Buchtipp: Die fabelhafte Welt der Ameisen

Christina Grätz ist Deutschlands bekannteste Ameisenumsiedlerin. Sie ist aktive Naturschützerin und sagt in ihrem Buch über sich selbst „Ich liebe den Geruch von  Ameisensäure.“

Ein interessantes, locker geschriebenes Buch über die Ameisen Deutschlands und ihre Beschützerin.

Ameise

Sie bringen mehr Biomasse auf die Waage als alle Säugetiere der Welt zusammen, und doch stehen sie auf der Roten Liste. Ameisen sind in Deutschland hochgradig gefährdet. Damit sie überleben, gibt es besondere Menschen: Ameisenumsiedler. Immer, wenn Bauprojekte eine Kolonie gefährden, treten sie in Aktion. Hier erzählt die bekannteste Ameisenumsiedlerin Deutschlands von ihren abenteuerlichen Erlebnissen. Skurrile Geschichten voller verblüffender Fakten über kooperativen Naturschutz, die Biologie des Waldes und über den kuriosen Kosmos der kleinen Krabbler.

Fr

Die Umwelt schützen – besser leben

Heute ist „Weltumwelttag“!

Am 5. Juni 1972, dem Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wurde der Weltumwelttag offiziell vom United Nations Environment Programme (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) ausgerufen. Seitdem beteiligen sich weltweit jährlich rund 150 Staaten an diesem Worund weltweit: #BeatAirPollutionld Environment Day (WED).  (Quelle: Wikipedia)

 #BeatAirPollution ist der Slogan für dieses Jahr, Gastland ist China.

Seit 1976 wird der „Tag der Umwelt“ auch in Deutschland offiziell begangen und steht dieses Jahr unter dem Motto: Insekten schützen – Vielfalt bewahren.

Zum 5. Juni 2009 wurde der Dokumentarfilm Home weltweit gleichzeitig im Kino, auf DVD, im Fernsehen und im Internet veröffentlicht. Die DVD „Home“ von Yann Arthus-Bertrand ist auch bei uns im Bestand zu finden: Erd 11 HOM.

Und auch sonst haben wir eine ganze Menge interessanter neuer Bücher zum Thema Arten-, Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, wie z.B.  „Zero Waste“  (Blick ins Buch)

„Less Meat less Heat“ – von Ex-Beatle Paul McCartney. Das kleine Büchlein enthält spannende Fakten, wie z.B. „1 Tag ohne Fleisch senkt Ihre persönlichen Emissioen so, als würden Sie auf 1500km mit dem Auto verzichten“ (S. 33) und ist zudem ansprechen illustriert und gestaltet.

Neu

 

 

 

Einladung zum Vortrag des NABUs

Es hat fast schon Tradition, dass der NABU seinen Vortrag über den Vogel des Jahres bei uns in der Stadtbibliothek hält. Daher ist es nicht verwundlich, dass wir Ihnen auch 2019 einen neuen interessanten wie informativen Vortrag bieten.

Am 16. Mai besucht uns Herr Wimmer von der Regionalstelle Salzgitter und referiert über den Vogel des Jahres 2019: Die Feldlerche. Diese war bereits 1998 Vogel des Jahres, schrumpft ihr Bestand doch kontinuierlich und hat nun drastische Ausmaße angenommen. Schuld daran ist der geografische Wandel von freien Landwirtschaftsflächen zu immer mehr Betonwüsten. Gerade für diesen Bodenbrüter ist das ein massiver Eingriff in seinen Lebensraum.

Weitere Infos zur Feldlerche erhalten Sie auf den Seiten des NABU unter nachfolgenden Links: Vogel des Jahres 2019 und Die Feldlerche.

Lerche

Quelle: NABU, Copyright Foto: A. Aßmann, naturgucker.de

Sowie beim Vortrag von Herrn Wimmer, der darüber hinaus gerne für Fragen bereit steht. Die Veranstaltung beginnt am 16. Mai um 18:30 Uhr in der Zweigstelle Salzgitter-Bad.

Fr

Einladung zum Vortrag des NABUs

nabu
Der NABU ist am 20. März 2019 erneut Gast in der Stadtbibliothek Salzgitter. Interessierte sind herzlich eingeladen, dem kostenfreien Vortrag von Herrn Thomas Tennhardt zu lauschen und Fragen an ihn zu stellen. Herr Tennhardt referiert zum Thema „Naturschutz ohne Grenzen – die internationale Naturschutzarbeit des NABU“.

