Andreas Gruber kurz vorgestellt

Als kleinen Geheimtipp möchte ich heute einen Autor vorstellen, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat: Andreas Gruber. Der österreichische Schriftsteller bedient die Genres Horror, Thriller und geht auch teilweise ins Phantastische. Das Niveau seiner Thriller lässt sich sehr gut mit Sebastian Fitzek vergleichen. Wer Fitzek mag, wird auch Gruber lieben. Das Besonders ist, dass bei Gruber meist zwei Ermittler zusammenarbeiten, die von Grund auf sehr unterschiedlich sind und erst zusammenwachsen müssen.

Reihen:

todesmarchenMaarten S. Sneijder und Sabine Nemez: Maarten S. Sneijder ist ein, beim BKA Wiesbaden angestellter, niederländischer Profiler (zu Deutsch: Fallanalytiker) mit Clusterkopfschmerzen. Er ist zynisch, unfreundlich und kann niemanden ausstehen. Seine Kopfschmerzen behandelt er mit Marihuana, was ihm nach eigenen Aussagen auch beim Denken hilft. Ihm zur Seite steht die junge Kommissarin Sabine Nemez aus München, die er bei einem Fall in „Todesfrist“ kennenlernt.

  • Todesfrist, erschienen 2012
  • Todesurteil, erschienen 2015
  • Todesmärchen, erschienen 2016

Walter Pulaski und Evelyn Meyers: Walter Pulaski, asthmakranker Ermittler im Kriminaldauerdienst (KDD) in Leipzig steht kurz vor dem Ruhestand, als er einen Fall übertragen bekommt, bei dem mehrere Jugendliche in psychiatrischen Anstalten scheinbar Selbstmord begangen haben. Im Zuge der Ermittlung in „Rachesommer“ lernt er die Wiener Anwältin Evelyn Meyers kennen, die Nachforschungen zu plötzlichen Toden mehrerer wohlhabender Männer unternimmt. Schnell bemerken beide, dass diese Fälle zusammenhängen und beginnen, gemeinsam zu ermitteln.

  • Rachesommer, erschienen 2010
  • Racheherbst, erschienen 2015

Peter Hogart: Peter Hogart ist ein Privatermittler, der in seinem ersten Abenteuer in „Schwarze Dame“ von Andreas Gruber in die wunderschöne Stadt Prag geschickt wird, um das Verschwinden einer Kollegin zu untersuchen. Schnell findet er heraus, dass dort nichts ist wie es scheint. In seinem zweiten Abenteuer „Die Engelsmühle“ ermittelt Hogart zuhause in Wien. Welch brisantes Material befindet sich auf einem Videoband, dass dafür sogar ein pensionierter Arzt gefoltert und ermordet wird? Peter Hogart macht sich auf Spurensuche.

  • Schwarze Dame, erschienen 2007
  • Die Engelsmühle, erschienen 2008

Einzelbände:

  • Der Judas-Schrein, erschienen 2005: Der in Ungnade gefallene Kripobeamte Alexander Körner wird in das abgeschiedene Dorf „Grein am Gebirge“ geschickt, um den Fund einer grausam verstümmelten Mädchenleiche zu untersuchen. Als das Dorf aufgrund des bereits lange anhaltenden Regens von der Zivilisation abgeschnitten wird, geschehen weitere Morde. Körner ist auf sich allein gestellt und muss feststellen, dass die Bevölkerung zusammenhält und ein düsteres Geheimnis hütet. Seine eigene Verbindung zu „Grein am Gebirge“ wird ebenfalls nach und nach enthüllt. Die Atmosphäre in diesem Roman ist sehr dicht. Man spürt, wie verloren Körner in diesem kleinen abgeschiedenen Ort ist, man sieht vor seinem geistigen Auge, wie sich unaufhörlich Wassermassen durch den Dorfbach wälzen, der sich zu einem reißenden Strom entwickelt hat und droht, das komplette Dorf zu überfluten. Der graue Himmel, der seine Schleusen geöffnet hat und nicht gedenkt, mit dem Regen aufzuhören. Man ist mit jeder Zeile dabei. Der Roman beginnt als guter Thriller. Aber Fans von H. P. Lovecraft kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten.
  • Das Eulentor, erschienen 2008: Der Roman handelt von einer Expedition in die Arktis im Jahre 1911 mit dem Ziel, eine Karte von Spitzbergen anzufertigen. Die Hauptcharaktere sind hier der junge Arzt Alexander Berger, der mit seinem Vermögen die Expedition finanziert und der Walfänger Hansen. Nach und nach wird die Gruppe der Expeditionsteilnehmer durch Kälte, tödliche Gletscherspalten und eisige Stürme dezimiert. Die Moral ist am Ende und die Expedition gilt schon als gescheitert, als Berger einen kreisrunden Schacht entdeckt, der tief in den Gletscher hineinzuführen scheint und den es so nicht geben dürfte, da er scheinbar nicht natürlichen Ursprungs ist und allen Gesetzen der Physik trotzt… Ein spannender Roman aus dem Phantastik-Genre.
  • Herzgrab, erschienen 2013: Die Wiener Privatdetektivin Elena Gerink erhält den Auftrag, den verschwundenen Maler Salvatore Del Vecchio zu suchen. Ihre Hinweise führen sie schließlich in die Toskana. Zeitgleich ermittelt ihr Mann Peter Gerink vom BKA in Florenz. Er ist auf der Suche nach einer verschwundenen Österreicherin. Das Paar mit Eheproblemen erkennt, dass beide Fälle zusammenhängen und dass sie zusammenarbeiten müssen, um die Geheimnisse beider Fälle zu lösen. Dieser Thriller hat mit der Toskana einen interessanten Schauplatz bekommen. Gruber beschreibt die Gegend sehr detailliert.

Die Tage werden kürzer, draußen wird es kälter. Die Stadtbibliothek hat fünf Bücher von Andreas Gruber in ihrem Bestand. Falls Sie nun Lust auf spannendes Lesevergnügen verspüren, kommen Sie doch vorbei und machen Sie es sich mit einer Tasse Kaffee oder Kakao und einem guten Schmöker von diesem wirklich genialen Autor gemütlich.

Und für alle die noch unsicher sind. Hier kommt der Buchtrailer zu „Todesmärchen“, dem dritten und neuesten Fall meines Lieblingsfallanalytikers Marten S. Sneijder:

Quelle Buchtrailer: Randomhouse

GL

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s