… was musste Sie dafür tun?
Lediglich „die Welt der Abenteurer und der Hochstapler, der Entdecker und Taugenichtse erkunden“, so die Begründung der Jury des Georg-Büchner-Preis 2012
Der nämlich wurde gestern an die Schriftstellerin Felicitas Hoppe verliehen. Das gab die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt bekannt.
Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als bedeutendste Auszeichnung für Literatur in Deutschland.
„In einer lakonischen und lyrischen, eigensinnigen und uneitlen Prosa hat Frau Hoppe ein erzählerisches Universum erfunden, in dem Grundfragen eines ‘postmodernen’ Daseins mit freier und befreiender Fantasie durchgespielt werden“, schrieb die Akademie weiter.
Über die Autorin: Hoppe wurde 1960 als drittes von fünf Kindern in Hameln an der Weser geboren und in der Hamelner Augustinuskirche getauft. 1980 machte sie auf dem Viktoria-Luise-Gymnasium in Hameln Abitur und studierte danach in Hildesheim, Tübingen, Eugene/Oregon (USA), Berlin und Rom u.a. Literaturwissenschaften, Rhetorik, Religionswissenschaften, Italienisch und Russisch. Nebenbei arbeitete sie an verschiedenen Sprachenschulen und am Goethe-Institut als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache, gelegentlich auch als Journalistin für verschiedene Feuilletons.
Seit 1990 erhielt sie zahlreiche Stipendien, seit 1996 lebt sie als Schriftstellerin in Berlin. 1997 unternahm sie eine Reise um die Welt auf einem Containerfrachtschiff von Hamburg nach Hamburg und ist seither lesend, schreibend und vortragend im In- und Ausland, sowohl in Europa als auch in Übersee, unterwegs. Neben der Literatur gilt ihr Hauptinteresse der Musik und der Geschichte. Gelegentlich arbeitet sie mit bildenden Künstlern zusammen und schreibt nebenbei für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk sowie literarische Beiträge für Schulbücher der Mathematik. Sie verfasst auch Kinderbücher.
Von 1994 bis 2003 war sie Autorin des Rowohlt Verlages. Seit 2004 ist sie Autorin des S. Fischer Verlages, wo ihr Gesamtwerk erscheint, das in mehrere Sprachen übersetzt ist.
Hoppe gehört zu den deutschen Schriftstellerinnen, für die Religion ein wichtiges Thema ist. Einer ihrer Brüder ist der katholische Priester Ulrich T.G. Hoppe. Elmar Krekeler bezeichnete Hoppe im März 2012 als „Deutschlands fantastischste Fabuliererin“. Eine ihrer Lieblingsfiguren in der Literatur ist Pinocchio. (Quelle: Wikipedia.de / Bild: User das-blaue-sofa on Flickr)
Hg