Über das Büchermachen in digitalen Zeiten

In der nächsten Woche ist wieder die Buchmesse in Leipzig. Viele KollegInnen fahren hin und auch die Bibliotheksgesellschaft chartert wieder einen Bus. Auch die Medien interessieren sich in der Messewoche wieder verstärkt rund ums Buch – oder das, was davon übrig bleiben und sich ändern wird.

Der Deutschlandfunk widmet dem Feature in dieser Woche der „Textverarbeitung“, bzw. beschäftigt sich mit dem ‚Bücher machen‘ in digitalen Zeiten. Im Link zum Feature liest sich das so:

Über das Verschwinden des Buches sind schon viele Bücher geschrieben worden. Es verschwindet aber nicht, sondern es wird sogar schöner, auch durch den Druck der digitalen Konkurrenz. Verloren hat es sein Monopol und das kann ein Anlass sein, seine Qualitäten neu zu bestimmen und auch die Positionen von Verlegern, Gestaltern und Lesern.

Kann es neue Verlagsformen geben, die weniger hierarchisch gegliedert sind als bisher? Welche Rollen werden Gestalter spielen, nicht nur im Medium des Buches, sondern auch in den digitalen Publikationen? Ist es für die Aufnahmefähigkeit des Lesers gleichgültig, in welchem Medium er liest? Und müssen die rivalisierenden Medien wirklich Gegner sein? Sie werden noch lange nebeneinander und miteinander auskommen müssen. Warum nicht einen Vorteil daraus machen?

 

Die Fragen werden uns noch sicher einige Zeit lang begleiten. Die Auswüchse enden in komplett digitalen Bibliotheken, wie im texanischen Bexar County und der Aussage, dass Studenten doch lieber gedruckt lernen. Irgendwo in der Mitte liegt die Wahrheit. Papierbücher mit edler Aufmachung konkurrieren mit billig gemachten Papierversionen von ursprünglich elektronischen Werken. Oder kann auch das digitale Werk ein wenig Aufhübschung vertragen ohne gleich als „Enhanced“ zu gelten – also mit zusätzlichen Gimmicks versehene Textpassagen.

Die Sendung läuft am Freitag, den 13. März um 20.10 Uhr im Deutschlandfunk. Ich werde mir das auf jeden Fall anhören. Nur nicht direkt, denn auch Radio verändert sich – dank Podcast und Radiorecordern werde ich zeitversetzt Radio hören; nicht nur die Buchwelt befindet sich im digitalen Umbruch. Aber das können Sie auch, denn das Feature wird in der Regel kurz nach Ausstrahlung u.a. hier zur Verfügung gestellt: http://www.deutschlandfunk.de/podcast-feature.1383.de.podcast.xml. Wenn Sie nun nicht mehr so lange warten wollen, dann empfehle ich schon mal die Sendung „Literatur – 101 Wege, nicht zu schreiben – Autoren als Ratgeber“ – diese befindet sich dort schon im Download.

ScG – Gerald Schleiwies

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