Buchtipp für Schweden-Liebhaber

Zwei Neuerscheinungen haben ihren Weg in unseren Bestand gefunden:

Schweden

„Unterwegs in Schweden“ und das „Schweden Buch“, beide Signatur Erd 481

Beide Bücher sind großformatige, bildgewaltige Bildbände. Schwedens unvergleichbare Natur, die pulsierenden Großstädte, das Leben alter Traditionen, Ecken abseits der üblichen Touristenpfade – für diese Bücher braucht man Zeit, um sie zu lesen. Jeder Seite macht Lust auf die Nächste, an den professionellen Fotografien mag man sich kaum sattsehen.

Wer die Muße zum Lesen und Studieren der beiden Bücher hat, bekommt hier zwei Reiseführer an die Hand, die, mehr Bild als Text, Sehnsüchte wecken. Sehnsucht nach Sommer in Schweden.

Fr

 

Buchtipp: Mein dänisches Lebensgefühl

Hygge – eines DER Schlagworte aus 2018. Bezeichnet das dänische Wort doch Glück, Zufriedenheit, Wohligkeit und wer hätte davon nicht gerne mehr in seinem Leben. Die Stadtbibliothek hat hierzu mehrere Bücher bereits im Bestand und alle sind sie sehr nachgefragt. Nun gesellt sich ein Weiteres dazu: „Mein dänisches Lebensgefühl : hyggelige Inspirationen rund ums Jahr“ von Inken Henze (Signatur: Psy 840 HEN).

Inken Henze betreibt den Blog „Amalie loves Denmark“, in dem sie über Arbeiten und Urlauben in Dänemark berichtet, dänische Rezepte veröffentlicht, dänisches Design vorstellt, das dänische Volk porträtiert – kurz, sie einfach alles bloggt, was sie im Zusammenhang mit Dänemark erlebt.

LebensgefühlDaraus entstand ihr Buch „Mein dänisches Lebensgefühl“. Wie jedes Hygge-Buch steigt auch Frau Henze mit einer Erläuterung in die Thematik ein, was Hygge ist und insbesondere für sie selbst bedeutet. Danach teilt sich das Buch in Frühlings-Hygge, Sommer-Hygge, Herbst-Hygge und Winter-Hygge und jedes Unterkapitel endet nochmals auf Hygge wie z. Bsp.  Hyggehjørne (Wohlfühlkleidung anziehen), Fødselsdagshyyge (Geburtstagsfreude), Hyggesokker (Socken stricken) und Julehygge (Schleckereien für Weihnachten herstellen). Nach so viel Hygge bereits im Inhaltsverzeichnis fühle ich mich irgendwo zwischen hyggelig und genervt.

Das Buch enthält zwölf Interviews mit dänischen Wohndesignern, diversen Koch- und Backrezepte sowie vielen Ideen, was man mal tun könnte, um es sich gut gehen zu lassen. Anders kann ich es nicht formulieren, denn um Kerzen anzuzünden, mein Strickzeug auszupacken oder um ein Picknick mit Freunden zu veranstalten, dafür brauche ich kein Buch. Auf solche Ideen komme ich ganz von alleine.

Dennoch ist das Buch optisch schön gemacht, die großformatigen und künstlerisch wie technisch einwandfreien Fotografien in Farbe sowie eine festere Papierdicke zeugen von Qualität. Ein schöner Bildband, um ihn  abends aufm Sofa bei Kerzenschein und einem Glas Wein durchzublättern – denn auch das ist schließlich Hygge pur.

Fr

Eine Elster namens Penguin

Der Fotograf Cameron Bloom hat in Zusammenarbeit mit dem Autor Bradley Trevor Greive einen Bildband mit dem Titel „Penguin Bloom“ veröffentlicht, in dem er die Geschichte des kleinen Vogels erzählt, der die Lebensfreude zurück in seine Familie gebracht hat.

Untermalt mit zum Teil ungewöhnlichen, zauberhaften Fotos, die bereits im Internet für Aufmerksamkeit gesorgt haben, erzählt er wie Penguin in die Familie kam. Zu einer Zeit, die für alle Mitglieder extrem schwierig war. Kurz zuvor hatte die Mutter einen schweren Unfall und ist seitdem querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Das ist in jedem Fall ein schlimmes Schicksal, aber Sam Bloom, die ihr Leben lang extrem sportlich und unternehmenslustig war, drohte daran zu zerbrechen. Genau zu diesem Zeitpunkt fanden sie und die Kinder einen Jungvogel, der aus dem Nest gefallen war und sich dabei den Flügel gebrochen hatte. Sie nahmen die australische Elster mit und die Kinder gaben ihr aufgrund ihres schwarz weißen Federkleides den Namen Penguin.

Sie hatten wenig Hoffnung, das kleine Wesen durchzubekommen, aber sie haben es geschafft. Besonders zwischen Sam und Penguin entwickelte sich ein inniges Verhältnis, wenn sie auch mit anderen Menschen kaum über ihre Situation sprechen konnte, ihr konnte sie alles anvertrauen und der Vogel schien ihr auch immer aufmerksam zuzuhören. Und das brachte ihr den Lebensmut zurück.

Die Texte mögen vielleicht an manchen Stellen etwas kitschig ausgefallen sein, aber die Bilder machen das allemal wieder wett.

La

Geschenkte Schätze

Wir haben jeden Tag mit Büchern zu tun: alten, neuen und geschenkten. Besonders letztere stellen uns manchmal vor eine schwere Wahl – in den Bestand oder doch nicht?

Bei diesem Schatz gab es nichts zu überlegen:

U_2104_1A_DIE_GESCHICHTE_DES_BUCHES_IN_100_BUECHERN.IND8In diesem prachtvollen Bildband werden Dokumente sowie Bücher aus allen Kontinenten präsentiert, und jedes einzelne hatte Einfluss auf unser Denken und unsere Weltsicht. Da wurden Wissenschaften begründet, Revolutionen angezettelt, Traditionen gefestigt oder bezweifelt, es wurden Geschichten erzählt, die uns zu Tränen rührten oder die Freude und Trost spendeten. Roderick Cave ist es gelungen, diese Bandbreite an Kommunikationsformen kurzweilig und unterhaltsam zu schildern. Eindrucksvolle Fotografien präsentieren Schriftstücke aus allen Kontinenten, viele davon sorgsam gehütete Schätze aus internationalen historischen Sammlungen. Ein perfektes Geschenk zum Schmökern und Staunen! (Quelle: Gerstenberg-Verl.)

Der Titel ist mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Auf Doppelseiten geht Cave auf verschiedene Buchthemen ein. Auch das eBook lässt er nicht unerwähnt. Wirklich ein sehr empfehlenswerter Titel – bei uns zu finden im Sachbuchbereich bei Allgemeines, Allg 610 CAV.