Alessandro Baricco – seine neusten Werke

Alessandro Baricco ist bei weitem kein Vielschreiber. Zumindest wenn man nach seinen Veröffentlichungen geht. Noch zu meinen Schulzeiten hat mir eine Freundin „Seide“ ans Herz gelegt. Am Anfang war ich noch etwas skeptisch, denn diese Art von Erzählung war bisher nicht wirklich meines. Doch das Buch hat mich überzeugt, trotzdem habe ich danach kein weiteres Buch von Baricco gelesen. einen genauen Grund gibt es dafür nicht – einfach zu viel Auswahl. Mit „Mr Gwyn“ erschien dieses Jahr Alessandro Bariccos neustes Werk.

gwyn-bariccoJasper Gwyn, ein berühmter englischer Schriftsteller Anfang vierzig, fasst eines Tages einen weitreichenden Entschluss. In einem Zeitungsartikel listet er 52 Dinge auf, die er fortan nicht mehr zu tun gedenkt, darunter auch: Bücher schreiben. Stattdessen beschließt er, in seinem neuen Leben als „Kopist“ zu arbeiten und Porträts anzufertigen – dies allerdings nicht mit Pinsel und Palette, sondern in geschriebener Form. Er mietet ein Atelier an, wo ihm fortan Menschen Modell sitzen, die sich später in seinen Porträts gänzlich wiederfinden werden. Bis eine junge Frau auftaucht, die sich den strengen Regeln des Kopisten entzieht.(Quelle: Hoffmann und Campe Verl.)

Der Roman ist ganz anders als „Seide“, oft merkt man, dass Baricco auch kreatives Schreiben unterrichtet, das beweist er mehr als einmal in diesem Buch. Baricco schreibt feinfühlig, detailliert und manche Sätze kommen zum Teil auch sehr lakonisch daher. Wenn man einmal drin ist, lässt sich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Am Ende mag es „Seide“ nicht übertreffen, aber Lesen lohnt sich auf alle Fälle.

Wer noch ein Geschenk für Weihnachten sucht. Vor kurzem ist auch sein Buch „Smith  Wesson“ auf Deutsch als Geschenkband – schön eingebunden in Leinen – erschienen.smith-and-wesson

Die Niagarafälle – spektakuläres Naturereignis, irdisches Paradies und mythischer Ort. Sie haben die Phantasie vieler Schriftsteller beflügelt, auch wenn Charles Dickens sagte, dass »jedes Wort über diesen wundervollen Ort nur reiner Unsinn sein könnte«. Als Tom, Jerry und Rachel sich begegnen, hat jeder seinen eigenen Vorteil im Sinn. Um Schlagzeilen zu schreiben, bedarf es einer tollkühnen Tat – und vertrauenswürdiger Helfer. Rachel will sich in einem Holzfass die Wasserfälle hinunterzustürzen und diesen Sturz als erster Mensch überleben. Doch ihr Plan geht nicht auf. (Quelle: Hoffmann und Campe Verl.)

Eine tolle Geschichte  – mit wirklich drei besonderen Charakteren. Das Bändchen liest sich sehr schnell (schon durch die gerade mal knapp 100 Seiten) und ich verspreche, Tom, Jerry und Rachel geben dem Leser nicht nur Rätsel auf, sondern lassen ihn auch immer wieder schmunzeln. Ebenfalls eine eindeutige Leseempfehlung von mir – erst recht wenn man Baricco noch nicht versucht hat.

Natürlich finden sich auch beide Bücher in der Stadtbibliothek 😉

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