler, sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinander zu setzen.

Die Stadtbibliothek bietet unseren jungen Lesern ….

  • Kostenloses Antolin-Kennwort 
  • Betreuung
  • Beratung bei der Buchauswahl
  • Urkunden für besondere Leseleistungen
  • Wettbewerbe & Veranstaltungen

und natürlich Antolin-Bücher mit Antolin-Aufklebern für verschiedene Klassenstufen.

Und wie einige unserer Antolinkids sicher schon bemerkt haben, gibt es das beliebte Internetportal jetzt auch für unterwegs. Auf einer für Smartphones optimierten, mobilen Seite lassen sich, ohne zusätzliche App, Titel suchen und Quizfragen beantworten.

So kann man beispielsweise noch im Buchladen nachschauen, ob ein bestimmter Titel auch bei Antolin vorhanden ist oder während einsamer Zug- oder Busfahrten Fragen beantworten.

Nähere Infos zu Antolin an sich und zur mobilen Version gibt es hier.

Hg

Weihnachten mit Kuttel Datteldu

Mit folgendem Weihnachtsgedicht von Joachim Ringelnatz wünschen wir allen unseren Kunden aber insbesondere unseren treuen BLOG Lesern ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest!

 

Weihnachten

Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Datteldu

Die Springburn hatte festgemacht
Am Petersenkai.
Kuttel Daddeldu jumpte an Land,
Durch den Freihafen und die stille heilige Nacht
Und an dem Zollwächter vorbei.
Er schwenkte einen Bananensack in der Hand.
Damit wollte er dem Zollmann den Schädel spalten.
Wenn er es wagte, ihn anzuhalten.
Da flohen die zwei voreinander mit drohenden Reden.
Aber auf einmal trafen sich wieder beide im König von Schweden.

Daddeldus Braut liebte die Männer vom Meere,
Denn sie stammte aus Bayern.
Und jetzt war sie bei einer Abortfrau in der Lehre,
Und bei ihr wollte Kuttel Daddeldu Weihnachten feiern.

Im König von Schweden war Kuttel bekannt als Krakehler.
Deswegen begrüßte der Wirt ihn freundlich: “Hallo old sailer!”
Daddeldu liebte solch freie, herzhafte Reden,
Deswegen beschenkte er gleich den König von Schweden.
Er schenkte ihm Feigen und sechs Stück Kolibri
Und sagte: “Da nimm, du Affe!”
Daddeldu sagte nie “Sie”.
Er hatte auch Wanzen und eine Masse
Chinesischer Tassen für seine Braut mitgebracht.
Aber nun sangen die Gäste “Stille Nacht, Heilige Nacht”,
Und da schenkte er jedem Gast eine Tasse
Und behielt für die Braut nur noch drei.
Aber als er sich später mal darauf setzte,
Gingen auch diese versehentlich noch entzwei,
Ohne daß sich Daddeldu selber verletzte.
Und ein Mädchen nannte ihn Trunkenbold
Und schrie: er habe sie an die Beine geneckt.
Aber Daddeldu zahlte alles in englischen Pfund in Gold.
Und das Mädchen steckte ihm Christbaumkonfekt
Still in die Taschen und lächelte hold
Und goß noch Genever zu dem Gilka mit Rum in den Sekt.
Daddeldu dacht an die wartende Braut.
Aber es hatte nicht sein gesollt,
Denn nun sangen sie wieder so schön und so laut.
Und Daddeldu hatte die Wanzen noch nicht verzollt,
Deshalb zahlte er alles in englischen Pfund in Gold.

Und das war alles wie Traum.
Plötzlich brannte der Weihnachtsbaum.
Plötzlich brannte das Sofa und die Tapete,
Kam eine Marmorplatte geschwirrt,
Rannte der große Spiegel gegen den kleinen Wirt.
Und die See ging hoch und der Wind wehte.

Daddeldu wankte mit einer blutigen Nase
(Nicht mit seiner eigenen) hinaus auf die Straße.
Und eine höhnische Stimme hinter ihm schrie:
“Sie Daddel Sie!”
Und links und rechts schwirrten die Kolibri.
Die Weihnachtskerzen im Pavillon an der Mattentwiete erloschen.
Die alte Abortfrau begab sich zur Ruh.

