Kleckern & Kleben in der Bibliothek…

Aus aktuellem Anlass wollen wir auf die Problematik des Essens und Trinkens in der Bibliothek aufmerksam machen.

 

 

 

 

 

 

 

Es war ein ziemlich schlechter „Aprilscherz“, als eine Kollegin am 1. April in einem Opernlexikon ein mit roter Marmelade schön eingeklebtes Stück Brötchen gefunden hat.

Was wollte uns der „Künstler“ denn wohl damit sagen? Wir sind zwar offen für kreative Betätigung und bieten Künstlern gern eine inspirierende Umgebung, doch das geht zu weit. Nicht nur, dass das Ganze äußerst unappetitlich und unhygienisch ist, das nicht gerade billige Buch müssen wir nun entsorgen und ersetzen.

Leider war dies auch nicht der erste Fall von Essensrest- und Müll-Entsorgung in unseren Regalen und Büchern. Da finden sich benutze Taschentücher, angeklebte Kaugummis und natürlich die klassischen Kaffeeflecken und Wasserränder…

Daher machen wir jetzt häufigere „Kontrollgänge“ und müssen strenger reagieren.

Arbeitsplätze und Medien so zu hinterlassen, wie man sie selbst gern vorfinden möchte, sollte doch eigentlich selbstverständlich sein und auch eine Frage der Fairness gegenüber der anderen Nutzer. Es gibt kaum eine öffentliche Einrichtung, in der so viele Papierkörbe aufgestellt sind, wie in der Stadtbibliothek. Der weite Weg zur Entsorgungsmöglichkeit sollte also kein Grund sein. Was ist es dann? Ignoranz und die Freude am Zerstören?

Essen und Trinken ist in Lebenstedt grundsätzlich nur im Bereich des „Libresso“ im Erdgeschoss erlaubt, Ausnahme: verschließbare Flaschen und Thermobecher dürfen an den Arbeitsplätzen (Tischen) genutzt werden- nicht jedoch an den PCs!

Neu

Rückblick: Ess- und Lesbar

Unsere beliebte Veranstaltungsreihe „Ess- und Lesbar“ (ehemals: Kulinarisch-Literarisch) fand am 23.05.2019 erneut statt. 16 kochbegeisterte Männer und Frauen fanden sich um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Sz-Bad ein, um gemeinsam einen 3stündigen Abend zu verbringen.

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Das Thema „Originelles aus Küche und Literatur der Nachkriegszeit“ ließ im Voraus viel Spekulation zu, welche Gerichte auf den Tisch kommen würden. Würde es am Abend nur Steckrüben geben und würde jede/r satt vom Tisch aufstehen?

Frau Stotz zeigte ein Mal mehr, weshalb sie als Kochdozentin so begehrt ist: Ihre ausgewählten Speisen mundeten nicht nur allen, Frau Stotz griff auch das Thema inspirierend auf.  Gleich zum Einstieg erzählte sie aus ihrem eigenen Leben, was damals – so in den 50er Jahren – bei ihrer Familie auf keiner Feier fehlen durfte, selbst wenn Nahrungsmittel rar waren. So bereiteten die 16 Teilnehmerinnen mit Fleischsalat gefüllte Tomaten und mit Creme gefüllte Eier zu, es gab Mett- und Käseigel, Kartoffel-, Nudel- und Sauerkrautsalat sowie für jeden ein Glas „Kalte Ente“. Eine Bowle aus Weißwein und Sekt. Für den krönenden Abschluss sorgte der selbstgemachte Eierlikör.

Auch die von der Kollegin Göpke vorgestellte Literatur zum Thema Nachkriegszeit fand großen Anklang. Alles in einem war es wieder einmal ein schöner Abend.

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Das nächste Ess- und Lesbar findet am 17. Oktober statt. Das Thema lautet „Italienische Küche“. Anmeldungen sind erst möglich, wenn das VHS-Programm für Herbst / Winter veröffentlicht wurde.

Fr

Speed Baking – wenn der süße Hunger kommt…


Ich habe mal wieder ein ganz neues Backbuch aus unserem Bestand mitgenommen und möchte es wärmstens empfehlen:

„Speed Baking“ aus der Topp-Reihe vom Frech Verlag.

