Lesestoff per Boda-boda

Ein Hoch auf die sozialen Medien. Ich wäre sonst bestimmt nicht auf den Artikel „Mobile Kinderbücherei in Uganda: Lesestoff per Boda-boda“ aus der Online-Ausgabe der taz gestoßen.

Darin erfährt man, wie unglaublich teuer ein buntes Kinderbuch ist und aus welchen Gründen Rosey Sembatya ihre „Kinderbücherei“ gegründet hat, wie die Resonanz darauf ist und wie sie an „neue“ Bücher gelangt. Und natürlich, was ein Boda-boda ist (bloggen bildet, bis zur Lektüre kannte ich das ehrlich nicht).

Ich finde die Artikel, die sich mit der Literaturversorgung in anderen Ländern beschäftigen, immer sehr spannend. Vor allem, welche z.T. unkonventionellen Wege manchmal eingeschlagen werden und dass es nicht selbstverständlich ist ohne weiteres mit Büchern aufwachsen zu können.

Rie

Ein neuer Käfer

Wenn neue Arten entdeckt werden, ist es immer das Gleiche: wie soll man sie nur nennen. Bei einem kürzlich neu entdeckten Käfer schien die Frage bald geklärt. Dieser wurde nach dem Autor Neil Gaiman benannt:

Terry Pratchetts Schildkröste trägt übrigens folgenden wohlklingelnden Namen: Psephophorus terrypratchetti – es handelt sich dabei um eine fossile Schildkröte.

Wikipedia bietet einen ganzen Artikel zu skurilen wissenschaftlichen Namen. So wurden auch vielen Figuren aus J.R.R. Tolkiens Welt ein „Denkmal“ gesetzt. Mein Favorit: Die Schalenamöbe, die geformt ist wie der Hut von Gandalf und deswegen seinen Namen trägt. 😀

 

 

Flybraries

Sagen Sie bloß, Sie kennen keine Flybrary??? Wenn das der Fall sein sollte, schließen wir an dieser Stelle die Bildungslücke. Im Jahre 2010 haben wir schon einmal über Flughafenbibliotheken berichtet.

Flybraries sind „fliegende Büchereien“. Auch bei den englischen Kindern und Jugendlichen sind die Lesebegeisterung und -Fähigkeit ausbaufähig.

Aus diesem Grund wurde die Aktion „Flybrary“ ins Leben gerufen.

Ein ziemlich ausführlicher Bericht mit kurzem Video (beides in englischer Sprache) ist  [  hier ] zu finden.

Darum geht es bei der Aktion:

Die Fluglinie easyJet nennt sie „easyJet Book Club“ und bringt um die 7000 Kinder- und Jugendbücher in 147 Fliegern, die sie so „Flybraries“ nennen, in die Luft.

Die Bücher können auf dem Flug gelesen, aber nicht mitgenommen werden. Dafür ist es jedoch möglich aus dem digitalen Repertoire des „Book Clubs“ sich kostenlos eBooks herunterzuladen.

Gerne dürfen sich auch andere Fluglinien ein Beispiel daran nehmen. Persönlich fand ich auch die MacDonalds-Aktion gut, bei der im HappyMeal ein Buch mit ausgegeben wurde gut. Denn so wurden auch Familien erreicht, die sonst kein Geld in Bücher investieren oder die ausgeprägte Buch- und Bibliotheksaffinität haben.

Es kann nicht genug von solchen Akt

Rie

Bilderbuchkissen

Letztens bin ich nichtsahnend durch die Filiale einer großen Einzelhandelskette geschlendert und traute meinen Augen nicht. Natürlich gibt es immer wieder auch Bücher zu kaufen… aber nicht solche.

MÄRCHEN-KUSCHEL-KISSEN!

 

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In der rosafarbenen Verpackung sind die Märchen Rotkäppchen und Schneewittchen enthalten und in der blauen Verpackung Hänsel & Gretel sowie die Bremer Stadtmusikanten.

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer kennt sowas? Wer würde das gerne haben? Wer würde es verschenken?

*immer noch kopfschüttelnd* – Rie

Der Literaturnobelpreis geht an…

Kazuo Ishiguro!