Draußen stand Daddeldu
Und suchte für alle Fälle nach einem Groschen.
Da trat aus der Tür seine Braut
Und weinte laut:
Warum er so spät aus Honolulu käme?
Ob er sich gar nicht mehr schäme?
Und klappte die Tür wieder zu.
An der Tür stand: “Für Damen”.

Es dämmerte langsam. Die ersten Kunden kamen,
Und stolperten über den schlafenden Daddeldu.

 

Die Jugend und die Zukunft des Publizierens

“Wie sieht die Bibliothek der Zukunft eigentlich aus?” bzw. “Wie sieht eigentlich die Zukunft der Bibliothek aus?”

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Bibliothekar gerne, er giert nach statistischem Zahlenmaterial zu dieser Thematik, verschlingt neueste wissenschaftliche Erhebungen und verknüpft diese mit Bestandskonzepten und Veranstaltungsprogrammen.

Da wäre z.B. die JIM Studie, hier als Download pdf: http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf12/JIM2012_Endversion.pdf

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Diese frei zugängliche Studie fächert jährlich die Mediennutzung von Jugendlichen neu auf. So besitzen Mädchen sehr viel häufiger eine Digitalkamera als Jungen (S. 8), die Jungs spielen dagegen häufiger vor festen Spielekonsolen.

Die Non-mediale Freizeitaktivität kennt sogar die Nutzung einer Bibliothek (3 % täglich/wöchentlich (S. 9)) und die Studie offenbart den Privatsender Pro Sieben als absolutes Lieblingsprogramm der Jugendlichen (S. 26).

Doch Bibliothekare können noch mehr erfahren. So sind die Bibliotheken nur für 5 – 8%, je nach Alter, die Informationsquelle für neue Bücher. Bekannte und Medien führen hier mit über 50% Abstand.

Nun könnte man Neuigkeiten twittern, doch dieser Kanal geht an der Zielgruppe vorbei. Wenn schon soziale Netzwerke, dann nur noch per Facebook. Ob die Bibliothek dann aber beliebter wird und bei den Followern auch “geliked” wird, müsste vor Ort in der Praxis erprobt werden.

Ganz wichtig in der Studie ist die Seite 19, denn hier geht es um das ”Bücher lesen”. Die zunehmende Abstinenz des Lesens in der Pubertät ist kein neues Phänomen, doch dass die Jugend nicht mehr liest, kann man nicht behaupten. 51% der 12 – 13 jährigen greift täglich zum Buch und selbst 18 – 19 jährige nutzen zu 53% noch mindestens einmal die Woche das Buch, wobei Gymnasiasten eine um ein Drittel höhere Leseaffinität haben. Das deckt sich auch mit unseren Erfahrungen.

Es wird also weiterhin gelesen. Doch wie entwickelt sich das Lesen? Bei den Jugendlichen sind Tablets und Smartphones stark im Wachsen, doch damit wird nicht unbedingt mehr gelesen. Wir wissen von der E-Ausleihe, dass hier die ältere Zielgruppe viel stärker das Angebot nutzt. Prognostiziert war das mal anders, jetzt haben wir kaum noch schulrelevante Literatur im digitalen Angebot.

Doch abgesehen von den Jugendlichen ändert sich die Nutzung des Lesens. Die Bundeszentrale für politische Bildung publizierte im Oktober 2012 in der APuZ (Aus Politik und Zeitgeschichte) über die “Zukunft des Publizierens” und beschritt mit dieser digital kostenlosen Ausgabe nicht nur den Weg des pdf sondern erstmalig auch die Möglichkeit des epub-Formats.

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Und so las ich per ipad die JIM Studie als pdf während die APuZ auf dem EBook Reader daneben lag. Obwohl, ohne Auslage in der Bibliothek, wäre ich nicht auf das Heft gestossen. So folge ich der APuZ nun auf Twitter, damit mir die neue Ausgabe nicht entgeht und nutze damit ein soziales Netzwerk für Neuheiten. War da nicht etwas in der JIM Studie zu diesem Verhalten?

