Genios – viele Zeitschriften als E-Paper – schaut doch mal rein

Seit Anfang des Jahres haben wir die Zeitschriftendatenbank von Genios im Programm. Hier kann man durch hunderte von Tageszeitungen recherchieren, die sonst hinter vielen einzelnen Bezahlschranken verschwinden. Viele unser Nutzer, auch in der E-Ausleihe, sind jedoch auch an der ganzen Zeitschrift interessiert. Das bietet Genios ebenfalls, ist jedoch ein wenig versteckt.

Genios-e-paper

Die komplette Heftausgabe ist noch nicht für alle Tageszeitungen verfügbar, die Auswahl wird jedoch ständig erweitert:

  • Aachener Nachrichten
  • Aachener Zeitung
  • Berliner Kurier
  • Berliner Zeitung
  • Express
  • Hamburger Morgenpost
  • Handelsblatt
  • Handelsblatt Global-Edition
  • Kölner Stadt-Anzeiger
  • Landshuter Zeitung
  • Mitteldeutsche Zeitung
  • Münchener Abendzeitung
  • Straubinger Tageblatt
  • Wirtschaftswoche

Umfangreicher ist der Zugriff bei der Fachpresse:

  • Agrarzeitung
  • AK Stadt
  • Allgemeine BäckerZeitung
  • Allgemeine Fleischer Zeitung
  • Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung
  • Analyse & Kritik – Zeitschrift für Sozialtheorie
  • ARBEIT – Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitk
  • Arbeit- und Arbeitsrecht
  • Arbeitsmarkt im Fokus
  • Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit
  • Automobil Industrie
  • Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis
  • Bike und Business
  • blechnet.com
  • Chemical Fibers International
  • Der Eisenbahningenieur
  • Der Handel
  • Die Stiftung
  • Die Versicherungspraxis
  • eGovernment Computing
  • Elektronik Praxis
  • Elektrotechnik
  • Empirische Sonderpädagogik
  • ENTSORGA-Magazin
  • Erdöl Erdgas Kohle
  • ERP Management
  • Erwägen Wissen Ethik – Streitforum für Erwägungskultur
  • EU Infobrief
  • FeedMagazine / Kraftfutter
  • Feministische Studien – Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung
  • Fleischwirtschaft
  • Fleischwirtschaft international
  • Food Service
  • Food Service Europe & Middle East
  • Forschungsjournal soziale Bewegungen
  • GDI_Impuls
  • Gebrauchtwagen Praxis
  • gv-Praxis
  • HOMO OECONOMICUS
  • HOIZONT – Zeitung für Marketing, Werbung und Medien
  • IFAM Info
  • ifo Konjukturperspektiven
  • IM + io – Das Magazin für Innovation, Organisation & Management
  • Industrie Managment
  • Industrielle Beziehungen
  • International Bankers Forum
  • International Journal of Action Research
  • is Report
  • IT-Business
  • IW-Trends
  • Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik
  • Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung
  • Journal of Eastern European Management
  • Kfz-Betrieb
  • Konditorei & Café
  • Konstruktionspraxis
  • LaborPraxis
  • Lebensmittel Zeitung
  • Logistik heute
  • M&A Review
  • m+a Report
  • Management Revue
  • MaschinenMarkt
  • mellieand International
  • melleiand Textilberichte
  • Nationalpark
  • Ökologie & Landbau
  • Ökologisches Wirtschaften
  • ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft
  • Orientierung zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik
  • Packmittel
  • PackReport
  • Planung & Analyse
  • PLEXUS – Pflegejournal für Anästhesie und Intensivbehandlung
  • politische Ökologie
  • Politische Psychologie
  • Prävention und Rehabilitation
  • Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation
  • PROCESS
  • Productivity Management
  • projekt Management aktuell
  • Psychoanalyse – Texte zur Sozialforschung
  • Psychological Test and Assessment Modelling
  • Psychologie & Gesellschaftskritik
  • pv Digest
  • Quarterly Journal of international Agriculture
  • Rausch – Wiener Zeitung zur Suchttherapie
  • Review of Economics
  • rt – retail Technology
  • Sonne Wind & Wärme
  • Soziale Systeme – Zeitschrift für soziologische Theorie
  • sozialer Sinn – Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung
  • Sozialwissenschaften und Berufspraxis
  • Sparkassen Zeitung
  • Sport und Gesellschaft
  • stores + Shops
  • Technische Textilien / Technical Textiles
  • TextilWirtschaft
  • tw Tagungswirtschaft – The Global Magazine for Meeting Professionals
  • Umweltpsychologie
  • Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
  • Vierteljahreshefte zur Wirtschaftsforschung
  • Wirtschaftspsychologie
  • Wissensmanagement
  • Wochenblatt für Papierfabrikation
  • wwt – Wasserwirtschaft Wassertechnik
  • Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie
  • Zeitschrift für neues Energierecht
  • Zeitschrift zur Personalforschung
  • Zeitschrift zur Rechtssoziologie
  • Zeitschrift zur Sozialreform
  • Zeitschrift für Soziologie
  • Zeitschrift für Tourismuswissenschaft
  • Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik
  • Zeitschrift für Wirtschaftspolitik
  • ZfgG – Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen

