Literaturpreis 2022 geht an Französin Annie Ernaux

Die französische Autorin Annie Ernaux erhält den Literaturnobelpreis 2022. Die 82-Jährige wurde am Donnerstag in Stockholm als die Preisträgerin „für den Mut und die klinische Schärfe, mit der sie die Wurzeln, Entfremdungen und kollektiven Fesseln der persönlichen Erinnerung aufdeckt“ gewürdigt.

Verliehen wird die mit rund 925.000 Euro dotierte Auszeichnung am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel.

Im Vorjahr ging der Preis an Abdulrazak Gurnah aus Sansibar und 2020 wurde die US-Lyrikerin Louise Glück ausgezeichnet.

Bücher der Autorinnen und des Autors sind bei uns im Bestand.

Hg

Wo geht die Reise hin, Literaturnobelpreis 2018?

Im Mai bloggte meine Kollegin, dass die Vergabe des Literaturnobelpreises 2018 entfällt (Link zum Blogpost). Dazu kam es, weil Jean-Claude Arnault, Ehemann der Juryvorsitzenden der preisvergebenden Akademie, öffentlich angezeigt wurde. Daraus resultierend kam es zu internen Streitigkeiten. Am 04.10. berichtete nun u. a. das ZDF und Zeit Online, dass der Literaturnobelpreis 2018 gemeinsam mit dem Literaturnobelpreis 2019 im nächsten Jahr verliehen werden soll: Kein Literaturnobelpreis und Verurteilung Jean-Claude Arnault.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Querelen innerhalb der Akademie bis 2019 gelegt haben.

Fr

Literaturnobelpreis

Der Literaturnobelpreis fällt dieses Jahr leider aus bzw. wird er dieses Jahr ausgesetzt. Das wurde am 4. Mai bekannt gegeben. Es ist bereits das 8. Mal, dass die Preisverleihung ausgesetzt wird. Dieses Mal allerdings nicht, weil kein adäquater Preisträger gefunden werden konnte. Alles zu den genauen Hintergründen können Sie hier nachlesen.

Der Literaturnobelpreis geht an…

Kazuo Ishiguro!

Natürlich werden es schon einige mitbekommen haben, dass mal wieder der Literaturnobelpreisträger 2017 bekannt gegeben wurde. Wobei es in diesem Jahr weitaus weniger Rummel darum gab, als im vergangenen Jahr als der Musiker Bob Dylan mit dem Preis ausgezeichnet worden ist.

Kazuo Ishiguro wurde in Japan geboren, lebt jedoch seit seiner Kindheit in Großbritannien. Er wurde nun für „seine Romane von starker emotionaler Kraft“ ausgezeichnet, wie die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekanntgab. Darin lege er den Abgrund unserer vermeintlichen Verbundenheit mit der Welt bloß, hieß es weiter. Eins seiner bekanntesten Werke ist „Was vom Tage übrig blieb“, das sogar verfilmt und für acht Oscars nominiert war.

Jede fantastisch ausgestattete Bibliothek 😉 hat natürlich seine Werke im Bestand.

Bei uns im Bestand sind bei Roman ISH 2:

  • „Alles, was wir geben mussten“
  • „Als wir Waisen waren“
  • „Der begrabene Riese“
  • „Was vom Tage übbrigblieb“

Jedoch braucht sich derzeit niemand auf den Weg in die Bibliothek zu machen. Alle Titel sind ausgeliehen und haben bereits Vormerkungen. Weitere Vormerkungen sind natürlich möglich.

Bald gibt es schon wieder einen literarischen Preisträger, da der deutsche Buchpreis demnächst verliehen wird. Es sollten noch viel mehr Preise verliehen werden, denn sie kurbeln gehörig die Ausleihstatistik an und das freut natürlich die hiesige Statistiktante (also mich) und die Belletristik-Lektorin ungemein.

Rie

And the winner is ….

Patrick Modiano!

Der französische in Deutschland eher unbekannte Schriftsteller hat den Literaturnobelpreis gewonnen.

Der 69-Jährige Patrick Modiano beschäftigt sich in seinem Werken mit Schuld und Identität sowie Krieg, Liebe, Besatzung – alles Themen, von denen er sich inspirieren lässt.

In seinen Büchern beschreibt er Erinnerungen an seine unglückliche Kindheit im Paris der Nachkriegszeit.

PATRICK MODIANO

Für die Kunst des Erinnerns, mit der er die unbegreiflichsten menschlichen Schicksale wachgerufen und die Lebenswelt während der (deutschen) Besatzung sichtbar gemacht hat.“ begründete die Schwedische Akademie in Stockholm am Donnerstag ihre Wahl. Damit geht der Preis zum 15. Mal nach Frankreich.

2013 hatte Alice Munro den Preis als „Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte“ erhalten. Letzte deutschsprachige Preisträger waren Herta Müller (2009), Elfriede Jelinek (2004) und Günter Grass (1999). Der Literaturnobelpreis wird seit 1901 vergeben. Der Gewinner bekommt rund 880.000 Euro. Die feierliche Verleihung findet am 10. Dezember in Stockholm statt.

Hg

 

Literaturnobelpreis an Tranströmer

Tomas Tranströmer mit seiner Frau Monica bei einer Pressekonferenz in seinem Haus in Stockholm. Foto: Fredrik Sandberg

Fast ohne Sprechvermögen und im Rollstuhl hat der Lyriker Tomas Tranströmer den diesjährigen Literaturnobelpreis in Empfang genommen. Der 80-jährige Schwede bekam in Stockholm die mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Millionen Kronen) dotierte Auszeichnung am Samstag von König Carl XVI. Gustaf überreicht, zusammen mit den wissenschaftlichen Nobelpreisträgern.

In der Laudatio als Sprecher des Nobelkomitees sagte der Schriftsteller Kjell Espmark, Tranströmer sei einer der „wenigen schwedischen Autoren mit Einfluss auf die Weltliteratur“. Der Lyriker hat insgesamt nur 13 relativ schmale Gedichtsammlungen sowie ein biografisches Buch veröffentlicht. Seine Arbeiten sind in 54 Sprachen übersetzt.

Tranströmer leidet seit einem Schlaganfall 1990 an einer schweren Sprachbehinderung, kann deswegen nur wenige, einzelne Wörter sagen und ist an den Rollstuhl gebunden. Er galt über viele Jahre als „Dauerfavorit“ auf den begehrtesten Literaturpreis der Welt. Bei der Zuerkennung im Oktober begründete die Schwedische Akademie ihre Entscheidung damit, dass Tranströmer „uns in komprimierten, erhellenden Bildern neue Wege zum Wirklichen weist“.

Hg