Wie alt werden Erdmännchen?

Diese und noch ganz viele weitere Fragen beantwortet das Buch „Entdecke die Erdmännchen“ von Christian Ehrlich, erschienen im Verlag „Natur und Tier„.

entdecke_die_erdmaenchenErdmännchen sind unglaublich putzig und gleichzeitig wahnsinnig clever. Noch dazu führen sie ein äußerst spannendes Familienleben. Tier-Experte Christian Ehrlich schildert Dir in diesem Buch alles Wissenswerte rund um die sympathischen Überlebenskünstler. Wie jagen Erdmännchen? Warum steht immer ein Tier der Gruppe auf den Hinterbeinen? Gehen Erdmännchen auf die Toilette? Oder gar zur Schule? Die Antworten auf diese und alle anderen Fragen zu den faszinierenden Tieren findest Du im Buch! (Quelle: Natur-und-Tier-Verlag)

Ein sehr schön aufgemachtes Kinderbuch, in dem Klein und Groß alles über Erdmännchen erfahren. Das Buch ist illustriert mit vielen schönen Fotos und enthält am Ende ein kurzes Quiz, in dem man überprüfen kann, was denn vom Gelesenen hängen geblieben ist 😉 Zu finden in unserem Kindersachbuchbestand im Bereich „Tiere-Säugetiere, gelb“.

Jemanden etwas ankreiden – ab heute ganz einfach

ankreiden

Nie war es einfacher jemandem etwas anzukreiden! Nicht nur, dass es Tafelfarbe gibt, um beispielsweise eine Wandfläche als übergroße Tafel, z.B. im Kinderzimmer oder der Küche zur Verfügung zu stellen.

Weitere Ideen zur Verwendung von Tafelfarbe sind im Buch „Ankreiden!: 50 DIY-Projekte mit Tafelfarbe“ enthalten. Tassen, Vasen, Wandleuchten, Untersetzer, Spieltisch, Bauklötze, Frühstücksdose, Wanduhr, Halloween-Kürbis – eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass der Bereich „Sport“ der Systematik für Bibliotheken (SfB) nicht nur Sport umfasst, sondern auch Spiel(e/n), Basteln und Hand-/Heimwerken – da macht die Bestandspflege irgendwie mehr Spaß als immer nur die Lauf-Gymnastik-Schön-Straff-GEsund-Bücher 🙂

Rie

Medientipp: Allein unter Flüchtlingen

In der Vergangenheit habe ich viele Medien aus den Bereichen Sport und gelegentlich auch aus der Kunst vorgestellt. Die anderen Fächer werden zumeist  etwas vernachlässigt. Heute möchte ich mal ein Buch aus dem Bereich der Sozialpolitik vorstellen: „Allein unter Flüchtlingen“ von Tuvia Tenenbom

Der Klappentext stellt das Buch wie folgt vor:

TenenbomSeit Herbst 2015, als zahlreiche Flüchtlinge nach Deutschland kamen, hat sich das Land grundlegend verändert. Viele erleben die Migrationsbewegung als eine Zäsur, deren Folgen noch längst nicht abzusehen sind. Um zu verstehen, was da in den letzten Monaten eigentlich genau passiert ist, ist Tuvia Tenenbom einmal mehr kreuz und quer durch die Republik gereist. Er wollte wissen, was die wahren Gründe der »Willkommenskultur« waren, warum Deutschland ein großes Herz gezeigt, aber immer noch keinen Plan hat, und wie es hier eigentlich um die Meinungsfreiheit bestellt ist. Seinen Gesprächspartnern – seien es Gregor Gysi, Volker Beck oder Kardinal Reinhard Marx, seien es Frauke Petry von der AfD, Pegida-Gründer Lutz Bachmann oder der geistige Führer der neuen Rechten Götz Kubitschek, seien es Akif Pirinçci oder Jürgen Todenhöfer – hat er unbequeme Fragen gestellt. Die Erkenntnisse, die er dabei gewonnen hat, sind mindestens ebenso verstörend wie seine Besuche in den Flüchtlingslagern, wo er von beschämenden Zuständen berichtet, deren Auswirkungen nicht nur individuell verheerend sind, sondern in nicht allzu ferner Zukunft die gesamte deutsche Gesellschaft betreffen werden.