Natürlich werden es schon einige mitbekommen haben, dass mal wieder der Literaturnobelpreisträger 2017 bekannt gegeben wurde. Wobei es in diesem Jahr weitaus weniger Rummel darum gab, als im vergangenen Jahr als der Musiker Bob Dylan mit dem Preis ausgezeichnet worden ist.

Kazuo Ishiguro wurde in Japan geboren, lebt jedoch seit seiner Kindheit in Großbritannien. Er wurde nun für „seine Romane von starker emotionaler Kraft“ ausgezeichnet, wie die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekanntgab. Darin lege er den Abgrund unserer vermeintlichen Verbundenheit mit der Welt bloß, hieß es weiter. Eins seiner bekanntesten Werke ist „Was vom Tage übrig blieb“, das sogar verfilmt und für acht Oscars nominiert war.

Jede fantastisch ausgestattete Bibliothek 😉 hat natürlich seine Werke im Bestand.

Bei uns im Bestand sind bei Roman ISH 2:

  • „Alles, was wir geben mussten“
  • „Als wir Waisen waren“
  • „Der begrabene Riese“
  • „Was vom Tage übbrigblieb“

Jedoch braucht sich derzeit niemand auf den Weg in die Bibliothek zu machen. Alle Titel sind ausgeliehen und haben bereits Vormerkungen. Weitere Vormerkungen sind natürlich möglich.

Bald gibt es schon wieder einen literarischen Preisträger, da der deutsche Buchpreis demnächst verliehen wird. Es sollten noch viel mehr Preise verliehen werden, denn sie kurbeln gehörig die Ausleihstatistik an und das freut natürlich die hiesige Statistiktante (also mich) und die Belletristik-Lektorin ungemein.

Rie

Den Blog planen

Wir Kollegen der Stadtbibliothek Salzgitter können ziemlich stolz sein: Jeden Tag erscheint ein neuer Beitrag – mal kürzer, mal etwas länger. Doch ehrlich gesagt, ist das gar nicht so einfach. Denn es soll ja auch immer einen  Buch- und/oder Bibliotheksbezug haben. Was da hilft, ist eindeutig planen 🙂 Habe ich feste Tage in der Woche, wo ich bestimmte Sachen vorstelle? Ist der Blog für diese Woche gut ausgelastet, wie sieht es die anderen Wochen aus? Es gibt Zeiten, da staune ich, wie weit ich manche Beiträge voraus planen kann, weil sie mir einfach so in den Schoß fallen. Für das nächste Jahr werde ich aber, neben meinem normalen Kalender, einen Blogplaner für diesen Blog führen. So sehe ich immer schwarz auf weiß, an welchem Tag noch etwas fehlt und ich kann hoffentlich gezielter suchen.

Eine kostenlose Variante gibt es bei www.kreavida.de zum Herunterladen. Natürlich kann man so einen Planer auch selber gestalten, z.B. in als Form eines Bullet-Journals.

Wie gestaltet ihr eure Blogs? Habt ihr feste Tage für feste Themen? Und wer nutzt denn schon so einen Blogplaner und kann von seinen/ihren Erfahrungen berichten? Würde mich auf alle Fälle freuen, von welchen in den Kommentaren zu lesen 🙂

Jürgen von der Lippe liest wieder

… Und zwar auf Youtube!

Jürgen von der Lippe hat lange in der WDR-Sendung „Was liest du?“ mit Kollegen einfach mal aus Büchern drauf los vorgelesen. Nach Absetzung der Sendung wollte er das Medium Buch nicht so einfach fallen lassen. Der Bild-Zeitung gegenüber äußerte er sich dazu folgendermaßen:

„Ich sehe nicht ein, dass es diese Sendung nicht mehr gibt. Das wunderbare Medium Buch muss überall, wo es geht, beworben werden.“ (Quelle: Bild-Zeitung, Onlineausgabe, gesehen 29.09.17)

So ist er nun auf Youtube seit dem 12.09.17 unterwegs mit seiner Sendung „Lippes Leselust“. Sein erster Gast war der Kabarettist Jochen Malmsheimer. Die Sendung lohnt sich auf jeden Fall, denn es gibt sehr viel zum Lachen. Der Vorteil, sie kann jederzeit bei Youtube angeschaut werden und dies empfehle ich Ihnen genau jetzt:

Und, hat es gefallen?