Ab auf´s Buch

Heute gibt es mal wieder ein Fundstück. Und zwar gab es im Rahmen des Suhrkamp-Sommerfestes einen Automaten, mit es möglich war, sich auf einem Buchcover zu verewigen. Leider konnte man das Resultat dann nur ausdrucken und die Bilder sind nicht auf richtige Bücher gelangt.

Schade eigentlich. Denn selbst in den großen Drogeriemärkten kann man per Bestellung über das Internet bspw. Seifenspender, Duschbäder mit Bild und Schrift personalisieren.

Müssten wir Bibliotheken also wieder selbst ran mit einer Veranstaltung. Vielleicht mit einer Veranstaltung  „design your book“. Kameras, Computer & Drucker haben wir ja. Bücher auch ein paar.

Hmmm, na mal schauen, was sich 2018 so alles ergibt 🙂

Rie

Ein Hoch auf die Kochbücher

Heute geht es mal um eine sehr beliebte Rubrik in der Bibliothek: Koch- und Backbücher:

Ehrlich gesagt, habe ich grad mal eine Handvoll von ihnen zu Hause. Sie sehen zwar toll aus, aber leider treffen immer nur einige Rezepte meinen Geschmack.

Aus diesem Grund nutze ich oft Rezeptsammlungen im Internet. Einfach als Suchbegriff eingeben, wonach einem der Sinn steht oder was man grade zu Hause hat und schwupps hat man 893 Treffer und die Suche beginnt. Ich bin ein großer Fan des nachträglichen Filterns, weil ich keine Lust habe Lebenszeit mit Trefferlisten durchsehen zu verschwenden.

Für diesen Blogbeitrag (und auch nur für den) ist dieses Vorgehen schade, da ich nicht auf etwaige Kuriositäten stoße. Diese sammelt der Blog „the worst of Chefkoch„.

Ich habe die Seite mal überflogen und ich muss zugeben, dass die Menschheit zwar kreativ, aber nicht immer erfolgreich ist. Mein persönliches Highlight ist der Kartoffel-Hotdog.

Wer dem Link folgen sollte, kann ja vielleicht in den Kommentaren schreiben, was für ihn / sie das Highlight des Blogs ist. Der Unterhaltungswert ist garantiert, vor allem, weil um das Gericht herum Geschichten geschrieben worden sind, z.B. mit Vermutungen zur Entstehung des Gerichts.

Vielen Dank an Frau M. in R. für den Tipp!

Rie

Creativ Commons schnell erklärt

Selbst erstellte Bilder sind im Netz schnell hochgeladen und auch genauso schnell kopiert und weiter verarbeitet. Doch was darf man eigentlich mit Bildern aus dem Netz machen? Darf ich das Bild auch verändern? Für mehr Klarheit sorgen die Creativ Commons-Lizenzen. Was diese genau sind und was man zu beachten hat, zeigt die Infographik von bildersuche.org:

creative-commons-infografik

Infografik: „Creative Commons – Was ist und bedeutet das?“ (von Martin Mißfeldt / Bildersuche.org). Zuletzt aufgrufen 13.09.2017

Wenn man das alles beachtet, sollte dem Hochladen und der weiteren Nutzung von Bildern nichts im Wege stehen 🙂

Filmfestspiele in Venedig

Die Filmfestspiele in Venedig sind seit letzter Woche vorbei. 5 Tage – von Montag bis Freitag – konkurrierten die unterschiedlichsten Filme um den Hauptpreis, den Goldenen Löwen. Darunter auch ein Dokumentar Film: EX LIBRIS: Dokumentation über die New York Public Library. Der Film von Frederick Wiseman wurde am 4. September uraufgeführt, den Goldenen Löwen hat er nicht erhalten, aber er bekam den FIPRESCI-Preis sowie den Fair Play Cinema Award.

Der Dokumentarfilm zeigt in über drei (!) Stunden die Arbeit der New York Public Library und ihren sage und schreibe 92 Zweigstellen ( „[…] ihre Gründer wollten, dass sie für jeden New Yorker zu Fuß erreichbar ist. Quelle: Website infobib: Ex Libris, gesehen am 11.09.2017).

Einen kleinen Einblick in den Film bietet der Trailer auf Youtube:

Ich bin gespannt, ob es der Film auch mal auf DVD nach Deutschland schafft.

Lesen verlängert das Leben

Forscher der Yale University haben herausgefunden, dass Lesen das Leben verlängert und zwar um bis zu 2 Jahre, wenn man jeden Tag ca. 30 Minuten liest. Gefunden habe ich dies in der Zeit-Online.

