In der „Ecosphere 2“

Terranauten

Quelle: amazon.de

In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? . (Klappentext)

Ich finde bei solchen Versuchsanordnungen oder „historischen“ Romanen immer interessant, ob es diese Ereignisse wirklich gab oder ob sie frei erfunden sind. Also habe ich eine kleine Recherche gestartet und bin fündig geworden. Die Glaskuppel, unter der die acht Teilnehmer des Experimentes im Roman leben, gab es als NASA-Projekt „Biosphere“ in den Neunzigern tatsächlich. Nachzulesen unter anderem bei Wikipedia.

Gebannt habe ich die Intrigen und Dramen verfolgt. Der Verlauf des Experiments wird von drei Personen erzählt. Von einer Frau und einem Mann unter dem Glasdach und von einer Frau, die es nicht geschafft hat, Teil der Crew zu werden und jetzt darauf hofft, beim nächsten Einschluss dabei zu sein. So hat der Leser den Blick von innen und von außen.

Wer sich für den wissenschaftlichen Verlauf oder Ausgang des Projektes interessiert, der wird nach der Lektüre enttäuscht sein. Boyle widmet sich mehr dem menschlichen Miteinander. Teilweise erinnerte es mich an Big Brother oder das Dschungelcamp. Es war mein erstes Buch von Boyle, aber ich habe mir sagen lassen, dass Boyle sich auf „Menschen in Extremsituationen“ spezialisiert hat. Ich denke, das beschreibt auch den Umstand dieser acht Wissenschaftler recht gut.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Sie finden den Roman natürlich in unserem Bestand.

Darf es etwas mehr sein?

Ja bitte! Hätte mich zum Ende des Buches von Karolina Ramquists „Die weiße Stadt“ jemand gefragt, meine Antwort wäre ja gewesen.

weissestadt

Quelle: Google.books.de

 

„Das große Haus steht einsam und kalt an einem See, umgeben von Schnee und Frost. Die kugelsicheren Fenster sind voller Eisblumen. Drinnen sitzt Karin auf einem verdreckten Sofa. Das Telefon ist abgestellt. Die Heizung funktioniert nicht mehr. Karin hat sich verändert. Früher war sie die Gangsterkönigin und Johns höchste Errungenschaft. Alle haben sie bewundert, alle wollten sein wie sie. Jetzt ist John tot, und sie hat eine Tochter, der sie sich mal nah und mal fern fühlt, die sie buchstäblich aussaugt und völlig auf sie angewiesen ist. Karin ist einsam und taub vor Trauer. Alles, was sie weiß, ist, dass sie ihr Kind beschützen muss. Und so beschließt sie, sich zu nehmen, was ihr zusteht. Mit Johns alten Waffen, seinem Auto und ihrer Freundin Therese macht sie sich auf den Weg, die Kontrolle über ihr Leben zurückzuerobern.“ (Klappentext)

„Die weiße Stadt“ ist das erste von Ramquists acht Büchern, das ins Deutsche übersetzt wurde. Dabei wird sie als eine der wichtigsten feministischen Autorinnen Schwedens gehandelt. In ihren Büchern beschäftigt sie sich mit Themen wie Einsamkeit, Konsum und Rollenmodellen. Um die aufkommende Frage gleich zu beantworten – ja, alle Themen sind in „Die weiße Stadt“ zu finden.

Es ist ein Roman über das Scheitern und die Trauer einer Frau, die sich in fast allen Dingen komplett auf ihren Partner verlassen hat. Sie hinterfragte den Luxus und den Komfort, den er ihr bieten konnte nicht. Als ihre große Liebe stirbt, ist alles was ihr geblieben ist, ein Baby das er sich gewünscht hat und sie eigentlich nicht wollte.

