Listomanie

Es soll ja Leute geben, die lieben Listen, Zahlen und Statistiken.

Meine Affinität hält sich dabei jedoch zumeist in Grenzen. Beim Heraussuchen von anderen Medien bin ich auf folgendes Buch gestoßen:

Listomanie: Die größten, besten und verrücktesten Ranglisten der Welt

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele verschiedene Sorten Kartoffelchips es auf der Welt gibt? Ob tatsächlich noch unentdeckte Landstriche auf der Erde existieren? Oder wie es dazu kam, dass ein Spaten in den Weltraum gelangte und seitdem die Erde umkreist? Diese und andere Fragen stellt und beantwortet Listomanie. Erleben Sie eine ganz neue Sicht auf Tatsachen! Illustriert mit witzigen Infografiken präsentiert Listomanie ungewöhnliche, unerwartete, lustige bis unglaubliche (aber wahre!) Fakten, die unsere Welt so irrwitzig und besonders. (Quelle: Verlagstext)

Unterteilt ist das Buch in folgende Abschnitte:

  • Dinge, die kamen und gingen
  • Fragwürdige Aktionen und Ideen
  • Gute, schlechte, populäre und unpopuläre Dinge
  • Wichtige und banale Größen
  • Bewohnte und unbewohnte Orte
  • Tolle (und weniger tolle) Arten der Unterhaltung
  • Dinge, die man isst oder trinkt (oder auch nicht)
  • reale und imaginäre Lebewesen
  • Höhen und Tiefen der Menschheit

Quelle: Vorschaubilder des Titels bei Amazon

Es ist ein kurzweiliges Buch mit vielem unnützen Wissen, das einfach Spaß bereitet!

Rie

Mein Fundstück der Woche

Wer kennt den Autoren William Goldman? Bis vor ca. 4 Jahren kannte ich ihn auch nicht. Damals kam ich mit einer Freundin – wie sollte es anders sein – über Bücher ins Gespräch. Wir beide hatten einen sehr ähnlichen Geschmack – so lesen wir bis heute gerne Terry Pratchett und Walter Moers. Und plötzlich meinte sie: „Kennst du das Buch ‚Die Brautprinzessin‘?“. Kante ich natürlich nicht. Wir beide also los in die nächste Bibliothek und das Buch ausgeliehen. Ich war sofort begeistert!! Trotzdem habe ich mir das Buch nie zugelegt. Doch letztens durchforstete ich unseren Fantasy-Bestand in der Bibliothek und welche Freude! Wir haben das Buch, in einer neuen Auflage, jetzt auch im Bestand 😀

Brautprinzessin

Darum geht es:

Der Inhalt dreht sich rund um das fiktive Buch von S. Morgenstern „Klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuer“. Goldman erzählt in autobiografischer Form von seinen ersten Kontakten mit diesem Buch als zehnjähriger, am Lesen völlig uninteressierter Junge. Goldmann schreibt dann die Geschichte nochmal neu, etwas gekürzt für seinen Sohn:

»Die Brautprinzessin« erzählt die Geschichte der wunderschönen Butterblume und des Stalljungen Westley, der unsterblich in sie verliebt ist. Die Erzählung von der Bedrohung ihrer Liebe durch Prinz Humperdinck, seine Ritter und Spione ist aber nur eine Geschichte in einem atemberaubenden Spiel von Kürzungen und raunenden Kommentaren.

»Die Brautprinzessin« ist ein raffiniertes Abenteuer und eine atemlose, clevere Romanze. Traurig und hinterlistig, verspielt, blutig und zeitlos. Wahnsinnig. Und wunderschön. (Quelle: Klett-Cotta)

Das Buch ist spannend und lustig von der ersten bis zur letzten Seite. Die Geschichte an sich wird ziemlich absurd erzählt und gerade die Einschübe des Autoren machen das Buch wirklich lesenswert. Wer Terry Pratchett und Walter Moers gerne liest, kommt an dem Buch im Grunde gar nicht vorbei. Allen anderen kann ich das Buch in jedem Fall als Tipp wärmstens empfehlen!

Neue Zeitschriften bei der Genios eBib Solution

Unser Zeitschriftenportal bei Genios ist für mich im Informationsdienst immer wieder ein Quell der Freude.

Ein paar Beispiele:

  1. Ein Nutzer hätte doch so gern die Zeitschrift Computer Bild. Diesen Wunsch kann ich ihm erfüllen. Die Artikel sind bei Genios recherchierbar.
  2. Eine Nutzer suchte ein sehr spezielles Thema im Bereich Touristik. Bei unserem Geniosangebot ist die Zeitschrift für Tourismus recherchierbar.
  3. Ein Nutzer fragte telefonisch nach einem Artikel der Wirtschaftswoche. Nach der Erklärung, was die Genios eBib Solution ist und wo er das Gesuchte findet, kam nach fünf Minuten ein Anruf, dass er weitere für ihn wichtige Zeitschriften dort gefunden hatte.

