Magie des Waldes

Der Autor Andrus Kivirähk hat mit seinem Buch „Der Mann, der mit Schlangen sprach“ ein wundervolles Fantasy-Buch geschrieben.

Mann Schlangen sprachDer junge Leemet lebt mit seiner Familie und einem Clan von Jägern und Sammlern im Wald. Er ist der Letzte, der die Sprache der Schlangen beherrscht, in der er mit den Tieren reden kann. Kreuzritter, Dorfbewohner und christianisierte Ackerbauern bedrohen die alte magische Welt des Waldes. Aber Leemet und seine Freundin, eine Otter, setzen alles daran, sie zu retten.

[…] Um Lemeets Welt zu retten, müsste der Nordlanddrache, eine Gottheit für Wohlstand und Schutz, wiedererweckt werden – von einer ganzen Schar von Waldbewohnern, die die Schlangensprache sprechen. Und Leemet ist der Letzte, der diese Sprache beherrscht. (Quelle: Klett-Cotta-Verlag)

Mit diesem Titel taucht man ein in die estnische Märchen- und Fantasiewelt. An manchen Stellen schockiert die Sprache des Autoren – doch liest man weiter, kommen schnell wieder Textpassagen, bei denen man lachen muss. Ein Buch für Fantasy-Liebhaber, aber auch diejenigen, die gerne einmal etwas in die estnische Welt der Sagen eintauchen  wollen.

 

Armageddon von Wolfgang Hohlbein

Verehrte Leserschaft,

wir haben nun Armageddon von Wolfgang Hohlbein im Regal stehen. Es fiel mir, wie so viele andere Bücher auch, beim Katalogisieren in die Hände. Dass Herr Hohlbein wieder ein neues Buch geschrieben hat, wusste ich schon, da ich es bereits sowohl auf seiner Webseite, als auch im Buchhandel gesehen habe, aber nun halte ich es direkt in den Händen.

ArmageddonInhalt: Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem gleichermaßen faszinierenden wie undurchschaubaren Luke. Doch bevor sie sein Geheimnis ergründen kann, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug. Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels. Aber Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Symbolen übersät ist. Und alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat – die letzte Schlacht …

Quelle Inhaltsangabe und Cover:Piper-Verlag

Wolfgang Hohlbein war vor Jahren mein Lieblingsautor. Zu meinen Lieblingsromanen zählen „Märchenmond“, „Dreizehn“, „Unterland“ und „Die Prophezeiung“. Alle zusammen sind mit seiner Frau Heike Hohlbein verfasst. Die beiden haben mir als Kind beinahe den Verstand gesprengt.

Mit der Zeit wurden mir seine Geschichten leider zu flach. Zu viel Geschwafel, wenig Inhalt. Oder seitenweise Kampfszenen. Seelenlos irgendwie. Keine großen Beschreibungen von Gefühlen. Das wurde mir zu öde. Manche Autoren werden mit den Jahren besser. Stephen King ist so ein Kandidat. Aber vielleicht bin ich selbst anspruchsvoller geworden und Fantasy ist einfach nicht mehr mein Genre. Schon vor Jahren habe ich Zwergen und Elfen Adieu gesagt. Jeder entwickelt sich weiter. Ich scheinbar auch.

Natürlich habe ich wieder Rezensionen gelesen. Armageddon schneidet bisher nicht so gut ab und dadurch vergeht mir schon die Lust, mich überhaupt durch die 599 Seiten durchzukämpfen. Denn nichts anderes bedeutete Hohlbein seit einigen Jahren für mich persönlich. Durchkämpfen. Aber es liegt hier vor mir und es lockt mich irgendwie. Man streicht mit der Hand über den Buchdeckel und irgendwo tief im Hirn flüstert eine Stimme „nimm mich mit“.

Na gut, dann gebe ich Hohlbein noch eine Chance. Auch wenn es sich um den Auftakt zu einem Mehrteiler handelt. Aber den Helden seiner Kindheit und Jugend lässt man nicht im Regen stehen. Hohlbein ist Teil meines Lebens. Immer noch. Er half mir mit seinen Geschichten durch schlimme Jahre. Ich wünsche mir so sehr, wieder die Aufregung und das Flattern im Magen beim Lesen zu fühlen. Alles wie früher zu erleben, als Hohlbein es schaffte, mich den ganzen Tag an ein Buch zu fesseln.

Für alle Unentschlossenen geht es hier zur Leseprobe.

Wenn auch Sie hoffen, dass der Zauber noch nicht erloschen ist, dann kommen Sie in die Stadtbibliothek Salzgitter und entleihen Armageddon. Sie finden das Buch im Romanbereich unter „Roman Fantastisches HOH 5“.

GL

 

Endlich Mythenmetz in Farbe!