Es ist mit 180 Seiten ein kurzweiliges sprachliches Vergnügen, das viel Stoff zwischen den Zeilen bietet. Für mich hätte es mehr Handlung geben und noch etwas tiefer gehen können. Ich hätte gern weiter gelesen…

Natürlich ist dieses kleine feministische Literaturhäppchen auch in unserer Bibliothek bei den Romanen zu finden. Wer schon mal reinlesen möchte, eine umfangreiche Leseprobe gibt es bei Google.books.

Das Leben Martin Luthers als Graphic Novel

Zu den vielen Veröffentlichungen aus Anlass der 500 Jahrfeier der Reformation gehört auch die Graphic Novel „Martin Luther“, die von dem Illustrator Andrea Grosso Ciponte künstlerisch gestaltet und von Dacia Palmerino und anderen herausgegeben wurde.

Erzählt wird die Lebensgeschichte Luthers von der Kindheit an bis zu seinem Tod, mit allen wichtigen Ereignissen, die jeweils besonders und bildgewaltig hervorgehoben werden. Gleichzeitig wird auch ein zeitgeschichtlicher Einblick gewährt, der einem auch die damaligen Probleme der einfachen Bevölkerung sowie die Stellung der Kirche in Erinnerung ruft.

Es ist nicht der erste Versuch das Leben und Wirken des Reformators in Form eines Comic oder einer Graphic Novel umzusetzen, aber meiner Meinung nach, ein recht gelungener, mit sehr ausdrucksstarken Bildern.

500 JAHRE REFORMATION

Das Leben des Reformators Martin Luther im Comic-Format

Als das ZDF in einem der vielen Rankings nach dem »beliebtesten Deutschen« fragte, entschied sich die Mehrheit für Konrad Adenauer. Martin Luther landete auf Platz zwei – zur Überraschung vieler, die eine solche Popularität nicht mehr vermutet hätten. Sie bekommt gewiss noch einen Schub, wenn 2016/2017 unter dem Schlagwort 500 Jahre Reformation an einen der großen Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes erinnert wird.

Luther, ein Mann von Gewicht, wird bis heute geliebt und gehasst, er ist und bleibt im besten Sinne – umstritten. Heinrich Heine beschrieb die Bedeutung des Reformators so: »Indem Luther den Satz aussprach, dass man seine Lehre nur durch die Bibel selber, oder durch vernünftige Gründe, widerlegen müsse, war der menschlichen Vernunft das Recht eingeräumt, die Bibel zu erklären, und sie, die Vernunft, war als oberste Richterin in allen religiösen Streitfragen anerkannt. Dadurch entstand in Deutschland die sogenannte Geistesfreiheit, oder, wie man sie ebenfalls nennt, die Denkfreiheit.«

Eine fesselnde Geschichte bedarf eines starken Protagonisten, großer Konflikte und Themen, die für viele Menschen Bedeutung haben. Das bewegte Leben des streitbaren Reformators Martin Luther lässt sich daher hervorragend erzählen – und am besten in der Form der Graphic Novel. Von der Kindheit über die Universitätsjahre, das »Blitzschlag-Erlebnis«/Mönchsjahre, das »Turmerlebnis«/Aufbegehren gegen die kirchlichen Missstände, dem Thesenanschlag, die Flucht auf die Wartburg, die Heirat mit Katharina von Bora und die Bibelübersetzung bis hin zu seinem Streit mit Erasmus von Rotterdam und seinen Schriften gegen Bauern und Juden sind alle Kapitel seines Lebens bildgewaltig und im historischen Kontext bereits dramaturgisch aufgeladen.

(Quelle: http://editionfaust.de/produkt/martin-luther/ )

Wer jetzt gern selbst einen Blick in die Graphic Novel werfen möchte, kann sie sich in der Stadtbibliothek Salzgitter ausleihen.