Wo bleibt die physikalisch vorhandene Bibliothek, wenn so langsam alles nach “Digitalien” wandert. Die Zeitschriftenverleger stellen sich aktuell eine ähnliche Frage. Jede Zeitung als app? Das scheint auch nicht die Lösung, denn der Medienmogul Murdoch stellte gerade die  ipad Zeitung “The Daily” ein. Sollte das deutsche Wall Street Journal wirklich die “Financial Times Deutschland” Kunden erben? Das WSJ erscheint in Deutschland ebenfalls nur Digital und brachte großformatige Anzeigen in den letzten Ausgaben der FTD.

Und die Stadtbibliothek Salzgitter? Erst einmal ist der Spagat zwischen Digital und Papier zu stemmen, der Medienetat passt natürlich nicht für die volle Zweigleisigkeit. Rechtliche und technische Unklarheiten machen diese Abbildung auch nicht möglich, wir dürfen z.B. nicht einfach so unsere E-Paper Abo Daten an unsere Kunden weitergeben. Der Papierbuchausgabe beiliegende digitale Variante darf ebenfalls nur auf unseren Rechnern gespeichert werden. Bei neuen Büchern und kostenlos zugänglichen digitalen Varianten geben wir im Katalog schon heute Links zu Inhaltsverzeichnissen oder den Heften an.

Bisher waren Ausleihzahlen eine harte Währung gegenüber den Verantwortlichen. Diese Währung verliert an Wert. Wenn an den Infotresen die dort sitzenden BibliotheksWesen mit Hilfe von beruflichen Qualifikationen die digitalen Schätze hebt bzw. die gerade gesuchten Informationen  anbietet, dann gibt es evtl. eine Ausleihe weniger aber einen zufriedenen Kunden mehr. Das vermitteln wir zum Teil auch in jährlich hunderten Veranstaltungen und Klassenführungen.

Fazit: Wir sind der Jugend auf der Spur und die Zukunft des Publizierens verändern die mediale Welt. Also der ganz normale Wandel, nur sind wir diesmal etwas mehr gefordert. Im nächsten Blog: “Als die Neuen Medien wieder aus der Bibliothek verschwanden, die Bibliothek aber immer noch da war.” (ScG)

Öffnungszeiten der Bibliothek

Falls Sie zwischen den Feiertagen „Appetit“ auf …

bettina-raddatz_die-staatskanzlei ein Buch,

Ice Age eine DVD,

Orff eine CD oder

zeitreiseein Spiel haben, so können Sie uns an allen Werktagen, bis auf den Montag, zwischen Weihnachten und Neujahr besuchen. Geschlossen bleiben alle Bibliotheken an den Feiertagen sowie am 24. und am 31. Dezember.

Lediglich die Fredenberger Bibliothek schließt während der Weihnachtsferien vom 22.12. bis zum 06.01.13

Hg

Anonyme Buchgeschenke …

Letzte Woche fragte mich eine junge Frau, ob sie ihre Geschenke in der Bibliothek verstecken dürfe……

Sie können sich meinen Gesichtsausdruck vielleicht vorstellen?!:)

Dieser Baum wurde uns geschenkt - vom Nordharzer Gartencenter - und wunderschön von Kindergartenkindern geschmückt.

Dieser Baum wurde uns geschenkt – vom Nordharzer Gartencenter – und wunderschön von Kindergartenkindern geschmückt.

Eingepackte Bücher, die jeder, der eins findet, mitnehmen kann? Ihre Idee, die ich für diese Jahreszeit ausgesprochen schön und nachahmenswert empfinde: Anderen anonym eine Freude bereiten mit richtig guten Büchern, die nicht mehr gebraucht beziehungsweise nicht ein zweites Mal gelesen werden. 

Unser sofortiges Fazit

Das machen wir auch -  in allen drei Bibliotheken! “

Wir haben Bücher, natürlich sehr gut erhaltene, gelesene und auch ungelesene, aus Privatbesitz schön verpackt … und versteckt!

Kommen Sie am 20. und 21.12.12 in die Stadtbibliothek, vielleicht haben Sie ja Glück und finden eins dieser Geschenk-Bücher und falls Sie es bereits kennen – naja, Sie kennen bestimmt jemanden, der sich über dieses Buchgeschenk freut.

