Egal, ich ess das jetzt

Heute empfehle ich Ihnen eine humorvolles Buch zum Thema Ernährungsberatung „Egal, ich ess das jetzt!: Mein Jahr mit grünen Smoothies, Superfoods und anderen bekloppten Ernährungstrends“ (Signatur: Med 553 FUN):

Egal

Anna Funck isst sich ein Jahr lang durch alle Ernährungstrends. Sie lässt kein Superfood aus, isst Chia-Samen, zuckerfrei, Desserts mit Avocado, intervallfastet und lebt nach Paleo und Low-Carb. Dabei stellt sie fest: Man kann alles mitmachen, um sich gesund zu ernähren, aber jeden Wahnsinn nun auch wieder nicht.

Eigentlich wollte Anna Funck ganz normal weiteressen. Bis sie feststellt, dass sie nach manchem Essen aussieht wie im neunten Monat schwanger. Und das geht ja nicht!
Die Moderatorin und Mutter von zwei Kindern beginnt, sich mit aktuellen Ernährungstrends zu beschäftigen – von Paleo über Low Carb bis hin zu Veganismus. Sie isst Superfoods, Algen, trinkt Moorwasser und Apfelessig.
Dabei verschont Anna Funck auch ihre Familie nicht, die findet, „dass Smoothies irgendwie nach Müll schmecken“. Und als sie statt Spaghetti Zucchini-Nudeln auftischt, motzt die nur: „Mama, die Nudeln sind kaputt!“

Die spannende Frage ist: Was bleibt nach einem Jahr Selbstversuch?

„Mit einer Riesenportion Humor und Selbstironie, ohne erhobenen Zeigefinger, futtert sich Anna Funck durch alle Ernährungstrends. Und wer will, lernt dabei etwas – der Rest amüsiert sich einfach. Angenehm unperfekt.“ Vanessa Blumhagen, Bestseller-Autorin und SAT.1-Moderatorin

Fr

Taschen nähen mit DIY Eule

Selbst-Nähen ist derzeit Trend, macht viel Spaß und ist leichter zu lernen, als viele denken. Vor allem, wenn man ein leicht verständliches Buch neben sich liegen hat. So zum Beispiel das brandaktuelle Buch „Taschen nähen mit DIY Eule“(Signatur: HW 136 MOH).

Die DIY Eule ist Nastasia Mohren, eine bekannte Bloggerin zum Thema DIY und Nähen.

Tasche DIY

In ihrem ersten Nähbuch dreht sich alles um ihr Lieblingsthema Taschen nähen. Unter den 17 Modellen im Buch ist für jeden etwas mit dabei: leichte und schnell gemachte, aufwändige und kompliziertere sowie schlichte oder verspielte Exemplare. Jede Tasche wird mit detaillierten Anleitungen und zahlreichen Bildern Schritt für Schritt erklärt und zu vielen der Taschen gibt es Videoanleitungen. Im Buch ist außerdem ein Schnittmusterbogen enthalten.

Ich bin (noch) Nähanfängerin, habe aber auf Anhieb mein Lieblingsmodell gefunden und die Anleitung verstanden. Nun kann ich es kaum erwarten, mich am Wochenende an die Nähmaschine zu setzen.

Fr

Ein gänzlich anderes Toilettenbuch!

Es gibt vom Verlag LonelyPlanet (ein Verlag für Reiseführer) nun ein Buch über die Toiletten der Welt. Viele weisen natürlich die in Deutschland übliche Grundausstattung auf, aber nicht alle!

Es gibt z.T. grandiose Aus- und Einblicke aus Berglandschaften („Gipfelhäuschen“), Wüsten, in Stein geschlagene Örtlichkeiten, besonders futuristisch / verschnörkelt / kunstvoll gestaltete Verschläge / Räume / Kabinen.

Verlagstext:

ToilettenToilette, Cabinet, Bagno, Bathroom – in den meisten Kulturen fristet der Raum, den wir Toilette oder WC nennen, ein Schattendasein. Beschränkt auf die nötigste Quadratmeterzahl, bisweilen sogar ohne Tageslicht und ohne Wohlfühlfaktor. Dass das Stille Örtchen auch ein ganz besonderer Ort sein kann, beweist dieses Büchlein. 96 witzige, skurrile, stylische oder besonders aussichtsreich gelegene  Toiletten von überall auf der Welt – mit ungewöhnlichen Bildern, kurzen und kurzweiligen Texten und kleinen Kärtchen für die Standortsuche. Da gibt es das Klohäuschen in unglaublicher Aussichtslage auf einer Passhöhe im Himalaya, die versenkbare Toilette mitten in der Metropole London, die futuristische Design-Toilette in einer Bar in New Yorks Meatpacking District oder die mit Folkloremustern dekorierten Klohäuschen am Roten Platz in Moskau. Aber auch abseits jeder Zivilisation findet man in diesem Buch genügend Beispiele für Toiletten-Modelle mit einem unverwechselbaren Look und Sinn für Stil. Fast alle belegen sie: Auch wo keiner ist, will man nicht einfach nur unter freiem Himmel sitzen …

