Die Umwelt schützen – besser leben

Heute ist „Weltumwelttag“!

Am 5. Juni 1972, dem Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wurde der Weltumwelttag offiziell vom United Nations Environment Programme (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) ausgerufen. Seitdem beteiligen sich weltweit jährlich rund 150 Staaten an diesem Worund weltweit: #BeatAirPollutionld Environment Day (WED).  (Quelle: Wikipedia)

 #BeatAirPollution ist der Slogan für dieses Jahr, Gastland ist China.

Seit 1976 wird der „Tag der Umwelt“ auch in Deutschland offiziell begangen und steht dieses Jahr unter dem Motto: Insekten schützen – Vielfalt bewahren.

Zum 5. Juni 2009 wurde der Dokumentarfilm Home weltweit gleichzeitig im Kino, auf DVD, im Fernsehen und im Internet veröffentlicht. Die DVD „Home“ von Yann Arthus-Bertrand ist auch bei uns im Bestand zu finden: Erd 11 HOM.

Und auch sonst haben wir eine ganze Menge interessanter neuer Bücher zum Thema Arten-, Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, wie z.B.  „Zero Waste“  (Blick ins Buch)

„Less Meat less Heat“ – von Ex-Beatle Paul McCartney. Das kleine Büchlein enthält spannende Fakten, wie z.B. „1 Tag ohne Fleisch senkt Ihre persönlichen Emissioen so, als würden Sie auf 1500km mit dem Auto verzichten“ (S. 33) und ist zudem ansprechen illustriert und gestaltet.

Neu

 

 

 

Ausstellung „federleicht“ in Lebenstedt

ruschinzikEin neues Veranstaltungsformat hat Premiere in der Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt: „Kunstvoll ins Wochenende“ heißt es am Freitag, 8. Februar von 16 bis 18 Uhr.

Zwei Künstler aus der Region präsentieren gemeinsam eine Auswahl ihrer aktuellen Werke – von der Natur inspiriert, facettenreich, mal lebhaft-heiter, mal nachdenklich-anmutig.

„Federleicht“ ist dabei vieldeutig: Die gebürtige Salzgitteranerin Simone Ruschinzik (Söhlde) zeigt neben allerlei Federvieh, darunter eine Kollektion von ausdrucksstarken Hühner-Portraits, bunte Kois, die schwerelos durchs Wasser gleiten und auch ein Bild ihrer Katze, bei deren Anblick ihr immer „federleicht ums Herz“ werde, so die Künstlerin.

Reinhard Carl (Münstedt) präsentiert federleicht dahinschwebende Tänzerinnen, luftige Landschaften, Stilleben, Szenen mit leichten Stoffen, sowohl gemalt, als auch in Spachteltechnik.

ruschinzik2Ein breites Spektrum an Themen und Motiven in Acryl, so vielfältig wie die Natur selbst.

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 8. Februar 2019 ab 16:00 Uhr statt.  Die Künstler sind vor Ort und geben bei einem Glas Sekt oder einer Tasse Kaffee gern Einblicke in ihre Arbeiten.

Bis zum 24. April können die Bilder während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Lebenstedt (Di-Fr 10-19 Uhr, Sa: 10-14 Uhr) betrachtet und natürlich auch käuflich erworben werden.

Neu

 

Buchempfehlung: Und sie fliegt doch

Verehrte Leserschaft,

ich möchte Ihnen ein tolles Buch empfehlen. „Und sie fliegt doch – eine kurze Geschichte der Hummel“. Ich habe mir dieses Buch vor längerer Zeit gewünscht, da ich großes Interesse an Hummeln habe und ich bin mir sicher, dass auch Sie Gefallen daran finden werden. Das Sachbuch ist amüsant, es geht nicht nur um Hummeln, auch andere Insekten werden portträtiert. Ein spannendes Werk für jeden Insektenfreund.

9783548612812_coverInhaltsangabe: Sie ist irgendwie pelzig und unter den schwarz-gelben Insekten ein ganz dicker Brummer: Die Hummel, ein wahres Wunder der Natur. Denn immer wenn sie ihren dicken Körper in die Luft wuchtet, überlistet sie mal ganz nebenbei die Schwerkraft. Sie hat einen fast doppelt so hohen Energieumsatz wie ein Kolibri und ist ein wichtiges Nutztier: Jährlich bestäubt sie Millionen Tomaten, Äpfel und Johannisbeeren. Doch die Hummel ist vom Aussterben bedroht. Und ihr Verschwinden hätte dramatische Folgen für die Menschheit. Ein kurioses wie charmantes Buch, voller Humor und zeitgleich eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die wahre Königin der Lüfte.

