Buchtipp: Die Reise unserer Gene

Ein neuer Spiegel-Bestseller zieht in den Bestand der Stadtbibliothek ein: Die Reise unserer Gene von Johannes Krause (BIO 138 KRA).

Krause ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena und des Max-Planck-Harvard-Forschungszentrums. Er wirkte u. a. an der Entschlüsselung der DNA des Neandertalers mit. In dem neuen Wissenschaftszweig Archäogenetik ist er einer der führenden Köpfe.

Sein Buch „Die Reise unserer Gene : eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren“ liest sich dabei keinesfalls trocken. Karten verbildlichen die großen Wanderungen und die damit einhergehende Entwicklung unserer Gene seit der Urgeschichte. Durch Kriege und Krankheiten verschwanden Populationen, andere überlebten und konnten sich weiterentwickeln. Ein spannender Bericht über die Menschheit.

Reise

Migration und Wanderungsbewegungen sind keine Phänomene der Neuzeit: Seit der Mensch den aufrechten Gang beherrschte, trieb es ihn aus seiner Heimat Afrika in die ganze Welt, auch nach Europa. Bis vor Kurzem lag diese Urgeschichte noch im Dunkeln, doch mit den neuen Methoden der Genetik hat sich das grundlegend geändert. Johannes Krause, einer der führenden Experten auf dem Gebiet, erzählt gemeinsam mit Thomas Trappe, was uns die Gene über unsere Herkunft verraten: Gibt es „Urvölker“? Wann verloren die frühen Europäer ihre dunkle Haut? Welche Rolle spielte die Balkanroute in den vergangenen 40 000 Jahren? Eine große Erzählung, die zeigt: Ohne die Einwanderer, die über Jahrtausende aus allen Richtungen nach Europa kamen und immer wieder Innovationen mitbrachten, wäre unser Kontinent gar nicht denkbar.

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Buchtipp für Schweden-Liebhaber

Zwei Neuerscheinungen haben ihren Weg in unseren Bestand gefunden:

Schweden

„Unterwegs in Schweden“ und das „Schweden Buch“, beide Signatur Erd 481

Beide Bücher sind großformatige, bildgewaltige Bildbände. Schwedens unvergleichbare Natur, die pulsierenden Großstädte, das Leben alter Traditionen, Ecken abseits der üblichen Touristenpfade – für diese Bücher braucht man Zeit, um sie zu lesen. Jeder Seite macht Lust auf die Nächste, an den professionellen Fotografien mag man sich kaum sattsehen.

Wer die Muße zum Lesen und Studieren der beiden Bücher hat, bekommt hier zwei Reiseführer an die Hand, die, mehr Bild als Text, Sehnsüchte wecken. Sehnsucht nach Sommer in Schweden.

Fr

 

Buchtipp: Computerspiele für Senioren

Unter EDV 940 HAT befindet sich ein neues Schmankerl in unserer Bibliothek: „Computerspiele für Senioren“ von Rainer Hattenhauer.

Computerspiele

Das Buch richtet sich auf angenehme Weise sehr konsequent älteren Menschen. Die Schrift ist größer als für EDV-Bücher typisch, die durchgehend farbigen Bilder sind auf ihre wesentliche Aussage reduziert und technische Begriffe werden in einfachen Worten erläutert. Dazu gliedert sich das Buch in 17 Kapitel. Die ersten beiden Kapitel geben ein Einblick, warum PC-Spiele auch für Senioren sinnvoll sind und welche Technik benötigt wird. Ab Kapitel 3 stellt jedes Kapitel eine Spielart vor und gibt konkrete Spiel-Vorschläge.

Von Klassikern wie Gehirntraining und Kartenspielen, über bildungs- und musikfördernde Spiele bis zu rasanten Rennen, Rollen-, Strategie- und Simulationsspielen. Dieses Buch gibt einen hervorragenden Einblick, welche Spiele es auf den Markt gibt und sich für Senioren eignen. Ebenfalls sehr angenehm, dass bei den konkreten Spielvorschlägen der Einstieg ins Spiel mit einfachen Worten erläutert wird. So macht der Start in die Welt der Computerspiele richtig Freude. Bei umfangreichen Spielen wie z. Bsp. „Catan – das Spiel“ geht das Buch noch über den Einstieg hinaus und eignet sich schon fast als kleine Nachschlaglektüre.

Einziger Minuspunkt: Es werden viele kostenpflichtige Spiele vorgestellt, es sind aber auch Kostenfreie dabei.

Dieses Buch ist nicht nur für Senioren etwas, sondern für Jeden, der im Dschungel der Computerspiele einen verlässlichen und erprobten Führer sucht.

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Filmtipp: Pawo

Pawo basiert auf der wahren Geschichte des Tibeters Jamphel Yeshi, welcher sich 2012 aus Protest gegen die andauernde Besatzung Tibets durch China während eines Protests in Delhi, Indien, selbst verbrannt hat. Den Artikel können Sie hier nachlesen: Die letzten 50 Meter.

Regisseur und Autor Marvin Litwak wurde durch den SPIEGEL-Artikel auf die tragische Geschichte aufmerksam und verfilmte sie zu „Pawo“

Pawo

Nach dem Tod seines Vaters realisiert der junge Tibeter Dorjee, was es heißt in seinem eigenen Land ohne Sprache, Kultur und Freiheit aufzuwachsen.
Getrieben von der Angst die Seele seines verstorbenen Vaters könne nie wiedergeboren werden solange er trauert, beschließt er zu handeln und wird während des letzten großen Aufstands der Tibeter verhaftet. Er durchlebt sechs Monate Haft und Folter in einem chinesischen Gefängnis. Nachdem er von seiner Mutter freigekauft wurde, muss er seine Familie und sein Land verlassen. Nach mehrwöchigen Fußmarsch über das Himalaya-Gebirge, landet er schließlich im Exil in Indien. Zwischen den engen Gassen der tibetischen Enklave in Delhi, muss er sich zwischen einem neuen, im Exil gefangenen Leben oder den andauernden Kampf für Freiheit in Tibet entscheiden.

