Mark Twain und Philip Stead: Das Verschwinden des Prinzen Oleomargarine

Die Weltsensation aus den USA! Mark Twains nie veröffentlichtes Kinderbuch.

Mark Twain hatte im Jahr 1879 auf einer Reise mit seinen Töchtern, Clara und Susy, Notizen zu dieser Geschichte gemacht, die allerdings unvollendet blieb. Die beiden hatten ihn um eine Gutenachtgeschichte gebeten und Twain begann, nachdem er sich ein Bild in einer Zeitschrift angesehen hatte, ihnen die Geschichte von Johnny, einem armen Jungen, zu erzählen. Johnny kommt in den Besitz von magischen Samen und begibt sich auf die Suche nach einem verschwundenen Prinzen.

Über ein Jahrhundert später fand man im Mark-Twain-Archiv der University of California (Berkeley) seine Notizen. Sie bilden nun die Grundlage für die vorliegende märchenhafte Geschichte. Philip Stead hat sie vervollständigt und mit wunderbaren humorvollen Illustrationen von Erin Stead begleiten lassen. Es ist eine Erzählung die uns zeigt, dass Großzügigkeit, Empathie und Mut wertvollere Gaben sind als Macht und Geld. Und es ist ein Buch geworden, das über seine Zeit hinausgeht – ein Buch für heutige junge und alte Mark-Twain-Fans.

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Lesekünstlerin 2018

Die Interessengruppe (IG) des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels kürt seit 2009 regelmäßig den oder die Lesekünstler(in) des Jahres im Kinder- und Jugendbuchbereich. Aber wer ist ein Lesekünstler und wie kann man das werden? Erste Voraussetzung: Man muss ein(e) Autor(in) sein sowie im Kinder- und Jugendbuchbereich schreiben und auch dort Lesungen durchführen. Beim Vorlesen sollten nach Möglichkeit die Zuhörer nicht einschlafen 😉 Der Autor/die Autorin muss es verstehen, das Publikum zu fesseln – dabei ist der Kreativität keinen Grenzen gesetzt. Manche schaffen das schon durch ihre tolle Vortragsweise, andere durch szenische Untermalung, zeichnend usw. Auch sollte man gut auf die Fragen der jungen Zuhörer eingehen können.

Vorgeschlagen werden können die Autoren von den Buchhändlern – die Beschränkung ist eigentlich schade. Wir Bibliotheken kennen da auch so manche guten Vorleser 🙂

Trick 347

Dieses Jahr hat es die Autorin Nina Weger geschafft! Auf der Leipziger Buchmesse las sie aus ihrem Titel „Trick 347 oder Der mutigste Junge der Welt“ (Oetinger Verlag) vor und bewies dabei, dass sie den Preis mehr als verdient hatte. Auch von uns noch alles Gute zu dieser Auszeichnung und wir hoffen bald auf viele neue tolle Titel aus der Feder von Nina Weger 🙂 Denn „Trick 347“ war bei uns schon ein Julius-Club-Buch und wurde damals von Kollegen und Julianern schon sehr gerne gelesen 🙂

Der Jugendliteraturpreis 2018

Deutscher Jugendliteraturpreis

Der Deutsche Jugendliteraturpreis existiert schon seit 62 Jahren. Am 12. Oktober wird Bundesministerin Dr. Franziska Giffey – zur Frankfurter Buchmesse – die Gewinner bekannt geben. Insgesamt wurden im März zur Leipziger Buchmesse 32 Nominierungen bekannt gegeben, in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Wer gewinnt, entscheidet eine Kritikerjury aus neun erwachsenen Juroren. Außerdem gibt es noch eine Jugendjury, die einen eigenen Preis verleiht. Eingereicht werden können alle Titel – egal, ob von deutschsprachigen oder fremdsprachigen Autoren – so lange die Titel ins Deutsche übersetzt sind.