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Das Leben ist kein Roman

„Agatha Christie – Das Leben ist kein Roman“ : so lautet der Titel einer Graphic Novel, in der das Leben der Schriftstellerin thematisiert wird. Das Buch entstand in Zusammenarbeit von Anne Martinetti, die unter anderem Expertin für Agatha Christie ist, mit dem Autor Guillaume Lebeau und dem Zeichner Alexandre Franc.

agatha-christie

Die Erzählung beginnt im Jahr 1926, mit dem Verschwinden von Agatha Christie. In der Zeit war sie für 11 Tage einfach wie vom Erdboden verschluckt und hat auch später der Öffentlichkeit nie erzählt, wo sie sich aufgehalten hat. Das Jahr war für Christie emotional sehr schwierig, im April war ihre Mutter verstorben und dann erfuhr sie auch noch, dass ihr Mann Archibald eine Geliebte hatte. Trotz einer großangelegten polizeilichen Suchaktionen mit vielen Freiwilligen, blieb diese zunächst erfolglos.

In der Graphic Novel reflektiert die Schriftstellerin, in diesen Tagen ihr bisheriges Leben, in fiktiven Gesprächen mit dem von ihr erfundenen Ermittler Hercule Poirot. Ein durchaus unbequemer Gesprächspartner für sie.

Sie wurde dann schließlich unversehrt in einem Hotel in Harrogate gefunden, in dem sie sich unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes eingemietet hatte.

agatha-christie-2Im Laufe der Erzählung tauchen immer wieder die von der Schriftstellerin erdachten Figuren auf, alle mit ihren Eigenheiten und begleiten sie durch die Stationen ihres Lebens. Ein sehr erfolgreiches, freies und emanzipiertes Leben, in dem vieles nicht so gradlinig verlief, wie in ihren eigenen Romanen.

Wer jetzt an der Graphic Novel Interesse gefunden hat, kann sie in der Stadtbibliothek Salzgitter ausleihen.

La

Marlene Dietrich in neuem Bond zu sehen

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Bildquelle:amazon

Was braucht der erfolgreichste Bond-Film aller Zeiten? Man braucht nicht noch mehr Geld für den Dreh und die schnittigsten Autos. Man braucht Sean Connery in der Hauptrolle, Klaus Kinski als Bösewicht und  Marlene Dietrich als Bondgirl.

Geht nicht? Doch, zumindest in dem Science-Fiction Roman „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh.Der Journalist hat in seinem Roman  ein gleichermaßen beängstigendes wie auch faszinierendes Szenario entwickelt, welches im Jahr 2044 spielt.

Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel. (Klappentext)

Über Wahrheit, Klarheit, Fake – und 1984

Es läßt sich nicht mehr übersehen. Das aktuelle Weltgeschehen und sein medialer Einfluss auf jeden Einzelnen ändert sich spürbar.

Insbesondere das Internet mit seiner nun tiefen Durchdringung auch in der allgemeinen Bevölkerung bringt die klassischen Medien und ihre Nutzungsgewohnheiten gehörig durcheinander. Jeder ist nun nicht mehr nur Empfänger, sondern auch Sender. Die sozialen Netzwerke sprudeln nur vor Dynamik und Kreativität. Letztere mag bei Kunst und Katzenvideos ja noch harmlos sein – doch gerne werden auch Nachrichten abgesetzt. Die Überprüfung auf einen sachlich wahren Kern beschäftigt beruflich Journalisten. Da nun jedoch jeder diese Nachricht lesen kann, bräuchte auch ein Jeder zumindest ansatzweise journalistische Kompetenz.

Das ist natürlich nicht der Fall.

Die vielgeschätzten Kolleginnen aus Erlangen (die Unibibliothek wie die Stadtbibliothek) haben Anfang Januar dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht: „Mit Wahrheiten gegen Fake-News“ .

Im Text finden sich Zitate:

Die sozialen Netzwerke seien oft „asozial“, eine Wissensgesellschaft brauche aber „Wissen und Gesellschaft“, um auf geprüfte Datenbanken zugreifen zu können, erklärte Anne Reimann. 

