Kochen in der Bibliothek? Das geht! – der Beweis

Viele kennen das. Mittags möchte man sich nur mal kurz sättigen. Entweder man geht raus und sucht sich Nahrung oder hat im besten Fall eine Kantine vor der Tür. In den meisten Büroetagen gibt es zwar eine Teeküche, die meist auch etwas Besteck enthält und wo die Kaffeemaschine vor sich hin blubbert, doch so richtig Kochen kann man da doch eher nicht. Oder?

In der Bibliothek ist das doppelt schwer, denn da gibt es zudem so viele Kochbücher. Und die möchte man doch gleich vor Ort einmal ausprobieren. Also hatte ich die wilde Idee ob man nicht auch gleich in der Bibliothek kochen könnte. Mit einer üblichen Teeküche, in diesem Fall mit zwei Herdplatten; jedoch ohne Ofen. Im Rahmen eines VHS Kurses haben wir drei Themen angeboten, zwei Kurse sind ausgebucht. Vom ersten Abend kann ich nun berichten. Unsere Dozentin, Frau Stotz, ist schon Wochen vorher immer wieder zwischen Teeküche und Hauswirtschaftsregal gependelt. Der Minimalismus war eine klare Herausforderung. Was kann man in einer Teeküche bloß zaubern. Zum Beispiel das da:

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Neun Personen (incl. Bibliotheksleitung) machten sich ans Werk und es ergaben sich folgende Köstlichkeiten:

  • Rote Beete Carpaccio
  • Panierte Sesam-Käse-Sticks
  • Leberwurst auf Kräckerscheiben
  • Salatrouladen
  • Fünferlei Käse-Pralinen
  • Westfälische Quarkspeise
  • Kräuter-Gewürzbutter (mit Pumpernickel)
  • Thailändischer Rindfleischsalat
  • Green Smothie Classic
  • Kalte Gurkensuppe
  • Melonensalat mit Käse
  • Fisch-Kokos-Salat

Personen, die sich noch nie zum Kochen getroffen haben an einem Ort, an dem sie noch nie gekocht haben, in einer Küche, die den Namen nicht wirklich verdient. Zudem zwei Personen mit etwas Druck, das es wirklich gelingt. Ganz ehrlich, ein TV-Kochduell ist langweilig dagegen.

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Aber! Geschafft! Und wie! Der stete Mangel in der „Küche“ war die Herausforderung. Und geschmeckt hat es! Mangels Tupperdosen, wurden die Reste in Kaffeepappbechern nach Hause getragen – auch das ein Ergebnis des Improvisierens. Am Ende blieb nichts liegen. Kein Gericht durchgefallen! Alle satt! Danke an Frau Stotz und alle Teilnehmer.

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Guten Hunger. Wer das nun nachkochen möchte. Die Rezepte stehen in unseren Büchern. Und hier: Bibliotheksrezepte

Der nächste Abend am 7. April ist leider schon ausgebucht. Und ob es im Herbst 2016 eine Wiederholung gibt kann ich zur Zeit nicht sagen, denn der Aufwand ist nicht gering und zudem ist der Beweis ja nun erbracht. Die nächsten ungewöhnlichen Ideen sind bereits am entstehen.

ScG – Gerald Schleiwies

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3 Antworten zu “Kochen in der Bibliothek? Das geht! – der Beweis

  1. Ah, die berüchtigte Westfälische Quarkspeise war es. Mjam-mjam.
    Die Kolleginnen und ich rätselten beim Samstagsdienst an der Theke über das Teaserfoto vor einiger Zeit auf Twitter, befanden aber alles für sehr appetitlich anzuschauen und unbedingt nachahmenswert.

    • Oh ja, es war garantiert lecker. schon als ich die Bilder das erste Mal sah, ab ich mich ein Kleinwenig geärgert, dass ich zu den Veranstaltungen Urlaub hatte. Da hätte ich doch das ein oder andere gelernt, was man alles aus einer kleinen Küche zaubern kann. Denn viel mehr steht bei mir zu Hause auch nicht rum 😀 – Sü

  2. Pingback: AMS und nun DIY und FadG wird ersetzt durch kt | Blog der Stadtbibliothek Salzgitter

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