Das Buch wird demnächst unter Erd 188 TOI im Bestand der Stadtbibliothek zu finden sein und es macht wirklich Spaß darin zu blättern…. und als Geschenk (natürlich das selbst gekaufte Exemplar!) passt es natürlich auch gut in den besagten Raum. 🙂

Rie

Medientipps zur aktuellen Impfdebatte

Impfen oder nicht? Eigentlich kein Thema für David Sieveking. Doch mit der Geburt seiner Tochter ändert sich das. Als frischgebackener Vater steht sein Leben Kopf und aus einer harmlosen Recherche über Pro und Kontra des Impfens entwickelt sich ein wahrer Krimi, der David bis nach Westafrika führt. Impfen? Und wenn ja, wann und was? Packend und unterhaltsam erzählt David sein Abenteuer zwischen Wissenschaft und Kleinfamilie. Und es bleibt spannend bis zum Schluss!

Heißt es beim Herder-Verlag. Mittlerweile ist auch der Film zum Buch erschienen, den der Autor parallel zum Schreiben produziert hat (ebenfalls bei uns im Bestand).

Betrachtet man das Buchangebot zum Thema Impfen, so fällt sofort auf, dass die Sparte von impfkritischen Büchern dominiert ist. Man kommt daran praktisch nicht vorbei, und so werden ratsuchende Eltern zunehmend verunsichert statt informiert, was die Vorzüge von Impfungen als Schutz vor schweren Krankheiten ihrer Kinder betrifft.  Ein Ratgeber, der junge Eltern sachlich und fundiert, aber auch mit einer persönlichen Ansprache zum Thema Impfen informiert, wäre also mehr als wünschenswert, und so habe ich „Eingeimpft“ geradezu erwartet – und wurde etwas enttäuscht. Zwar ist es durchaus gut und packend geschrieben, teils richtiggehend berührend, denn der Leser begleitet die Familie Sieveking von der ersten Schwangerschaft bis zur Geburt der zweiten Tochter – Aber genau das macht letztlich das Kernproblem des Buches aus:
Das Buch ist in der Sparte Sachbuch erschienen, verzichtet aber leider genau auf die Sachlichkeit, die in der ohnehin schon emotionalisierten Debatte dringend nötig ist. Das zeigt sich schon am Fehlen von exakten Quellenangaben, was der Autor damit entschuldigt, dass er nie beabsichtigt habe, einen Ratgeber zu schreiben. Vielmehr sei das Buch allein als Autobiografie zu sehen.

Lesenswert finde ich das Buch dennoch – es bietet einen guten Einstieg in das Thema „Impfen“ – man sollte nur nicht mit der Erwartung herangehen, dass man alle Fragen abschließend und fundiert beantwortet bekommt. Vielmehr kann es Anstoß sein, sich weiter mit der Problematik zu befassen um sich der gesellschaftlichen Tragweite einer Impfentscheidung bewusst zu werden und eine differenzierte Meinung zu bilden.

Dazu empfohlen seien auch das Magazin „GEO“, Ausgabe 3/19 und der Ratgeber der Stiftung Warentest „Impfen – die richtige Strategie“ (Med 550 THEI).

Neu

Welttag der Bienen

Erst seit 2018 feiern wir den Welttag der Bienen. Wie wichtig es ist, diese fleißigen kleinen Tiere mit einem besonderen Tag zu ehren, zeigen die drastischen Bestandsrückgänge. Vernichtung der Lebensräume und die klimatischen Bedingungen machen es den Bienen schwer, ihr Überleben zu sichern.

Passend dazu finden Sie zahlreiche Lektüre bei uns. Kinder finden unter der Signatur „Tiere, Insekten“ entsprechende Literatur. Erwachsene schauen bitte unter „Bio 810“ (Wildbiene) und „Lan 380“ (Honigbiene, Imkerei).