„Ob unerwarteter Besuch oder spontaner Kuchenhunger – manchmal muss es einfach schnell gehen. Daher haben die Kuchen und Desserts in diesem Buch den Turbogang eingelegt und sind in 10 bis 40 Minuten auf dem Tisch – und das ganz ohne Backmischungen!
Ob Biskuit-Rolle oder Lava Cake, ob Klassiker oder Neuinterpretation, ob geschichtet, gestapelt oder gerollt, ob mit Backofen oder ohne – beim »Speed Baking« ist für jeden Geschmack und jedes Zeitfenster etwas Passendes dabei! Und dank der Schnelligkeitstipps, Backhacks und raffinierten Zutaten sind mehr als 35 extraschnelle Leckereien garantiert!“ 

Ich habe mal die Neuinterpretation eines Klassikers ausprobiert, die Kolleginnen haben sich bereitwillig als Testesser geopfert 😉

„Kalter Hund“ à la „Cookies & Cream“ mit Oreo-Keksen und weißer Schoki…

Unser Fazit: Super einfach zu machen, wenn man die Masse zum Kühlen ins Gefrierfach stellt, tatsächlich auch in weniger als 15 Minuten fertig, knusprig, hammerlecker, allerdings auch seeehr süß und etwas schwer zu schneiden.

Als nächstes möchte ich die Peanut-Butter Cups ausprobieren…

Neu

 

 

 

Jagen für den Kochtopf

„Ich geh mal was zu Essen jagen!“ – diesen Satz kann man noch regelmäßig mittags bei den Kolleginnen aufschnappen. Es endet meist darin, im Kühlregal eines Discounters einen Salat zu ergattern oder aufbrühfähige Instantsuppen in Plastikdose und vielen Es in der Zutatenliste mit Hilfe eines Wasserkochers zu einem essfähigem Sud zu rühren.

Mit mehr Freizeit würden viele von uns jedoch natürlich sich gesünder ernähren und z.B. im heimischen Garten oder der Laubenkolonie Anbau betreiben. Die leider nur vier mal im Jahr erscheinende Zeitschrift „Frisch aus dem Garten“ wurde in den Stadtbibliothek Salzgitter zum Ausleiherfolg. In der sehr großen und damit sehr grünen Stadt wird also viel im Garten gejagt. Selbstanbau ist im Trend.

Und was ist mit Fleisch?

Nun, auch in einer Flächengrossstadt wie Salzgitter dürften Schafe und Ziegen nur selten den heimischen Garten bevölkern und so manches Tier bleibt von Natur aus lieber im Wald und lebt Wild.

In einer Buchhandelsauslage bin ich nun aber über folgenden Titel gestolpert:

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Auch wenn dieses Buch in der 1. Auflage bei Kosmos erschienen ist , handelt es sich um einen Klassiker. Es ist sehr schön zu beobachten, wie der Zeitgeist die Titelgestaltung beeinflusst:

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Der letztere Bildumschlag ist von 1992. Nun habe ich den Fund mit der betroffenen Lektorin begutachtet. Die neuen Techniken ermöglichen den digitalen Blick ins Buch. Nicht nur die Danksagung gilt bayerischen Jägersvereinen, auch die Bildstrecken sind stark auf das südliche Bundesland zugeschnitten. Die Rezepte selber sind auf den ersten Blick keine Regionalia. Auf den zweiten Blick wird es jedoch im Harz schwierig für das Murmeltiergericht das entsprechende Gegenstück auf zu stöbern. Auch der Birkhahn sollte ein schwieriges Unterfangen in Südostniedersachsen werden. Und nicht zuletzt findet sich da die Waldschnepfe wieder.

Waldschnepfe? War da nicht was. Ja, da hatte bereits unser Stadtarchiv ein Rezept zu. Und hiermit muß ich meinen Satz aus dem Artikel

„Übrigens keines dieser Rezepte findet sich in den Neuauflagen von Kochbücher á la „Was Oma noch wusste“

hiermit widerrufen.

ABER

Noch hat das Buch nicht den Weg in unseren Bestand geschafft. Wir haben die nicht bislang nicht gesondert gezählten Anfragen nach Murmeltierrezepten mit Hilfe des Leihverkehrs beantworten können.

ScG

Grillin‘ my softly

Das ist nur eine der Überschriften aus dem Kochbuch „Foodtruck“.

foodtruckVergessen Sie Fast- oder Slow-Food! Streetfood ist ein neuer, beliebter Trend aus den USA, der nicht nur Genussvielfalt im wahrsten Sinne des Wortes bietet, sondern auch bis vor Ihre Haus- oder Bürotür gebracht wird. Foodtrucks, die meist auf Markt- und großen Parkplätzen zu finden sind, bieten Gerichte für nahezu jeden Geschmack an. Im gleichnamigen Kochbuch finden Sie die dazugehörigen Rezepte. Dabei kommen Veganer und Vegetarier ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber von Hamburgern und anderen Fleischgerichten. Im Buch finden Sie zudem die angesagtesten Foodtrucker im deutschsprachigen Raum und weitere Informationen zum Thema. Werden auch Sie damit zum Streetfood-Kenner und -Liebhaber! (Quelle: EMF Verl.)

