Buchtipp: Lieselotte hat Langeweile

Heute folgt wieder ein Buchtipp für die Erstleser. 2018 erschien ein weiteres Abenteuer von der Kuh Lieselotte. Und die hat ein großes Problem: Nämlich Langeweile!

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Lieselotte hatte sich schon so gefreut. Sie wollte zusammen mit der Bäuerin ihren selbstgebastelten Drachen steigen lassen und jetzt regnet es Bindfäden. So ein Regentag ist echt langweilig! Soll sie jetzt puzzeln oder ein Bilderbuch anschauen? Langweilig! Das macht doch alleine keinen Spaß. Die Schweine schlafen, die Hühner machen irgendwelchen Hühnerkram, den sie nicht versteht und die Küken spielen echt langweilige Kükenspiele. Was soll sie nur anfangen? Auf dem Dachboden kommt ihr plötzlich eine Idee. Ein alter Schlitten, ein Ventilator und ein Abtropfsieb. Mehr braucht sie doch nicht, um den Drachen im Hausflur steigen zu lassen! Oder wird das eine Höllenfahrt direkt vor die Füße der Bäuerin? Aber dann wird der Tag doch noch so richtig toll.

Ein neues turbulentes Bauernhofabenteuer, voller Situationskomik und dem unwiderstehlichen Charme von Lieselotte und den vielen lustigen Hühnern.

In unserem Bestand unter Signatur Bilderbuch STEF.

Fr

Echte Bären fürchten sich nicht

Ich gestehe: Ich liebe Bilderbücher! Und wenn sie dann noch ein für Kinder beängstigendes Thema so humoristisch rüberbringen, wie „Echte Bären fürchten sich nicht“, geht mir das Herz auf.

Familie Bär liegt im Bett und schläft tief. Nur Bodo, der jüngste Spross, ist hellwach, weil er ein Geräusch gehört hat, welches ganz sicher von einem Monster stammt. Aus Furcht brüllt er die ganze Familie wach. Vater Bär glaubt nicht an Monster. Deswegen nimmt er seine Familie und geht mit ihnen nachts in den dunklen Wald, denn da ist nichts, wovor man sich fürchten müsste. Überhaupt ist Vater Bär ein „echter Bär“, der sich nicht fürchtet. Oder?

Ein tolles Buch mit Reimen von Paul Maar, dem geistiger Schöpfer des Sams. Und detailreichen Bildern von Paula Metcalf. Nicht nur für Kinder lesenswert.

In unserem Bestand bei den Bilderbüchern unter DAL.

Fr

Der Ostermann

Das neue Bilderbuch von Marc-Uwe Kling, dem Autor der Känguru-Trilogie, ist frisch erschienen. Schon das Cover und der Titel zeigen, dass es kein klassisches Weihnachtsbuch für Kinder ist.

Die Geschichte handelt ungewöhnlicher Weise vom Sohn des Weihnachtsmanns. Der soll nämlich, wie es der Tradition entspricht, auch Weihnachtsmann werden, wenn er groß ist. Doch es gibt ein kleines Problem: Der Junge möchte gar nicht Weihnachtsmann werden! Denn er kann den Nordpol, Schlitten fahren, Schnee und Tee nicht leiden. Kurz gesagt: Er hasst den Winter!

Der Sohn des Weihnachtsmanns liebt dagegen Blumen, Hasen, bunte Eier und die wärmende Sonne auf der Haut. Er ist nun einmal Fan des Frühlings. Klar, dass er lieber „Ostermann“ werden möchte, wenn er mal groß ist.

Logisch, dass dem Weihnachtsmann das gar nicht gefällt. Denn wenn der Sohn nicht die Nachfolge antreten will, wer bringt dann die Geschenke? Und was sollen die Nachbarn, Familie Rentier, von alledem halten? Und auch die helfenden Wichtel machen dem Weihnachtsmann große Sorgen. Diese wollen streiken – für bessere Arbeitsbedingungen und Mindestlohn. Ganz wichtig ist ihnen auch ein Like auf Facebook vom Weihnachtsmann höchstpersönlich. Es geht also drunter und drüber. Steht am Ende nun alles Kopf?

Das Bilderbuch greift aktuelle Themen auf und passt die Gesellschaftskritik den Kinderaugen an. Es zeigt, dass ein Kinderwunsch wichtig ist und jeder seinem Herzen folgen soll. Eltern wird gezeigt, wie Traditionen gebrochen werden können, damit Kinder ihre eigenen Wege gehen. Am besten mit Unterstützung der Eltern. Denn am Wichtigsten ist nun mal: Glücklich sein!