Bei dieser Themenvielfalt sollte für jeden etwas dabei sein um es einfach mal auszuprobieren. Hier geht´s zur Recherche: https://bib-salzgitter.genios.de/dosearch

ScG

Neue Wochenzeitung im Bestand

Vielleicht haben Sie ja auch schon die neue Wochenzeitung der FAZ gesehen. Seit einigen Wochen gibt die FAZ die „Frankfurter Allgemeine Woche“ heraus. Bisher habe ich alle erschienenen Nummern gelesen und bin sehr angetan. Die Zielgruppe beschreibt die Faz selbst so:

Die F.A.Z. Woche hat also vor allem die Altersgruppe 25 bis 49 Jahre im Auge, die keine Zeitung mehr lesen. Diesen Menschen wollen wir mit der F.A.Z. Woche eine Alternative bieten – gerade weil wir eben glauben, dass der Bedarf an klassischem Journalismus ungebrochen ist.

Der abnehmende Trend bei Tageszeitungen ist seit Jahren ungebrochen. Die FAZ selbst ist schon ein ziemlich dickes Blatt, zudem nicht ganz billig, das stapeln sich ungelesene Ausgaben sehr schnell. Auch bei den Wochenzeitschriften sieht es nicht so gut aus, wie man z.B. bei DWDL ersehen kann: http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/55616/spiegel_und_focus_starten_mit_dickem_minus_ins_jahr/

Doch es gibt auch eine Ausnahme. „Die Zeit“ hält sich wacker mit etwas Gewinn in den Auflagen und „Der Freitag“ freut sich auch über steigenden Konsum. Beinah logisch, das auch die FAZ hier einen Stück vom Kuchen abhaben möchte. Beinah auf Niveau der „Tageszeitung“ erschien mir das zweite Cover:

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Doch anders, als das Bild suggeriert war der Text sehr informativ und wenig gefärbt – die inhaltliche Auseinandersetzung ist erfreulich sachlich und in der Kürze fundiert. So schreibt das Blatt über sich selbst:

Grundsätzlich ist es aber so, dass wir eher wenig Meinung im Heft haben werden. Warum? Weil wir glauben, Meinung wird den Leuten im Moment mehr als genug angeboten – in den sozialen Netzwerken, in den Medien, von den Politikern. Wir leben doch in einer völlig meinungsgesättigten Welt.

In Lebenstedt und Bad wird diese Zeitschriften in den nächsten Wochen Einzug halten. Leider wächst der Zeitschriftenetat nicht und deswegen muss irgend etwas raus. In Lebenstedt existiert schon seit einigen Jahren kein „Focus“ mehr und das Heft wurde nicht vermisst. Der „Focus“ in Bad wird dem Lebenstedter Beispiel und dem allgemeinen Auflagentrend des Magazins nun folgen. Montag ist nun kein Focus-Tag, Freitags jedoch FAZ-Woche-Tag.

ScG – Gerald Schleiwies

 

Genios ist gestartet

Heute nur ein kleiner Sonntagsbeitrag. In den letzten Wochen und Monaten haben wir an einigen digitalen Projekten gearbeitet, die Sprachsoftware Eurotalk, die Erweiterung des Munzinger um Duden Komponenten und Genios.

„Genios“ ist eine digitale Informationslösung für öffentliche Bibliotheken, die Nutzer die Möglichkeit bietet, in einer Vielzahl von Zeitungen und Zeitschriften zu recherchieren. Im Detail sind das ca. 300 lokale, überregionale und internationale Tages- und Wochenzeitungen sowie ca. 600 Zeitschriften mit einem breiten Themenangebot.

Genios bei Youtube

Hintergrund unserer Anstrengungen ist, das die Nutzung von Sachbüchern weiter abnimmt. Die digitale Bearbeitung von Dokumenten bevorzugt die digitale Bereitsstellung von Informationen. Zudem wurde in unseren Sachbüchern über lange Zeit zuviel eingestellt und zuwenig gelöscht bzw. makuliert. Bis Jahresende 2016 werden daher als Ziel 40 – 45% weniger Sachbücher im Bestand angepeilt.

