Deutsche Nullen

deutsche nullen

In diesem neuen Buch stellen Oliver Jung und Wiebke Porombka, beide Autoren sind ständige Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und arbeiten als Kritiker u. a. für Deutschlandfunk, WDR, ZEITOnline, auf äußerst unterhaltsame Weise Koryphäen unter den Versagern vor.

 Hier gibt es schon mal die Übersicht:

Der Saupreuße Heinrich von Treitschke (1834 – 1896) – Freizeithistoriker
Der Zauderzwerg Leopold von Hohenzollern (1835 – 1905) – Erbprinz
Der Wolkenkuckuck König Ludwig II. von Bayern (1845 – 1886) – Häuslebauer
Das letzte Einhorn Kaiser Wilhelm II. (1859 – 1941) – Holzfäller
Der Kurzsichtige Alfred von Schlieffen (1833 – 1913) – Stratege
Der Schaumweinschläger Joachim von Ribbentrop (1893 – 1946) – Außenvorminister
Der Aufräumer Konstanty Gutschow (1902 – 1978) – Stadt-Land-Stuss-Planer
Die nackte Kanone Richard Ungewitter (1868 – 1958) – Freikörperkulturrevolutionär
Der Wirbelwicht Viktor Schauberger (1885 – 1958) – Scharlatan
Der Dammhirsch Herman Sörgel (1885 – 1952) – Weltbaumeister
Der Blechsoldat Konrad Zuse (1910 – 1995) – Nerd 1.0
Der Holzkopf Bernhard Kimmel (1936 bis heute) – Panzerknacker

Der Geheimdeutsche Karl-Eduard von Schnitzler (1918 – 2001) – Kanalarbeiter
Die Dampfspritze Egon Krenz (1937 bis heute) – Parteisoldat
Der König der Möwen Mathias Rust (1968 bis heute) – Tiefflieger
Der Bademeister Rudolf Scharping (1947 bis heute) – Politstar
Der Tantenschreck Thomas Middelhoff (1953 – heute) – Notfallmanager

Das Scheitern ist in Verruf geraten – zu Unrecht. Dem steilen Absturz, dem Schnuppen der Sterne wohnt eine funkensprühende Schönheit inne. Und ruht nicht unsere Gegenwart auf einem ganzen Jahrhundert voller Lichtgestalten, die sich selbst den Saft abdrehten? Den schillerndsten unter ihnen, siebzehn überragenden Nullen, wird hier ein Denkmal gesetzt. In weiser Beschränkung konzentriert der Bandsich auf Deutschland, Heimat ungezählter Unfähiger und ihrer größenwahnsinnigen Fehlschläge. Von Kaiser Wilhelm II. über Joachim von Ribbentrop und Egon Krenz bis hin zu Rudolf Scharping bieten Wiebke Porombka und Oliver Jungen wertvolles Grundlagenwissen zur Geschichte der deutschen Nullen. Die gefeierten Großnullen wollen den Verfassern geradezu als Personifikationen des überlangen deutschen Jahrhunderts erscheinen, das spätestens mit der Reichsgründung von 1871 begann. Dass nur Männer bei der Auswahl Berücksichtigung gefunden haben, kann der Genderforschung neue Impulse verleihen: Fehlt den Frauen etwa das Mach-dich-zum-Affen-Gen?(Verlagsangaben)

Gö.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s