Wie man Magie schreibt

Schon im letzten Jahr konnten unsere Julianer mit Archie Greene in die Welt der Magie eintauchen. Damals war der erste Teil „Archie Greene und die Bibliothek der Magie“ im Julius Club mit vertreten. Umso schöner, dass es dieses Jahr auch Teil zwei in die Lese-Liste geschafft hat.

Archie greene 2In „Archie Greene und der Fluch der Zaubertinte“ bekommt er mit vier weiteren Zauber-Lehrlingen ein neues Feuermal – dieses bewirkt, dass das man Magie schreiben kann. Dieses Feuermal erschien zum letzten Mal kurz vor dem großen Brand von London. Auch damals waren es fünf junge Lehrlinge, darunter John Dee. Die Gruppe war damals für den Brand verantwortlich und verschuldete dadurch, dass sich heute die Magie verstecken muss.

Doch neu geschriebene Magie wird dringend benötigt, denn die Schutzzauber um die Bibliothek verlieren ihre Wirkung und darauf warten die Feinde schon eine ganze Weile. Archie und seine Freunde müssen sich entscheiden: gehen sie den langsamen Weg der Professoren oder nehmen sie das Schicksal in ihre Hand versuchen die Bibliothek zu retten. Vor allem Archies Schicksal muss sich dabei entscheiden.

Ein wirklich spannender zweiter Teil und für alle Leser ab 11 Jahren hervorragend geeignet. Und keine Sorge, auch Band eines ist mit in der Lese-Liste für den Julius Club. Wer den Teil noch nicht kennt, kann also direkt beide für sein Julius-Diplom lesen 🙂

Wer steckt hinter dem kleinen Drachen Kokosnuss?

Ich glaube, es gibt nur ziemlich wenige Menschen, die den kleinen Drachen Kokosnuss nicht kennen. Viele wissen auch, dass Ingo Siegner sich nicht nur die Geschichten ausdenkt, sondern sie auch illustriert.

Auch den Hörbüchern zuzuhören macht sehr viel Freude, wobei man dann ziemlich wenig von den Illustrationen hat 😉 Tja, selten hat man alles im Leben!

Zum 25. Abenteuer des kleinen Drachen Kokosnuss wird der „Vater“ porträtiert und interviewt. Wer also schon mal etwas mehr über ihn wissen wollte, ist hier nun goldrichtig. Viel Freude damit!

 

Rie

Sara Pennypacker: Mein Freund Pax

Mein freund PaxPeter wächst mit einem Fuchswelpen namens Pax an seiner Seite auf. Er ist sein bester Freund. Doch als sein Vater in den Krieg zieht, besteht er darauf, dass Peter den Fuchs aussetzt und zu seinem Großvater zieht. Doch die beiden verbindet ein so intensives Band, dass sie auch über viele Kilometer Entfernung hinweg spüren, wie es dem anderen geht. Peter reißt aus und macht sich auf den Weg zu Pax. Er verletzt sich schwer, begegnet der Eremitin und Kriegsversehrten Vola und findet in ihr eine Freundin. Am Ende finden sich Peter und Pax und begreifen doch, dass die Zeit gekommen ist, in der jeder sein eigenes Leben führen muss.

Peter und Pax: Ein Junge und ein Fuchs – Ein Fuchs und ein Junge. Die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft, die alle Hindernisse überwindet.

Das Buch, das sich auf seine Art aus der Masse der Neuerscheinungen abhebt und auch Erwachsene berührt. Bei Antolin empfohlen für die 5. Klasse.

„Aufrichtig, ergreifend und mitreißend“ New York Times (Vgl. S. Fischer Verlag)

Wf

Unbekannte Welten

unter der erde

Dieses Sachbuch erklärt nicht nur Kindern viele spannende und interessante Sachen zur Erde und zur Tiefsee. Auch so mancher Erwachsener kann beim Lesen noch eine Menge lernen 🙂 Oder wussten Sie wie die ersten Taucheranzüge aussahen? Im Jahr 1715 war so ein Unterwassergang sicher noch kein so schöner Spaziergang, aber immerhin schaffte auch die „Tauchtonne“ schon ihre 20 Meter.