Quelle Inhaltsangabe und Buchcover: Ullstein Buchverlag

Der Autor geht zu Beginn auf seine Anfänge als Naturforscher ein. Hier sind sehr interessante Anekdoten zu finden. Etwa, wie er versehentlich als Kind die Fische in seinem Aquarium durch einen Stromschlag tötet, oder versucht, seinen Wachteln Prothesen aus Streichhölzern und Plastilin anzufertigen. Oder der Versuch, nasse Hummeln mithilfe eines Küchenherds zu trocknen. Was leider in einem Desaster endet und vorläufig das Ende seiner frühen Karriere als Hummelschützer einläutet.

Diese kleinen, teilweise sehr lustigen Anekdoten versetzen mich wieder in meine Kindheit und ich erinnerte mich, wie ich als Kind eine dicke haarige Raupe mit nach Hause brachte, die ich in einen durchsichtigen Becher mit Gras und einem kleinen Stöckchen setzte. Ich wollte herausfinden, ob daraus ein Schmetterling schlüpfen würde. Leider habe ich nicht bedacht, dass die Sonne im Frühling am Südfenster sehr stark brennt und fand die Raupe ein paar Stunden später geröstete vor. Danach durfte ich keine Raupen mehr ins Haus holen.

Faszinierend ist auch die Besiedlung Neuseelands mit Hummeln. Sie stammen aus England. Dave Goulson beschreibt sehr anschaulich, wie die Tiere mit dem Schiff ans andere Ende der Welt gebracht wurden. Dabei gab es natürlich auch Fehlschläge. Im weiteren Verlauf des Buches schlägt der Autor auch ernstere Töne an. Er geht auf das Insektensterben ein und auf die Folgen, die sich daraus zwangsläufig für unsere Welt ergeben.

Gerade in den Anfängen und auch was die Neugier des Autors betrifft, finde ich große Parallelen zu mir und meiner Kindheit und ich komme nicht umhin, mich zu fragen, ob mich eine Karriere als Insektenforscherin ebenso interessiert hätte, wie mein jetziger Beruf. Die Antwort darauf ist ganz klar ja. Denn Insekten haben auf mich tatsächlich immer noch eine große Anziehungskraft. Besonders Hummeln sind unglaublich faszinierend und da ich mich sehr für diese flauschigen, dicken, fliegenden Kugeln interessiere, habe ich hier ein paar schöne Fotoschnappschüsse, die im Laufe der Jahre in meinem Garten entstanden sind. Leider sind Hummeln schwer zu fotografieren, da sie sehr schnell sind.


Bildquelle: Stefanie Görlich


Falls Sie sich ebenfalls für das Buch interessieren, finden Sie es in unserem Sachbuchbestand unter „Bio 810 GOU“. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

GL

Zusammenspiel von Baum und Buch

In Bad Iburg ist gerade Landesgartenschau und die Veranstalter haben sich eine ganz besondere Idee einfallen lassen und Baum und Buch in einen etwas außergewöhnliches Zusammenhang gesetzt:

Die Kommentare zum Bild zeigen: Die einen finden es schön, die anderen traurig. Denn es zeigt natürlich auch irgendwo eine Art Vergänglichkeit. Doch ich sehe das eher von der schönen Seite. Draußen in der Natur ist eben einfach der schönste Ort zum Lesen 🙂 Weitere Informationen zur Gartenschau gibt es auf der Homepage. Ich hoffe nur, dass die Bücher bei Regen auch geschützt werden…

Bekannter Naturschützer aus Finnland stellt sein Buch vor

Cover Harald Helander

Am Mittwoch, 7. März ab 19 Uhr lädt die Stadtbibliothek Salzgitter-Bad gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) zu einer ganz besonderen Veranstaltung: Harald Helander, bekannter Naturschützer Finnlands, erzählt spannende Details aus seinem Buch und seinem Leben.

Das im Wittgenstein Verlag erschienene Buch „Das Blockhaus am großen Flussbogen – Wage Dich einzusetzen“ umreißt die Erinnerungen und Lebensgeschichte eines weltweit tätigen Bauleiters und eines wahren Naturschützers aus Finnland. Jetzt kommt er nach Deutschland und macht im Rahmen einer Vortragsreihe auch in Salzgitter halt, um spannende Details aus seinem jahrelangen Einsatz für die Erhaltung der finnischen Natur zu erzählen.

