Von Flunkergeschichten und Wortgeschüttel… Leselernhund im Hort

Seit Februar besucht unser Leselernhunde-Team im Rahmen eines Projektes die Hortgruppe des Kinderbildungshauses St. Gabriel in Gebhardshagen.

Aufgeteilt nach Alter, können interessierte Kinder ihre Lesefertigkeit spielerisch trainieren.

Es werden verschiedene Spiele zur Leseförderung durchgeführt.

Mit Flunkergeschichten, Lese-Würfelspielen, Logicals und dem guten alten Fehlerlesen soll Lesen als positive Erfahrung verknüpft werden.

Bei jeder Aktion wird der tierische Leseförderer mit einbezogen und für die Kinder besteht die Möglichkeit, ihn während des Lesens zu streicheln.

Der Hund soll den Kindern die Anspannung und Angst vor dem lauten Lesen nehmen. Seine Anwesenheit wirkt auch in der Gruppe beruhigend, verringert Stress und fördert die Wohlfühlatmosphäre.

Mit den Aktionen soll die Lust am Lesen und der Spaß an Büchern geweckt werden.

Seit letztem Sommer bietet die Stadtbibliothek die Leseförderung mit Leselernhunde-Team an. Die Mitarbeiter sind für Ideen offen, es gibt die Möglichkeit einer Einzel- oder Gruppenförderung. Bei Interesse an Projekten mit dem Leselernhunde-Team in Schule oder Hort, melden sie sich telefonisch in der Stadtbibliothek oder per Mail an jessica.faerber@stadt.salzgitter.de

Fb

Rückblick auf den Vorlesewettbewerb 2019

Unglaublich! Am Montag, den 18.02.2019 fand in der Stadtbibliothek Fredenberg schon der 60. Vorlesewettbewerb statt.
Insgesamt waren 10 weiterführende Schulen aus Salzgitter vertreten. Die angetretenen Schüler waren die jeweiligen Gewinner ihrer Schulen und können darauf sehr stolz sein!

Vorlesew

Nun mussten sie sich noch einmal zwei Vorleserunden stellen, bevor es für den Gewinner aus Salzgitter zum Regionalentscheid nach Wolfenbüttel geht.
Die erste Runde bestand aus dem Vorlesen eines Textes, den die Kinder selbst aussuchen durften und vorbereitet hatten. Darunter waren “Klassiker“, wie Tom Sawyer oder Gregs Tagebuch.

Dabei wurde von der Jury auf drei Kriterien besonders geachtet.
Einmal die Lesetechnik, also wie flüssig und sicher wurde gelesen und wurden die Pausen richtig gesetzt, sowie auf eine sinngemäße Betonung. Zum anderen wurde die ausgewählte Textstelle beachtet. Hat die ausgewählte Stelle Lust auf das Buch gemacht, ist sie inhaltlich schlüssig? Sehr entscheidend war aber die Interpretation des ausgewählten Textes. Der Text sollte lebendig und ausdrucksstark, der Stimmung entsprechend vorgetragen werden. Und das ist gar nicht so einfach! Aber auch die Präsentation an sich floss mit in die Bewertung der Jury ein.

Nach einer kleinen Pause für die Zuhörer und einer ersten Beratungsrunde der Jury ging es mit dem Fremdtext weiter, der aus dem Buch „Die Götter sind los“ von Maz Evans stammte. Was die Jury dabei sehr erstaunte war die Tatsache, dass der Fremdtext ohne große Probleme vorgelesen wurde. Starke Leistung! Nachdem die Vorleser auch diese Runde gemeistert hatten, zog sich die Jury zur Auswertung zurück. Währenddessen konnte sich die Zuhörer und Vorlesenden mit Getränken und kleinen Leckereien stärken. Zur Unterhaltung gab es noch eine Märchenrallye. Der Jury, bestehend aus Birgit Bessai (Bibliotheksgesellschaft), Petra Stürmer (Sozialpädagogin bei der Wohnbau Salzgitter), Chiara Meyer (Stadtbibliothek) und Vorjahressiegerin Doga Sahin, fiel die Entscheidung nicht leicht. Es war ein Kopf an Kopfrennen. Alle Kinder hatten ihr Bestes gegeben und wirklich toll gelesen!
Gewonnen hat die Schülerin Wiebke Baer vom Gymnasium Salzgitter-Bad. Beim nächsten Vorlesewettbewerb wird sie dann mit in der Jury sitzen und bei der Entscheidungsfindung helfen. Aber zunächst wünschen wir ihr viel Erfolg bei dem Regionalwettbewerb!

Mey

Leseförderung mit Hund – Ein Rückblick

Seit Sommer bin ich nun regelmäßig als Leselernhunde-Team im Einsatz. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Was war ich nervös… Werden die Kinder mit mir klar kommen? Werden die Kinder mit Muffin klar kommen?

Alles kein Problem, ich habe den Eindruck sie freuen sich wenn wir kommen, außerdem bin ich sowieso eher Nebensache ;-). Und Muffin hat mit seiner verspielten Art auch alle schnell für sich gewonnen. Die Kinder freuen sich drauf nach dem Lesen den Ball zu werfen, das ist eine Art Belohnung für die Arbeit. Und zwar für beide Seiten.

Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich unsere Lesekinder sich während der Lesezeit entwickelt haben bzw. entwickeln. Nachdem die ersten nun mit anderen getauscht haben, gab es schon einige traurige Gesichter. Aber man sieht sich ja mal auf dem Pausenhof oder bei Ankunft in der Schule. Und da wird Muffin dann ganz klar freudig begrüßt.

