Außen Winter – innen Bücherfrühling!

Besuch der Leipziger Buchmesse

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Die Messe ist ja schon wieder zwei Wochen her, aber für mich ist sie jedes Jahr ein großartiges Erlebnis, über das ich wenigstens kurz berichten möchte.

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Einen neuen Besucherrekord gab es 2018 nicht – aber das war auch nicht verwunderlich bei dem Wetter… Richtig froh war ich, dem Schneetreiben entronnen und endlich in der warmen Glashalle angekommen zu sein. Und gleich mitten im Getümmel.

Da war es wieder, dieses besondere Feeling: Unter lauter Büchermenschen zu sein und zwischendrin immer mal wieder ein paar wahlweise nett oder schaurig anzuschauende Cosplayer, die sich zur mittlerweile eigenständigen „Manga-Comic-Con“ zusammengefunden hatten. – Nur ein Aspekt der mittlerweile riesigen Vielfalt, die die Leipziger Buchmesse bietet.

Besonders aufgefallen sind mir in diesem Jahr die tollen Angebote für Kinder. Im Eingangsbereich gab es sogar einen Messekindergarten!

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Spontan habe ich beschlossen, im nächsten Jahr meine Kids mitzunehmen. Nicht, um sie dort abzugeben, sondern zum Beispiel einen Buchdruck-Workshop mitzumachen oder im Bereich der Musikverlage einem kleinen Konzert zu lauschen, Instrumentenbauern zuzusehen oder natürlich, ganz klassisch, eine Kinder-Lesung zu besuchen.

Gelesen wird natürlich an allen Ecken. Glücklicherweise ebenso allgegenwärtig wie das gesprochene Wort und hier und da aufbrandender Beifall sind diverse Kaffee- und Snack-Stände und man kann sich auch einfach mal gemütlich niederlassen und das Treiben beobachten.

Das mache ich, zugegebenermaßen, sowieso am liebsten 🙂

Natürlich habe ich auch gearbeitet und mich durch zahlreiche Verlagsstände geschoben und in zahlreichen Büchern geblättert und ein paar Schätze entdeckt, die es dann auch demnächst in die Regale der Stadtbibliothek schaffen sollen.

„Promis“ und „Star-Autoren“ getroffen habe ich diesmal nicht (habe sie aber auch nicht explizit gesucht), und zwischendurch auch einfach die Atmosphäre genossen, die sich eigentlich kaum beschreiben lässt.

Darum freue ich mich schon auf das nächste Jahr!

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Wem geht es genauso? Was war/ist euer persönliches Buchmesse-Highlight?

Neu

Die Bibliothèque Schœlcher auf Martinique

Bei einem Karibikurlaub erwartet man wunderschöne Inseln und traumhafte Strände zu sehen, aber nicht unbedingt eine architektonisch interessante öffentliche Bibliothek, wie die Bibliothèque Schœlcher. Sie steht in Fort-de-France, der Hauptstadt der Insel Martinique, die zur Überseeregion Frankreichs gehört.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde nach den Plänen des französischen Architekten Pierre-Henri Picq 1886/87 erbaut. Es ist nach dem Politiker Victor Schœlcher benannt, der Abgeordneter der Nationalversammlung für Martinique war und Initiator des Dekretes zur Abschaffung der Sklaverei vom 27. April 1848. Dadurch wurde die vollständige Abschaffung der Sklaverei in Frankreich und den französischen Kolonien gesetzlich vorgeschrieben. Aus diesem Grund ist er auf Martinique ein Volksheld.

Da Victor Schœlcher unverheiratet und kinderlos war, übergab er seine umfangreiche Büchersammlung dem Conseil Général von Martinique.

Um der Sammlung einen angemessenen Rahmen bieten zu können, wurde das Bibliotheksgebäude errichtet; allerdings ursprünglich in Paris. Dort konnte es auch kurze Zeit besichtigt werden, bevor es komplett in seine Einzelteile zerlegt und in Fort-de-France wieder neu aufgebaut wurde. Das war möglich, weil das Gebäude ein in Fertigbauweise errichteter Metallskelettbau ist.

Leider wurden durch diverse Widrigkeiten ein Großteil der Bücher der Sammlung bereits vor der richtigen Eröffnung der Bibliothek im Jahre 1893 zerstört.

Es lohnt sich auf jeden Fall, ein Blick in die opulent gestalteten Innenräume der Bibliothek zu werfen. Sie ist nicht nur von Außen betrachtet sehenswert!

Hier noch der Link zur Homepage der Bibliothèque Schœlcher http://mediatheques.collectivitedemartinique.mq/bs/horaires-et-acces.aspx?_lg=fr-FR . Leider nur in französisch, der Amtssprache auf Martinique.

La

Raufbold Goethe

Goethe_(Stieler_1828)

Gemälde von Joseph Karl Stieler – Gemeinfrei, Quelle: Wikipedia.de

Gemälde von Joseph Karl Stieler – Gemeinfrei, Quelle: Wikipedia.de

Johann Wolfgang von Goethe war kein Kind von Traurigkeit: Zu seiner Weimarer Zeit randalierte er, schwamm nackt in der Ilm und zog zusammen mit Herzog Carl-August mit der Peitsche durch Weimar und noch so einiges mehr.

