Neues aus der Welt von Stolz und Vorurteil

Hause LongbournDas Haus Longbourn könnte einigen bekannt vorkommen. Es handelt sich um das Anwesen der Bennets aus Jane Austens „Stolz und Vorurteil“. Jo Baker hat sich an Janes Austens Welt herangewagt. In ihrem Buch wird allerdings das Leben und Arbeiten der Hausangestellten erzählt. Die Geschichte setzt zum gleichen Zeitpunkt ein, wie auch Jane Austens Werk. Man erfährt nur nebenbei etwas von den vielen Tanzveranstaltungen, Verwicklungen und Verwirrungen. Im Vordergrund steht Sarah, ein junges Mädchen, das nach dem Tod ihrer Eltern erst ins Waisenhaus und dann zu den Bennets kam. Sie ist Zimmermädchen, Küchenmädchen, erledigt Botengänge und hilft den Töchtern beim Anziehen – kurz, sie ist ein Mädchen für alles. Aber sie träumt von mehr, von einem besseren Leben und weiß gleichzeitig nicht, wie sie sich diesen Traum erfüllen soll. Weiterhin sind da noch Mr. und Mrs. Hill. Beide stehen den Hausangestellten vor, Mrs Hill, die Köchin, schaut immer, dass alles im Hause seinen gewohnten Gang geht. Ihr ist es sehr wichtig, dass die Familie der Bennets vor Besuchern gut da steht.

Als neuer Hausdiener kommt James hinzu, ein junger Mann, den Mr. Bennet eingestellt hat. Sarah bekommt mit, dass sich vor allem Mrs. Hill bei Mr. Bennet über diese unerwartete Einstellung beschwert – nur das Warum ist ihr unklar. Das Kennenlernen von James und Sarah steht unter keinem guten Stern. Träumt sie erst noch, dass er für sie vielleicht ein Ausweg ist, zeigt er ihr von Anfang an die kalte Schulter. Und was noch wichtiger ist: er macht aus seiner Vergangenheit ein Geheimnis, lügt sogar. Sarahs Ehrgeiz ist geweckt, sie will herausfinden, was es mit James Vergangenheit auf sich hat. Und auch Mrs. Hill scheint an diesem Geheimnis nicht ganz unschuldig zu sein.

Dem Leser wird die Geschichte in drei Teilen erzählt. Die ersten beiden beschäftigen sich vor allem mit Sarah, der letzte Teil befasst sich mit James` Vergangenheit. Stück für Stück schälen sich die Wahrheiten aus dem Dickicht der Vermutungen heraus.

Stolz und Vorurteile spielen auch in diesem Buch eine große Rolle. Wer Jane Austens Werk gelesen hat, sollte unbedingt auch dieses Buch lesen. Denn es zeigt die Geschichte aus einer anderen Perspektive. Nicht mehr ganz so rosarot, trotzdem bleibt der Charme erhalten. Jo Bakers Erzählweise passt sich wunderbar Jane Austens Welt an, ohne dass sie einfach kopieren würde. Absolut lesenswert 🙂

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