Die Informationensbeschaffung erfolgt heute auf anderen Wegen. Der Spagat vom männlichen älteren Papierzeitungsleser im Libresso zur jungen Schülerin am Notebook wird uns die nächsten Jahre beschäftigen.

Genios ist von uns so eingekauft worden, das man es auch personalisieren lassen kann. Treffer sind abspeicherbar. Der Zugang in den Bibliotheken ist per IP-Check über WLan ohne Log-In möglich. Zu Haus benötigt man  nur die Lesekartennummer und das bei uns übliche Passwort in Form des Geburtsdatums.  Am Zugang über die Katalogplätze arbeitet unsere IT noch.

Ein interer Kunde hat das Angebot schon mal positiv aufgenommen – unsere Presseabteilung der Stadt war bereits ab dem Pretest dabei.

ScG

Über digitales Altpapier – von Appdates und vollen Tablets

Als vor Jahren ein Verwandter umziehen wollte, musste es noch mit: Der Stapel mit „Spiegel“-Heften – ordentlich sortiert nach Jahrgängen, falls man noch etwas nachschlagen wollte. Irgendjemand schenkte ihm dann ein Spiegelarchiv auf CD-ROM- vielleicht hatte der Umzugshelfer ja auch Arbeitserleichterung im Sinn. Papier war über Jahrzehnte der Träger für Informationen.

Heute gibt es diverse Zeitschriften auch für Tablets und über Apps. Nie wieder Altpapier?! Alle alten Ausgaben auf dem Tablet! Wirklich? – NEIN!

Die Stadtbibliothek hat drei iPads im Bestand, die schon vor einiger Zeit eigentlich für die Leser im Zeitungsbereich aufgestellt werden sollten, um Tageszeitungen und Magazine, die es in einer Filiale nicht in Papierform gibt, wenigstens auf dem Tablet ‚ansehbar‘ zu machen. Verliehene Papierausgaben schnell mal auf dem Tablet nachlesen – so war die Idee.

Und ich habe getestet! Wenn E-Paper sich nicht durchsetzen, hat das mehrere Gründe, die sich potenzieren, je mehr Abos man dort verwaltet:

1. Speicherplatz

Wir haben als Bibliothek sicher mehr Abos als der normale Nutzer. Eine Spiegel Ausgabe liegt bei gut 70 MB, eine Ausgabe der c´t schlägt immer mit über 100 MB zu Buche. Wer nun mitrechnen möchte, dem kann ich mit diesen Screenshots etwas helfen:

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Und da fängt die Suche schon an. Manche Verlage haben eine eigene App, manche Verlage verschwinden im Zeitschriftenshop – einige Verlage existieren auch gerne in beiden Welten und irgendwann heißt es:

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Unser Gerät hat 32 GB und außer Zeitschriften, Office und nicht wirklich viel mehr Spielereien drauf. Trotzdem ist man hier doch schnell am Löschen, um dem Neuen wieder Platz zu machen.

2. App-Aktualisierungen

Doch die Verlage halten noch weitere Späße bereit, die das Archivieren erschweren. Mal verschwinden Apps in den Zeitungsshop, mal werden Einzelapps zu einer App zusammengelegt; also statt einer App pro Zeitschrift halt eine App für das gesamte Verlagsprogramm. Und dann wird mal alles völlig neu gemacht und der Nutzer sieht sich folgendem konfrontiert:

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Damit sind aber nicht nur wieder die Abounterlagen herauszukramen und neu einzugeben. Wenn man die alte App löscht, kommt man auch nicht mehr an die alten Hefte – und die hat man doch mal bezahlt, oder? Das gleiche ist bei einem Appdate, einem Update einer App, bei der Zeitschrift GEO passiert. Solang das alte Passwort dort nicht wieder eingegeben wird, bleibt nur das Alte lesbar.

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3. Aboverhalten der Verlage

Der Weka Verlag bringt zudem jährlich neue Codes per Papier in unser Büro, damit wir wieder alles ändern können. Macht man das jedoch zu spät, passiert folgendes, was man hier im Hintergrund noch einmal sehen kann:

