Wie man Magie schreibt

Schon im letzten Jahr konnten unsere Julianer mit Archie Greene in die Welt der Magie eintauchen. Damals war der erste Teil „Archie Greene und die Bibliothek der Magie“ im Julius Club mit vertreten. Umso schöner, dass es dieses Jahr auch Teil zwei in die Lese-Liste geschafft hat.

Archie greene 2In „Archie Greene und der Fluch der Zaubertinte“ bekommt er mit vier weiteren Zauber-Lehrlingen ein neues Feuermal – dieses bewirkt, dass das man Magie schreiben kann. Dieses Feuermal erschien zum letzten Mal kurz vor dem großen Brand von London. Auch damals waren es fünf junge Lehrlinge, darunter John Dee. Die Gruppe war damals für den Brand verantwortlich und verschuldete dadurch, dass sich heute die Magie verstecken muss.

Doch neu geschriebene Magie wird dringend benötigt, denn die Schutzzauber um die Bibliothek verlieren ihre Wirkung und darauf warten die Feinde schon eine ganze Weile. Archie und seine Freunde müssen sich entscheiden: gehen sie den langsamen Weg der Professoren oder nehmen sie das Schicksal in ihre Hand versuchen die Bibliothek zu retten. Vor allem Archies Schicksal muss sich dabei entscheiden.

Ein wirklich spannender zweiter Teil und für alle Leser ab 11 Jahren hervorragend geeignet. Und keine Sorge, auch Band eines ist mit in der Lese-Liste für den Julius Club. Wer den Teil noch nicht kennt, kann also direkt beide für sein Julius-Diplom lesen 🙂

Der neue Stephen King kommt

91uswlye-sl Inhalt:

In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses. Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker mit vielen Toten liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter all dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte, mit denen er unvorstellbares Unheil anrichten kann, ohne sein Krankenzimmer je zu verlassen. Ex-Detective Bill Hodges, den wir aus Mr. Mercedes und Finderlohn kennen, kann die Selbstmordepidemie in der Stadt schließlich mit Brady in Verbindung bringen, aber da ist es schon zu spät. (Quelle: Heyne Verl.)

Endlich ist es wieder so weit: Der neue Stephen King ist da! Der letzte Band der Trilogie um Detective Bill Hodges verspricht spannend zu werden.

Detective Bill Hodges wurde schon in den beiden vorherigen Bänden „Mr. Mercedes“ und „Finderlohn“ vorgestellt. In „Mr. Mercedes“ ist er 62 Jahre alt und wurde pensioniert. Einsam und allein fristet er zuhause sein Dasein vor dem Fernseher, frönt zu sehr dem Alkohol und auch der alte Revolver seines Vaters beginnt ihm freundlich zu erscheinen. Er hat zunehmend Selbstmordgedanken und bekommt erst neuen Antrieb, als sich der „Mercedes Killer“ bei ihm meldet und ein packendes Katz- und Mausspiel mit ihm veranstaltet.

In „Finderlohn“ spielt Bill Hodges zu etwa einem Drittel des Romans eine Rolle. Hier wird auch auf seinen Widersacher aus „Mr. Mercedes“ eingegangen, dessen Entwicklung Detective Hodges mit Besorgnis beobachtet und bereits Schlimmes erahnt.

In „Mind Control“ wird er wieder zum Hauptprotagonisten. Er ist hier nun 69 Jahre alt und seine schlimmen Vorahnungen scheinen sich bestätigt zu haben. Eine kleine Änderung gibt es noch. Waren „Mr. Mercedes“ und „Finderlohn“ handfeste Krimis, so kehrt Stephen King mit „Mind Control“ wieder zu seinen Wurzeln zurück und baut gekonnt Übersinnliches mit ein. Nicht zu vergessen sind die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Charaktere, in denen Stephen King es in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Meisterschaft gebracht hat. Aus jeder Zeile heraus dringt sein einzigartiger und unverwechselbarer Schreibstil.

Mit Spannung wird der neueste Roman dieses Altmeisters erwartet, der demnächst in der Stadtbibliothek verfügbar sein wird.

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Eine Fantasy-Trilogie in einem Band: Die Murdstone-Trilogie

In seinem Buch „Die Murdstone-Trilogie“ schreibt Mal Peet über einen Schriftsteller, der ein Buch schreiben soll. An sich nichts besonderes, allerdings handelt es sich in diesem Fall um den preisgekrönten Jugendbuchautor Philip Murdstone, der von seiner Agentin gedrängt wird, einen Fantasieroman zu verfassen. Er sieht sich selbst als seriösen Schriftsteller und kann mit fantastischer Literatur so gar nichts anfangen. Seine Bücher finden keinen Absatz mehr, er ist völlig pleite und seine ehrgeizige Agentin sieht darin seine letzte Chance, überhaupt noch etwas zu verkaufen. Sie gibt ihm eine Liste, in der das Grundgerüst eines erfolgreichen Fantasieromans aufgezeichnet ist, damit er sich nur noch um die Rahmenhandlung kümmern muss.

Leider hilft das Philip Murdstone überhaupt nicht und er verzweifelt regelrecht. Das Blatt wendet sich erst, nachdem er Volltrunken bei einem alten Steinkreis mitten im Moor einschläft, ihm der Kobold Pocket erscheint und ihm im Austausch gegen eine Gefälligkeit eine Geschichte diktiert.

Das Buch wird eine Riesenerfolg und Murdstone als die Neuentdeckung in der Szene gefeiert!

Leider gehört es sich, dass fantastische Bücher als Trilogie erscheinen und ehe er sich versieht, hat er auch schon den Vertrag für den nächsten Band abgeschlossen. Der Kobold Pocket ist alles andere als erfreut, als Murdstone sich weigert, ihre Abmachung einzuhalten und im Gegenteil sogar noch die Fortsetzung von ihm fordert…

Murdstone

Mit viel Humor und auf die Spitze getriebener Überzeichnung nimmt sich Mal Peet die Literatur- und vor allem die Fantasy-Szene vor, dazu mischt er noch skurrile Charaktere. Das Buch liest sich flüssig und man möchte wissen, wie sich sowohl die Trilogie, als auch das Schicksal des Autors entwickeln.

Ohne irgendetwas zu verraten, war das Ende doch überraschend, aber, wenn man sich die Entwicklung der Geschichte vor Augen führt, doch passend und konsequent.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann sich die „Murdstone-Trilogie“ aus dem Bestand der Stadtbibliothek ausleihen.

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