Bibliothek des Jahres 2019

Die Zentral- und Landesbibliothek  Berlin (ZlB) wurde zur „Bibliothek des Jahres 2019“ gekürt. Den mit 20.000 EUR dotierten nationalen Bibliothekspreis wird der ZlB am 24.10.2019 vom Dt. Bibliotheksverband e. V. und der Dt. Telekom Stiftung verliehen.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel: Pressemitteilung der ZlB.
(zuletzt aufgerufen am 09.07.2019)

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Radelnd lesen oder belesen radeln

Janet Wagner ist Mitarbeiterin der Bibliothek der Freien Universität Berlin und schreibt derzeit ihre Abschlussarbeit im Studiengang Bibliotheksmanagement zum Thema „Bewegung fördert Lernen“. Im diesem Rahmen initiierte sie die Aufstellung eines Fahrradergometers in der Bibliothek, auf dem während des Lesens geradelt werden kann. Frau Wagner weist auf Studien hin, die den positiven Einfluss von leichter Bewegung auf Konzentration und Aufmerksamkeit belegen. Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: Bibliothek lässt Leser radeln (gesehen am 18.01.2019)

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Harry Potter Comes to Germany

Viele Harry Potter Fans sitzen sicherlich schon lange auf heißen Kohlen, aber 2020 ist es endlich so weit: „Harry Potter und das verwunschene Kind“ kommt auch in die deutschen Theater. Premiere wird es im Hamburger Mehr! Theater feiern. (Vgl. Welt.de, gesehen am 18.09.2018)

Das dauert zu lange? Na ich bin sicher der Kartenvorverkauf startet sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft 😉 Ein bisschen Zeit ist auf jeden Fall einzuplanen, da das Stück in zwei Teilen gezeigt wird. Man hat die Möglichkeit beide an einem Tag zu sehen oder an aufeinanderfolgenden Tagen.

Ansonsten empfehle ich, das Buch nochmal zu lesen, in die Harry Potter Ausstellung in Babelsberg zu gehen und nicht zu vergessen: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind 2“ startet schon am 15. November! Tipp: Wer nicht mehr genau weiß, was im ersten Teil passierte – den haben wir natürlich auf DVD bei uns in der Bibliothek. Also jede Menge Möglichkeiten, in die Harry-Potter-Welt einzutauchen 🙂

Zwei Brüder, zwei Vermisste und eine Hochzeit

Edgar Rai und Hans Rath haben ihren zweiten Fall der „Bullenbrüder“ herausgebracht: „Tote haben kalte Füße“.

Inhalt:

Ein Ermittlerduo wider Willen. Ein hoffnungsloser Fall?

Kriminalkommissar Holger Brinks wird mit einem Vermisstenfall betraut: Victoria Sommer, eine der drei Gründerinnen der „Smooth Sisters“ – ein Smoothie-Startup kurz vor dem Durchbruch – ist verschwunden. Privatschnüffler Charlie Brinks soll derweil für eine alte Flamme deren Ehemann Robert beim Seitensprung ertappen und langweilt sich zu Tode. Dann jedoch verschwindet auch Robert auf mysteriöse Weise. Holger und Charlie erkennen nicht nur, dass die beiden Fälle zusammengehören, sie hegen auch den Verdacht, dass die verbliebenen Sommer-Schwestern etwas mit dem Verschwinden von Robert und Victoria zu tun haben. Leider gibt es nur Indizien und keine Beweise. Als Charlie versucht, diese zu beschaffen, gerät er in eine tödliche Falle. Erschwert werden die Ermittlungen auf privater Seite durch das Auftauchen von Mutter Anita und ihrem 20 Jahre jüngeren Verlobten Rodrigo, den sie zu ihrem fünften Ehemann machen möchte. Anita hat einen Herzenswunsch: Holger und Charlie sollen ihre Hochzeit ausrichten, und zwar in Holgers Garten – in dem fortan ein organisatorischer Alptraum seinen Lauf nimmt. (Quelle: Verlagstext Rowohlt, gesehen 26.07.2018)

Ein Krimi für alle, die neben dem spannenden Fall auch mal etwas schmunzeln wollen. Hans Rath ist vor allem bekannt durch seine Bücher um Paul Schubert und die Reihe „Gott sprach…“. Ich hoffe auf jeden Fall von den Brüdern Brinks noch einige Krimis lesen zu können. Denn die Bücher sind definitiv ein Lesevergnügen.

Bibliothek kann auch Oper

Bei uns in der Bibliothek gibt es Lesungen für kleine und große Lesebegeisterte, Fachvorträge, Spielevormittage und man kann bei uns Häkeln und Stricken. Aber die Schiller-Bibliothek im Berliner Wedding topt wirklich alles: dort war jetzt die Komische Oper zur Gast:

Mal eine ganz andere Idee 🙂 Aber wie man am Publikum sieht, kam die Idee sehr gut an.
Diese Aktion zeigt, Bibliothek kann eben auch ein wenig mehr, als „nur“ Medien ausleihen 😉

Die Aktion gehört zu einem interkulturellen Projekt der Komischen Oper in Berlin: Selam Opera!

