Musiktipp: Element Of Crime: Schafe, Monster und Mäuse

Seit 33 Jahre spielen sie ihre Songs. Und bringen ihre Platten heraus, genauso wie sie sich das vorstellen, eine nach der anderen. Es gibt wenig Vergleichbares, keine andere deutschsprachige Band, die diese eigenartige Mischung aus Folkrock und Blues, Artrock und Kinderlied, Krachorgie und Schmalzmelodie in die Welt brächte, ohne auch – wie es scheint – nur einen Moment darüber nachzudenken, ob das gerade in den Zeitgeist passt oder nicht, ob das für neue oder alte Medien taugt, ob das einer versteht, ob sie das überhaupt selber verstehen, ob das nun traurig oder lustig, hässlich oder schön, Tiefsinn oder Spinnerei ist.

Auf den ersten Blick sieht alles nach Verweigerung aus: Sie weigern sich, immer das Gleiche zu machen und sie weigern sich, sich neu zu erfinden. Sie weigern sich, sich der Streaming- und Youtube-Landschaft anzupassen. Sie geben ihre Musik nicht für Werbung her. Sie spielen lieber dreimal im Tempodrom als einmal in der Max-Schmeling-Halle. Sie lassen sich nicht festnageln und so weiter und so fort, man könnte es noch lange fortführen, aber das kann das Geheimnis ihres Erfolges nicht sein, das sind alles nur Dinge, die nicht getan werden, aber geliebt wird man nur für das, was man tut, nicht für das, was man lässt.

Und so entsteht ein anderes Bild dieser Band: Einer Band, die einen so unverwechselbaren Stil in Sachen Song, Sound und Haltung hat, dass man nur zwei Möglichkeiten hat: Man kann das mögen oder eben auch nicht. Nie sind Element Of Crime nur „irgendwie interessant“ oder „auch ganz okay“. Und da wären wir bei „Schafe, Monster und Mäuse“. Ist das ein Verweis auf das Vorgängerwerk „Lieblingsfarben und Tiere“? Wohl kaum. (Aus der Presseinfo von Element of Crime, geschrieben von Charlotte Goltermann (Berlin, 2018) )

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Max Mutzke: Colors

Sein Durchbruch als Gewinner von Stefan Raabs Castingshow „SSDSGPS“ ist mittlerweile fast 15 Jahre her und fast vergessen. Heute kennt man Max Mutzke dafür als eine von Deutschlands größten männlichen Soulstimmen.</p>

Max Mutzke, der deutsche Soulman, stellt sein neues Album „Colors“ vor. Es ist mittlerweile sein siebtes Studioalbum. Der Sänger zeigt darauf wie bunt und vielseitig Musik sein kann.

Für „Colors“ hat sich Max Mutzke neben eigenen Stücken auch ein paar besondere Hip-Hop-Klassiker vorgenommen und ihnen sein persönliches Soulgewand an. Dabei sind Songs von Grandmater Flash, Arrested Development, De La Soul, Warren G., Mary J. Blige aber auch deutsche Künstler wie Seeed.

Von Seeed stammt auch der Song „Augenbling“ der Max Mutzke als Vorlage für die erste Singleauskoppelung diente.

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Gregor Meyle: Hätt‘ auch anders kommen können

Gregor Meyle stellt sein mittlerweile sechstes Studioalbum vor: „Hätt‘ auch anders kommen können“. In diesem Jahr feiert der Sänger und Songwriter seinen 40. Geburtstag und blickt mit Demut auf die Höhen und Tiefen seines bisherigen Lebens zurück.</p>

„Hätt‘ auch anders kommen können“ weiß Gregor Meyle und geht gewohnt optimistisch ans Werk und unternimmt eine musikalische Weltreise, für die er sich von der Musik, die er auch privat so gerne hört, inspirieren und Neues ausprobieren lässt.

Durch den Pianisten Chip Crawford und den Bassisten Jahmal Nichols klingt auch ein wenig Kuba durch oder es wird jazzig, aber es fehlen nicht die starken Gregor-Meyle-Balladen und seine charmanten Pop-Songs. Meyles ausdruckstarke Stimme und seine ganz persönliche Sicht auf die Welt machen „Hätt‘ auch anders kommen können“ zu einem besonderem Album.

Es ist, wie es ist: Gut.

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Milou & Flint: Blau über Grün

Milou & Flint erweitern nach ihrem Debütalbum „Orange bis Blau“ ihre ›Farbpalette‹ um das neue Album „Blau über Grün“.

Klavier, Gitarre, Akkordeon, Fußschlagzeug, Cello und Trompete – kein Orchester, sondern ein Duo entlockt diesen Instrumenten verzaubernde Melodien.

Sie ergeben zusammen mit perfektem Harmoniegesang eine einzigartige Mischung.

Das Duo Milou & Flint sind weit mehr als Singer und Songwriter. Ihr kreativer Poesie-Pop ist bunt wie das Leben, mal fröhlich verspielt, mal verträumt nachdenklich.

Ein erster Vorbote des Albums war die Single „Schwalben Anfang Mai“. Wer jetzt meint, das passe nicht so in den November… Hat recht. Gerade deswegen unbedingt hören. Ein bisschen frühsommerliche Leichtigkeit tut gut gegen spätherbstliche Schwermut 😉

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Musiktipp: Get Well Soon: The Horror

Auf das neue Album von Get Well Soon trifft die Aussage Musik zum Träumen nur bedingt zu. Denn auf dem fünften Studioalbum der Band geht es nämlich, wie der Name es verrät, recht düster zu, etwa so wie in Albträumen.

Konstantin Gropper widmete sich auf dem letzten Album „Love“ noch der Liebe, für „The Horror“ fand er nun Albträume als Inspiration.

„The Horror“ ist jedoch nicht die Begleitmusik für einen Horrorfilm, die Gänsehaut bereitet. Im Gegenteil: „The Horror“ ist ein neuer Höhepunkt der Gruppe Get Well Soon, ein orchestraler Geniestreich, ein Soundtrack für geträumte Realität und reale Albträume.

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Bosse: Alles ist jetzt

Zwei Jahre nach seinem Nummer-eins-Album „Engtanz“ ist Bosse zurück und präsentiert den Nachfolger: „Alles ist jetzt“, mittlerweile das siebente Album des deutschen Gitarristen, Songwriters, Pop- und Rocksängers.</p>

13 Jahre nach seinem Debüt gehört Axel Bosse alias Bosse längst zu den gefragtesten Pop- und Rockmusikern in Deutschland. Vor fünf Jahren schaffte es Bosse mit dem Album „Kraniche“ auf Platz vier der Charts, mit dem Album „Engtanz“ gelang im erstmals der Sprung auf Platz Eins.

Für „Alles ist jetzt“ hat Bosse zwölf neue Songs aufgenommen mit denen er seiner unverwechselbaren Signatur treu bleibt.

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Christina Stürmer: Überall zu Hause

Zurück aus der Babypause mit einem Geniestreich ist Christina Stürmer mit ihrem neuen Album „Überall zu Hause“. Es enthält modernen Poprocksound mit familiärem Flair – da fühlt man sich gleich wie daheim.

Zuhause ist es ja auch bekanntlich am Schönsten und noch besser ist es, wenn man überall zu Hause ist.

Davon kann Christina Stürmer 2018 ein Liedchen singen, beziehungsweise gleich mehrere: „Überall zu Hause“ heißt das neue, mittlerweile achte Album der österreichischen Pop-Rock-Sängerin. Es ist der Nachfolger von „Seite an Seite“, das 2016 erschien und mit dem sie sich in die Babypause verabschiedete.

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