Es zeigt, dass dieses Angebot starker Vermittlung bedarf. Und es ändert sich auch immer mal wieder etwas. Aktuell gibt es z.B. diese Zeitschriften neu im digitalen Bestand von Genios:

Leider behalte ich mir nicht alle Titel der Fachpresse und Tageszeitungen, doch ich bin selbst immer wieder über die Treffermenge überrascht. Also liebe Nutzer der Stadtbibliothek: „Probiert es mal aus!“ Der direkte Link befindet sich hier im Blog oben links.

ScG

„Abgeschoben oder Aufgehoben: Erfahrungen aus dem Seniorenheim“

Heute geht es in dem Medientipp um ein ernstes und wichtiges Thema: Seniorenheim, Pflege- oder Betreuungseinrichtung (oder wie immer man diese Einrichtungen gerade nennen will / muss). Wenn die älteren Menschen Verwandtschaft in der Nähe haben, kann man Glück haben, dass man von ihnen (mit)betreut wird. Aber was ist, wenn man keine entsprechende Verwandtschaft hat oder diese die Betreuung im benötigten Umfang einfach nicht leisten können oder wollen?

Der nächste Schritt heißt, sofern eine Betreuung über Sozialstationen etc. nicht ausreicht, dass man von zu Hause wegmuss. Aber wohin? Man hört in den Medien mehr Schlechtes als Gutes – aber entspricht dieses Bild der Wahrheit oder ist es mal wieder ein verzerrtes?

In dem Buch „Abgeschoben oder Aufgehoben: Erfahrungen aus dem Seniorenheim“ von Sylvia Rosenkranz-Hirschhäuser geht es um:

Verlagstext:

RosenkranzOft plagen sich Verwandte mit einem schlechten Gewissen, wenn ein Angehöriger ins Pflegeheim zieht. Doch wie geht es Pflegebedürftigen dort eigentlich? Wie erleben sie selbst die Situation, in einem Heim zu leben? Was gefällt ihnen dort und was sollte verändert werden? Wie gehen ihre Verwandten mit der Lebenssituation um? Sind Bewohner eines Heimes abgeschoben oder dort aufgehoben?

Als ihre Mutter in eine Wohnung „Betreutes Wohnen“ zieht, beginnt Sylvia Rosenkranz-Hirschhäuser, über die Lebenssituationen von Heimbewohner/innen in Seniorenheimen zu recherchieren. Neben ihren eigenen Erlebnissen schildert sie in diesem Buch Gespräche, die sie in verschiedenen Einrichtungen mit Bewohnern, Heimleiterinnen und Verwandten von Pflegebedürftigen geführt hat. Es entsteht so ein vielschichtiges, lebendiges und authentisches Bild vom Leben in einem Heim, mit seinen Vorteilen, aber auch Schwierigkeiten. Einfühlend und verständnisvoll nimmt dieses Buch die Angst vor diesem Schritt, bietet Orientierung bei der Suche nach einem Heim und hilft Angehörigen, durch direkte Einblicke ins Heimleben Probleme zu erkennen und damit umzugehen.

Ein Ratgeber für alle, die gerade vor dieser schwierigen Entscheidung stehen.

Rie

Wo ist bitte Umtata? [Update]

Was? Sagen Sie bloß, Sie kennen nicht Umtata!?!?!? Welch ein Frevel!

Umtata liegt in Südafrika und ist der frühere Name der Stadt Mthatha sowie der Name eines Asteroiden. Gut zu wissen, aber dieses Wissen nützt Ihnen im Alltag nicht viel und ist mehr oder weniger unnützes Wissen?!

Wenn Sie mehr davon haben wollen oder viel davon haben und sich mal testen wollen, empfehle ich das Spiel „Wo ist bitte Umtata?“Umtata

Der erste augenscheinliche Vorteil ist die kurz gehaltene und dennoch aussagekräftige Anleitung. Man verliert also nicht viel Zeit mit schnödem Anleitung lesen.

Es gibt Fragekärtchen und die Teilnehmer raten die jeweilige Lösung (wenn sie sie nicht wissen) und natürlich gibt es Punkte und dementsprechend einen Punktsieger.

Die Fragen sind toll. Beispiele gefällig?

  • Die erste Ampelanlage der Welt wurde in Umtata eingesetzt.

Lösung: England. Sie wurde am 10. Dezember 1868 vor den Houses of Parliament in London aufgestellt. Da sie aber mit Gas betrieben wurde, explodierte sie kurze Zeit später.

  • Die erste funktionierende Schreibmaschine gab es in Umtata.

Lösung: Italien. Das erste Gerät wurde 1808 für eine erblindete Gräfin hergestellt. Die erste Schreibmaschine mit Farbband stammte ebenfalls von einem Italiener.

  • In Umtata bietet eine Friedhofsverwaltung eine ferngesteuerte Grabpflege per Handy-App an.