Und es gibt redaktionelle Statements:

Gerade in schnelllebigen Zeiten und der massenhaften Verbreitung von Fake-News, „alternativen Fakten“ und „gefühlten Wahrheiten“ sind sich die Bibliotheken einig, dass sie Zugang zu den Fakten bieten müssen. Weil inzwischen die Welt digital geworden ist, sind die Fakten in Datenbanken gepackt.

Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Die Bibliotheken haben die objektive Wahrheit! Doch es ist leider viel komplexer.

Auch die Stadtbibliotheken Salzgitter haben die Datenbanken von Munzinger und Genios. Hier versammelt sich der Duden genauso wie hunderte von Fachzeitschriften und auch die Tagespresse ist recherchierbar.

Wenn hier alles für bare Münze zu nehmen ist, wäre folgendes nicht passiert:

Am 26.01.2016 erschien in unserer Regionalzeitung ein Artikel über die Stadtbibliothek. Der Artikel „Immer weniger Schulen kooperieren mit der Stadtbibliothek“ wird hinter einer Paywall versteckt, nur die Kommentare sind frei zugänglich.

In diesem Artikel werde ich mit einer wörtlichen Rede zitiert. Das steht nun so in einer Zeitung und ist für viele Zeiten lang auch in Zeitschriftendatenbanken zu finden, die die Bibliothek auch selber vorhält bzw. ihren Nutzern auch Zugriff darauf gewährt. Nur, ein Gespräch zwischen dem Redakteur und mir hat gar nicht stattgefunden! Dieses Zitat ist ein Fake! Ich habe mich zu diesem Sachverhalt gegenüber der Zeitung gar nicht geäußert. Es wird aus diesem Grund hier auch nicht zitiert.

Die weiterhin frei einsehbaren Kommentare werfen dann mit Namen meiner Kolleginnen um sich, die dort vielleicht 1. gar nicht genannt werden wollen und 2. dort als nicht mehr beschäftigt stehen. Leider weiß ich es besser. Die Wahrheit ist eine andere! Leider ist das, im Gegensatz zum Artikel,  jedoch weiterhin frei einsehbar.

Das, was hier im Lokalen passiert ist, passiert jedoch auch global. Dann wird gerne George Orwell aus dem Zitierregal hervorgeholt. Bei Amazon in den USA war das Buch kurzfristig Ende Januar 2017 sogar Platz 1 der Bestsellerliste.

Das Buch kenne und liebe ich . Es ist ein Meilenstein der Science-Fiction Literatur, jedenfalls wenn, wie für mich, die philosophischen und ethischen Menschheitsfragen der tragende Teil der Science-Fiction ist; dazu siehe auch diesen Beitrag.

Wer erst einmal eine kurze Einführung benötigt: https://www.inhaltsangabe.de/orwell/1984/

Bereits die vielen Cover zu diesem Buch verraten viel über den jeweiligen Zeitgeist, auf den sich jeweils auf das Werk bezogen wird: http://www.letterology.com/2013/06/orwellian-recovers.html

Allein dieser Sachverhalt eignet sich für eine Promotion. Aktuell sieht es in Deutschland so aus:

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Man darf also gerne George Orwell heranziehen, um zu vergleichen. Aber ich bitte darum, dann dieses wegweisende Buch auch mal gelesen zu haben. Es findet sich, natürlich, im Bestand der Stadtbibliothek.

Im Gegensatz zu Orwells 1984 kommen die „Wahrheiten“ nämlich nicht von einer Obrigkeit, sondern von uns selbst. Im Rahmen der „Fake-News“-Debatte gab es diverse Umfragen und Artikel:

Etwas älter ist dieses EU-Papier (pdf):

Nun kann man gerne bereits an der Seriösität der Quelle Bitkom oder EU zweifeln, und je mehr Untersuchungen man liest, desto unschärfer werden die Ergebnisse.