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Die Ausgaben bis April 2015 hatte die Stadtbibliothek zwar bezahlt, aber nun stehen sie trotzdem nicht mehr zur Verfügung. Nach Einlösung des neuen Passwortes kann ich nur die neuen Ausgaben lesen. Das kann ich verstehen, möchte man doch nicht, dass die Codes irgendwann im Netz kursieren und ewig gelten. Doch meine alten bezahlten Titel hätte ich schon gerne wieder. Andere Verlage schützen sich dadurch, dass z.B. nicht mehr als 5 Lizenzen genutzt werden können, egal auf welchem iTunes-Account, andere wiederum ketten das Abo an den iTunes-Account. Das ist selbst bei Familien schon schwierig, die zwar die gleiche Zeitschrift lesen, jedoch unterschiedliche iTunes-Accounts haben. Bei jeder Neueingabe geht zudem wieder eine Lizenz drauf; z.B., wenn das Gerät ein Update erfährt, oder die App erneuert wird oder welche Gründe es noch gibt. Neben unseren Passwörtern zu den Zugängen stehen immer häufiger auch die Hotlines der Verlage, damit ein Account mal wieder zurückgestellt werden kann.

4. Archivierungsprobleme

Unsere Heimatzeitschrift ist ebenfalls ein Phänomen der Vergesslichkeit. Wir haben das App Abo, seitdem es möglich ist – also irgendwann seit 2013 (?). An alte Ausgaben kommen wir jedoch nicht mehr über die App, wie dieser Screenshot zeigt:

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Und wenn ich schon so schön am Testen bin. Die Zeitschrift Test/Finanztest hat keine App, aber mit einer Readerapp, z.B. Blufirereader bleibt alles archiviert. Am Dokumentennamen kann man jedoch so schnell am Pad nichts ändern. Das ist umso ärgerlicher, wenn die Verlage keine Stringenz bei der Abspeicherung ihrer Zeitschriftentitel haben:

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Ich habe zwar mal eine E-Mail an Stiftung Warentest gesendet, eine Reaktion bekam ich jedoch nicht. Aber immerhin scheint es nun etwas besser zu laufen; zwischen „Finanztest 2_2015“ und „Finanztest 3_2015“ fehlt halt immer noch eine Null.

Da der städtische Haushalt nun freigegeben ist, können wir endlich auch die entsprechenden Ständer zur Nutzung anschaffen. Dann kann sich der Leser selbst ein Bild machen von der schönen neuen Welt – in der Zeitschriftenecke der jeweiligen Filiale. Wenn es aber gerade mal wieder ein Problem mit einem Titel geben sollte, dann wurde gegen den Codex „Never Change a running system“ verstoßen – meist jedoch durch die andere Seite.

ScG – Gerald Schleiwies

Das Walden Magazin – wenn DMax auf GEO trifft

Immer auf der Suche nach neuen Zeitschriften stieß ich auf das neue Magazin „Walden“. In edlem matten Ökopapier daherkommend ist die Erstausgabe aus dem Hause GEO dadurch entstanden, dass unter Freunden immer wieder von Kurztrips in die Natur erzählt wurde.

Der Titel, so im Editorial zu entnehmen, ist ursprünglich von David Thoreau, dessen Buch „Walden – ein Leben in den Wäldern“ auch auf Deutsch erschienen ist. Der Klassiker der Outdoorliteratur ist jedoch schon 160 Jahre alt.

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Während die englische Ausgabe damit bereits gemeinfrei ist, kann man das deutsche ePub günstig für 0,99 € kaufen – der Übersetzer ist Schuld. Doch zurück zum Magazin. Die erste Ansprache gilt den Männern, die scheinbar die Natur auf andere Art erleben als der Rest der Menschheit. So spaltet sich der Inhalt auf in die Rubriken „Entdecken“, „Können“, „Wissen“ und „Kleinholz“ und der Inhalt erinnert mich stark an das Fernsehprogramm von DMAX – nur ohne Autosendungen.

Wie man(n) ein Kanu in 6 Stunden baut, die anständige Messerpflege und das penislose Leben der Eule sind ein skurilles Potpourri der Idee von „Mann und Natur“.

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Positiv beeinflusst hat mich jedoch die Aussage, dass man nicht stundenlang irgendwo hinfliegen muss, um Wildnis zu erleben. Gepaddelt wird auf der Müritz, man wandert eine Kurztour durchs Karwendel und widmet sich als Schwerpunkt im ersten Heft dem wilden Deutschland mit der Überschrift „Draussen vor der Tür“. Auch wenn die Beiträge auf den ersten Blick recht plakativ klingen, ist das Heft selbst wunderbar aufgemacht. Tolle Illustrationen von John Coe oder Eleanor Crow erinnern mich an Judith Schalanski und ihrem „Atlas der abgelegenen Inseln“ aus dem Mare-Verlag. Das Heft setzt eher auf hochwertige Zeichnungen als auf Fotos – das Papier unterstützt dabei. Dem Heft beigefügt ist ein kleiner Führer für Frühling & Sommer, was die Macher hoffen läßt, dass es eine zweite Ausgabe geben wird, die spätestens im Herbst erscheinen soll. Wer das Heft nicht gleich findet (Preis 7,50 €), kann es auf der Homepage zum Magazin bestellen – sehr viel mehr Möglichkeiten bietet die Seite jedoch noch nicht.

