Achtung, Medientipp! Nichts für nah am Wasser gebaute

Natürlich bekommen wir als Bibliothek immer wieder Geschenke.  Gefühlte 99,98 % sind absoluter Standard. In diesem Jahr hatte Kollegin Sü an dieser Stelle auf ein heiteres und kurioses Buchgeschenk hingewiesen und ihm einen Platz hier im Blog gewidmet:

https://stadtbibliotheksalzgitter.wordpress.com/2017/03/02/buchgeschenke-der-anderen-art/

Das Buch, das ich heute vorstellen möchte, schafft es mit wenigen Worten zu bewegen.

grasbeißerbande„Warum soll ich mir die Zähne putzen, wenn ich sowieso ins Gras beiße?“

Diese Frage von dem achtjährigen an Leukämie erkrankten Max war die Initialzündung für dieses Buch. Zwei Jahre lang sammelten die Autoren Fragen von lebensverkürzt erkrankten Kindern. Sie wollten wissen, welche Fragen sich Kinder stellen, wenn es um ihren eigenen Tod und ihr eigenes Sterben geht. Entstanden ist eine einmalige Sammlung von außergewöhnlichen und inspirierenden Fragen.

„Grasbeißerbande“ bringt auf den Punkt, was Sterbebegleiter in Hospizen und Familien erleben: Vor allem Kinder begegnen dem eigenen kurz bevorstehenden Tod gelöster und trösten oft mit Gelassenheit und Humor die Eltern und andere Angehörige. Gerade für die sich in der Hospizbewegung engagierenden Menschen kehrt der Tod zurück ins Leben. Erst das Wissen um seine Endlichkeit macht das Leben wertvoll und lässt uns danach streben, jede noch verbleibende Stunde glücklich zu leben.

Ein paar Auszüge gefällig?

„Früher wollte ich immer einen Hund. Heute habe ich einen Hamster. Warum? Der lebt nicht  so lange.“ (Felix, 6 Jahre)

„Ich will nicht im Herbst sterben. Da ist alles so traurig. Kannst du die Blätter nicht wieder dranmachen?“ (Nazan, 7 Jahre)

„Alle vergessen immer irgendwas. Warum vergisst der Tod mich nicht einfach?“ (Johanna, 12 Jahre)

„Weißt du, was ich zu Weihnachten bekommen habe? Eine Playstation – mit Garantieverlängerung. Was bitte habe ich denn jetzt noch von einer Garantieverlängerung?“ (Sascha, 15 Jahre)

„Wenn doch die Menschen im Liegen sterben und ich mich jetzt immer drehe wie ein Kreisel, dann kann ich doch gar nicht sterben, oder?“ (Luca, 9 Jahre)

„Warum gibt es nur ein Hinflugticket in den Himmel? Wenn es einen Rückflug gäbe, könnten meine Mama und mein Papa mich hinbringen.“ (Ben, 9 Jahre)

Ich habe vorgewarnt, dass dieser Medientipp nichts für schwache Nerven ist. Das Buch enthält im Übrigen nicht nur die Aussagen der Kinder, sondern sie sind eingebettet in Zeichnungen der Kinder. Es ist ein wirklich berührender Titel!

Ich weiß noch nicht, an welcher Stelle es demnächst im Bestand zu finden sein wird, aber eins weiß ich: Es wird eingearbeitet.

Rie, die nun erstmal Tränen trocknen gehen muss.

Trauer um Linkin Park Sänger

Vorgestern Abend kam die Nachricht rein – Chester Bennington, der Linkin-Park-Sänger ist tot. Seit über 20 Jahren macht die Band schon Musik. Erst im Mai ist ihr neues Album erschienen „One More Light“, das auch die Single „Heavy“ beinhaltet.

Wir trauern mit der Familie, den Freunden und den Fans 😦