Allein unter Flüchtlingen ist nicht sein Erstlingswerk, sondern ist das aktuellste in der Reihe „Allein unter…“, in der er schon unter Juden, Deutschen und Amerikanern war.

Die ekz bespricht das Buch wie folgt:

Der deutsch-jüdisch-polnische Journalist und Wahl-Amerikaner T. Tenenbom ist ein Phänomen. Er ist nicht nur hochgebildet, rhetorisch brillant, streitbar und umstritten, scharfzüngig, gnadenlos selbstverliebt und absolut politisch unkorrekt, sondern schreibt auch noch einen Bestseller nach dem anderen. Auch dieser Titel hat wieder das Zeug dazu. 2016 reiste Tenenbom kreuz und quer durch Deutschland, besuchte Flüchtlingsunterkünfte von Hamburg bis Bayern, sprach mit Bewohnern, Anwohnern, aber auch mit Politikern wie Gregor Gysi, Frauke Petry, Volker Beck oder Götz Kubitschek. Tenenbom polarisiert, führt seine Gesprächspartner vor und legt den Finger schmerzhaft in alle Wunden. Provozierend müssen sich die deutschen Leser fragen lassen, was die wirklichen Gründe der „Willkommenskultur“ sind, warum organisatorisch so wenig funktioniert und wie man es tatsächlich mit Demokratie und Meinungsfreiheit hält. Dabei kommen ein paar unbequeme Wahrheiten heraus, die nicht alle gerne lesen werden. Enorm viel Diskussionspotenzial.

Wer sich dafür interessiert, was gerade im eigenen los ist, hat hier eine aktuelle und ansprechende Lektüre.

Rie

Was es nicht alles gibt: Ein Buch über Bierdeckelbilder

Es ist immer wieder eine Freude Neuerscheinungslisten durchzusehen. Da gibt es immer wieder Titel, die einen überraschen. So erging es mir bei folgendem Buch:

„Bierdeckelbilder: Kleine Kunst im Quadrat“ von Brigitte Pohle

Der Klappentext stellt den Titel wie folgt vor:

BierdecklbilderDie kleinen Formate von Bierdeckeln beflügeln die Kreativität. Das mag zunächst überraschend klingen, probiert man aber die hier von der Künstlerin Brigitte Pohle vorgestellte Technik aus, wird man feststellen, dass die überschaubare Größe von Bierdeckeln wesentlich zur Entspannung beim Malen beiträgt. Man muss sich keine Gedanken um das gewünschte Bildformat machen, auch ein kleines Zeitfenster genügt für eine künstlerische Pause im Alltag und der Materialbedarf ist überschaubar.
Als kreatives Gerüst unterteilen grafische Muster und Formlinien die Flächen in kleine Bereiche, die man unterschiedlich farbig und mit Mustern ausgestalten kann.
Dabei sind den Gestaltungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Durch die Kombination von mehreren ‚Bierdeckelbildern‘ können wunderschöne, spannende größere Werke entstehen, die man beständig erweitern oder verändern kann. Genauso können aus den Bierdeckeln mehrerer Menschen auch ganz besondere Gemeinschafts-Kunstwerke zusammengestellt werden.
Auf diese Weise kann jeder mit Filzstiften und Acrylfarben kleine, aber feine Kunstwerke erschaffen und beliebig in Collagen erweitern.

Enthalten sind eine Vielzahl ansprechender Ideen – vor allem die Zusammenstellung als Collage macht den besonderen Reiz aus.

Für künstlerisch angehauchte Personen, die gerne mal etwas anderes ausprobieren wollen, ist dieser Titel zu empfehlen.

Rie

Frauen in der Literatur

Heute möchte ich gerne Werbung in eigener Sache machen – also nicht für mich persönlich, sondern für mein zweites kleines, aber feines Lektorat: Literatur. Dort geht es grob zusammengefasst um Literatur-Genres und Epochen, Schriftsteller/innen, deren Werke und wie man sie interpretiert.

