Michael Patrick Kelly: iD

KellyDie Zeiten der Kelly Family sind schon einige Jahre her –  in den 1990ern feierte sie sehr große Erfolge, damals kam keiner an ihr vorbei. Was geschah danach? Michael Patrick Kelly startete 2003 eine Solokarriere, doch der irisch-amerikanische Musiker zog sich ziemlich schnell für einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurück und lebte im Kloster. Seit 2015 ist Michael Patrick Kelly wieder da. Nach  „Human“ und „Ruah“ präsentiert er mit „iD“ 2017 sein neues Album.

15 neue Lieder gibt es auf dem Album „iD“ – in einer Mischung aus Pop und Rock, Folk und Soul. Die Songs spiegeln Michael Patrick Kellys musikalische Identität wider, aber auch Erfahrungen die er damals mit der Kelly Family gemacht hatte.

Ein schönes Album von einem wirklich guten Musiker, der den Namen ‚Kelly‘ nicht brauch, um sich in der Musikwelt zu behaupten.

Hier eine kleine Hörprobe seiner Lieder. Wer ihn live erleben möchte – am 05.08.2017 tritt er in Salzgitter 20:00 Uhr im Schloss Salder auf. Noch sind Tickets erhältlich 🙂

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Patrice – Life’s Blood

patrice

Patrice, mit bürgerlichem Namen Gaston Patrice Babatunde Bart-Williams, stammt aus der Kölner Hip-Hop-Szene. Er probierte Einiges in der Hip-Hop-Kultur aus – Rap, Graffiti, Tanz – war es am Ende doch die Raggaemusik, die ihn wirklich erfüllt. Für den deutschen Raeggae ein klarer Gewinn! Patrice gehört zu den wichtigsten deutschen Vertretern. Bisher hat Patrice sechs Alben herausgebracht, die alle in den Charts landeten, „Life’s Blood“ ist sein siebentes.

„Life’s Blood“ ist sehr abwechslungsreich: Soul, Hip-Hop, Blues, R’n’B, Funk, Weltmusik und vor allem Raggae, all diese Stile haben bei Patrice ihre Daseinsberechtigung und mit der ersten Single „Burning Bridges“ ist ihm auch der Schritt in Richtung elektronischer Musik gelungen.

Zwischen persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen gibt Patrice einmal mehr gute Denkanstöße, motiviert seine Hörer, nicht nur dazusitzen, sondern sich zu bewegen und etwas zu tun. (Quelle JPC)

Folgend können Sie sich selber von Patrice Können überzeugen – mit seiner Single „Burning Bridges“:

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„Take Me To The Alley“ von Gregory Porter

Gregory Porter

Mit „Take Me To The Alley“, dem Nachfolger seines sensationellen “Liquid Spirit” Album festigt Gregory Porter seinen Ruf als Sänger und Songwriter. Er schafft es Musik zu machen die zeitlos und doch zeitgenössisch ist.

Das gelingt nur wenigen Künstlern doch Gregory Porter ist auf dem besten Weg einer der beeindruckendsten Jazzsänger und Songwriter seiner Generation zu werden.

Auf „Take Me To The Alley“ präsentiert sich Gregory Porter als einfühlsamer Sänger der fest im Hier und Heute steht und dabei gleichzeitig das Erbe des klassischen Jazz und Soul pflegt.

Als kleinen Vorgeschmack, hier sein Titel Holding on:

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Eine deutsche Perle der Musikgeschichte in Englisch

Dass die bezaubernde Saint Lu ein neues Album herausbringt, wäre fast an mir vorbeigegangen. Wäre da nicht der allgemeine Hype um den Eurovision Song Contest gewesen. Bei dem hat die stimmgewaltige Österreicherin teilnehmen wollen, verlor aber unverständlicherweise gegen Cascada. Kennt sie aber schon – schließlich kam sie beim österreichischen Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“ auch nicht weit. Trotzdem hat sie nun ein zweites großartiges Album herausgebracht.

saintlu

Ihre Stimme erinnert an die ganz großen Amerikanerinnen wie Janis Joplin (oder meinetwegen auch Anastacia), in seichteren Momenten auch mal eher an die Britinnen Duffy oder Amy Winehouse. Musikalisch rückt sie auf ihrem zweiten Album nun ein wenig weg von der Rockröhre hin zu ein bisschen mehr Blues, ein bisschen mehr Soul, ein bisschen mehr Pop-Opulenz.

Beginnen die ersten Tracks noch mit viel Power, kommen zum Ende des Albums hin eher Balladen und ruhigere Lieder. Das ist nicht schlecht, es stört nur ein wenig die Stimmung beim Hören. Den Einfluss aus den USA hört man allerdings wieder deutlich. Auch das ist nicht schlecht, doch sind die Texte zum Teil weniger überzeugend. Eigentlich sind die das große Manko des Albums. „Stop drowning your smiles in fake problems, and life will just do its thing. You see, life’s not that bad if you’d just stop that useless complaining. What you’re throwing away are your most precious days, and it will all be too late when you’re gone“ sang sie noch im Opener ihres Debütalbums. Auf dem neuen Album geht es nun überwiegend um verschmähte Liebe und One-Night-Stands, die Texte dazu sind oft einfacher gehalten, was ich auf den amerikanischen Einfluss schiebe. Der beste Song ist meines Erachtens übrigens das bluesige „The Letter“, auch wenn die meisten vom Eurovision-Beitrag „Craving“ mehr angetan sind. Im Herbst geht sie zudem auf Tour.

Sei

 

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