Frohe Weihnachten

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Last minute – Buchgeschenketipps

Der Weihnachtsabend naht und es wird Zeit, sich über Geschenke Gedanken zu machen. Bücher sind praktisch und schön zugleich. Sie machen Spaß, bilden und unterhalten, sind schnell gekauft und nehmen nicht viel Platz weg.

BücherAber welches Buch soll es sein? Bei mehreren Hundert neuen Büchern pro Saison fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Und, gute Geschichten gibt es zum Lesen & Hören en masse.

Deshalb hier der evtl. nützliche Hinweis auf die Bücherliste unserer kürzlich durchgeführte Veranstaltung Literarisches & Kulinarisches!

http://www.salzgitter.de/rathaus/downloads/Literarisches_und_Kulinarisches_Herbst_2012.pdf

Hg

Weihnachten in der Stadtbibliothek

Weihnachtsbaumaktion 2012 FDas Gartencenter Nordharz hat uns dies Jahr wieder 2 Weihnachtsbäume für die Bibliotheksräume in Salzgitter Bad und für die Stadt- und Schulbibliothek Fredenberg geschenkt.

Geschmückt wurden die Bäume von Kindern aus verschiedenen Kindergärten des Stadtgebietes. Die Kinder hatten viel Spaß dabei und zum Abschluss gab es für die Kunden und Bibliotheksmitarbeiter ein schönes Weihnachtslied.

Sollten Sie noch auf der Suche nach besinnlicher Weihnachtsmusik sein? Wir haben sehr viele schöne verschiedene weihnachtliche  CDs vorrätig.

Ihnen für heute einen schönen 3. Advent!

Hg

Wir haben ihn für Sie …

… den Familienkalender der Stadt Salzgitter

Familienkalendar

Ab sofort wird der Kalender in allen Bibliothek kostenlos erhältlich sein.

Der Familienkalender regt mit kindgerechte Illustrationen zum Rätseln und Malen an. Salzgittertypischen Figuren machen den Kalender zu einem unverwechselbaren und noch dazu praktischen Wandschmuck. Überdies informiert er Monat für Monat über viel Wissenswertes rund um Kinder und Familie.

Entstanden ist die für die Stadt Salzgitter kostenfreie Publikation in einer Auflage von 5.000 Stück in Zusammenarbeit des Büros der Kinder- und Familienbeauftragten mit dem mediaprint infoverlag. 

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Musik für Ausserirdische – auch bei uns leihbar –

Was haben Johann Sebastian Bach, Louis Armstrong, Ludwig van Beethoven und Chuck Berry gemeinsam. Sie wurden auserwählt für ausserirdische Ohren!

Zudem finden sich diese Interpreten auf einem Sampler wieder, der jedoch nur zweimal auf Platte gepresst wurde und trotzdem Gold bekam. Und angeblich haben sich bereits in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Firmen geweigert, für diesen Sampler in Kleinauflage die Universalrechte zu vergeben, sonst wäre “Morning has broken” evtl. auch auf der Scheibe verewigt worden.

Aber dank Internet können wir die Sammlung auch heute noch hören und vieles ist davon in der Stadtbibliothek sogar zu leihen. Die Zielgruppe “Ausserirdische” haben wir jedoch nicht in unseren Aufgabenplan aufgenommen, da der Schriftsteller und Herausgeber der Platte, Carl Sagan, die beiden Scheiben gleich zu den extraterristischen Lebensformen geschickt hat. 

Doch wovon rede ich hier eigentlich. Ich spreche von http://goldenrecord.org/ - die goldene Platte, die an den Raumsonden Voyager 1 und 2 ins All düsen. Seit 35 Jahren sind die beiden Platten bereits unterwegs zu ihren Abnehmern - ob Amazon da auch einen schnelleren Versand, womöglich auch noch kostenlos, garantiert hätte? Immerhin haben die Pioniere schon knapp 15 Milliarden Kilometer zurückgelegt, das wären 100 astronomische Einheiten. Und die oben genannten Interpreten haben wir natürlich auch und der Weg in die nächste Stadtbibliothek ist eindeutig kürzer.