Beim Durchblättern sind mir sehr viele, sehr leckere Rezepte sofort ins Auge gesprungen. Wie z.B. Süßkartoffelcurry oder der leichte Nudelsalat. Es sind alles Sachen, die man auch super für die Mittagszeit auf Arbeit mitnehmen kann.

Wer schon vorab einen Blick ins Buch werden möchte, kann das hier. Das Buch ist in den nächsten Tagen auch bei uns im Bestand der Stadtbibliothek.

Urlaubsessen

Mitten in den Sommerferien essen wir in Deutschland Wohnenden ja gerne auswärts. Und geraten ins Schwärmen. Der Gaumen ist offen für Neues. Irgendwann schwappt das Urlaubsgefühl dann in die Heimat. Wir wollen Das, was im Urlaub so gut geschmeckt hat, auch wieder zu Hause konsumieren. Das ist sicher mit ein Grund warum italienische, türkische oder griechische Restaurants das ganze Jahr über Konjunktur haben. Auch die asiatische Küche und natürlich die amerikanische Küche haben den Einzug bis in die heimischen Küchen gefunden.

Das schlägt sich in einer Vielzahl von Kochbüchern nieder, die in der Stadtbibliothek große Nachfrage haben.

Eine Sonderform ist das mobile Kochen. Egal ob auf dem Boot, im Wohnmobil oder eben draußen – hier ist man oft stark eingeschränkt (und dem Thermomix fehlt die Steckdose 🙂 ) In diesem Bereich sollte man auf die Skandinavier schauen, die oft mit kleinen Mitteln leckere Nahrung kreieren.

Kochen unter freiem Himmel von Karin Ihre

Da fällt mir gerade auf – skandinavisch Essen gehen? Nein, nicht die Hot Dogs vom schwedischen Möbelgeschäft! Das wird hier schwierig. Die nordische Küche ist nicht nur Sürstromming , sondern auch Kanelbullar (nicht zu verwechseln mit dem Franzbrötchen) und andere Leckereien. Mein Knäckebrothauptlieferant hat da Tipps, wie aus einfachem Knäcke eine Pizza wird:

Weitere kurzweilige Anleitungen gibt es unter https://www.youtube.com/user/leksandsbrod – natürlich auch mit einer Köttbullarvariante. Das Knäcke dieser Firma ist in Deutschland nur schwer zu bekommen. Das gilt jedoch auch für Rentier- und Elchfleisch und Käse aus der Tube; übrigens die beste Möglichkeit unterwegs ohne Kühlschrank Käse zu transportieren.

Sollten Sie also wie der Blogschreiber mit einer Unmenge an lokalen Leckereien und Zutaten aus dem Urlaubsland wieder ankommen, die Stadtbibliothek hat sicher das richtige Kochbuch dazu.

ScG – Gerald Schleiwies

Sarah wiener Frankreich

Die Starköchin Sarah Wiener erkundet die Geheimnisse der französischen Küchenmeister. Mit ihrem roten Käfer-Cabrio fährt Sarah Wiener durch das Heimatland der Feinschmecker. Die Erfahrungen auf den 30 Stationen ihrer Tour de France präsentiert sie hier als abwechslungsreiches Menü aus Geschichten über Land und Leute, Koch-Anekdoten, Einkaufs-, Küchen- und Serviertipps, Rezepten und Adressen. Miesmuscheln in der Bretagne, kleine Täubchen in Avignon, schwarzes Schwein in den Pyrenäen, Kartoffelknödel im Elsass: Es sind nicht die Hochburgen der Haute cuisine, die Sarah Wiener bereist, es sind die lokalen Erzeuger, die Trüffelsucher, Muschelfischer oder Käseveredler. „Mich interessiert die bodenständige und regionale Küche. Die auf den ersten Blick einfach zu machen ist, aber doch immer eine Raffinesse hat.“ Und bevor es in die Küche geht, müssen Schafe gemolken oder Hühner eingefangen werden, und es gibt interessante Dinge über die regionalen Spezialitäten und ihre Geschichte zu erfahren.(Quelle)

Wenn Sie wissen möchten, wo das Schwein mit dem Namen Sarah lebt, dann sollten Sie dieses Buch lesen. Es sind nicht nur sehr leckere und gut nachkochbare Rezepte enthalten – auch für Nicht-Sterne-Köche 😉 – Sarah Wiener erzählt hier auch viel von Land und Leuten in Frankreich. Und wenn Sie die Schokoladeneclairs machen, verkosten wir diese sehr gerne für Sie 🙂