Es spukt wieder

Hand hoch wer folgendes Lied kennt:

Bei der Serie „Spuk im Hochhaus“ handelt es sich um eine DDR Kinderserie. Obwohl sie schon mehr Jahre auf dem Buckel hat als ich selber, ist sie bis heute noch sehr gefragt.

Folgendes passiert: Jette und August Deibelschmidt führen vor über 200 Jahren nicht gerade ein tugendhaftes Leben. Wer als Gast zu Ihnen kommt, der wird gerne mal um sein Hab und Gut betrogen. Bei einem Brand im Gasthaus stirbt neben dem Ehepaar auch der Polizeikommissarius Friedrich Wilhelm Licht, welcher das Ehepaar verflucht: Sie sollen keine Ruhe finden, bis sie nicht, nach 200 Jahren, sieben gute Taten vollbracht haben. Zum Anfang der Serie sind die 200 Jahre um und an der Stelle wo einmal das Wirtshaus stand, steht jetzt ein Hochhaus. Ab jetzt müssen sie sich in einer vollkommen neuen Umgebung zurecht finden und versuchen die sieben guten Taten zu erbringen. Was nicht wirklich immer so leicht ist. Aber der Ur-ur-ur… Enkel des Polizeikommisarius unterstützt sie dabei.

Meine Kollegin hat neben dieser Box noch „Spuk von draußen“ und „Spuk unterm Riesenrad“ angeschafft.  Alle drei Serien bieten an die 200 Minuten Seh-Freude und etwas Nostalgie. Denn gedreht wurde in Berlin, im Harz und im Erzgebirge.

Also anschauen – es lohnt sich, versprochen!

 

Fortsetzungsromane – wieder Kult?

Wer erinnert sich noch an „Morgen mehr“? Ein Fortsetzungsroman von Tilman Rammstedt (vor kurzem auch bei uns im Blog). Rammstedt schrieb jeden Tag ein Kapitel und veröffentlicht wurd es im Internet. Jeder, der ein Abo abgeschlossen hatte, konnte so die Arbeit des Autoren verfolgen.

der-trick-9783257069556Jetzt gibt es noch einen Fortsetzungsroman. „Der Tick“ von Emanuel Bergmann, erschienen beim Diogenes Verlag. In diesem Fall erschien erst das Buch und jetzt der Fortsetzungsroman. Die Schweizer Pendlerzeitung „20 Minuten“ bringt ab dem 22. August in 37 Folgen, immer montags bis freitags auf einer Doppelseite, den Roman für seine Leserinnen und Leser heraus. Die Zeitung hat ihren Namen von der durchschnittlichen Pendlerzeit, die man benötigt, um von seiner Wohnung zur Arbeit zu kommen. Und ein ganz großer Vorteil, Pendlerzeitungen sind kostenlos 🙂 Dabei fragt man sich, sind 20 Minuten genug? Für mich als passionierte Leserin reichen 20 Minuten am Tag lesen natürlich nicht. Aber sehr viele Menschen haben gerade in dieser Pendlerzeit Muße und Lust dazu. In Zügen, Straßenbahnen, Bussen und, und, und wird, nachdem ein Sitzplatz gefunden ist, die Zeitung ausgepackt, das Buch und es wird gelesen. Und warum sich nicht überaktuelle Ereignisse informieren und dazu noch jeden Tag ein Stückchen mehr über den „Großen Zabbatini“ erfahr. In Deutschland gehen wir dabei nicht vollkommen leer aus. Auch wenn es „20 Minuten“ bei uns nicht gibt. Einfach über 20-Minuten-E-Paper die elektronische Ausgabe der Zeitung öffnen und vom Laptop, Smartphone oder Tablet aus lesen 🙂 Wer es lieber in gedruckter Variante hat, der muss dafür nur seinen eigenen Drucker anschmeißen und sich die Seiten ausdrucken.

Ich finde die Aktion richtig toll und habe mir den nächsten Montag schon rot im Kalender markiert. Zwi Doppelseiten sind zwar als Lesepensum am Tag wirklich nicht genug für mich, aber bei einem SuB (Stapel ungelesener Bücher) von weit über 10 Büchern – und die nur aus der Bibliothek – ist das für mich doch eine sehr praktische Idee, um trotzdem in Genuss des Romans kommen zu können und ihn eben nicht noch oben auf den SuB zu packen.

Daneben gibt es noch eine Kampagne für Leserinnen und Leser, dabei entstehen

Sprüche wie »Endlich wieder einmal ein Buch lesen, das ist der Trick« oder »Eine gute Geschichte sollte man nie verpassen, das ist der Trick«  (Quelle: Diognes Verlag)

Der Diogenes beweist mit dieser Aktion mir wieder einmal, warum er einer meiner Lieblingsverlage ist 🙂 Wer liest denn dann ab Montag mit mir mit?

P.S. Wem jeden Tag zwei Doppelseiten zu wenig sind, weil er/sie einfach wissen möchte, wie das Buch weiter geht, kein Problem. Das Buch steht schon zur Katalogisierung bereit, es muss sich nur gewünscht werden. 😉