Die Nominierungen kann man sich direkt auf der Seite des Deutschen Jugendliteraturpreises ansehen und sich schon mal seine eigenen Favoriten raussuchen 😉 Ich bin auf die Sieger im Oktober schon sehr gespannt und bis dahin habe ich noch etwas Zeit und werde mich mal mit ein paar der Titel näher auseinandersetzen.

Aus einer Lesung wird ein rätselhaftes Abenteuer

Am 11.04.208 bietet die Stadtbibliothek in Lebenstedt etwas ganz Besonderes:

Ulf Blanck – u.a. Autor „der drei ??? Kids“ – liest „Panik im Paradies“ und dabei ist die Aufmerksamkeit aller gefragt! Denn noch eh man sich versieht, steckt man als Zuhörer selber mittendrin und muss helfen den Fall zu lösen.

Ulf Blanck

Ich bin sehr gespannt, ob es das Publikum schafft den Fall zu lösen 😉

Ausstellungseröffnung Salzgitter-Lebenstedt

Vernissage „Kunst für Kinder und Konsorten“

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Die „Kunst für Kinder und Konsorten“ des Künstlers Kalle Becker werden die Besucher der Ausstellung vom 06. April 2018 bis Anfang Juni 2018 in der Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt erleben können.

Kalle Becker ist im Jahre 1964 in Göttingen geboren. Er studierte Design und war tätig als Schauspieler, Produzent, Regisseur, Photograph, Drehbuchautor, Schriftsteller, und Illustrator. Aber auch als Lehrer in seiner Malschule, wo er Kinder und Erwachsene – einzeln unterrichtet oder in Gruppen. Hauptsächlich ist er jedoch bildender Künstler. Seine Werke konnten schon in der Nationalgalerie von Windhoek in Namibia, im Goetheinstitut in Johannesburg, in Berlin und in seiner Heimatstadt Salzgitter bewundert werden.

Inspiration zu seinen Bildern und Geschichten holte Kalle Becker sich auf seinen Reisen.  Die Ausstellung „Kunst für Kinder und Konsorten“, die in Verbindung mit einer Lesung gezeigt wird, umfasst zwei getrennte malerische Zyklen. Bei beiden verwendete der Künstler Acrylfarbe – als Untermalung auf der weißen Leinwand. Die letztliche Ausführung wurde mit Ölfarben getätigt.

Beide Bilderreihen entstanden aus jeweils einer Kinderbuchidee. Auf Grundlage zweier vom Künstler selbst geschriebener Geschichten. Ziel des Künstlers war es Illustrationen vorzulegen, die beiden Seiten gerecht würden: Den vorlesenden Erwachsenen und auch den Kinder selbst. Die Texte entstanden zum Teil in Zusammenarbeit mit einem Kinderpsychologen.

Zu der Vernissage am 06.04.2018 ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek in Lebenstedt laden wir Sie herzlich ein, in eine spannende Kunstwelt und Märchenwelt einzutauchen und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Der städtische Vertreter und der Künstler werden eine kleine Einführung in die Ausstellung geben.

Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt, Joachim-Campe-Straße 4, 38226 Salzgitter

Öffnungszeiten: Mo: geschlossen, Di. – Fr.: 10 bis 19 Uhr, Sa.: 10 bis 14 Uhr

Neu entdeckt und lieb gewonnen

„Als die Uhr dreizehn schlug“ von Philippa Pearce ist inzwischen schon ein Kinderbuchklassiker. Doch bis zu dieser Woche kannte ich es noch nicht. Das Buch fiel mir diese Woche in die Hand und wegen seines Covers und Titels musste ich einfach die Inhaltsangabe lesen und auch direkt reinlesen.