Wir können also hören, was entschieden wurde zu anderen Lebensformen zu schicken. Entschieden und beraten hat unter anderem Isaac Asimoc, Arthur C. Clarke und Carl Sagan – große Science Fiction Autoren, die genrebildende Romane verfasst und wichtige Fragen beschrieben haben. Doch die Zusammenstellung der goldenen Platte musste sich auch der Kritik stellen, wie man der Wikipedia entnehmen kann: “Solange nicht auch Bilder von hungernden Kindern, Geräusche von sterbenden Walen und Hinweise auf die kriegerische Geschichte des Planeten mitgeschickt würden, wäre die Kommunikation verlogen und keine gute Basis für eine Kontaktaufnahme.”

Arthur C. Clarke hatte sich mit dieser Frage in dem Buch “The Songs of distant earth” auseinander gesetzt, welches 1987 erschien und auf Deutsch “Das Lied der fernen Erde” heißt. Der Plott handelt darum, das die Menschheit einige tausend Jahre Zeit hat die Erde zu verlassen, weil dann die Sonne zu heiß wird. Sie bauen Raumschiffe gigantischen Ausmasses und trotzdem können nur wenige Menschen mit. Die Ziele sind jedoch so fern, das niemand die Ankunft erleben wird und Roboter die neue Generation aufziehen muss. Im Kapitel “Das Archiv” stellt sich Clarke dann auch der Frage, was vom aktuellen Gedächtnis der Menschheit weiter vermittelt wird und welches Wissen man lieber wegläßt. Arthur Clarke entschied sich unter anderem gegen die Atom- und Waffentechnik und jeglicher Religion. Der Kritik, was auf die Scheibe der beiden Voyager Sonden gepresst wird, hat er sich somit gestellt.

Das Buch von Arthur Clarke hat wiederum Mike Oldfield veranlasst das Werk zu vertonen. Um dem vielen Text dieses Beitrags einen würdigen Abschluss zu verleihen, anbei ein Video – für die terristischen Leser dieses Blogs. (ScG)

Heute: Literarisches & Kulinarisches

Was ist neu auf dem weihnachtlichen Büchermarkt?

Jeweils im Herbst zur Frankfurter Buchmesse bringen die Verlage ihre Neuerscheinungen auf den Markt.

Jeweils im Herbst haben die Leser die Qual der Wahl unter rund 60.000 Neuerscheinungen.

Jeweils im Herbst leisten seit mehr als 25 Jahren die Stadtbibliothek Salzgitter, die VHS und die Bibliotheksgesellschaft Salzgitter e.V. Hilfestellung um den riesigen Bücherberg zu durchdringen.

Krimhild Weber-Rothmaler, Werner Schirofski, Gerald Schleiwies und Klaus Perlbach haben den Herbstbuchmarkt durchforscht und stellen aktuelle, interessante und spannende Sachbuch- und Romanneuerscheinungen vor.

Eine Liste mit den vorgestellten Büchern und anderen interessanten Neuerscheinungen liegt für Sie bereit. Selbstverständlich befinden sich die vorgestellten Bücher auch im Bestand der Stadtbibliothek und können dort ausgeliehen bzw. vorbestellt werden.

Damit neben dem Kopf der Bauch nicht zu kurz kommt, sorgt die Bibliotheksgesellschaft für einen kleinen Imbiß und Getränke.

Die Veranstaltung findet heute um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Salzgitter Lebenstedt statt. Der Eintritt ist kostenlos.

Hg

Heute: Literarisches & Kulinarisches

Was ist neu auf dem weihnachtlichen Büchermarkt?

Jeweils im Herbst zur Frankfurter Buchmesse bringen die Verlage ihre Neuerscheinungen auf den Markt.

Jeweils im Herbst haben die Leser die Qual der Wahl unter rund 60.000 Neuerscheinungen.

Jeweils im Herbst leisten seit mehr als 25 Jahren die Stadtbibliothek Salzgitter, die VHS und die Bibliotheksgesellschaft Salzgitter e.V. Hilfestellung um den riesigen Bücherberg zu durchdringen.

Krimhild Weber-Rothmaler, Werner Schirofski und Klaus Perlbach haben den Herbstbuchmarkt durchforscht und stellen aktuelle, interessante und spannende Sachbuch- und Romanneuerscheinungen vor.