Fazit: Als Zielgruppe hat mich das Heft angesprochen, der Kauf erfolgte aus Neugier (und lektorischer Zuständigkeit für die Zeitschriften). Die edle innere Aufmachung ist modern und es macht Spaß darin zu blättern – ein Augenheft. Die inhaltliche Mischung und Ansprache dieses „Naturmännermagazins“ erscheint mir dann doch wiederum zu gewollt. Aber ich schaue DMAX auch nur beim Zappen.

ScG – Gerald Schleiwies

P.S.: Der Autor dieser Zeilen besitzt ein Ein-Personen-Zelt, einen Ultraleichtgaskocher und verschwindet regelmäßig in den Harz und anderen Naturräumen und mag Eulen.

Test der E-Book-Reader

In unregelmäßigen Abständen werden die aktuellen E-Book-Reader getestet. Die Stiftung Warentest hat in der Februarausgabe (02/2015) die folgenden acht E-Book-Reader getestet: Icarus Excel (E1051), Icarus Illumina (E653), Kobo Aura H2O, Pocketbook Inkpad, Tolino Vision 2 mit Adobe-Kopierschutz sowie mit Amazon-Kopierschutz die Geräte Amazon Kindle (WP63GW) und Amazon Kindle Voyage.

Frei verfügbarer Auszug aus dem Testbericht:

„(…) Die Kopierschützerei verkompliziert Leben und Lesen. Schöner wäre es, wenn der Kopier­schutz fiele. Dann könnte jeder Leser frei zwischen allen Buch­läden und Lesegeräten wechseln.

Bisher ist das legale Angebot an E-Books ohne Kopier­schutz noch sehr über­schaubar. Der Verlag Bastei Lübbe vertreibt seine Schmöker unver­schlüsselt. Und Klassiker, deren Autoren schon so lange tot sind, dass das Urheberrecht erloschen ist, sind zum Beispiel beim Project Guten­berg (www.guten­berg.org) ebenfalls frei verfügbar. Für aktuelle Bestseller muss sich der Leser dagegen weiter für eine der Kopier­schutz­welten entscheiden.(…)“

Allen Interessenten können wir den genannten Test zugänglich machen – einfach am Auskunftsplatz in der Bibliothek Ihres Vertrauens nachfragen.

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Ein Fall für „Der Fall“

Neulich, als ich mal wieder in einer Bahnhofsbuchhandlung stöberte, fiel mir eine neue Zeitschrift entgegen. „Der Fall – Das Magazin für reale Kriminalfälle, Kriminologie und Kriminalistik„. Da Mord und Totschlag in Deutschland weiterhin literarische und TV-mediale Hochkonjunktur hat, musste das Blättchen gleich käuflich erworben werden. Auch in der Bibliothek ist der Nahbereich „Wahre Verbrechen“ gut in der Rotation und auch ähnlich gelagerte Bücher bei „Recht“ werden entsprechend dem Thema gut ausgeliehen. Die KollegInnen, denen ich den Fund vor die Nase hielt, zeigten ebenfalls Interesse. Wäre das etwas für unseren Bestand?

Seit September gibt es nun dieses Heft und es erscheint alle zwei Monate. Themen sind z.B. „Ein Tag in der Gerichtsmedizin“ oder „Waffenrecht in den USA“, behandelt aber auch den Fall „Leichenwasser“ eines hannoveraner Serienmörders. Auch echte Kommissare kommen zu Wort und auch der ISIS ist ein Beitrag gewidmet. Auf den ersten Blick also eine interessante Mischung auf etwas billigem Papier.  Der Marvi-Verlag bringt noch eine weitere Zeitschriften auf den Markt, die man eher unter „Special Interest“ einsortieren kann; weder das „Engelshoroskop“ noch „Nostradamus“ oder „Der Homöopath“ sind mir bisher aufgefallen. Es hilft nichts, ich muss die Zeitschrift lesen und mir eine Meinung bilden.

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Fazit: Leider bin ich kein Krimileser – ich lasse lieber via TV morden; interessant zu Lesen war das Heft trotzdem. Ob die Mischung stimmt, müssen nun die KollegInnen beurteilen, die mehr in diesem Genre lesend zu Hause sind. Dann kann ich mir aber gut vorstellen, dieses Heft auch für die Ausleihe zu abonnieren.

ScG – Gerald Schleiwies