Neu im Bestand ist z. Bsp. dieses Buch:

Der renommierte Bienen-Experte Thomas D. Seeley Bienebeschreibt, wie sich der Mensch über Jahrtausende auf die Spuren wilder Bienen machte, um ihren Honig zu erbeuten. Erst die Erfindung der Bienenstöcke machte diese Jagd überflüssig. Doch zunehmend mehr Menschen schätzen diese traditionsreiche Beschäftigung, die großes Geschick erfordert und Einblick in das Leben der Bienen ermöglicht, ohne ihnen Schaden zuzufügen. In seinem reich bebilderten Buch erzählt Seeley von der aufregenden Jagd nach Honig, gibt Tipps und erklärt liebevoll die Hintergründe dieser alten Kulturtechnik. Entstanden ist sowohl eine anekdotenreiche Kulturgeschichte der Biene als auch ein Leitfaden der Zeidlerei – geschrieben mit großem Charme von einem, der seine Bienen wahrhaftig kennt und liebt.

Fr

Neues von Oliver Scherz

Oliver Scherz ist vielen kein Unbekannter mehr. Als Schauspieler war er in etlichen Fernsehproduktionen zu sehen, u. a. im Tatort, Notruf Hafenkante und SOKO Wismar sowie Leipzig. Doch auch als Kinderbuchautor hat sich Scherz mittlerweile einen Namen gemacht: Sein Debüt „Ben“ wurde mit dem Leipziger Lesekompass geehrt. 2015 wurde er vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels als „Lesekünstler des Jahres“ ausgezeichnet. Seitdem gilt Scherz als einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren der jüngeren Generation.

Kürzlich erschien ein weiteres Werk dieses Ausnahmekünstlers, der Jung und Alt gleichermaßen zum Lesen begeistert:Scherz

Als Fitze Fusselkopp wie jeden Morgen seine langen Affenarme um Mathilda schlingen will, stellt er verwundert fest: Mathilda ist weg. Auch im Bett ihrer Eltern findet er sie nicht. Wim mit der Löwenmähne, der Bär Bummel-Bom und Fitze sind überzeugt: Mathilda wurde geraubt! Und schon seilen sich die drei Kuscheltiere aus dem Kinderzimmerfenster ab und stürzen sich mitten in den Großstadtdschungel, um sie zu retten.

Das Buch steht in der Kinderbibliothek unter Signatur Familie, Freunde, Schule SCHER

Fr

 

Buchtipp: Love oder Meine schönsten Beerdigungen

Dieses Buch ist aus Sicht eines Jungen geschrieben. Es spielt in Brooklyn und der Titel verrät es schon: „Love oder Meine schönsten Beerdigungen“. Zum einen muss die Hauptfigur Matthew Miller mit dem Tod seiner Mutter klarkommen, zum anderen geht es auch um die erste Liebe.

Love

Mit viel Gefühl erzählt Jason Reynolds, wie jeder Mensch anderes mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht und selbst wenn es von außen den Anschein hat, kann man doch nicht wirklich in einen Menschen hinein schauen und sehen, was er wirklich fühlt. Also wie es ihm wirklich geht!?

Folgende Textstelle beschreibt ganz gut, was Matt und Beerdigungen betrifft:

Natürlich konnte ich ihm nicht die Wahrheit sagen. Die Wahrheit, die ich mir auch nur schwer eingestehen konnte. Mir gefiel es auf Beerdigungen. Und während ich darüber nachdachte, weshalb ich Chris das nicht erzählen konnte, stellte ich mir auch die Frage, warum das so war. Ich war nicht einfach nur ein schräger Vogel. Also, irgendwie schon, aber das hatte schon seinen Grund. Das weiß ich jetzt. Mir gefiel es, anderen Leuten dabei zuzusehen, wie sie mit einem Verlust umgehen, nicht weil ich es genoss, ihren Schmerz zu sehen, sondern weil ich mich irgendwie besser fühlte, wenn ich wusste, dass mein Schmerz nicht nur meiner war. Dass mein Leben nicht das einzige war, dem etwas fehlte, das es nie mehr zurückkommen würde. Verstanden? Gründe. Erklären konnte ich es Chris nicht. Ja, schon, er hatte keinen Vater, aber er hatte auch nie einen gekannt. Das ist was anderes, als einen zu haben und ihn zu verlieren. Zumindest glaube ich das.

(Love oder Meine schönsten Beerdigungen / J. Reynolds. – München : dtv-Verlag, 2017. Seite 95-96)

Wen das Thema interessiert, dem würde ich dieses Buch sehr empfehlen, denn man mag es nicht glauben. Trotz des traurigen Hintergrunds, kann man an einigen Textstellen auch lachen. Das Buch steht in unserem Bestand unter Signatur Für junge Erwachsene REY.

KLE