Nicht nur Bücher werden digitalisiert

Heute werfe ich mit meinem Blogbeitrag mal einen Blick über das Bibliothekwesen hinaus, rein in die Museumswelt. Von der Digitaliserung von Büchern haben Sie sicher schon etwas gehört. Ich habe jetzt herausgefunden, dass man nicht nur Bücher digitalisieren kann. Das Naturkundemuseum in Berlin macht dies nämlich auch mit Insekten. Das Projekt nennt sich „Erschließung objektreicher Spezielasammlungen“ (EoS). Die Objekte, also Insekten, werden dabei digital erschlossen und zum Teil in der Datenbank Europeana verfügbar und recherchierbar gemacht.

Im Rahmen des Projektes sollen 10.000 von 35.000 Insektenkästen digitalisiert und im Netz frei verfügbar gemacht werden. Die „Visualisierung von Sammlungen mit großen Objektbeständen“ ist der erste Projektteil. Im 2. soll es um die „Räumliche Visualisierung kleiner Objekte“ gehen. Hier arbeitet das Naturkundemuseum mit der FU Berlin und dem Konrad-Zuse-Institut für Informationstechnik (ZIB), Berlin, zusammen. Dabei sollen Methoden zur 3D-Modellierung und -Visualisierung neu- und weiterentwickelt werden, sowie getestet und optimiert. Das ist jetzt viel Theorie, für bessere Vorstellung des Gemeinten, hier ein Beispiel aus dem Projekt. Achtung, wer keine Wespen oder ähnliche Insekten mag, sollte diesen Punkt eventuell überspringen. Es handelt sich um eine 360° Darstellung einer ‚Monsterwespe‚. Die Wespe kann uns schon lange nicht mehr bei Kaffee und Kuchen nerven. Sie können sie also ganz in Ruhe mal von allen Seiten in Großaufnahme betrachten.

Wo es zwei Teilprojkete gibt, gibt es natürlich noch ein drittes, die „Langzeitarchivierung“. Wie bei der Digitalisierung von Büchern dient diese natürlich in erster Linie dem Schutz der Objekte. Aber ebenso besteht so die Möglichkeit die Sammlungen einem größeren Teil der Bevölkerung zugänglich zu machen. Denn die digitalen Objekte kann man sich 24 Stunden am Tag von jedem Ort auf der Welt ansehen. Voraussetzung ist natürlich, dass ein Computer mit Internetanschluss zur Verfügung steht.

Einen Blick in die bisherigen Digitalisate findet sich auf der Internetseite des Naturkundemuseums sowie weitere Informationen zum EoS Projekt.

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