Buchempfehlung: Und sie fliegt doch

Verehrte Leserschaft,

ich möchte Ihnen ein tolles Buch empfehlen. „Und sie fliegt doch – eine kurze Geschichte der Hummel“. Ich habe mir dieses Buch vor längerer Zeit gewünscht, da ich großes Interesse an Hummeln habe und ich bin mir sicher, dass auch Sie Gefallen daran finden werden. Das Sachbuch ist amüsant, es geht nicht nur um Hummeln, auch andere Insekten werden portträtiert. Ein spannendes Werk für jeden Insektenfreund.

9783548612812_coverInhaltsangabe: Sie ist irgendwie pelzig und unter den schwarz-gelben Insekten ein ganz dicker Brummer: Die Hummel, ein wahres Wunder der Natur. Denn immer wenn sie ihren dicken Körper in die Luft wuchtet, überlistet sie mal ganz nebenbei die Schwerkraft. Sie hat einen fast doppelt so hohen Energieumsatz wie ein Kolibri und ist ein wichtiges Nutztier: Jährlich bestäubt sie Millionen Tomaten, Äpfel und Johannisbeeren. Doch die Hummel ist vom Aussterben bedroht. Und ihr Verschwinden hätte dramatische Folgen für die Menschheit. Ein kurioses wie charmantes Buch, voller Humor und zeitgleich eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die wahre Königin der Lüfte.

Quelle Inhaltsangabe und Buchcover: Ullstein Buchverlag

Der Autor geht zu Beginn auf seine Anfänge als Naturforscher ein. Hier sind sehr interessante Anekdoten zu finden. Etwa, wie er versehentlich als Kind die Fische in seinem Aquarium durch einen Stromschlag tötet, oder versucht, seinen Wachteln Prothesen aus Streichhölzern und Plastilin anzufertigen. Oder der Versuch, nasse Hummeln mithilfe eines Küchenherds zu trocknen. Was leider in einem Desaster endet und vorläufig das Ende seiner frühen Karriere als Hummelschützer einläutet.

Diese kleinen, teilweise sehr lustigen Anekdoten versetzen mich wieder in meine Kindheit und ich erinnerte mich, wie ich als Kind eine dicke haarige Raupe mit nach Hause brachte, die ich in einen durchsichtigen Becher mit Gras und einem kleinen Stöckchen setzte. Ich wollte herausfinden, ob daraus ein Schmetterling schlüpfen würde. Leider habe ich nicht bedacht, dass die Sonne im Frühling am Südfenster sehr stark brennt und fand die Raupe ein paar Stunden später geröstete vor. Danach durfte ich keine Raupen mehr ins Haus holen.

Faszinierend ist auch die Besiedlung Neuseelands mit Hummeln. Sie stammen aus England. Dave Goulson beschreibt sehr anschaulich, wie die Tiere mit dem Schiff ans andere Ende der Welt gebracht wurden. Dabei gab es natürlich auch Fehlschläge. Im weiteren Verlauf des Buches schlägt der Autor auch ernstere Töne an. Er geht auf das Insektensterben ein und auf die Folgen, die sich daraus zwangsläufig für unsere Welt ergeben.

Gerade in den Anfängen und auch was die Neugier des Autors betrifft, finde ich große Parallelen zu mir und meiner Kindheit und ich komme nicht umhin, mich zu fragen, ob mich eine Karriere als Insektenforscherin ebenso interessiert hätte, wie mein jetziger Beruf. Die Antwort darauf ist ganz klar ja. Denn Insekten haben auf mich tatsächlich immer noch eine große Anziehungskraft. Besonders Hummeln sind unglaublich faszinierend und da ich mich sehr für diese flauschigen, dicken, fliegenden Kugeln interessiere, habe ich hier ein paar schöne Fotoschnappschüsse, die im Laufe der Jahre in meinem Garten entstanden sind. Leider sind Hummeln schwer zu fotografieren, da sie sehr schnell sind.