Eine Liste mit den vorgestellten Büchern und anderen interessanten Neuerscheinungen liegt für Sie bereit. Selbstverständlich befinden sich die vorgestellten Bücher auch im Bestand der Stadtbibliothek und können dort ausgeliehen bzw. vorbestellt werden.

Damit neben dem Kopf der Bauch nicht zu kurz kommt, sorgt die Bibliotheksgesellschaft für einen kleinen Imbiß und Getränke.

Die Veranstaltung findet heute um 19.30 Uhr im Kniestedter Herrenhaus in Salzgitter Bad statt. Der Eintritt ist kostenlos.

Hg

E-Books in Bibliotheken – ein Politikum, die 2.te

Am 26. Juni erschien der Blogbeitrag “E-Books in Bibliotheken – ein Politikum”. Nun ist Zeit für einen zweiten Teil, denn nach der Frankfurter Buchmesse und den neusten Zahlen zu diesem Thema ist viel passiert.

In der bibliothekarischen Mailingliste Inetbib diskutiert man über die “Suppenküche Öffentliche Bibliothek”. Da der Thread immer mal wieder aufflammt, findet man den Strang am besten über das Archiv der Liste. Hier streiten sich unsere Verbandsjuristen mit Verlegern über die Aufgaben der öffentlichen Bibliotheken. Herr Ulmer vom gleichnamigen Verlag möchte eigentlich nur sozial Schwache in den Bibliotheken. Das widerspricht jedoch fundamental nicht nur unseren eigenen Auffassungen, sondern auch unserer Bibliotheksethik der freien Information und dem Zugang für Alle.

Seit 50 Jahren haben Öffentliche Bibliotheken das Recht physikalische Medien zum Endnutzerpreis zu kaufen und zu verleihen. Für E-Books gilt das leider (noch) nicht. Hier sind die Bibliotheken auf die Verlage angewiesen. Die Firma Holtzbrinck mit ihren vielen Verlagen möchte zum Beispiel zur Zeit nicht mit unserer E-Ausleihe/Onleihe zusammenarbeiten. Also gibt es die Bücher aus diesem großen Verlagskonzern auch nicht zum digitalen Ausleihen bei uns. Stattdessen eröffnen diese Häuser eigene Portale, in diesem Falle Skoobe, und vermieten ihre urheberrechtlichen Inhalte selber. Verleihen tun sie diese übrigens nicht, den juristisch ist die Leihe unentgeltlich. Bibliotheken verleihen, die gewinnorientierte Marktwirtschaft vermietet.

Die Bibliotheken verlieren somit ihr Monopol, denn Leihbüchereien gibt es ebenfalls seit über 60 Jahren nicht mehr in Deutschland. Auch Amazon will seinen Prime Mitgliedern eine “Leihe” anbieten und seit der letzten Frankfurter Buchmesse im Oktober 2012 hat auch Libreka mit vier Verlagen begonnen ihre Bücher zur Miete anzubieten. Der Ulmer Verlag (s.o.) ist mit dabei. Übrigens Libreka ist eine Tochtergesellschaft des deutschen Börsenvereins. Die Buchhändlervereinigung macht somit ihren eigenen Mitgliedern “Konkurrenz”, denn genau das wirft man auch unserer E-Ausleihe vor. Zwischen digitaler und normaler Leihe gibt es aber keinen Unterschied. Ob Buch oder Lizenz, die öffentlichen Biblitoheken verleihen nur das 1:1 weiter, was sie auch im Bestand haben.

Es gibt bereits jetzt Inhalte, die nur noch digital erschienen. Selbst betroffen bin ich im Lektorat EDV z.B. für das Literaturverwaltungsprogramm Calibre. Hier gibt es nur noch ein EBook – das ich weder über unser Portal verleihen noch als gedrucktes Buch ins Regal stellen kann. Der Bestandsaufbau zeigt somit eine Lücke.