Vor kurzem sind gleich drei schöne neue Bücher angekommen, die ich unbedingt kurz vorstellen möchte.

Agatha Christie: Die Autobiographie

Agatha Christie AutobiographieAgatha Christies Krimis sind in der ganzen Welt bekannt, jeder kennt Miss Marple oder Hercule Poirot. Doch ihr Privatleben hat die Autorin Zeit ihres Lebens privat gehalten. Sehr sympathisch wie ich finde, denn zu erzählen hatte sie genug.

[Was sie auch ein Jahr nach ihrem Tod bewies, denn dann wurde doch ihre Autobiographie veröffentlicht,] „in der sie von ihrer Kindheit, von zwei Ehen und zwei Weltkriegen erzählte, von ihrem Leben als Autorin und von den archäologischen Expeditionen ihres zweiten Ehemannes Max Mallowan. Ihre Autobiographie, die ebenso auch eine Chronik Englands und des 20. Jahrhunderts ist, zeigt eine Frau voller Lebenslust und Charme und verrät, welche Genialität ihrem Erfolg zugrunde liegt. Eine Autobiographie, die ebenso spannend und lebendig erzählt ist wie ihre Romane.“(Quelle: Atlantik-Verlag)

Das Buch wurde vom Atlantik-Verlag diesen April neu aufgelegt. Es beinhaltet auch private Fotos von Agatha Christie und ist hervorragend zu lesen.

Um Frauen in der Literatur geht es auch bei den nächsten beiden Titeln:

Schriftstellerinnen

Beide Bücher haben es mir sehr angetan. Der erste Titel „Schriftstellerinnen“ von Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi enthält kurze Biographien und Einblicke in das Leben von Schriftstellerinnen weltweit und das seit der Antike. Wussten Sie z.B., dass Enid Blyton über 600 Bücher veröffentlicht hat? Ich habe ihre Bücher gerne gelesen, aber dass es so viele sind, hätte ich niemals erwartet. Das Buch nimmt die Autorinnen in chronologischer Reihenfolge genauer unter die Lupe, immer wieder aufgelockert durch verschiedene Themenseiten.

Der Titel „Berühmte Kinderbuchautorinnen und ihre Heldinnen und Helden“ von Luise Berg-Ehlers war ein Wunschtitel von mir. Die bekanntesten Kinderbuchautorinnen werden kurz mit ihren Hauptwerken vorgestellt.  Durch die liebevolle Gestaltung und tolle Bildauswahl besticht das Buch nicht nur durch Inhalt sondern auch durch die Aufmachung.

Alle drei Titel sind demnächst bei uns in der Bibliothek im Literatur-Bestand zu finden. Die Bücher sind nicht nur gut, um ein paar Informationen für ein Referat zu sammeln, sondern auch für jeden (ehemaligen) Fan der Autoren hervorragend geeignet. Ich kann sie alle vorbehaltlos empfehlen 🙂

Träsch-Ti-Wi

Wer jetzt denkt: Was zum Henker ist denn Trash-TV (sprich Träsch-ti-wi) oder wie ich, ein heimlicher Fan, der hat jetzt die Möglichkeit sich zu diesem Thema zu bilden 😉

Jeder hat doch so ein peinliches Hobby oder eine Leidenschaft, über die er/sie nur mit Gleichgesinnten im Flüsterton spricht. Ja, ich gebe es zu, ich habe auch so eine Leidenschaft. Ich oute mich als Trash-TV Konsumentin. Wobei ich auch nicht alles sehe. Ich bin da doch schon wählerisch. Aber ich kenne fast alles und habe fast überall wenigstens mal reingeschaut.

