Martin Schlüter: Nachts schlafen die Spione

Spione bildDer renommierte Fotojournalist Martin Schlüter hat in seiem Bildband „Nachts schlafen die Spione“ einen nächtlichen Rundgang durch die Zentrale des bundesdeutschen Geheimdienstes unternommen (demnächst werden große Teile der Anlage abgerissen) und nimmt den Betrachter mit.

Der ehemalige Präsident des BND Hans-Georg Wieck berichtet in „Im geheimen Krieg der Spionage“ als er das erste Mal nach Pullach kam, „hätte ihn der Schlag getroffen“.

Wenn man Martin Schlüters Bilder betrachtet kann man das sehr gut nachvollziehen. Sein Weg durch menschenleere Bunkeranlagen, Besprechungszimmer, futuristischen Lagezentren, Werkstätten oder liebevoll gestalteten Büros vermittelt den Eindruck einer seltsamen Parallelwelt.

Martin Schlüter sagt dazu:

„Bei der Recherche zum Projekt musste ich feststellen: es gibt nicht viele gesicherte Informationen über den BND, die mir ein abschließendes Urteil erlauben würden. Krude Verschwörungstheorien hier, überzogene Heldenepen da. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Mir war klar, dass der Kern meiner Dokumentation der Pullacher BND-Zentrale deshalb eine Aufforderung an die Betrachter sein muss: genau hinzuschauen, kritisch zu bleiben, ein unwohles Gefühl zu behalten, aber auch die eigenen Sehgewohnheiten zu hinterfragen.“

Wf

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