Phasen eines Lesers

Im Leben eines Lesers gibt es verschiedene Phasen:

  • Der Anfang: Langsam wird man als Kind an Bücher herangeführt.
  • Die Mitte: Da beginnt der Leser immer mehr auch ein Buchliebhaber zu werden. Sprich Bücher werden überall mit hingenommen und zu Hause reichen die Bücherregale nicht mehr aus.
  • Der Höhepunkt: Irgendwie findet man nichts richtiges zum Lesen mehr und stürzt dann in ein Loch bis man dann
  • Danach: die Liebe zu den Büchern wieder entdeckt und diese auch bis zum Ende weiter gibt 🙂

Sehr schön dargestellt wird das in folgender Infographik – gefunden im Blog bibliothekarisch.de

 

 

Diese Phasen kenne ich auch – die ersten vier habe ich sogar genauso erlebt. Die 5. Phase ist bei mir nicht ganz so schlimm, aber ich würde sagen, dass ich mich jetzt irgendwo zwischen fünf und sieben befinde. Manchmal finde ich einfach nichts richtiges zum Lesen und lasse dann an einigen Tagen doch eher Netflix und Co. laufen – irgendwann muss ja auch mal gehäkelt werden ;). Doch jetzt, wo die Sonne wieder raus kommt, werde ich meine Zeit wieder öfter auf dem Balkon mit einem guten Buch verbringen. In Phase acht befinde ich mich eigentlich auch schon immer… Die hat nie wirklich aufgehört, selbst wenn ich mich bei diversen Umzügen auch von so manchen Büchern getrennt habe.

In welcher Phase seid ihr denn? Wer war denn so richtig in Phase 5 und wollte dann unbedingt ein Buch schreiben und hat es vielleicht (und wenn auch nur für sich) getan? Gibt es noch eine Phase, die hier vergessen wurde?

Achtung, dieses Buch ordentlich behandeln!

Jeder, der in einer Bibliothek arbeitet, kennt das: Ab und an kommen Bücher (und anderen Medien) zurück, die wir in einem ganz anderen Zustand mitgegeben haben. Den einen tut es leid, andere streiten das Versehen komplett ab, selbst noch, wenn sie die ersten Entleiher waren. Irma Pince – Bibliothekarin bei Harry Potter – wäre so etwas wohl nie passiert. Damit jeder ihrer kleinen und größeren Nutzer weiß, wie er/sie mit den Büchern umzugehen hat, gibt es extra vorne einen Warnhinweis im Buch:

Warnhinweis.jpg

Ich denke, da hatten die Schüler doch ein wenig Respekt. Diesen Warnhinweis hätte ich ab und an auch gerne in unseren Büchern 😉 Vorher dann bitte noch eine Fortbildung im verhexen und ich denke der Warnhinweis wird dann auch bei uns ordentlich ernst genommen 😉

Wobei ein Buch in unserem Bestand genau diesen Hinweis auch trägt:

 

quidditch

Dieser Titel ist auch in unserem Bestand.Da es sich um einen Originalnachdruck handelt (man möchte fast sagen ein Faksimile), konnten auch wir dieses Buch erwerben und damit trägt es auch den Warnhinweis von Irma Pince auf den ersten Seiten 🙂 Und ehrlich? Eines der ordentlichsten Bücher in unserem Bestand 😉 Ob unsere Nutzer Muffensausen haben, dass Frau Pince merkt, wenn jemand ein Eselsohr ins Buch macht? Wer weiß 😀

 

Darf ich vorstellen

….die Homepage von Karla Paul – Buchkolumne. Karla Paul ist schon seit Kindertagen eine Büchernärrin, man kann schon sagen, die beschäftigt sich wohl schon ihr ganzes Leben mit Büchern. Auf ihrer Seite schreibt sie:

Ich lese in der Woche 5-10 Bücher an oder komplett – sie lassen sich überall integrieren. Wer immer ein Ebook auf dem iPad und ein Hörbuch auf dem iPhone hat, der findet stets noch ein paar zusätzliche Minuten für Literatur. (Quelle: Buchkolumne, Lebenslauf)

Diese Anzahl an Büchern in einer Woche ist mehr als beeindruckend. Wenn bei mir ein Monat gut läuft, dann komme ich auf 5-10 Bücher und bin schon stolz auf mich. „Nebenbei“ arbeitet Karla Paul dann noch seit Mai 2015 als Verlagsleitung Edel eBooks bei der Edel AG Hamburg.

Auf ihrer Internetseite könnt ihr euch ihre Blog- und Buchprojektempfehlungen für das Thaliamagazin ansehen. Ihre Buch Tipps aus dem ARD Buffet (bis jetzt bis Herbst 2016). Dort stellt Karla Paul 3-4 jährlich Mal erfahrt Ihre besten Buch-Tipps vor, was ihr unbedingt lesen müsst!