Besonders angetan hat es mir Germany’s next Topmodel, Die Auswanderer, oder The biggest Loser. Aber es gibt noch gefühlte 5000 andere Formate. Einige (auch ich) sprechen zum Teil von „fremdschämen“ beim Zusehen, aber auch von Voyeurismus. Teilweise habe ich das Gefühl, dass bei einigen Sendeformaten beim Casting ein besonderer Wert auf niedrige IQs oder komische Ticks gelegt wird.

trash-tv

Bildquelle: amazon.de

Gewisse TV-Formate suchen Ihresgleichen. Zum Beispiel Live-Übertragungen aus dem australischen Dschungel oder aus Wohncontainern mit Z-Promi-Protagonisten scharenweise. Oder die Akquise von Topmodels und Superstars, die gar nicht erst aus der Versenkung auftauchen, in der sie bald wieder verschwinden. Hier zählt nicht das Ergebnis, sondern der Weg. Er ist das Ziel. Über Staffeln hinweg gesuchte Schwiegertöchter, getauschte Frauen, Bauernbräute und Mega-Junggesellen (neudeutsch »Bachelor«) beglücken den geneigten Zuschauer mit einer Mischung aus Überlegenheitsgefühl und Fremdschämen. Gesehen haben will all das keiner, Bescheid weiß jeder. Besonders Anja Rützel, die einen kritisch-amüsanten Blick hinter die Fassaden wirft, hinter die solcher Fernsehformate und hinter die ihrer Betrachter. (Klappentext)

Als weiterer Teil aus der Serie Reclam 100 Seiten ist das Heft Trash-TV dazu gekommen und auch bei uns in der Bibliothek bei Allgemeines (Allg 1315 RUE) zu finden. Wer wissen will, welche Teile wir noch haben, der kann sich gerne nochmal den Beitrag „100 Seiten, die alles sagen“ anschauen.

 

„Abgeschoben oder Aufgehoben: Erfahrungen aus dem Seniorenheim“

Heute geht es in dem Medientipp um ein ernstes und wichtiges Thema: Seniorenheim, Pflege- oder Betreuungseinrichtung (oder wie immer man diese Einrichtungen gerade nennen will / muss). Wenn die älteren Menschen Verwandtschaft in der Nähe haben, kann man Glück haben, dass man von ihnen (mit)betreut wird. Aber was ist, wenn man keine entsprechende Verwandtschaft hat oder diese die Betreuung im benötigten Umfang einfach nicht leisten können oder wollen?

Der nächste Schritt heißt, sofern eine Betreuung über Sozialstationen etc. nicht ausreicht, dass man von zu Hause wegmuss. Aber wohin? Man hört in den Medien mehr Schlechtes als Gutes – aber entspricht dieses Bild der Wahrheit oder ist es mal wieder ein verzerrtes?

In dem Buch „Abgeschoben oder Aufgehoben: Erfahrungen aus dem Seniorenheim“ von Sylvia Rosenkranz-Hirschhäuser geht es um:

Verlagstext:

RosenkranzOft plagen sich Verwandte mit einem schlechten Gewissen, wenn ein Angehöriger ins Pflegeheim zieht. Doch wie geht es Pflegebedürftigen dort eigentlich? Wie erleben sie selbst die Situation, in einem Heim zu leben? Was gefällt ihnen dort und was sollte verändert werden? Wie gehen ihre Verwandten mit der Lebenssituation um? Sind Bewohner eines Heimes abgeschoben oder dort aufgehoben?

Als ihre Mutter in eine Wohnung „Betreutes Wohnen“ zieht, beginnt Sylvia Rosenkranz-Hirschhäuser, über die Lebenssituationen von Heimbewohner/innen in Seniorenheimen zu recherchieren. Neben ihren eigenen Erlebnissen schildert sie in diesem Buch Gespräche, die sie in verschiedenen Einrichtungen mit Bewohnern, Heimleiterinnen und Verwandten von Pflegebedürftigen geführt hat. Es entsteht so ein vielschichtiges, lebendiges und authentisches Bild vom Leben in einem Heim, mit seinen Vorteilen, aber auch Schwierigkeiten. Einfühlend und verständnisvoll nimmt dieses Buch die Angst vor diesem Schritt, bietet Orientierung bei der Suche nach einem Heim und hilft Angehörigen, durch direkte Einblicke ins Heimleben Probleme zu erkennen und damit umzugehen.

Ein Ratgeber für alle, die gerade vor dieser schwierigen Entscheidung stehen.

Rie