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Literatur für Blinde: Das schwarze Buch der Farben

Laut folgendem Artikel sind schätzungsweise nur 5% der veröffentlichten Literatur für Blinde und Sehbehinderte zugänglich. Der Bundestag verabschiedete nun einen Beschluss für besseren Zugang zu Literatur für Blinde und Sehbehinderte: Beschluss des Bundestags. (gesehen am 19.11.18)

 

Das Bilderbuch „Das schwarze Buch der Farben“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie man Kinderliteratur für Blinde und Sehbehinderte gestalten kann.

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Das schwarze Buch der Farben« ist ein außergewöhnliches, ein besonderes Bilderbuch. Die Farben werden auf der linken Seite mit einem Satz beschrieben: wie sie riechen, wie sie schmecken, wie sie sich anfühlen, z. B. Gelb ist so weich wie der Flaum von Küken. Der beschreibende Satz wird in Braille-Schrift wiederholt. Auf der rechten Seite sind die beschriebenen Dinge reliefartig abgedruckt und damit mit den Fingerspitzen erfühlbar.

Ein Buch, das alle Sinne sensibilisiert und Kinder (und auch Erwachsene) erahnen lässt, was es heißt, blind zu sein.

Dieses Buch steht bei unseren Bilderbüchern unter Signatur „1 COT“

Schi

Vorlesen in Lebenstedt

Heute in einer Woche startet in Lebenstedt  wieder unsere Veranstaltung „Vorlesen und mehr“. Alle vier Wochen laden wir Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren herzlich in die Kinderbibliothek ein, um spannenden, lustigen und abenteuerlichen Geschichten zu lauschen sowie zum Basteln und Malen. Beginn ist um 15:00 Uhr in der Kinderbibliothek der Stadtbibliothek Lebenstedt. Vorher bitte direkt in der Bibliothek anmelden oder telefonisch unter 05341-839 3434.

Die nächsten Termine sind:
– 16.08.2018, Donnerstag
– 13.09.2018, Donnerstag
– 11.10.2018, Donnerstag
– 08.11.2018, Donnerstag
– 13.12.2018, Donnerstag

Die aktuellen Termine sind auch immer auf unserer Veranstaltungsseite zu finden.

 

Vom kleinen Walhorn

Diese Woche kam eine neue Lieferung schöner Bilderbücher. Darunter „Das kleine Walhorn“ von Jessie Sima – nun bin ich selber absolut kein Einhornfan, aber das Buch hat sogar mein Herz erobert:

Walhorn

Nori kam im Meer zur Welt und ist fest davon überzeugt, ein Narwal zu sein. Zwar kann er bei Weitem nicht so gut schwimmen wie die anderen Narwale und sein Stoßzahn ist viel kürzer, doch weder ihm noch seiner Familie scheint es etwas auszumachen, dass er anders ist.
Als eine starke Strömung ihn weit von zu Hause an die Wasseroberfläche spült, begegnet Nori geheimnisvollen Wesen mit einem Horn, die ihm auf wundersame Weise ähnlich sehen …(Loewe, Verlagstext)

Ein Buch, das man auch als Erwachsener von der ersten bis zur letzten Seite gerne durchblättert und auch vorliest. Als Leser und Zuhörer begleitet man Nori auf der Suche nach seiner Familie und lernt, dass man sich auch zu verschiedenen Gruppen zugehörig fühlen kann.

Da auf den Seiten nicht so viel Text ist, ist es durchaus schon für die kleinsten Zuhörer geeignet – vom Verlag ist das Buch ab 4 Jahren empfohlen.

Und Schmunzeln muss man auch bis zur letzten Seite:

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„Das kleine Walhorn“ Jessie Sima, S. 39

Das Buch ist demnächst in unserem Bilderbuchbestand finden.

Der Jugendliteraturpreis 2018

Deutscher Jugendliteraturpreis

Der Deutsche Jugendliteraturpreis existiert schon seit 62 Jahren. Am 12. Oktober wird Bundesministerin Dr. Franziska Giffey – zur Frankfurter Buchmesse – die Gewinner bekannt geben. Insgesamt wurden im März zur Leipziger Buchmesse 32 Nominierungen bekannt gegeben, in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Wer gewinnt, entscheidet eine Kritikerjury aus neun erwachsenen Juroren. Außerdem gibt es noch eine Jugendjury, die einen eigenen Preis verleiht. Eingereicht werden können alle Titel – egal, ob von deutschsprachigen oder fremdsprachigen Autoren – so lange die Titel ins Deutsche übersetzt sind.

Die Nominierungen kann man sich direkt auf der Seite des Deutschen Jugendliteraturpreises ansehen und sich schon mal seine eigenen Favoriten raussuchen 😉 Ich bin auf die Sieger im Oktober schon sehr gespannt und bis dahin habe ich noch etwas Zeit und werde mich mal mit ein paar der Titel näher auseinandersetzen.