Beginn der Veranstaltung ist um 19:00 Uhr in der Zweigstelle Salzgitter-Lebenstedt.

Fr

Buchempfehlung: Und sie fliegt doch

Verehrte Leserschaft,

ich möchte Ihnen ein tolles Buch empfehlen. „Und sie fliegt doch – eine kurze Geschichte der Hummel“. Ich habe mir dieses Buch vor längerer Zeit gewünscht, da ich großes Interesse an Hummeln habe und ich bin mir sicher, dass auch Sie Gefallen daran finden werden. Das Sachbuch ist amüsant, es geht nicht nur um Hummeln, auch andere Insekten werden portträtiert. Ein spannendes Werk für jeden Insektenfreund.

9783548612812_coverInhaltsangabe: Sie ist irgendwie pelzig und unter den schwarz-gelben Insekten ein ganz dicker Brummer: Die Hummel, ein wahres Wunder der Natur. Denn immer wenn sie ihren dicken Körper in die Luft wuchtet, überlistet sie mal ganz nebenbei die Schwerkraft. Sie hat einen fast doppelt so hohen Energieumsatz wie ein Kolibri und ist ein wichtiges Nutztier: Jährlich bestäubt sie Millionen Tomaten, Äpfel und Johannisbeeren. Doch die Hummel ist vom Aussterben bedroht. Und ihr Verschwinden hätte dramatische Folgen für die Menschheit. Ein kurioses wie charmantes Buch, voller Humor und zeitgleich eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die wahre Königin der Lüfte.

Quelle Inhaltsangabe und Buchcover: Ullstein Buchverlag

Der Autor geht zu Beginn auf seine Anfänge als Naturforscher ein. Hier sind sehr interessante Anekdoten zu finden. Etwa, wie er versehentlich als Kind die Fische in seinem Aquarium durch einen Stromschlag tötet, oder versucht, seinen Wachteln Prothesen aus Streichhölzern und Plastilin anzufertigen. Oder der Versuch, nasse Hummeln mithilfe eines Küchenherds zu trocknen. Was leider in einem Desaster endet und vorläufig das Ende seiner frühen Karriere als Hummelschützer einläutet.

Diese kleinen, teilweise sehr lustigen Anekdoten versetzen mich wieder in meine Kindheit und ich erinnerte mich, wie ich als Kind eine dicke haarige Raupe mit nach Hause brachte, die ich in einen durchsichtigen Becher mit Gras und einem kleinen Stöckchen setzte. Ich wollte herausfinden, ob daraus ein Schmetterling schlüpfen würde. Leider habe ich nicht bedacht, dass die Sonne im Frühling am Südfenster sehr stark brennt und fand die Raupe ein paar Stunden später geröstete vor. Danach durfte ich keine Raupen mehr ins Haus holen.

Faszinierend ist auch die Besiedlung Neuseelands mit Hummeln. Sie stammen aus England. Dave Goulson beschreibt sehr anschaulich, wie die Tiere mit dem Schiff ans andere Ende der Welt gebracht wurden. Dabei gab es natürlich auch Fehlschläge. Im weiteren Verlauf des Buches schlägt der Autor auch ernstere Töne an. Er geht auf das Insektensterben ein und auf die Folgen, die sich daraus zwangsläufig für unsere Welt ergeben.

Gerade in den Anfängen und auch was die Neugier des Autors betrifft, finde ich große Parallelen zu mir und meiner Kindheit und ich komme nicht umhin, mich zu fragen, ob mich eine Karriere als Insektenforscherin ebenso interessiert hätte, wie mein jetziger Beruf. Die Antwort darauf ist ganz klar ja. Denn Insekten haben auf mich tatsächlich immer noch eine große Anziehungskraft. Besonders Hummeln sind unglaublich faszinierend und da ich mich sehr für diese flauschigen, dicken, fliegenden Kugeln interessiere, habe ich hier ein paar schöne Fotoschnappschüsse, die im Laufe der Jahre in meinem Garten entstanden sind. Leider sind Hummeln schwer zu fotografieren, da sie sehr schnell sind.