Und dieser Einsatz war vielfältig: ob die Verhinderung eines Riesenstausees in Lappland, die Bewahrung der letzten Urwälder Lapplands oder des Wildnischarakters des Inrisees mit seinen 3200 unbewohnten Inseln – seine Botschaft „Die Natur kann sich nicht selbst schützen. Der Mensch muss die Natur schützen!“ schwingt immer mit.

Abgerundet wird der Vortrag durch eine bunte Auswahl an Fotos – vom Bau des Blockhauses in Lappland bis zu Bildern aus dem Nahen und Fernen Osten, wo er als Bauleiter tätig war. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Für Rückfragen:
Marlies Gräwe, Leitung NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Tel. +49(0)5341.902 77 16

Sie können sich aber auch gerne an die Bibliotek wenden – unter der 05341/839-2081. Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch und eienn spannenden Vortrag.

Blümchensex

blümchensexVerehrte Leserschaft,

nein, hier geht es nicht um das Gegenteil von Shades of Grey, sondern um schnöde Fortpflanzung in der Flora. Dass so etwas nicht immer staubtrocken und langweilig zu lesen ist, beweist Michael Allaby.

Blümchensex – Die schockierende Wahrheit über das Liebesleben der Pflanzen.

Frühling. Ein Sonntagsspaziergang im Park. Es blüht und duftet überall. Aber haben Sie sich schon einmal überlegt, warum die Pflanzen sich so auffällig präsentieren?

Genau genommen ist die Pracht einer bunten Blumenwiese nichts anderes als die Einladung zu wildem, hemmungslosem Gruppensex. Und weil die Pflanzen nun mal nicht selbst auf Partnersuche gehen können, brauchen sie Kuppler – je mehr, je besser.

Dabei ist’s bei den Blumen wie bei den Menschen: Es gibt die Schüchternen und die Selbstverliebten, die Vordrängler, die Betrüger und die, die in aller Öffentlichkeit um Freier buhlen. Wer ins Unterholz schaut, wird Zeuge der Unzüchtigkeit von Waldpflanzen. In den Hecken hingegen finden die raffinierteren Verabredungen statt. Und in der Wüste geht’s naturgemäß heiß her. Hier greift die Devise: Laut und schnell.

Tiefsinnig und mit feinem Gespür für Zusammenhänge und Vergleiche zeigt Michael Allaby, was Blumen wirklich antreibt beim Liebesspiel…

Quelle Inhaltsangabe und Cover: Delius Klasing Verlag

Hier finden Sie eine kostenlose Leseprobe.

Das Buch ist sehr lehrreich und witzig geschrieben. Blüten sind im Grunde nichts weiter als die Geschlechtsteile von Pflanzen. Was wir Menschen so sorgfältig verhüllen, stellen die Pflanzen dieser Welt schamlos zur Schau. Sodom und Gomorrha in unseren Blumenvasen. Von unseren Gärten ganz zu schweigen. Es wird Zeit, dort mit der Schere für Zucht und Ordnung zu sorgen.

Die Riesenseerosen im Amazonas sind schwimmende Bordelle, die ihren Freiern viel zu bieten haben. Sie locken mit süßem Duft Insekten an, halten sie über Nacht gefangen und lassen sie erst am nächsten Morgen wieder frei. Dabei wechselt die Blüte ihr Geschlecht und die Insekten nehmen ihre Pollen beim Verlassen durch eine winzige Öffnung auf, um sie danach an andere Blüten weiterzugeben. Während dieser nächtlichen Gefangenschaft ergeht es den Besuchern nicht schlecht. Die Durchschnittstemperatur der Blüten der Riesenseerose ist ca. 9 Grad wärmer als in der kühlen Nachtluft. Außerdem werden Freigetränke in Form von süßem Nektar gereicht.

Verehrte Leserschaft, nach der Lektüre dieses Buches werde ich eine unschuldige flauschige Hummel beim Ansteuern einer Blüte definitiv mit anderen Augen sehen.

Wenn Sie mehr über das „Rotlichtmilieu“ oder „Huren und Callboys“ (das sind Kapitelnamen) wissen möchten, kommen Sie zu uns in die Stadtbibliothek Salzgitter. Das Buch steht bei Biologie und hat die Signatur „Bio 636 ALL“.