Das liegt unter anderem daran, dass viel Gefühl im Spiel ist. Gefühle sind alles andere als objektiv. Die Befragung von „Meinungsstimmungen“ sind nichts anderes als eine statistische Aufbereitung von Gefühlslagen. Diese ändern sich. Aktuell sogar recht schnell. Nur durch einen neuen Kanzlerkandidaten gewinnt eine Partei in den Umfragen, je nach Umfrageinstitut, zwischen 3% und 10%. Und das liegt nicht an einer neuen sachlichen Auslegung des Parteiprogramms, sondern am Gefühl.

Sehr gut zu lesen ist dazu Yvonne Hofstetters „Das Ende der Demokratie“, das ich bereits kurz vorstellte.

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Mehr zum Thema „Socials Bots : Invasion der Meinungs-Roboter“ findet man in dieser Studie: Hegelich, Simon; Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.): „Social Bots: Invasion der Meinungs-Roboter“; in: Analysen & Argumente, Ausgabe 221, September 2016, online verfügbar unter http://www.kas.de/wf/de/33.46486/

Gerade die Jugend ist medienaffin und internetaffin und damit besonders empfänglich. In Deutschland wird das in der Jim-Studie untersucht. Für die USA bescheinigte eine Studie der Stanford University (https://sheg.stanford.edu/upload/V3LessonPlans/Executive%20Summary%2011.21.16.pdf) bei Teenagern eine kaum vorhandene Informationskompetenz.

Mit Gefühl macht man Meinung und Stimmung. Hört sich an wie eine Binsenweisheit.Das ist das Geschäft von Tageszeitungen und Zeitschriften. Und eben auch der sozialen Netzwerke. Wenn Bibliotheken nun dazu eine Datenbank vorhalten, besteht diese nicht unbedingt nur aus Fakten. Und genau das müssen wir auch erklären. Den Jugendlichen bei den Klassenführungen, den Erwachsenen bei jeder Gelegenheit. Das läßt sich leider nicht, wie man an diesem Beitrag gerade merkt, in aller Kürze Twittern. 🙂

Und damit verkrümele ich mich in mein Lektorat „Philosophie“, wo das Thema „Wahrheit“ gut recherchierbar ist. Und glauben Sie mir, da sind viele Facetten von Wahrheiten zu entdecken.

ScG – Gerald Schleiwies

Mit dem Buch lernen Sie Humboldt richtig kennen

Alexander von Humboldt fasziniert seit Jahren – nicht nur seine Entdeckungen sondern auch er als Person. Andrea Wulf hat im Oktober letzten Jahres eine aufwendig recherchierte Biographie Bei Random House veröffentlicht:

alexander-von-humboldtWas hat Alexander von Humboldt, der vor mehr als 150 Jahren starb, mit Klimawandel und Nachhaltigkeit zu tun? Der Naturforscher und Universalgelehrte, nach dem nicht nur unzählige Straßen, Pflanzen und sogar ein »Mare« auf dem Mond benannt sind, hat wie kein anderer Wissenschaftler unser Verständnis von Natur als lebendigem Ganzen, als Kosmos, in dem vom Winzigsten bis zum Größten alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind, geprägt. Die Historikerin Andrea Wulf stellt in ihrem vielfach preisgekrönten – so auch mit dem Bayerischen Buchpreis 2016 – Buch Humboldts Erfindung der Natur, die er radikal neu dachte, ins Zentrum ihrer Erkundungsreise durch sein Leben und Werk. Sie folgt den Spuren des begnadeten Netzwerkers und zeigt, dass unser heutiges Wissen um die Verwundbarkeit der Erde in Humboldts Überzeugungen verwurzelt ist. Ihm heute wieder zu begegnen, mahnt uns, seine Erkenntnisse endlich zum Maßstab unseres Handelns zu machen – um unser aller Überleben willen.(Quelle: Random House)

Das Buch wird von der Presse (u.a. von Denis Scheck) und Lesern gelobt. Bei uns in der Familie wurde auch direkt zu Weihnachten verschenkt und drin geschmökert 😉

Eine Buchempfehlung für jeden Natur- und Geschichts-Interessierten.