Lösung: Österreich. Mit dem „Ewig-nah-Grabsystem“ können seit 2014 Gräber des Matzleinsdorfer Friedhof per App automatisch gewässert werden. Außerdem ist ein virtueller Grabbesuch per Internet möglich.

  • In Umtata dauert das Weihnachtsfest 21 Tage.

Lösung: Färöer Inseln. Es beginnt am 24. Dezember und endet am 13. Januar

  • In Umtata findet auf dem Fluss Lielupe jährlich eine Milchtüten-Regatta statt.

Lösung: Lettland. Die Boote dafür werden aus mehreren Zehntausend Milchtüten gebaut und fantasievoll ausgestattet.

  • „Y“ ist eine Gemeinde in Umtata.

Lösung: Frankreich. Die Gemeinde hat rund 90 Einwohner und befindet sich in der Region Picardie.

  • In Umtata gibt es einen „Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste“.

Lösung: Schweiz. Jährlich wird der VBL-Vereinspreis an den Metzger oder Wirt mit der besten Wurst vergeben.

Absolute Spielempfehlung! 🙂

Wer die Lösungen weiß, kann sie gerne posten. Ansonsten folgt die Auflösung in der nächsten Woche.

Rie

In der „Ecosphere 2“

Terranauten

Quelle: amazon.de

In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? . (Klappentext)

Ich finde bei solchen Versuchsanordnungen oder „historischen“ Romanen immer interessant, ob es diese Ereignisse wirklich gab oder ob sie frei erfunden sind. Also habe ich eine kleine Recherche gestartet und bin fündig geworden. Die Glaskuppel, unter der die acht Teilnehmer des Experimentes im Roman leben, gab es als NASA-Projekt „Biosphere“ in den Neunzigern tatsächlich. Nachzulesen unter anderem bei Wikipedia.

Gebannt habe ich die Intrigen und Dramen verfolgt. Der Verlauf des Experiments wird von drei Personen erzählt. Von einer Frau und einem Mann unter dem Glasdach und von einer Frau, die es nicht geschafft hat, Teil der Crew zu werden und jetzt darauf hofft, beim nächsten Einschluss dabei zu sein. So hat der Leser den Blick von innen und von außen.

Wer sich für den wissenschaftlichen Verlauf oder Ausgang des Projektes interessiert, der wird nach der Lektüre enttäuscht sein. Boyle widmet sich mehr dem menschlichen Miteinander. Teilweise erinnerte es mich an Big Brother oder das Dschungelcamp. Es war mein erstes Buch von Boyle, aber ich habe mir sagen lassen, dass Boyle sich auf „Menschen in Extremsituationen“ spezialisiert hat. Ich denke, das beschreibt auch den Umstand dieser acht Wissenschaftler recht gut.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Sie finden den Roman natürlich in unserem Bestand.

„Ölmalen mit den Fingern“ oder: Malen wie die Kleinen

Neben der Erdkunde bin ich auch für die Medien im Bereich Kunst zuständig. Glücklicherweise braucht man für die Betreuung der Lektorate nicht die entsprechenden Kenntnisse, die in den Büchern vermittelt werden. Soll heißen: Ich kann (leicht überspitzt) eine Ente, eine Sonne und ein Haus malen und man erkennt, was es sein soll. Bei vielen anderen Motiven ist der Interpretationsraum doch recht groß, aber damit kann ich sehr gut leben.

So, und nun der Schwenk zur Buchvorstellung: Mit Kindern kennt man sich mit Fingermalfarben sehr gut aus (vor allem, wie man sie von Tapeten, Sitzsäckne und Anziehsachen bekommt).

Das Malen mit den Fingern macht einfach Spaß und warum sollen die Erwachsenen nicht auch mal ein wenig Spaß haben. Nichts wie ran mit diesem Buch. (Selbst der Verlagstext geht auf die Kinder ein! 🙂 )

Jeder kennt es, jeder liebt es: Was als Kind schon Riesenspaß bereitet hat – das Malen mit den Fingern – ist auch für Erwachsene ein großes Vergnügen und eine neue Art ausdrucksstarke Bilder zu gestalten.
In ihrem Buch „Ölmalen mit den Fingern“ erklärt die New Yorker Künstlerin Iris Scott die neue und innovative Technik zum Malen mit Ölfarben: nämlich das Öl-Finger-Malen! Dabei wir die Farbe direkt über die Finger – natürlich von Handschuhen geschützt – auf die Leinwand aufgebracht. So entstehen neue kreative Ausdrucksmöglichkeiten und ein besonderes tiefes Gefühl für Farbe und Malerei. Die detailreichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen bringen echten Workshop-Charakter und die ausdrucksstarken Motive der Malerin Iris Scott dienen zur Anregung und Inspiration sowie laden direkt zum Nacharbeiten ein. Greifen Sie nur hinein ins volle Leben in all seiner Farbenpracht!

Rie