Eine Weihnachtsgeschichte. Und ein Geschenk!

Natürlich gibt es von der Stadtbibliothek auch dieses Jahr zu jedem Weihnachtstag ein Geschenk. Das erste Geschenk hat jedoch das Zeug zu einer Weihnachtsgeschichte:

Vor vier Jahren haben wir eine Auszubildende eingestellt. Sie hat ein kleines körperliches Handicap und ist zudem nicht die größte Person. Nun hatte das Team der Stadtbibliothek bereits Erfahrungen mit Schwerbehinderungen und damit auch keine Probleme. Aber ganz so optimal waren die Möbel halt nicht für die Kollegin. Ausbildungsbeauftragte, Schwerbehindertenbeauftragte und Bibliotheksleitung machten sich also dran, es der neuen Auszubildenden entsprechend einzurichten. Rollbare Trittstufen hielten Einzug und ein Bürostuhl wurde extra beschafft. Aber ein Einsatzgebiet blieb unzureichend: die Verbuchungstheke in SZ-Lebenstedt. Doch so schnell geht das nicht. Das Herzstück der Bibliothek erneuern für eine Auszubildende? Außerdem war die Bibliothek in SZ-Bad gerade im Umbau. Aber Geld für eine neue Theke wurde eingeplant. Doch die Jahre zogen ins Land – aus der Auszubildenden wurde eine Mitarbeiterin. Und die Zuständigen konnten noch immer keine neue Theke vorweisen, jedenfalls nicht in Lebenstedt. Aber es wurden Fördergelder seitens der Arbeitsagentur in Aussicht gestellt. Doch von den anderen Geldern weit und breit keine Spur.

Zwischenzeitlich arbeitete die Kollegin in Bad. An einer höhenverstellbaren Theke. Die hin- und herpendelnden Kolleginnen wollten auch so etwas in Lebenstedt. Sie hatten zwischenzeitlich ebenfalls schon „Rücken“ und vereinzelt höhenverstellbare Tische im Büro. Aber die Theke stand da. Seit 25 Jahren eine feste Einheit mit der Bibliothek.

Die in Aussicht gestellte Förderung war befristet. Und der Haushalt gekürzt. Oh Weh!

Doch auf einmal kam Bewegung in die Sache.Und dann ging es ganz schnell. Also für eine Verwaltung. Eine neue Theke, noch bis Jahresende. Ja, dieses Jahr – 2016! Daran hat eigentlich keiner mehr in der Bibliothek geglaubt. Ein paar Tage müssten wir schon zumachen für den Umbau. Dann könnte man doch gleich mal den Teppich reinigen. Und die frei hängenden Lüftungsrohre. Und die Zeitschriftenschränke. Und die Beleuchtung. Und die Dachfenster. Und die schedderigen Fliesen da. Und überhaupt…

Und ja. Das wurde auch alles getan. In einer Woche. Alles auf einmal. Wow!

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Alles erstrahlt im neuen Glanz. Und alles funktioniert. Und alle sind glücklich. Die Kollegin in Bad kann nun auch wieder in Lebenstedt arbeiten. Zur Weihnachtsfeier haben wir die Theke auf ihren Namen getauft.

Doch so ganz zu Ende ist die Geschichte damit noch nicht. Denn die Kollegin wird gar nicht mehr so lange etwas von der Theke haben. Sie expandiert privat und gründet in Kürze ein kleines Familienunternehmen. Das braucht ein wenig Zeit. Aber die Theke wird auf sie warten. Ganz bestimmt!

ScG – Gerald Schleiwies

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