Walter Moers hat schon einige Comics veröffentlicht. Aber ich hätte selber nie geglaubt, dass man „die Stadt der Träumenden Bücher“ als Graphic Novel herausbringen kann. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, weil das Buch so gut ist und an sich schon voller erzählerischer Bilder steckt – von den tollen Illustrationen von Moers ganz abgesehen. Vor zwei Jahren war die Graphic Novel für 2016 angekündigt (ich berichtete). Doch bei Moers ist es ja nicht ganz so unwahrscheinlich, dass sich ein Erscheinungstermin verschiebt und ehrlich gesagt, hatte ich es schon wieder fast vergessen. Ich warte ja eher auf den 3. Teil der Mythenmetz-Reihe.

Aber er ist wahrhaftig da, erst sah ich den Titel in den Buchhandlungen und nun halte ich ihn selber in den Händen (privat und für die Bibliothek 😉 ). Florian Biege, der schon die „13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ koloriert hat (meine absolute Lieblingsausgabe des Titels) hat sich an die Graphic Novel gewagt. Und was soll ich sagen? Von Anfang bis Ende einfach toll 😀

Stadt träumenden Bücher Comic

Wer willen will, worum es in dem Buch an sich geht, dass erfährt man hier. Die Graphic-Novel-Reihe wird aus  zwei Teilen bestehen. Was mich schon sehr überrascht hatte, wie man dieses Buch in gerade mal zwei Comics aufteilen kann – doch es funktioniert. Der erste Band erzählt wie Mythenmetz in die Stadt der Träumenden Bücher kommt, wie es ihn in die Katakomben verschlägt und er die Buchlinge trifft. Einen Blick ins Buch über die Verlagsseite sollte jeder riskieren. Mich haben die Zeichnungen sofort überzeugt und ich denke, das wird auch vielen anderen so gehen.

Wer Graphic-Novels oder gerne Comics liest, der muss auch „Die Stadt der Träumenden Bücher“ versuchen und wer Walter Moers gerne liest, der greift hier auf gar keinen Fall daneben.

„Es“ kommt….!

Wer hat jetzt schon herausbekommen, worum es in diesem Blogbeitrag gehen wird?

Natürlich um Literaturverfilmungen. Von „Es“ gab es in Anfang der 90er Jahre bereits schon eine – wie ich zumindest damals fand – imposante Umsetzung. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man vor einem Clown Angst haben könnte und wurde eines besseren belehrt. Ende September ist nun eine moderne Version im Kino angelaufen. Ich tue mich mit den Neuverfilmungen immer etwas schwer. Letztens habe ich mitbekommen, dass es nun einen neuen jungen MacGyver gibt. Ich schweife ab, aber ich glaube solche Zweit-, Dritt-, Vierverfilmungen sind im Besonderen für diejenigen spannend, die die anderen Versionen nicht kennen.

Gute Kritiken hat der Film ja bekommen. Gerade bei den gruseligen Geschichten ist das Lesen doch ganz gut. Zum Einen ist die Phantasie meist nicht ganz zu exzessiv, wie die filmische Darstellung und ein weiterer Vorteil ist einfach weiterblättern zu können. Beim Film schließt man zwar die Augen, aber trotzdem bekommt man ja akustisch immer noch ziemlich viel mit.

Worum geht in der Geschichte?

Die Kinder Bill Denbrough, Richie Tozier, Eddie Kaspbrak , Beverly Marsh, Ben Hanscom, Stanley Uris und Mike Hanlon  leben in einer Stadt namens Derry im US-Bundesstaat Maine, in der immer wieder Menschen verschwinden – sowohl Erwachsene, als auch vor allem Minderjährige. Im Laufe eines Sommers erfahren die Kinder schließlich von einer monströsen Kreatur, die Jagd auf Menschen macht und sich in die schlimmsten Alpträume ihrer Opfer verwandeln kann. Meistens tritt das Biest jedoch in Form des sadistischen Clowns Pennywise auf. Die sieben Kinder wachsen nach und nach zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen, dem „Club der Loser“, und schwören, die Kreatur zu vernichten, die Bills Bruder Georgie  auf dem Gewissen hat… (Quelle: filmstarts.de)

Also entweder ab ins Kino oder in die Bibliothek zu Roman KIN 5 oder dem Nahbereich Fantastisches.

Viel Freude damit… und die Frage, ob man sich jemals wieder ohne Hintergedanken über einen roten Ballon freuen kann.

Rie

Der Höllentrip geht weiter

Amber ist wieder da! Im ersten Band von Demon Road hat Amber erfahren, dass sie ein Dämon ist und mehr oder weniger das nächste Frühstück ihrer Eltern und deren Freunde. Zum Glück wollte eine nicht mehr mitspielen und hat Amber mit Milo Sebastian auf eine wilde Flucht durch die USA geschickt. Dabei lernt Amber den etwas verrückten aber liebenswerten Glen kennen. Nebenbei geht sie noch einen Pakt mit einem Dämon ein, um ihre Eltern und deren machtbesessene Freunde ein für alle Mal los zu werden. Am Ende bleibt allen nur die Flucht ins Ungewisse.

Im zweiten Teil von Derek Landys Dämonentrilogie verschlägt es Amber und Milo nach Desolation Hill.

