Erinnerung an…

… zwei große Persönlichkeiten aus der Literaturwelt.

KarasekDer Autor und Literaturkritiker Dr. Hellmuth Karasek auf der Leipziger Buchmesse 2012, Foto von C. Grube, Quelle

Zum einen Hellmuth Karasek, verstorben am 29.09.2015 im Alter von 81 Jahren.  Er war Journalist, Buchautor, Filmkritiker und Professor für Theaterwissenschaften und noch einiges mehr. Vielen ist er aber vermutlich vor allem als Literaturkritiker im Gedächtnis geblieben. So war er unter anderem festes Mitglied des literarischen Quartetts, von der ersten Sendung 1988 bis sie 2001 eingestellt wurde. Er war Mitherausgeber der Berliner Zeitung „Der Tagespiegel“, außerdem arbeitete er für die Zeitschriften „Die Welt“, „Die Welt am Sonntag“ und „Die Berliner Morgenpost“. Weiterhin war er Mitglied des PEN-Zentrums in Deutschland und der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Mit Hellmuth Karasek verliert die deutsche Kritikerszene eine wertvolles Mitglied und die deutsche Literaturwelt jemanden, der noch dieses Jahr mit seiner Rezension des IKEA Kataloges (hier auf dem Blog) auch wieder einmal seinen Humor unter Beweis stellte.

Foto von David Shankbone, 2011 in New York, Quelle

Diese Woche ebenfalls verstorben: Henning Mankell, er wurde nur 67 Jahre alt. Mankell war der Schöpfer von Wallander, wohl einem der bekanntesten schwedischen Kriminalkommissaren. Neben insgesamt 12 Wallander-Krimis, schrieb Mankell noch weitere Thriller, z.B. „die Rückkehr des Tanzlehrers“. Aber auch im Romanbereich ist er mit verschiedenen Büchern zu finden. Viele drehen sich um eines seiner Lieblingsthemen: Afrika. Schon immer träumte Mankell von einer Reise nach Afrika, welcher er sich im Alter von 24 Jahren auch erfüllte. Auch nach diesem 2-jährigen Aufenthalt ließ in das Land nicht mehr los. Bis zu seinem Tode lebte er abwechselnd in Schweden und Mosambik. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Mankell auch ein großer Theaterfreund. So war er auch in Mosambik seit 1986 Intendant des dortigen Theaters und führte ab und an auch Regie.

Hellmuth Karasek und Henning Mankell hinterlassen jeder auf ihre Weise eine Lücke in der Literaturwelt. Wir trauen um sie und unsere Gedanken sind bei ihren Familien.

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