Die im deutschen Bibliotheksverband organisierten Einrichtungen sind über ihren Verband am 19.10.2012 an die Presse getreten und haben auf dieses Dilemma aufmerksam gemacht:

“Zurück in die Zukunft – Die Uhren dürfen bei E-Books nicht 50 Jahre zurückgedreht werden. Deutscher Bibliotheksverband fordert Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern” (pdf)

Damit einhergehend besteht die Forderung nach “Gleichstellung von gedruckten Büchern und E-Books.
Positionspapier des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V.”(pdf)

Schulungen, Sprechstunden oder Stammtische zum Thema E-Books, Lesegeräte und Co. bietet weder Amazon, noch Libreka und schon gar nicht ein einzelner Verlag an. Das kostet nämlich Geld. Die Stadtbibliothek Salzgitter wie auch die Kollegen in Wolfsburg und anderen Städten der Republik sehen das anders. Wenn sich der Zugang zu Infomationen ändert, ist es unsere Aufgabe unsere Kunden zu begleiten. Selbst in der Onleihe gibt es ein Forum, wo ihnen schnell geholfen wird. Der Gewinn sind zufriedene Kunden im Lernort Bibliothek und wir fangen bereits bei den Kleinsten damit an. Verlage, die Klassenführungen organisieren, um nach ihren Büchern zu fahnden sind mir bisher nicht bekannt. (ScG)

Buchmesse Frankfurt – ein persönlicher Rückblick

Wenn Herr Karrasek am gleichen Bahnsteig entlang schlurft, wenn man aufpassen muss nicht zwischen RTL und Samuel Koch durchzulaufen und wenn man viele Gesichter in 3D sieht, die man nur in 2D kennt; ja dann ist Buchmesse.

Dieser alljährlich stattfindende Jahrmarkt der Literatur- und Kulturwelt sorgt für eine volle Woche in Frankfurt. Die Hotelpreise sind astronomisch und die S-Bahnen (übrigens von  Alstom LHB) nutzen den ganzen Bahnsteig um dem morgendlichen Ansturm Herr zu werden. Der Bibliothekar ist hier eindeutig eine Randgruppe, wenn auch eine gern gesehene, gehört auch er zum Fachpublikum.

Nach einigen Jahren Abstinenz ist es mir möglich den Wandel zu spüren. Man wurde mit #fbm12 auf ein Twittagessen aufmerksam gemacht und traf Leute in 3D, mit denen man sich sonst nur auf 140 Zeichen austauscht.  Die Halle mit den großen deutschen Verlagen war beinah unverändert. Viele Kameras und viele Promis, einige davon sogar hauptberuflich Schriftsteller. Und natürlich fotogene Bücherwände, das E-Book kennt man hier auch, doch zeigt es nicht. Die Zeitschriftenverlage versorgen einen gerne mit Literaturbeilagen und verwandeln den mit E-Reader ausgestatteten Bibliothekar doch wieder in eine Papier tragende Beutelratte.

Nur eine Etage tiefer sind die Wissenschaftsverlage und zeigen viele Prospekte, jedoch kaum noch Bücher. Hier geht es um Onlinezugänge, E-Paper Kontingente und Fachdatenbanken. Information ohne den Datenträger Papier ist hier bereits gefühlt die Regel. Auch die Sachbuchverlage haben weniger Fläche geordert als noch vor vielen Jahren. Nicht nur bei uns geht die Ausleihe von Sachbüchern zurück, auch der Buchhandel verkauft immer weniger und die Verlage produzieren auch weniger.

Wichtig sind immer auch Gespräche. Ein Gesprächsthema wurde von einer Kollegin gebloggt (

http://bibliothekarisch.de/blog/2012/10/15/neues-angebot-teure-e-book-vermietung-von-libreka/) und wird sicher auch in der Fachwelt noch lange diskutiert. Manchmal sieht man sich auch nur wieder und tauscht kurz Privates aus.

Die Verlage buchen mehr oder weniger große und teure Kästchen, um ihr Angebot zu präsentieren. Um hier in den langen Gängen aufzufallen, bedarf es schon einiger Anstrengung. Ein wahrer Fotopunkt war der Globusverlag Columbus, ob das nun Kunst oder Messegestaltung ist weiß ich nicht, ich habe es erst mal auf “Terra Globuli” getauft:

“Hat es sich gelohnt?” wird man dann immer gefragt. Hm, um 5.30 Uhr am Bahnhof sein und abends um 22.00 Uhr wiederkommen ist sicher kein kurzer Tag, also muss schon viel passieren. Die Antwort: “Ja, es hat sich gelohnt. Es reicht sogar für die nächsten Jahre…” ScG