Desolation HillWenn ihr glaubt, Dämonen könne man nicht reinlegen, dann solltet ihr euch mal mit Amber unterhalten!


Desolation Hill ist nur scheinbar ein friedliches Städtchen. Jedes Jahr findet hier ein großes Festival statt. Alle Fremden müssen die Stadt verlassen und die Kinder werden in Panikräumen eingeschlossen. Nur die Erwachsenen wissen genau, was in der Höllennacht passiert. Und sie können gar nicht erwarten, dass es endlich losgeht.
Als kurz vor Einbruch der Dämmerung ein kleiner Junge verschwindet, ist Amber Lamont eines klar: Hier hat mal wieder jemand einen Pakt mit Dämonen geschlossen und eine unschuldige Seele muss geopfert werden. Aber da schaut Amber nicht lange zu! (Quelle Text und Bild: Loewe Verlag, gesehen 20.09.17)

Ich habe mich schon lange auf den 2. Teil gefreut. Bei mir wird das Buch definitiv Vor- und Urlaubslektüre. Den Titel haben wir im Buchbestand bei den jungen Erwachsenen und in der e-Ausleihe 🙂

Und wer schon immer mal wissen wollte, welcher Dämon er/sie ist, der Loewe-Verlag bietet dazu einen kleinen Psychotest „Wie dämonisch bist du?“ unter www.demonroad.de an. Laut dem Test bin ich ein „guter Mensch“ – na ja, Hörner würden mir eh nicht stehen… 😉

Ein Meer aus Tinte und Gold

Der JULIUS CLUB ist in vollem Gange und hier kommt noch ein Lesetipp für ein Buch, das derzeit nur exklusiv von den Mitgliedern ausgeliehen werden kann. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit den Titel über die Onleihe auf den E-Book-Reader zu laden.

Ein einfacher Satz fällt einem sofort zu dem Titel von der Autorin Traci Chee ein, wenn man ihn gelesen hat: „Dies ist ein Buch.“ Er ist kurz, prägnant und sagt doch so viel aus, besonders da die Geschichte von einer Welt erzählt, in der die Bevölkerung nicht lesen und schreiben kann. Dort sind auch keine Bücher bekannt und alles Wissen wird nur mündlich weiter gegeben.

Die junge Sefia schlägt sich zusammen mit ihrer Tante durch, immer auf der Flucht vor den Mördern ihres Vaters. Sie hat einen merkwürdigen Gegenstand ganz unten in ihrem Rucksack, den schon ihr Vater versteckt hatte und wegen dem ihre Eltern verfolgt wurden. Sie wird durch die weiteren Ereignisse gezwungen, sich näher damit auseinander zu setzen. Zuerst widerwillig, bis sie bemerkt, dass diesem eine starke Magie inne wohnt und sie bei jedem Berühren des Umschlags und der Seiten immer mehr versteht, dass es sich um ein Buch handelt und dass es sie lehrt es zu lesen.

Nicht nur die Geschichte zieht einen in ihren Bann auch von der ganzen Gestaltung wird mit dem Medium Buch gespielt. Allein schon der glänzend goldene Einband fällt einem sofort ins Auge und Innen ziehen sich über den unteren Rand der Seiten Geheimbotschaften, um Beispiele zu nennen.

„Ein Meer aus Tinte und Gold“ ist der erste Jugendroman der Autorin und der Auftaktband zu einer Reihe. Man darf gespannt sein, wie sie fortgesetzt wird.

La

 

 

 

 

Wie man Magie schreibt

Schon im letzten Jahr konnten unsere Julianer mit Archie Greene in die Welt der Magie eintauchen. Damals war der erste Teil „Archie Greene und die Bibliothek der Magie“ im Julius Club mit vertreten. Umso schöner, dass es dieses Jahr auch Teil zwei in die Lese-Liste geschafft hat.

Archie greene 2In „Archie Greene und der Fluch der Zaubertinte“ bekommt er mit vier weiteren Zauber-Lehrlingen ein neues Feuermal – dieses bewirkt, dass das man Magie schreiben kann. Dieses Feuermal erschien zum letzten Mal kurz vor dem großen Brand von London. Auch damals waren es fünf junge Lehrlinge, darunter John Dee. Die Gruppe war damals für den Brand verantwortlich und verschuldete dadurch, dass sich heute die Magie verstecken muss.

Doch neu geschriebene Magie wird dringend benötigt, denn die Schutzzauber um die Bibliothek verlieren ihre Wirkung und darauf warten die Feinde schon eine ganze Weile. Archie und seine Freunde müssen sich entscheiden: gehen sie den langsamen Weg der Professoren oder nehmen sie das Schicksal in ihre Hand versuchen die Bibliothek zu retten. Vor allem Archies Schicksal muss sich dabei entscheiden.

Ein wirklich spannender zweiter Teil und für alle Leser ab 11 Jahren hervorragend geeignet. Und keine Sorge, auch Band eines ist mit in der Lese-Liste für den Julius Club. Wer den Teil noch nicht kennt, kann also direkt beide für sein Julius-Diplom lesen 🙂