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Buchtipp: Mein dänisches Lebensgefühl

Hygge – eines DER Schlagworte aus 2018. Bezeichnet das dänische Wort doch Glück, Zufriedenheit, Wohligkeit und wer hätte davon nicht gerne mehr in seinem Leben. Die Stadtbibliothek hat hierzu mehrere Bücher bereits im Bestand und alle sind sie sehr nachgefragt. Nun gesellt sich ein Weiteres dazu: „Mein dänisches Lebensgefühl : hyggelige Inspirationen rund ums Jahr“ von Inken Henze (Signatur: Psy 840 HEN).

Inken Henze betreibt den Blog „Amalie loves Denmark“, in dem sie über Arbeiten und Urlauben in Dänemark berichtet, dänische Rezepte veröffentlicht, dänisches Design vorstellt, das dänische Volk porträtiert – kurz, sie einfach alles bloggt, was sie im Zusammenhang mit Dänemark erlebt.

LebensgefühlDaraus entstand ihr Buch „Mein dänisches Lebensgefühl“. Wie jedes Hygge-Buch steigt auch Frau Henze mit einer Erläuterung in die Thematik ein, was Hygge ist und insbesondere für sie selbst bedeutet. Danach teilt sich das Buch in Frühlings-Hygge, Sommer-Hygge, Herbst-Hygge und Winter-Hygge und jedes Unterkapitel endet nochmals auf Hygge wie z. Bsp.  Hyggehjørne (Wohlfühlkleidung anziehen), Fødselsdagshyyge (Geburtstagsfreude), Hyggesokker (Socken stricken) und Julehygge (Schleckereien für Weihnachten herstellen). Nach so viel Hygge bereits im Inhaltsverzeichnis fühle ich mich irgendwo zwischen hyggelig und genervt.

Das Buch enthält zwölf Interviews mit dänischen Wohndesignern, diversen Koch- und Backrezepte sowie vielen Ideen, was man mal tun könnte, um es sich gut gehen zu lassen. Anders kann ich es nicht formulieren, denn um Kerzen anzuzünden, mein Strickzeug auszupacken oder um ein Picknick mit Freunden zu veranstalten, dafür brauche ich kein Buch. Auf solche Ideen komme ich ganz von alleine.

Dennoch ist das Buch optisch schön gemacht, die großformatigen und künstlerisch wie technisch einwandfreien Fotografien in Farbe sowie eine festere Papierdicke zeugen von Qualität. Ein schöner Bildband, um ihn  abends aufm Sofa bei Kerzenschein und einem Glas Wein durchzublättern – denn auch das ist schließlich Hygge pur.

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Filmtipp: Venom

Es gibt eine neue Marvel-Verfilmung, die wir selbstverständlich als DVD im Bestand haben:

Venom

Als Journalist versucht Eddie schon seit Langem den zwielichtigen, aber genialen Gründer der Life Foundation, Carlton Drake (Riz Ahmed), zu überführen – eine Besessenheit, die ihn bereits seine Karriere und die Beziehung zu seiner Freundin Anne Weying (Michelle Williams) gekostet hat. Bei der aktuellen Recherche zu Drakes Experimenten verbindet sich das Alien Venom mit Eddies Körper und verleiht ihm nicht nur erstaunliche Superkräfte, sondern auch die Freiheit, zu tun, was immer er will. Durchtrieben, düster, unberechenbar und voller Zorn: Eddie muss lernen, die gefährlichen Kräfte, die von Venom ausgehen, zu kontrollieren.

Fr

Kochbuchtipp

„Gerichte, die die Welt veränderten“, wow! Was für ein Titel. Da erwartet man Großes. Keine schnöden Nudeln mit Soße, sondern – dem Titel entsprechend – etwas Weltbewegendes. Im Klappentext heißt es:

Gerichte

Was aßen John F. Kennedy und Konrad Adenauer bei ihrem Treffen in Berlin? Was aß Nelson Mandela am Vorabend seiner Freilassung nach 27 Jahren Haft? Was war das Hochzeitsmahl von Frida Kahlo und Diego Rivera? Von Cäsars Festmahl nach seinem Sieg über die Gallier bis zum Bankett nach Obamas Amtsantritt erzählt Sarah Wiener von großen Essen und macht dabei Geschichte greifbar. Die Rezepte liefert sie dazu und bietet damit ihren Lesern die Möglichkeit, einem Abend mit Freunden einen besonderen Rahmen zu geben.

Sarah Wiener ist eine bekannte Köchin. Das Buch ist für mein Empfinden eher ein Lese- denn ein Kochbuch. Es macht Spaß, darin zu schmöckern und zu erfahren, welche Speisen bei bekannten Persönlichkeiten aufgetischt wurden. Das alles auch noch gut recherchiert. Ob die Rezepte praktikabel sind, kann ich nicht beurteilen, da nicht ausprobiert. Aber falls jemand von Ihnen, lieber Leserinnen und Leser, aus diesem Buch nachkocht, darf er / sie gerne berichten.

Fr