Für mich ist die Seite immer wieder eine Fundgrube von Buchtipps. Ich kann also jedem nur empfehlen dort mal vorbei zu schauen 🙂

 

Kartierung meines Gehirns

Dienstag – Infografik-Tag 🙂 Diese habe ich am Wochenende bei Goodreads gefunden. Die Macher dieser Grafik haben sich wohl in der Buchszene genau umgehört, was einen Buchliebhaber so alles rumtreibt. Die Grafik ist ja selbsterklärend. Aber sie beruhigt mich auch, denn es bestätigt mich, nicht nur ich ticke so 🙂 Wobei ich glaube der gelbe Bereich – was ich noch alles lesen will – könnte vom ‚Koffein‘-Bereich ein wenig was abzwacken. Trinken vergesse ich am Ende eh und ich will bestimmt noch so 15 Bücher mehr lesen…

Findet ihr euch auch wieder?

 

Bookporn

Ich liebe den Anblick voller Bücherregale. Noch besser finde ich den Anblick schöner Bücher (gerne viele davon auf einem zusammen) oder ganz tollen, gemütlichen Leseecken mit warmen Licht und einem großen, im besten Fall roten, Ohrensessel mit Kissen. Also so, dass ich beim Anblick dieses Bildes direkt den Geruch von Büchern in der Nase habe und das Gefühl von Papier an den Händen. Oder doch zumindest ein verzücktes Lächeln im Gesicht.

Bookporn setzt sich aus den beiden Wörtern „Book“ (engl. Buch) und „Porn“ (engl. Porno – ja genau, die Filme mit der FSK 18) zusammen. Ist aber in den meisten Fällen im Gegenteil zu den Filmen Jugendfrei. Aber wie bei den Filmen wird jeder Geschmack bedient. So gibt es zum Beispiel auch Foodporn. In dem Falle Bilder mit – wer hätte es gedacht – Essen drauf. So lecker anzusehen, dass manchem Betrachter das Wasser im Munde zusammen läuft und man sich beherrschen muss nicht sofort zum Kühlschrank oder in das nächste Restaurant zu rennen…

Ich weiß, ich bin nicht die einzige die sich gern solche Bilder ansieht oder selber Fotos mit Büchern drauf, von schönen Bibliotheken und besonderen Buchläden ins Internet stellt. Seit einiger Zeit gibt es Gruppen bei den unterschiedlichen Social Media Anbietern, wo sich alle diese Buchliebhaber gegenseitig ihre Bilder zeigen können.

½ Million Ergebnisse bei Google, die auf Seiten wie facebook, Tumblr, Pinterest und Instagram führen oder die vielen Twits unter #bookporn bei Twitter, zeigen, dass wir Bücherliebhaber nicht allein sind. Für alle die „Bookporn“ noch nicht kennen, hier als Appetithäppchen die erste Seite der Suche, die mir bei Google-Bilder zum Thema ausgegeben wurde…

Bookporn

Was noch fehlt ist ein Eintrag bei Wikipedia. Aber folgend ein paar weiterführende Links für alle die auf den Geschmack gekommen sind oder mehr sehen wollen:

Aber Achtung! Suchtgefahr!

www.bookporn.tumblr.com/

www.facebook.com/Bookporn.Tumblr

www.facebook.com/Book-Porn-371969449495192/

de.pinterest.com/daniwesthelle/bookporn/

instagram.com/explore/tags/bookporn/

Schauen Sie nach, welcher Lesertyp Sie sind

Ich glaube, ich hatte schon einige Male hier erwähnt, dass ich Infografiken liebe. Irgendwann erstelle ich selber mal eine! Aber heute erst mal zu einer, wieder einmal auf dem Blog bibliothekarisch.de, gefundenen. Es geht um die Klassifizierung von Lesern. Da gibt es ja so viele verschiedene: einfach nur den Leser, diese unterteilen sich in Buchliebhaber und den ’normalen‘ Leser, welche sich nochmals und nochmal unterteilen. Ich glaube es wird wirklich auf jeden eingegangen, sogar auf die ‚im Bad lesen‘-Typen (‚The Bathroom-Reader‘ unter Situational) und so jemanden, der das ab und an macht, kennen wir doch alle, oder? Schauen Sie doch mal nach, welcher Lesertyp Sie sind:

Book lovers

Ich bin, wie könnte es anders sein, ein Buchliebhaber und letztlich ein „Book preserver“. Das war ich schon immer, meine Bücher sollen im Idealfall immer wie neu aussehen. Jemand der den Buchrücken knickt, das geht für mich einfach gar nicht… Ja da bin ich eigen 🙂 Als Bibliothekarin muss ich da auch ein ums andere Mal schlucken, aber diese Bücher stehen ja auch nicht fein säuberlich bei mir zuhause im Regal. Selbstverständlich bin ich auch ein Bibliotheksliebhaber, denn so viele Bücher passen einfach nicht mehr in meine Wohnung. Manchmal bin ich aber auch ein Impulskäufer und ich lese meine Bücher in jedem Fall in chronologischer Reihenfolge, wenn eine vorhanden ist.

Eine reine Zuordnung zu einer ‚Spezies‘ ist sicher manchmal schwer, aber oft macht es ja auch einfach die Mischung 🙂 Also, welcher Typ sind Sie?