GL

Ab in den Garten

Genau das wollte die Autorin des Buches „Mein wundervoller Garten“ Gabriele Frydrych nie. Gabriele Frydrych, Lehrerin, zieht mit ihrem Mann in eine Einfamilienhaussiedlung in Berlin. Sie wollten raus aus der Großstadt. Doch was Gabriele so gar nicht wollte: sich um den Garten kümmern!

Dementsprechend beginnt auch schon das Buch mit dem ersten Kapitel „Unkraut jäten? Ohne mich!“. Doch die Nachbarn haben da ganz andere Vorstellungen.

Griele Frydrych„Endlich kümmert sich mal jemand um den Garten!“

Ein Herr im seidenen Morgenrock [der Ästhet von nebenan] steht am Zaun und sieht mir wohlwollend zu, wie ich Umzugskartons, Wäscheständer und Stehlampe schleppe. Um den Garten kümmern? Was meint er damit? Die Wildnis hinter unserem Hexenhaus? Die vielen Kiefern, Hecken und Misthaufen? Ich lächle mild und stelle mich als neue Nachbarin vor. Dezent flechte ich ein, dass ich beruflich völlig ausgelastet bin, genauso wie mein Mann. Auch am Wochenende verwachsen wir mit unserem Schreibtisch und korrigieren Klausuren, Tests, Aufsätze, Erörterungen, Diktate und Essays, bis wir, entnervt von all den inhaltlich-stilistischen Ungeheuerlichkeiten, vom Rotstift zum Rotwein wechseln und kaputt ins Bett fallen. Vom Gärtnern habe ich übrigens keine Ahnung. Ich habe auch nicht vor das zu ändern. S. 7

Doch der Ästhet lässt nicht locker. Er bietet sogar an, mit den neuen Nachbarn ins Gartencenter zu fahren und sie dort zu beraten. Dabei hat er gut reden. Er leistet sich einen Gärtner, den er rumkommandieren kann. Neben ihm gibt es auch die obligatorische neugierige Nachbarin, die rein zufällig immer irgendetwas auf ihrem Dachboden macht, wenn Gabriele und ihr Mann im Garten sind.

Von ihrer ‚Ökofreundin‘ Sabine bekommt sie eine Zwiebelmischung geschenkt. Pflichtbewusst bringt Gabriele diese irgendwie in den Boden – Tipps der Nachbarn bleiben dabei nicht aus, auch nicht von den Kleinsten unter ihnen:

„Ich versenke die Blumenzwiebeln zwischen Wurzeln, urzeitlichen Gestein und merkwürdigen Ballen. ‚Willst du Blumen, die nach unten wachsen? Du hast die Zwiebeln falsch rum eingegraben!‘ Wer spricht da? Mein schlechtes Gewissen? Ich schaue hoch. Nebenan sind ein paar Bretter zu einer Art Riesennisthöhle zusammengefügt. Darin sitzt etwas Buntes mit einem Fernglas und beobachtet mich. ‚Wer bist du denn?‘, frage ich. Vom Baum steigt ein bunt gekleidetes Kind nach unten. Es ist höchstens sechs Jahre alt.“ S. 13/14

Und wie groß ist die Freude, als dann tatsächlich etwas Buntes aus dem Boden sprießt!! Es kommt, wie es kommen musste: Gabrieles Ehrgeiz ist geweckt. Sie fängt an Unkraut zu jäten und auch von den Kiefern müssen Äste weichen. Außerdem entdeckt sie ihre Liebe für die Vögel.

„Die Artenvielfalt zwei Häuser weiter macht mich neidisch. Nach langem Insistieren habe ich Erfolg. Der Nachbar leiht den Katalog seines Naturversandhauses. Zwanzig Seiten allein über individuell gefertigte Nistkästen!“ S. 19/20

Und damit geht es für Gabriele los. In jedem Baum hängt mehr als ein Nistkasten, Futter wird extra bestellt – all das wird auch belohnt durch ein zahmes Rotkehlchen namens Fritz.

Ein Buch genau passend zur Jahreszeit. Gabriele Frydrych lockt mit ihren Erzählungen raus ins Grüne – auch ich hab mir beim Lesen mehr als einmal einen kleinen grünen Garten mit mindestens einem Nistkasten gewünscht.

Meine absolute Leseempfehlung und das nicht nur, wenn die Sonne lacht! Ein paar Tipps zum Kauf von Vogelfutter kann man sich dabei auch gleich noch holen.