Vorlesen in Lebenstedt

Heute in einer Woche startet in Lebenstedt  wieder unsere Veranstaltung „Vorlesen und mehr“. Alle vier Wochen laden wir Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren herzlich in die Kinderbibliothek ein, um spannenden, lustigen und abenteuerlichen Geschichten zu lauschen sowie zum Basteln und Malen. Beginn ist um 15:00 Uhr in der Kinderbibliothek der Stadtbibliothek Lebenstedt. Vorher bitte direkt in der Bibliothek anmelden oder telefonisch unter 05341-839 3434.

Die nächsten Termine sind:
– 16.08.2018, Donnerstag
– 13.09.2018, Donnerstag
– 11.10.2018, Donnerstag
– 08.11.2018, Donnerstag
– 13.12.2018, Donnerstag

Die aktuellen Termine sind auch immer auf unserer Veranstaltungsseite zu finden.

 

Vom kleinen Walhorn

Diese Woche kam eine neue Lieferung schöner Bilderbücher. Darunter „Das kleine Walhorn“ von Jessie Sima – nun bin ich selber absolut kein Einhornfan, aber das Buch hat sogar mein Herz erobert:

Walhorn

Nori kam im Meer zur Welt und ist fest davon überzeugt, ein Narwal zu sein. Zwar kann er bei Weitem nicht so gut schwimmen wie die anderen Narwale und sein Stoßzahn ist viel kürzer, doch weder ihm noch seiner Familie scheint es etwas auszumachen, dass er anders ist.
Als eine starke Strömung ihn weit von zu Hause an die Wasseroberfläche spült, begegnet Nori geheimnisvollen Wesen mit einem Horn, die ihm auf wundersame Weise ähnlich sehen …(Loewe, Verlagstext)

Ein Buch, das man auch als Erwachsener von der ersten bis zur letzten Seite gerne durchblättert und auch vorliest. Als Leser und Zuhörer begleitet man Nori auf der Suche nach seiner Familie und lernt, dass man sich auch zu verschiedenen Gruppen zugehörig fühlen kann.

Da auf den Seiten nicht so viel Text ist, ist es durchaus schon für die kleinsten Zuhörer geeignet – vom Verlag ist das Buch ab 4 Jahren empfohlen.

Und Schmunzeln muss man auch bis zur letzten Seite:

Walhorn_Nashorn

„Das kleine Walhorn“ Jessie Sima, S. 39

Das Buch ist demnächst in unserem Bilderbuchbestand finden.

Der Jugendliteraturpreis 2018

Deutscher Jugendliteraturpreis

Der Deutsche Jugendliteraturpreis existiert schon seit 62 Jahren. Am 12. Oktober wird Bundesministerin Dr. Franziska Giffey – zur Frankfurter Buchmesse – die Gewinner bekannt geben. Insgesamt wurden im März zur Leipziger Buchmesse 32 Nominierungen bekannt gegeben, in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Wer gewinnt, entscheidet eine Kritikerjury aus neun erwachsenen Juroren. Außerdem gibt es noch eine Jugendjury, die einen eigenen Preis verleiht. Eingereicht werden können alle Titel – egal, ob von deutschsprachigen oder fremdsprachigen Autoren – so lange die Titel ins Deutsche übersetzt sind.

Die Nominierungen kann man sich direkt auf der Seite des Deutschen Jugendliteraturpreises ansehen und sich schon mal seine eigenen Favoriten raussuchen 😉 Ich bin auf die Sieger im Oktober schon sehr gespannt und bis dahin habe ich noch etwas Zeit und werde mich mal mit ein paar der Titel näher auseinandersetzen.

Raus aus dem Schulalltag

Jedes Frühjahr veranstaltet die Stadtbibliothek Salzgitter Schullesungen. Diesmal hatte die Grundschule an der Wiesenstraße in Salzgitter-Bad das Glück mit einer ganz besonderen Autorin. Sie sprach nämlich ein ganz klein wenig anders als wir alle. Und des Rätsels Lösung ist: Sie wohnt zwar in Hildesheim, was ja keinen Unterschied in der Sprache machen sollte, doch kommt sie ursprünglich aus Frankreich – genauer gesagt sogar aus dem schönen Paris. Sie wurde dort geboren und ist nun vor ein paar Jahren mit ihrer ganzen Familie (Mann, drei Kindern, Hund, Katze) nach Hildesheim umgesiedelt. Und deswegen hat sie einen kleinen, aber wie ich finde, tollen Akzent.

Ihr Name? Ingrid Sissung und sie schreibt in erster Linie Kinderbücher – das ist ihre Welt, so sagt sie. Einige illustriert sie sogar selbst oder sie malt und zeichnet für andere Autoren. Besonders gut hat mir das Buch Ausnahmsweise gefallen. Sie hat mir erklärt, dass es das Wort in der französischen Sprache gar nicht gibt und dabei ist es doch so ein super Wort, was jeder gern mal verwendet. Vor allem aber Kinder und auch ihre Kinder versuchen es mit diesem Wort bei ihr immer mal wieder. Dann entgegnet sie allerdings immer, dass es das Wort doch gar nicht gibt! Oh doch, was das Buch beweist!

Das Bilderbuch Der Schluckauf lohnt sich ebenfalls. Darin geht es, wie es schon heißt, um einen Schluckauf, den jeder mal hat oder hatte und die Frage lautet, wie geht er weg? Das Buch verrät es – vielleicht?!

