AMS ist nun DIY und FadG wird ersetzt durch kt

Häh!

Jaaaa, Dipl.-Bibl. u. FaMi sind Abkürzungswesen (Abkw.). Jedenfalls die, die noch mit Karteikarten groß geworden sind. Dank der Größe einer solch genormten Karte gab es auch RAK, das Regelwerk zur alphabetischen Katalogisierung. Natürlich nicht nur ein RAK, sondern ein RAK-Musik, ein RAK-ÖB (öffentliche Bibliotheken) und so weiter.

Und ganz selten, wenn wir unter uns bleiben wollen, sprechen wir in Abkürzungen miteinander. Das hört sich dann fast so wichtig an wie beim Zahnarzt, wenn er die Zahnreihen beschreibt – bleibt jedoch auf jeden Fall geheimnisvoll.

So ergab sich in einem bibliothekarischen Forum vor kurzem die Frage, welche DIY Zeitschrift wir denn jeweils im Bestand hätten.

DIY?

Es hat ein wenig gedauert, bis ich auf „Do it yourself“ gekommen bin. Selber etwas erstellen ist ja bereits seit längerem wieder im Trend. Hobbyköche, Hobbygärtner und Hobbybastler haben wichtigen Einfluß auf den Medienmarkt.

Und was ist nun AMS?

In der Diskussion um Bibliothek als dritten Ort und Makerspaces brauchte es nun wohl ein Wort der Abgrenzung. Zwischenzeitlich wurde das Wort analoges Makerspace gebraucht, wenn es um das meist nichttechnische Selbermachen ging. Kulinarisches & Literarisches ist daraus entstanden.  Und in Skandinavien wird ebenfalls nicht nur gekocht und gerätselt (Malmö Bok & Kok), sondern auch gestrickt, gehäkelt und andere Fäden zusammen gesponnen; z.B. wie selbst in Kiruna oder Tromsø gesehen.

Also das analoge Markerspace ist nun Do ist yourself – alles klar?

Das wirkt sich auch auf unsere Zeitschriften aus. Denn wenn irgendwo etwas zum Nachmachen in den Heften ist, laufen diese in unseren Bibliotheken ganz hervorragend. Leider gilt das nicht immer auch auf dem freien Markt. Die Zeitschrift „Frisch aus dem Garten“ ist solch ein Fall . Die wenigen bisher erschienenen Hefte waren sehr gut nachgefragt. Leider hat das Magazin sein Erscheinen eingestellt bzw. firmiert nun demnächst unter „Frisch auf den Tisch“, weil Essen selber machen wohl noch mehr die Zielgruppe anspricht als „Selber anbauen“ und es dann selber essen.

Also ist Platz für eine DIY Zeitschrift.

Beim Stöbern in der Bahnhofsbuchhandlung bin ich auf die neue Zeitschrift Kreativtrends aus dem OZ Verlag gestoßen:

Die Kolleginnen waren sehr angetan von der Aufmachung, dem Inhalt und den zumeist einfachen Mitteln, um es auch wirklich nachzumachen. So wird das Heft in Kürze in allen drei Bibliotheken zur Verfügung stehen. „Frisch aus dem Garten“ (FadG) wird nun ersetzt durch „kreativtrends“ (kt), das Magazin zum Selbermachen.

Oder um es bibliothekslektorisch korrekt auszudrücken: „AMS = DIY,  FadG ist eing., Ers. durch kt“ 🙂

ScG – Gerald Schleiwies

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