Einige haben ihre Lesefertigkeit schon gut verbessert. So erzählte mir ein Junge, das er jetzt viel öfter zu Hause seinen Eltern und Geschwistern vorliest und nicht immer nur umgekehrt. Das macht natürlich allen Spaß. Und ein anderer Junge bedankte sich bei mir mit folgendem Satz: „Ich traue mich jetzt viel mehr laut zu lesen. Wenn ich Muffin vorlesen kann, dann kann ich das auch immer. Gut das ich mit euch üben konnte.“

Die Kinder bekommen durch den Hund natürlich einen ganz anderen Ansporn, als wenn ein Erwachsener kommt und sagt: „So, nun lies mir mal was vor, die Zeit läuft.“ Der Hund wirkt tatsächlich beruhigend und erleichtert den Zugang. Momentan lesen zwei Kinder, die sogar eigentlich Angst vor Hunden haben. Selbst auf diese wirkt sich die tierische Anwesenheit positiv aus. Sie wollen unbedingt an der Lesezeit teilnehmen.

Ich kann bis jetzt also durchweg nur Positives berichten. Sucht man aber unbedingt nach einer negativen Seite, so kann ich dazu nur sagen, das der Bedarf für Kinder, denen eine Leseförderung dieser Art gut tun würde, so hoch ist, das wir ihn leider nicht komplett abdecken können. Trotzdem lohnt es sich für jedes Kind, was nach dem Lesen mit Leselernhunde-Team wieder mehr zum Buch greift und sich sicherer fühlt!

Fb

Radelnd lesen oder belesen radeln

Janet Wagner ist Mitarbeiterin der Bibliothek der Freien Universität Berlin und schreibt derzeit ihre Abschlussarbeit im Studiengang Bibliotheksmanagement zum Thema „Bewegung fördert Lernen“. Im diesem Rahmen initiierte sie die Aufstellung eines Fahrradergometers in der Bibliothek, auf dem während des Lesens geradelt werden kann. Frau Wagner weist auf Studien hin, die den positiven Einfluss von leichter Bewegung auf Konzentration und Aufmerksamkeit belegen. Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: Bibliothek lässt Leser radeln (gesehen am 18.01.2019)

Fr

Buchhandlungen in Deutschland

Wir, die Stadtbibliothek Salzgitter, bestellen einen Großteil der Neuerscheinungen noch immer im örtlichen Buchhandel. Das ist auch gut so: Es fördert den örtlichen Einzelhandel und garantiert uns schnelle Lieferung sowie einen direkten Ansprechpartner.

Doch in Zeiten des Versandhandels verlieren die Buchhandlungen an Bedeutung und schwinden. „Die Zeit“ veröffentlichte nun eine Deutschlandkarte, aus der hervorgeht, wie viele Buchhandlungen es gibt und wie sie sich über die Bundesrepublik  verteilen.

Noch gibt es sie, diese gemütlichen Orte des Lesens, in denen man ein Buch direkt in die Hand nehmen kann, das Papier knistert hört, die Druckertinte riecht und mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommt. Hoffen wir, dass das auch noch lange so bleibt.

Fr

36 Bücher im Jahr lesen

Ich bewundere (und beneide) Menschen, die viel lesen. Ich lese auch gerne, aber wenn ich mich zwischen Lesen und kreativ-sein entscheiden muss, wähle ich meist die Kreativität. Den Geist schweifen lassen, abspannen im Alltag. Das klappt bei mir mit Pinsel, Stift und Co besser, als mit einem Buch.

Neugierig machte mich daher ein Artikel der „Welt“: So schaffen Sie es 36 Bücher im Jahr zu lesen.de

Für mich klingt das wahnsinnig viel: 36 Bücher, also ca. 3 Bücher pro Monat. Ich denke nicht, dass ich es schaffe. Aber auf 15 Bücher möchte ich 2019 kommen. Eine gute Motivation ist hierbei unsere Lesechallenge 2019, die Sie demnächst hier im Blog finden. Es gibt wieder rund 30 verschiedene Aufgaben, die „erlesen“ werden müssen. Schauen Sie die Tage in die Challenge rein und machen Sie mit. Am Ende des Jahres 2019 veröffentlichen wir unsere, und gerne auch Ihre, Titellisten.

Fr

Noch eine Idee für einen guten Vorsatz

Am 01.01 blogge ich, dass regelmäßige Bibliotheksbesuche ein sehr guter Vorsatz für 2019 seien, da leicht einzuhalten, bei Wind und Wetter umsetzbar und mit relativ geringen Kosten für nahezu jedermann erschwinglich.

Nun kommt ein zweiter guter Vorsatz: Mehr Lesen! Nicht nur, weil dieser Vorsatz perfekt mit den regelmäßigen Bibliotheksbesuchen harmoniert, sondern auch, weil Lesen schlau macht! Wer von klein auf Zugang zu Büchern hat, kann besser lesen, schreiben, rechnen und technische Probleme lösen. Das ergab eine Studie der Australien National University, wie Sie in einem Artikel der „Welt“ nachlesen können: Wer

Wenn das mal kein Ansporn zur Einhaltung dieser zwei Vorsätze ist. Übrigens: Bücher zu den üblichen guten Vorsätze wie Diät, mehr Sport und endlich rauchfrei bekommen Sie selbstverständlich auch bei uns.

Fr