Bildquelle: Stefanie Görlich


Falls Sie sich ebenfalls für das Buch interessieren, finden Sie es in unserem Sachbuchbestand unter „Bio 810 GOU“. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

GL

Wölfe in der Stadtbibliothek

„Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück“

Vom 6. November 2018 bis zum 5. Januar 2019 ist in der Stadtbibliothek in Lebenstedt eine mobile Ausstellung des Wolfsbüros des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zu sehen.

Hintergrundinformationen zur Lebensweise und zum Verhalten der Wölfe, aktuelle Informationen zur Verbreitung der Art in Niedersachsen, zum Wolfsmanagement und zum Herdenschutz und nicht zuletzt Tipps zu Verhaltensweisen im Umgang mit dem Wolf werden anschaulich auf Stellwänden präsentiert.
Integriert ist auch eine interaktive Präsentation mit weiterführenden Informationen, Filmmaterial und einem Spiel für Kinder.
Begleitend gibt es einen Thementisch mit entleihbaren Medien sowie kostenlose Infomaterialien zum Mitnehmen. Speziell für Kinder z.B. das Heft „Fenja – Auf eigenen Pfoten durch die Welt der Wölfe“.
So bietet die Ausstellung Informationen für alle Altersgruppen und kann auch von Kindergartengruppen oder Schulklassen besucht werden.

Neu

Naturschützer Harald Helander zu Besuch in SZ-Bad.

Am 07.03.2018 begrüßte die Stadtbibliothek in Bad den NABU-Salzgitter, vertreten durch Frau Gräwe, sowie Herrn Helander. Dieser hatte zur Vorstellung seiner Biografie „Das Blockhaus am großen Flussbogen“ geladen.

Herr Helander (Jahrgang 1934) erzählte kurzweilig und spannend aus seinem sehr bewegenden Leben als Bauingenieur und Naturschützer. Er erzählt von seiner Kindheit in Finnland und seiner Jugendzeit in Deutschland. Es folgte der Wehrdienst in Finnland und das Studium zum Bauingenieur abermals in Deutschland. Als Bauleiter bereiste Herr Helander die gesamte Welt, leitete Großbaustellen in Europa, Asien und Afrika. Dabei lag ihm der Naturschutz stets sehr am Herzen – was ihm sowohl Freunde, aber auch Feinde einbrachte. Dennoch ließ sich Herr Helander nicht beirren und folgte seinem Leitspruch „Wage es, dich einzusetzen“.

Eine unglaublich faszinierende Lebensgeschichte, hervorragend vorgetragen von Herrn Helander. Wenn Sie, liebe Leserin / lieber Leser, nun auf den Geschmack gekommen sind: Wir haben das Buch im Bestand unter Signatur SoP 2186 HEL.

Klappentext:

Harald Helander, Jg. 1934, Bauleiter auf Großbaustellen von Libyen, über Ägypten, Irak, Saudi-Arabien bis Indonesien von 1968 bis 1987. Weiß über Gaddafi und Anwer el Sadat zu berichten. Mit Dynamit von General Rommels aus dem II. Weltkrieg sprengt er eine Brücke. Um eine einzelne Wüstenpalme zu retten, versetzt er gleich eine ganze Fabrik. In Indonesienverdächtigt man ihn der Weißen Magie. Einen Angriff buschmesserschwingender Holzfäller, die den Regenwald Sumatras abholzten, überlebt er durch Kopfsprung in einen reißenden Fluss. Er trifft Abi Nachran, den Märtyrer des Regenwaldes. Auf Alleinwanderungen bis über 1.000 km durch Finnland und Lappland in den 50er und 70er Jahren geht er an seine Leistungsgrenze. Er durchschwimmt den 4 km breiten, eisigen Mageroysund. Überquert zu Fuß das Norwegische Gebirge. Auf Tagestouren bis 80 km erlebt er die ursprüngliche Schönheit der Wildnis im hohen Norden. Die Erschließung der Urwälder Lapplands für die papierhungrige Industrie zwang ihn, für den Schutz der borealen Wälder mit ihren Tieren zu kämpfen. Für seine Gegner wird er zum „Harald der Schreckliche“. Petra Kelly, eine Umweltaktivistin der 80er Jahre, unterstützt ihn. Selbst das streng bewachte russische Nationalkombinat Montsegorsk hielt ihn nicht auf. Er hatte wesentlichen Anteil am Schutz der finnischen Urwälder und des Inarisees. Mit seiner spannenden Biographie möchte Harald Menschen Mut zu sprechen: „Wagt es, Euch einzusetzen!“

Schl