Bildquelle: Stefanie Görlich


Falls Sie sich ebenfalls für das Buch interessieren, finden Sie es in unserem Sachbuchbestand unter „Bio 810 GOU“. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

GL

Wie man der DSGVO mit Humor begegnet

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist DAS Schreckensmonster des Jahres 2018. Zwar ist das Gesetzt sinnvoll und notwendig, aber die praktische Umsetzung und Einhaltung gestaltete sich vielerorts als zeitintensive Nerverei. Denken Sie mal zurück: Wie viele Emails und Briefe bekamen Sie, mit der Bitte um Unterzeichnung der Einverständniserklärung?

Das man das Gesetz auch mit Humor nehmen kann, beweist Sabrina Železný in ihrem Facebook-Beitrag:

Fr

Jumanji goes Virtual Reality

Jumanji ist ein Brettspiel, dass, einmal begonnen, unbedingt zu Ende gespielt werden muss. 1995 konnten die Zuschauer mit Alan, Judy, Peter und Sarah mitfiebern, ob dieses Spiel denn wirklich zu schaffen ist. Auch 2017 war es wieder so weit: Jumanji lockte seine Spieler in „Jumanji: Willkommen im Dschungel„. Dieses Mal nicht als einfaches Brettspiel, sondern als Konsolenspiel.

Jumanji

1996 findet Alex Jumanji, das sich in ein Konsolenspiel verwandelt  und nach altbekannter Tradition wird er in das Spiel gesaugt. 20 Jahre später müssen vier Schüler an einer Highschool nachsitzen: Spencer, Fridge, Bethany und Martha finden Jumanji im Keller der Schule und da Nachsitzen eh langweilig ist, versuchen sie es halt mit dem alten Spiel. Auch sie werden in die Welt von Jumanji hineingezogen und spielen fortan ihre gewählten Charaktere: Was aus einem Nerd ganz schnell einen Muskelprotz und aus einer etwas selbstverliebten jungen Teenagerin einen alten etwas beleibteren Wissenschaftler macht. Die Story an sich ist nicht neu, denn alle vier müssen zusammen das Land Jumanji retten, um aus dem Spiel herauszukommen. Dafür müssen sie ein Juwel wieder an seinen Platz bringen. Mit diesem Auftrag kann der abenteuerliche Weg durch das urwaldartige Jumanji mit seinen mehr als gefährlichen Tieren und hartnäckigen Gegenspielern beginnen.

Die Geschichte mag nicht ganz neu sein, jedoch ist die Umsetzung gut gelungen und bietet auf jeden Fall einen unterhaltsamen Fernsehabend – mit einigen garantierten Lachern. Den Film haben wir als DVD und Blu-Ray in der Bibliothek natürlich auch im Bestand.

Die Bibliothek nach Farben

Jeder kennt die Frage: Viele hatten sie selber schon auf den Lippen: „Ich suche ein rotes Buch“. Doch was passiert, wenn die Bibliothek tatsächlich nach Farben und Größe sortiert wird und man aber einen bestimmten Titel sucht, das zeigt der folgende wirklich sehr lustige Clip: The Two Ronnies The Confusing Library

https://www.youtube-nocookie.com/embed/AYxmPHLU9oA

Viel Spaß dabei.

„Dopping in Fuussssball briingt nix! – Gähörrt doch in Spielärr!!“

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In dieser satirischen Lesung von Tomislav Schwebezov am 07.06.2018 ab 19:00 Uhr in der Stadtbibliothek Fredenberg geht es um die MAFI(F)A-WM 2018 in Russland.

Tom Schwebe, alter Ego von Tomislav Schwebezov und früherer KGB-Agent, nutzte die russische „Abwehrschwäche“ und deckte die mafiösen Strukturen der FIFA auf… Tomislav Schwebezov verwendet das Material zu einer enthüllenden Lesung mit kompromittierenden Texten.