Inhalt:Uhr dreizehn

Tom hat sich riesig auf die Ferien gefreut. Endlich kann er mit seinem Bruder das Baumhaus bauen, was sie schon so lange vorhatten. Doch dann kommt alles anders: Tom muss über die Ferien ausziehen, denn sein Bruder hat Masern. Alle Ferienpläne sind zunichte. Dann muss er auch zu Onkel Alan und Tante Gwen! Da hätte er doch lieber auch die Masern bekommen… Außerdem wohnen sie nur in einer Mietwohnung, kein Garten weit und breit. Kurz gesagt, Tom ist mehr als nur totunglücklich. Das einzig Ungewöhnliche ist die Standuhr unten im Hausflur – sie schlägt falsch und das wirklich immer! Auch nach Mitternacht, denn da schlägt sie ganze 13 mal. Doch das hat seinen Grund, denn diese Stunde nach Mitternacht ist der Hinterhof kein Hinterhof, sondern ein magischer Garten, in dem Tom unglaubliche Abenteuer erlebt und er lernt auch neue Freunde kennen.
Mich hat das Buch sofort gefesselt – auch wenn es ein Kinderbuch ist. Ich kann nur empfehlen selber mal rein zu lesen.

Raus aus dem Schulalltag

Jedes Frühjahr veranstaltet die Stadtbibliothek Salzgitter Schullesungen. Diesmal hatte die Grundschule an der Wiesenstraße in Salzgitter-Bad das Glück mit einer ganz besonderen Autorin. Sie sprach nämlich ein ganz klein wenig anders als wir alle. Und des Rätsels Lösung ist: Sie wohnt zwar in Hildesheim, was ja keinen Unterschied in der Sprache machen sollte, doch kommt sie ursprünglich aus Frankreich – genauer gesagt sogar aus dem schönen Paris. Sie wurde dort geboren und ist nun vor ein paar Jahren mit ihrer ganzen Familie (Mann, drei Kindern, Hund, Katze) nach Hildesheim umgesiedelt. Und deswegen hat sie einen kleinen, aber wie ich finde, tollen Akzent.

Ihr Name? Ingrid Sissung und sie schreibt in erster Linie Kinderbücher – das ist ihre Welt, so sagt sie. Einige illustriert sie sogar selbst oder sie malt und zeichnet für andere Autoren. Besonders gut hat mir das Buch Ausnahmsweise gefallen. Sie hat mir erklärt, dass es das Wort in der französischen Sprache gar nicht gibt und dabei ist es doch so ein super Wort, was jeder gern mal verwendet. Vor allem aber Kinder und auch ihre Kinder versuchen es mit diesem Wort bei ihr immer mal wieder. Dann entgegnet sie allerdings immer, dass es das Wort doch gar nicht gibt! Oh doch, was das Buch beweist!

Das Bilderbuch Der Schluckauf lohnt sich ebenfalls. Darin geht es, wie es schon heißt, um einen Schluckauf, den jeder mal hat oder hatte und die Frage lautet, wie geht er weg? Das Buch verrät es – vielleicht?!

Aber auch die anderen beiden Bücher Gans vergessen und Herr Blume ist glücklich – beide von Frau Sissung illustriert – , die den Schülern der 1. bis 4. Klasse vorgelesen wurden, waren schön. Nach der Lesung hat sie für die Kinder auch gemalt und gezeichnet. Aber auch die Jungen und Mädchen konnten selbst ihr eigenes kleines Bilderbuch falten und danach ausmalen, selbst noch etwas dazu zeichnen und einen eigenen Text zu den Bildern schreiben. Die Veranstaltung in der Schule war ein voller Erfolg und ich kann sie nur jeder Bibliothek, Grundschule und auf jeden Fall unseren Lesern ans Herz legen.

Und noch eine Kleinigkeit hat sie mir verraten. Bei uns in Deutschland gibt es ja die Zahnfee, doch in Frankreich macht das eine Maus. Sie haben richtig gehört. Auch darüber gibt es ein Buch. Allerdings nur auf Französisch, doch vielleicht wird es ja eines Tages übersetzt. Dann können wir es auf Deutsch lesen und werden erfahren, wie das der Zahnfee in Frankreich läuft.

Für die Lesung sagen wir und die Schüler nochmals: Merci 🙂

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Kle