Überliefert sind diese Geschichten unter anderem von einem Schulrektor Karl August Böttiger. Dieser war regelmäßig bei der Herzogin Anna Amalia (der Mutter des Herzogs) zu einem Gelehrten-Zirkel eingeladen und es scheint so, als hätte er damals sehr genau hingehört. Bestätigt wurden seine Berichte auch durch Zeitzeugen. Nachzulesen in einem Artikel von Stephan Brünjes auf Welt online vom 24.02.2018.

Heute kann man sich all diese Orte, an denen Goethe sein Unwesen trieb, in Weimar anschauen. Die Stadtführer wissen genau, was wann und wo passiert ist 🙂 Natürlich auch seine Errungenschaften, wie das neu aufgebaute Residenzschloss.

Das Känguru auf der Leinwand?

Känguru

In letzter Zeit häufen sich die Ankündigungen von Buchverfilmungen. Jetzt werden wohl auch die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling verfilmt. Seine Bücher, besser gesagt die Hörbücher, liebe ich und kann manche Passagen schon mitsprechen. Ob ich dazu wirklich einen Film brauche? Spontan würde ich sagen: Nein. Aber es besteht natürlich die Hoffnung, dass der Stoff gut umgesetzt wird.

Gedreht wird ab Sommer dieses Jahres – nächstes Jahr soll der Film dann in die Kinos kommen. Ich bin gespannt auf die Umsetzung und die ersten Trailer – nach denen entscheide ich dann auch, ob ich ins Kino gehe oder auf die DVD in der Bibliothek warte 😉 Eines ist aber sicher: das Känguru wird nicht durch einen Koala ersetzt. Allerdings steht auch nicht das WG-Leben von Kling und dem Känguru im Vordergrund. In der Komödie steht vor allem das Känguru im Mittelpunkt, das sich mit anderen Mietern in einer Kreuzberger Wohnung gegen einen Immobilienhai wehrt. Nachzulesen u.a. bei Moviepilot.

Es bleibt abzuwarten, ob die Umsetzung auch bei diesem Medium funktioniert.

Unter Büchern – die neue Literatursendung

Auf dem Twitterkonto von Karla Paul (Buchkolumne) entdeckte ich vor ein paar Tagen, dass bald eine neue Literatursendung auf dem MDR kommt – „Unter Büchern“.

Die Freude war groß und sowohl auf der Homepage des MDR klingt die Sendung mehr als sehenswert. Die Sendung läuft pünktlich zur Buchmesse am 17.03., ein Samstag. Die Freude schwand ein wenig, als ich die Uhrzeit der Ausstrahlung sah: 23:15 Uhr. Auch die Vorabausstrahlung auf 3sat ist nicht wirklich eher mit 22:10 Uhr. Ich wünsche mir, dass solche Sendungen auch den Platz im Vorabend- oder sogar im Abendprogramm finden würden – gerade zu Buchmessezeiten.

Auf der Homepage des MDR gibt es auch ein Interview mit Katrin Schumacher 🙂
Ich lasse mich überraschen, ob ich es schaffe wach zu bleiben. zutm Glück gibt es ja noch die Mediathek 😉

Patrick Süskind goes TV

Nach der gestrigen Meldung, dass „der Name der Rose“ als TV-Serie verfilmt wird, gibt es nun folgende Meldung:

Auf die Serie bin ich sehr gespannt und ich hoffe, ich bekomme den Start der Ausstrahlung auch mit. Das Buch ist eines der wenigen Schullektüren, die ich sehr positiv in Erinnerung habe und auch von der ersten bis zur letzten Seite gerne gelesen habe. Der Film hat mir damals auch gut gefallen – allerdings finde ich die Idee interessant, die Geschichte des Buches in die Gegenwart zu verlegen. Dazu berichtete der Buchreport online. Das kann gut gehen, aber es kann leider auch ordentlich fehlschlagen. Gerade wenn ich an die Herstellung der Düfte denke.

Eigentlich warte ich ja erstmal auf den Frühling, aber nun auch schon ein wenig auf den Herbst 🙂 Ich bin gespannt, zu welchen Büchern bis dahin noch alles Mini-TV-Serien in Planung sind. Welches Buch fällt euch spontan ein? Mir Jeffrey Archer mit seiner Clifton- Saga. Wobei das sicher nicht als Mini-Serie abzuhandeln ist 😉

„Der Name der Rose“ neu verfilmt

Auch das Buch von Umberto Eco „der Name der Rose“ erreicht jetzt Serienstatus, denn es wird eine 8-teilige Fernsehserie gedreht. Nachzulesen u.a. beim mdr Kultur. Gedreht wird in einem alten Kloster in Italien. Der Film ist jetzt schon über 30 Jahre alt und ein wirklicher Klassiker – wie auch das Buch. Ob die Serie da mithalten kann, davon müssen sich die Fans überzeugen. Wann die Serie ausgestrahlt wird und auf welchem Sender, ist noch nicht klar. Bekannt ist aber schon, dass die Hauptrolle John Turturro spielen wird. Ich bin gespannt, ob das Fernsehpublikum noch dieses Jahr in den Genuss der Serie kommt und hoffe sehr, dass die Ausstrahlung nicht irgendwann nach 22 Uhr liegt.

Bis dahin kann man ja nochmal das Buch lesen, damit man dann auch weiß, was evtl. in der Serie alles verändert wurde 😉 Das Buch haben wir natürlich auch im Bestand der Bibliothek.

Name der rose