Der All-Age-Trend breitet sich aus

Sehr viele Autoren, die vor allem im Erwachsenen-Bereich bekannt sind, versuchen sich ebenfalls im Jugendbuchbereich. Gerne nennt man diese Titel auch All-Age-Romane. Einfach, weil sie eben nicht nur die Jugendlichen ansprechen, sondern auch die Erwachsenen. Als Beispiel kann man nennen Kathy Reichs mit ihrer „Virals Reihe“ (von der ich selber sehr begeistert bin) oder Elizabeth George mit ihrer Reihe „Whisper Island“. Beide Autorinnen stammen eher aus dem Krimi/Thriller Genre. Jetzt hat sich auch Cecelia Ahern im Jugendbuch, oder von mir aus auch All-Age-Bereich, versucht. Mit ihrem neusten Buch „Falwed“ lässt sie den Leser in eine dystopische Welt eintauchen. „Flawed“ bedeutet fehlerhaft – doch einen Fehler hat Cecelia Ahern mit diesem Buch ganz sicher nicht gemacht!

flawed-ahern

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe. (Quelle: Fischer-Verl.)

In den sozialen Medien wird „Flawed“ durchgängig positiv bewertet, so z.B. bei Lovelybooks. Dem kann ich mich nur anschließen. Cecelia Ahern bleibt ihrem Stil insgesamt treu, sie fesselt einen mit der Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite und man kann kaum erwarten, dass der 2. (und letzte) Teil im November erscheint. Auch wenn sie mit diesem All-Age Roman sicher nicht alle ihre bisherigen Leser erreichen wird, wird sie sehr viele neue Leser dazugewinnen können. Denn nach diesem Buch werden sicher einige ihre Vorgänger-Bücher lesen wollen. Da kann ich übrigens sehr empfehlen „Ich schreib dir morgen wieder“ 🙂

Den Begriff All-Ager-Roman finde ich an sich nicht so schön. Seit den Titeln „Panem“, „die Bestimmung“ oder den „Chroniken der Untwelt“ ist dieser begriff ein geflügeltes Wort geworden. Für mich sind diese Bücher trotzdem noch Jugendbücher. Natürlich sollte sich deswegen kein Erwachsener verkneifen, diese Titel zu lesen! Denn auch wenn der Ausweis etwas anderes sagt, im Herzen sind wir doch alle jung geblieben 😉

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2 Antworten zu “Der All-Age-Trend breitet sich aus

  1. Hachja … Als Autor*in kannst du damit ja auch nicht viel falsch machen, gerade wenn du wie Ahern eher zum „schmonzettigen“ Bereich der Literatur gehörst. Ich könnte jetzt zur ganz großen Kulturkritik ausholen, dass die Jugend heute (zumindest literarisch) nicht erwachsen werden will und die Erwachsenen nicht erwachsen werden wollen, statt sich einfach mal zu trauen „Erwachsenenliteratur“ zu lesen.
    Bei manchem Roman hängt die Einordnung ja eh nur am Alter und sozialen Status der Protagonist*in. Von daher müssen manche Autor*innen nicht so viel ändern. Und wenn man dann ein neues Label erfindet … Das ist eben Marketing. 🙂

    • Marketing finde ich, ist ein schönes Stichwort. Manche Sachen müssen ’neu‘ erfunden werden, um wieder wahrgenommen zu werden.
      Panem und Co hatten das Glück, dass sich dafür wirklich nicht nur Jugendliche interessiert haben – genauso auch bei Harry Potter. Und die „Erwachsenen“ so auch entdeckt haben, dass der Jugendliteraturbereich gar nicht so uninteressant ist. So geht es zumindest mir und ich zähle mich mal zu den Erwachsenen (sagt zumindest mein Ausweis xD). Allerdings haben wir für die Erwachsenen auch nochmal Fantasy-Bücher. Doch da lesen bei weitem (gefühlt) nicht so viele, wie im Jugendbuchbereich. Obwohl bei der Fantasy auch nicht jede(r) Protagonist/in über 20 ist. Ich bin nur gespannt, welcher Trend sich als nächstes etabliert – hätte da gerne mal wieder etwas im Sachbuchbereich.

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