Der künftig wohl in Sibirien lebende Künstler, präsentiert reichlich selbstverfasste Anekdoten, Polemiken, Stories und sogar Gedichte. Er liest aber auch aus Büchern von Fußball liebenden Kabarettisten, Schriftstellern und Ex-Fußball-Profis.

Themengerecht dauert die Lesung 2 x 45 Minuten, verbale Fouls werden konsequent abgepfiffen. Der Eintritt kostet 7 €. Der Kartenvorverkauf läuft in allen Zweigstellen der Stadtbibliothek.

Alles kann, Liebe muss

„Alles kann, Liebe muss“ von Katrin Bauerfeind ist keine Liebesschmonzette, sondern viel mehr eine Sammlung von Geschichten aus ihrem Leben. Das Buch trägt den Untertitel „Geschichten aus der Herzregion“ und ist locker, leicht und vor allem mit viel Humor geschrieben. In einem ihrer vorherigen Bücher schrieb sie schon: Man kann sich leichter am Hintern kratzen als am Herzen. Und dieses Zitat passt wunderbar zu diesem Buch.

Katrin Bauerfeind sagt in ihrem Vorwort, dass es viel einfacher ist zu hassen als zu lieben. Aber in einer Welt, in der es immer mehr Hass gibt, ist es umso wichtiger mehr Liebe zu verbreiten. Wir müssen damit aber bei uns anfangen. Wenn jeder von uns bei jedem fünfen Blödmann, der uns das Leben schwer macht, nicht zurück meckern, sondern mit Verständnis reagieren und eine nette Antwort geben, können wir schon etwas in dieser Welt bewirken. Vielleicht versuchen wir einfach mal öfter fremde Menschen einfach mal anzulächeln? Katrin Bauerfeind ist davon überzeugt, dass es hilft die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Bei vielen Geschichten in diesem Buch habe ich mich oder meine Handlungsweisen wiederentdeckt. Bei einigen musste ich wirklich laut und aus vollem Herzen lachen, einige brachten mich zum Nachdenken und andere haben mir das Herz zugeschnürt. Aber auf jeder Seite fühlte ich mich unterhalten und nach jeder Geschichte wollte ich eine weitere lesen.

FAZIT: Wir müssen bei uns beginnen, wenn wir die Welt besser machen wollen. Aber wer ein esoterisches Buch erwartet, wird enttäuscht sein. In „Alles kann, Liebe muss“ ist „nur“ gute Unterhaltung rund um das Thema Liebe drin.

Ein „Wahnsinns“ Freitag

Wenn das Leben aus der Bahn gerät – Mareike Krügels Roman „Sieh mich an“

Zum Inhalt:

http://www.mareikekruegel.de/buecher/buecher.html

Dieses Gefühl, wenn jemand eine Geschichte schreibt, die einen so sehr an das eigene Leben erinnert: Eine Heldin erschafft, mit der man sich so sehr identifizieren kann, dass es schon fast unheimlich ist – kennen Sie das auch?
Mir ging es bei diesem Buch so und ich kann es wärmstens empfehlen.

„Nur“ ein einziger Freitag im Leben der Katharina T. … auf 250 Seiten herrlich schwarz-humorig, abgrundtief traurig, skurril, poetisch… einfach fesselnd beschrieben.

Eine wahre Gefühlsachterbahn.
Steigen Sie ein?

Das Buch mit dem auffälligen Fuchs auf dem Cover (ja, der kommt natürlich auch in der Geschichte vor…) ist bei uns unter Roman Frauen KRU 4 zu finden und die perfekte Wochenend-Lektüre.

P.S. Vor kurzem ist Krügels „Die Tochter meines Vaters“ im Taschenbuch erschienen und steht auf meiner Leseliste ganz oben… Was es dort wohl mit dem Hund (oder ist es ein Wolf?) auf dem Titel auf sich hat?

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