Aber auch die anderen beiden Bücher Gans vergessen und Herr Blume ist glücklich – beide von Frau Sissung illustriert – , die den Schülern der 1. bis 4. Klasse vorgelesen wurden, waren schön. Nach der Lesung hat sie für die Kinder auch gemalt und gezeichnet. Aber auch die Jungen und Mädchen konnten selbst ihr eigenes kleines Bilderbuch falten und danach ausmalen, selbst noch etwas dazu zeichnen und einen eigenen Text zu den Bildern schreiben. Die Veranstaltung in der Schule war ein voller Erfolg und ich kann sie nur jeder Bibliothek, Grundschule und auf jeden Fall unseren Lesern ans Herz legen.

Und noch eine Kleinigkeit hat sie mir verraten. Bei uns in Deutschland gibt es ja die Zahnfee, doch in Frankreich macht das eine Maus. Sie haben richtig gehört. Auch darüber gibt es ein Buch. Allerdings nur auf Französisch, doch vielleicht wird es ja eines Tages übersetzt. Dann können wir es auf Deutsch lesen und werden erfahren, wie das der Zahnfee in Frankreich läuft.

Für die Lesung sagen wir und die Schüler nochmals: Merci 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Kle

Wie ein Löwe schwimmen lernt

Müssen Löwen schwimmen können? In der Wüste? Auf jeden Fall, denn auch dort kommt es ab und an zu kleinen Springfluten, vor allem nach starken Regenfällen. So auch im neusten Buch von Martin Baltscheit „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schwimmen konnte“.

BaltscheitHilfe, Springflut! Die Löwin liegt auf einer Insel und will gerettet werden! Doch der Löwe ist leider Nichtschwimmer. Die anderen Tiere haben tolle Tipps für den Löwen: Klar, für Ente, Frosch und Forelle ist Schwimmen ja auch kein Problem! Dass die Grille ihn jedoch als Feigling darstellt, kann der Löwe auf keinen Fall auf sich sitzen lassen!

Er stürmt ins Wasser – und versinkt wie ein Stein! (Quelle: Beltz&Gelberg Verlags-Seite, gesehen 17.11.2017)

Ein gereimtes Abenteuer über einen Wasser- und Bademuffel, der in keinem Fall ein Feigling sein will. Es ist schon das 3. Buch über diesen Löwen, der auch schon „nicht schreiben konnte“ und „nicht bis 3 zählen konnte“.

Ein wunderschönes Bilderbuch für Klein und Groß, für Schwimmer und die, die es noch werden wollen – denn es macht auch Mut, erst recht wenn der erste Schwimmversuch noch nicht ganz so gut geklappt hat.

Wf

Meine Lieblingsbilderbücher

Aus dem Bilderbuchalter bin ich eigentlich schon sehr lange raus. Doch trotzdem bleibe ich sehr oft an unseren Bilderbuchtrögen stehen – es gibt einfach so viele schöne.

Besonders angetan hat es mir dabei Chris Riddell mit seinen Zeichnungen:

Bei „Herr Untermbett“ hat er nicht nur gezeichnet, sondern auch die Geschichte verfasst. Ich finde es ist eine wirklich herrliche Gute Nacht Geschichte. Tim soll schlafen, doch aber sein Bett wackelt. Als er nachsieht entdeckt er Herrn Untermbett. Dieser möchte so gerne mal in einem richtigen Bett schlafen. Und weil Tim so ein netter Junge ist, erlaubt er ihm, sich mit ins Bett zu legen. Aber sieht ihr die große rote Nase? Es kommt, wie es kommen musste, Herr Untermbett schnarcht. Weil Tim nicht schlafen kann, stöbert er dann weiter in seinem Zimmer rum und findet viele weitere kleine Gestalten – auch in der Sockenschublade. Und alle haben nur einen Wunsch…

Ich bin auf Chris Riddell durch seine Klippenland Chroniken gestoßen, die er zusammen mit Paul Stewart geschrieben hat. Schon in den Büchern fand ich die Illustrationen einfach toll. Der Detailreichtum ist dabei wirklich unglaublich. Auch die kleine Verwandtschaft fand damals die Bücher so toll, dass ich sie gleich an alle Geschwister verschenkt habe 😉

Auch „Irgendwie Anders“  – Geschichte von Kathryn Cave – hat mich von den Bildern her zuerst in seinen Bann gezogen. Das Buch an sich ist schon sehr alt, aber die Geschichte ist absolut zeitlos.

Irgendwie Anders ist irgendwie anders – das sagen zumindest sonst alle und er hat so einige Anstrengungen unternommen um zu den anderen dazuzugehören. Doch keiner Wollte etwas mit ihm zu tun haben. Also lebte Irgendwie Anders zurück gezogen auf seinem Berg. Bis es eines Tages klopfte und das Etwas vor seiner Tür stand. Und Irgendwie Anders fand, dass das Etwas einfach zu anders ist – oder doch nicht?

Katzenhaus

Natürlich gibt es auch noch sooooo viele tolle Bilderbücher, die könnte ich hier nie alle aufzählen. Z.B. aus meiner Kindheit „Das Katzenhaus“:

Darin geht es um das Thema „Hochmut kommt vor den Fall“. Mein absoluter Liebling damals, mir wurde die Geschichte sicher über 100 Mal vorgelesen und dazu habe ich es selber noch sehr oft gelesen.

Habt ihr noch Bilderbuchfavoriten – aus der Kindheit oder von heute?