„Satire darf alles“ und die „Lügenpresse“ – Hörtipp

Die Deutschlandradios produzieren Teile ihres Programmes mit einem großen Vorlauf. Die Anschläge auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ sowie die Diskussion um Pegida sowie das Unwort des Jahres „Lügenpresse“ waren vor Drucklegung noch nicht bekannt. Doch am Mittwoch hatte man etwas geplant, was aktueller kaum sein kann:

 

Die „Lügenpresse“ wurde zum Wort des Jahres gewählt. Doch diese Presse gibt es wirklich, auch wenn man es aus dieser Richtung aktuell nicht fokussiert bzw. assoziiert. Im Deutschlandradio Kultur geht die Sendung „Zeitfragen“ um 19.30 Uhr der Frage nach: „Manipulation statt Information. Sind wir auf dem Weg zur PR-Republik?“ DRadio schreibt zu dieser Sendung:

„Immer stärker und mit immer subtileren Mitteln beeinflussen die PR-Branche und ihre Auftraggeber, was und wie berichtet wird. Längst finden ihre Texte unverändert den Weg in die Presse. Sie nisten sich in sozialen Netzwerken und Online-Medien ein, setzen Themen, bestimmen Diskussionen und umgarnen Journalisten, damit sie im Sinne eines Unternehmes oder eine Branche berichten. Manche, wie Apple, gängeln die Medien regelrecht, andere, wie der Verband der Lebensmittelwirtschaft, gründen einen ‚unabhängigen‘ Expertenrat und veranstalten Symposien, um die Deutungshoheit in der Öffentlichkeit an sich zu ziehen. Wie spinnt die PR-Industrie ihre Fäden? Mit welchen Strategien und Taktiken versuchen Unternehmen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen? Auf der Spur der heimlichen Meinungsmacher.“

Wenn Sie dann noch aufnahmebereit sind, gibt es noch einen zweiten Tipp.

Im Deutschlandfunk kommt in der Reihe „Querköpfe“ ein Porträt zu Kurt Tucholsky. Ein Zitat von ihm macht gerade die Runde: „Satire darf alles!“ – vor Jahren regte die Zitatweise „Soldaten sind Mörder.“ die Gemüter auf. Beides kommt ursprünglich von Kurt Tucholsky. Die Sendung kommt am Mittwoch um 21.05 Uhr. Mehr finden Sie hier:

http://www.deutschlandfunk.de/portraet-schlafen-sie-gut-herr-tucholsky-erinnerungen-an.844.de.html?dram:article_id=308170

Und wenn Sie mal wieder etwas mehr Tucholsky brauchen – die Stadtbibliothek hat Bücher, Hörbücher und Downloads in der E-Ausleihe.

ScG – Gerald Schlewies

 

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