3635 Probanden haben an der Studie teilgenommen, 12 Jahre sind jetzt um:

Wer lebt noch, wer ist tot? Und wie verteilen sich die Lebenden und die Gestorbenen auf die drei Gruppen, die das Forscherteam anfangs gebildet hatte: erstens Menschen, die keine Bücher lesen; zweitens Leser, die sich bis zu dreieinhalb Stunden pro Woche in ihre Bücher vertiefen; und drittens Vielleser, die noch mehr schmökern? […]  Im vergangenen Jahr stand das Ergebnis endgültig fest: Die Bücherliebhaber lebten länger als die Nichtleser.

(Quelle: Zeit-Online, vom 16. März 2017, Zugriff 08.09.2017)

Mich macht es schon ein wenig stolz in einem so gesundheitsfördernden Beruf zu arbeiten 😉 Ich empfehle Ihnen auch, diese halbe Stunde jeden Tag einzuhalten. Da noch nicht geklärt ist, ob Romane oder Sachbücher besser sind, empfehle ich wöchentlich einen gesunden Mix. Sehr gerne natürlich auch mehr als die halbe Stunde. Der große Vorteil, es gibt keine bisher erkannten Risiken. Nebenwirkungen sind nur ein höherer Bedarf an Büchern. Aber dafür haben wir als Bibliothek die Lösung: Einfach in Ihrer nächsten Öffentlichen Bibliothek anmelden. Dort haben Sie garantiert immer genügend Lesestoff vor Ort 🙂

Und damit wünsche ich einen wunderschönen Schmöker-Sonntag. Ich vertiefe mich jetzt noch schnell in den neuen Moers.

P.S. Der Artikel bietet noch ein spannendes Video: Documenta – Lesen ist Luxus. Denn auch heute, im 21. Jahrhundert, werden noch viele Bücher zensiert.

Integration durch Bücher

Seit Juni letzten Jahres ist es in Kolumbien etwas ruhiger geworden. Die Rebellen der FARC haben ihre Waffen niedergelegt. Doch was jetzt? Das kolumbianische Kultusministerium reagierte auf besondere Weise und richtete für die ehemaligen Rebellen Bibliotheken ein. Gefunden hab ich den Artikel dazu  – Lesen statt schiessen – auf der Webseite der Schweizer Zeitung Der Bund, veröffentlicht am 11.05.2017.

Die Bibliotheken in Kolumbien sollen helfen, dass sich die Rebellen in die Gesellschaft integrieren. Deswegen ist es selbstverständlich, dass an diesen Orten Zivilisten und die ehemaligen Rebellen aufeinander treffen. Und neben Büchern, Belletristik und Sachbuch, gibt es auch eReader und Tablets.

Ob Bibliotheken in dem Fall wirklich zu einer besseren Verständigung und zur Integration beitragen? Das wird erst die Zeit zeigen. Manche ehemaligen FARC-Rebellen können weder lesen noch schreiben, da muss erstmal an anderer Stelle etwas getan werden.

Ich drücke den Kolumbianern fest die Daumen und freue mich noch mehr, wenn auch Bibliotheken und Bücher einen Schritt zur Verständigung und zu einem langanhaltenden Frieden beitragen können 🙂

Lesen für ein selbstbestimmtes Leben

Die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung haben ein neues Projekt ins Leben gerufen: „Es fängt mit Lesen an“. Die Kampagne ist Anfang August gestartet und ich bin gespannt, wie sie aufgenommen wird und wann und wo mir die Kampagnen-Motive ‚über den Weg laufen‘.

Eigentlich ist es schade, dass solche Initiativen auch heute noch nötig sind, aber leider haben immer noch sehr viele Jugendliche Probleme mit dem Lesen. Es gibt mehr als 7 Millionen Erwachsene, die funktionale Analphabeten sind (siehe Pressemitteilung Stiftung Lesen, Aussage von Herrn Dr. Jörg F. Maas). Aus dem Grund bin ich froh, dass es weiterhin solche Kampagnen gibt. Mit dem Projekt „Es fängt mit Lesen an“, will man ehrenamtliche Vorlesepaten und Lesemacher gewinnen. Die Kampagne wird von Verlagen, Vermarktern und Lesezirkeln unterstützt. Dazu gibt es verschiedene Motive, die Kinder und Jugendliche vertieft in Bücher zeigen 🙂 Weitere Informationen gibt es direkt bei stiftunglesen.de (zuletzt aufgerufen am 05.09.17).

Auch unseren Vorlesepaten bin ich immer wieder dankbar, dass sie sich in den Kitas und Grundschulen von Salzgitter so engagieren 🙂