Was verbirgt sich unter der Erde? Was auf dem Grund der Ozeane? Dieses »Wendebuch« führt souverän durch unbekannte Welten.
Aleksandra und Daniel Mizielińscy gelingt erneut ein Husarenstück: Sie führen uns in Gefilde, in die fast nie jemand vordringt: Unter die Erde und Tief ins Wasser!
Es ist spektakulär, was sie uns dort zeigen: Goldminen in Südafrika, die Unterwasserwelt unter Bohrinseln, Vulkanausbrüche, Riesenasseln, Gespensterfische und drei Meter lange Regenwürmer. Sie führen uns zu Ausgrabungen und in Abwasserkanäle und wissen, dass in Nordkorea die tiefste U-Bahn der Welt fährt. (Quelle: Moritz-Verlag)

Ein wirklich schönes und lehrreiches Buch, welches aber trotzdem jede Menge Spaß bringt. Und wer bei der nächsten Grillfeier mal über etwas anderes, als da Wetter reden will, auch dem bietet das Buch ein paar Themen – ich werde es mal mit den Tauchanzügen versuchen 😉

Wf/Sü

Schiefe Märchen und mehr

Paul Marr – der Autor vom Sams – hat sich eingen Märchen genommen und diese leicht abgewandelt:

schiefe-marchen

Typisch Paul Maar:schief, schräg und einfach nur zum Schmunzeln.
Ein Zwerg, der aus der Bio-Tonne in Herrn Mockinpots gemütliche Wohnung zieht? Eine sprechende Vase, die Wünsche erfüllen könnte, wenn sie mal richtig zuhören würde? Eine Königin, die ihre Lesebrille auf dem royalen Klo vergisst. Paul Maars Fantasie und Sprachkunst verleihen klassischen Märchenmotiven Flügel.
Das ist herrlich unpädagogisch und eignet sich zum Vorlesen für die ganze Familie. (Quelle: Oettinger-Verlag)

Ein Buch, bei dem man einfach Lachen muss – egal ob klein oder groß. Ideal auch jetzt für die Zeit, wenn man so langsam die Weihnachstgeschichten über hat 😉

Die Helden der Kindheit

Ich war schon mein ganzes Leben eine Leseratte. Zu erst musste mir meine Familie immer vorlesen und als ich endlich selber lesen konnte, war das für mich die Erfüllung eines Traumes. Eines meiner liebsten Kinderbücher war „Urmel aus dem Eis“. Für mich war Urmel auf jeden Fall ein Held meiner Kindheit. Niemand hatte so tolle und lustige Ideen wie er 🙂

Für alle, die nicht (mehr) wissen, wie es mit Urmel losging:

Eines Tages wird ein Eisberg mit einem Urzeit-Ei am Strand der Insel Titiwu angeschwemmt. Ein seltsames Geschöpfchen schlüpft aus dem Ei: das Urmel! Vorlaut und keck, aber unglaublich liebenswert, sorgt das Urmel künftig für Wirbel bei Professor Habakuk Tibatong und seinen sprechenden Tieren … (Quelle: Thienemann-Verlag)

Ich habe es geliebt und mehr als einmal gelesen! Die Version der Augsburger Puppenkiste kenne ich dagegen bis heute nicht. Jetzt mit einem Alter, das hier ja so gar keine Rolle spielt ;), will ich das auf alle Fälle noch nachholen – wir haben den Film ja zum Glück auch im Bestand.

Zur Einstimmung ein kleiner Ausschnitt:

Habt ihr denn (buchliche) Helden aus der Kindheit, an die ihr euch bis heute sehr gerne erinnert?  Karlsson vom Dach ist mindestens so ein Held wie Urmel – schon weil er fliegen konnte, fand ich ihn richtig gut 🙂

Die Drachenreiter gehen weiter

Lange ist es her, dass ich von Cornelia Funke „die Drachenreiter“ gelesen habe.

Zur Erinnerung:

drachnreiterEine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen, und seinen Begleitern, dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren Ort für Lungs Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr zu geben scheint. Lung setzt seine ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen „Saum des Himmels“. Dort, irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalaya versteckt, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Noch ahnen die drei jedoch nicht, dass es etwas viel Bedrohlicheres als die Menschen gibt – Nesselbrand den Goldenen, das gefährlichste Drachen jagende Ungeheuer, das die Welt je gesehen hat. Und er ist ihnen auch schon auf der Spur … (Oettinger)

Fast 20 Jahre ist es her, dass das Buch erschienen ist. Also im Grunde ist das Buch schon volljährig 😉

Feder Greifen.jpgJetzt geht das Abenteuer mit Ben, Barnabas und Fliegenbein weiter. Zwei jahre sind seit dem Ende des letzten Bandes vergangen, dieses Mal geht es um den Nachwuchs des letzten Pegasus. Um diesen zu retten müssen sich die so schnell wie möglich eine Greiffeder finden. – nicht irgendeine, sondern eine Sonnenfeder. Dafür reisen die Gefährten bis nach Indoniesien. Doch alles ist nicht so einfach wie erhofft – sie sind u.a. auch auf die Hilfe eines Drachens und Kobolds angewiesen…

Im Bestand der Bibliothek ist der Teil schon. Wer die reihe noch nicht kennt, unbedingt versuchen! Ich empfehle sie allen Fans von „Herr der Diebe“, den schon etwas größeren ehemaligen Beast Quest Lesern und überhaupt jedem Freund magischer Geschichten. Cornelia Funke bleibt den Stil der ersten Geschichte treu und verzaubert ihre Leser so ein weiteres Mal.