Entdecken Sie ein neues Land…

… mit unseren zahlreichen Reiseführern! Ob zur Vorbereitung auf Ihren Sommerurlaub oder nur zum Träumen: In unserem Fachgebiet Erdkunde finden Sie aktuelle Reiseführer verschiedener Verlage.

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Medientipp zum in die Ferne schwelgen

Seit Jahren betreue ich hier das Sachgebiet Erdkunde. Es ist ein tolles Fach, dessen Bearbeitung mir viel Freude bereitet und ich auch nur sehr ungern hergeben würde. Ich sehe dabei sooooooo viele Reiseziele!

Das folgende Buch ist wieder eins, bei dem kommt man aus dem Seufzen nur schwer heraus. So viele der 100 „unbekannten“ und weltweit verteilt liegenden Reiseziele sind einfach so schön.

Verlagstext:

SecretPlacesDieser Bildband lädt Sie ein, die Welt neu zu entdecken. Erleben Sie wundervolle Hidden Places und genießen Sie einen Urlaub fernab von Touristenströmen. Zahlreiche Geheimtipps zu abgelegenen Wanderrouten, verborgenen Traumstränden und Naturwundern machen Ihre Reisen einzigartig. Von Wandern in den Simien-Bergen in Äthiopien, Entspannen auf der paradiesischen Insel Palau bis zur Besichtigung der Felsenkirchen von Lalibela – ein überraschender Ideengeber für die nächste Traumreise.

Dieser imposante und zum Schwelgen einladende Bildband steht im Bestand unter Erd 185 SEC.

Rie

Wann am besten wohin reisen???

Bald steht bei vielen Menschen wieder der Sommerurlaub an und oft steht dabei die Frage im Raum „Wohin?“.

Die Stadtbibliothek gibt dabei Lebenshilfe! Ich empfehle Ihnen folgendes Buch:

Verlagstext:

wann wohinWer kennt das nicht: Das Wunschziel steht, aber welcher Monat ist der beste? Oder: Zeit für eine Reise im Januar, aber du hast noch keine Idee wohin.  Mit dem neuen Reiseinspirationsbuch von Lonely Planet kein Problem, denn mit mehr als 360 fantastischen Reisevorschlägen steht der perfekten Reise nichts mehr entgegen. Für jeden Monat gibt es die besten Spots weltweit – egal, ob du lieber Kultur geniest, am Strand abhängen willst oder sportliche Herausforderungen suchst, ob du nur ein Wochenende, eine Woche oder den Jahresurlaub planst.  Für jeden Geldbeutel und für jeden Reisetyp ist das Richtige dabei. Inspirierende Bilder, unterhaltsame Texte und die wichtigsten Infos zur jeweiligen Destination machen die Reiseplanung bereits zu einem Abenteuer.

[ Hier ] kann man sogar einen kleinen Blick ins Buch werfen.

Wer sich für das Buch interessiert, kann es demnächst unter Erd 185 WAN in unserem Bestand finden.

Rie

Strandbibliotheken

Wer in den Urlaub fährt, muss auch am Strand immer weniger auf ein gutes Buch verzichten – wenn man sich mal wieder nicht genügend Lektüre mitgenommen hat. Es gibt immer mehr Strandbibliotheken oder auch Beach Libraries. Die meisten sind bisher im Ausland zu finden, wie in Bulgarien, Dubai oder Belgien. Aber vielleicht hat ja einer unserer LeserInnen schon eine Strandbibliothek an Nord- oder Ostsee entdeckt? Oder kennt noch weitere Beispiele für solche Bibliotheken? Im September/Oktober halte ich in jedem Fall an der Ostsee die Augen auf.

Über Stock und Stein

zu finden unter Spo 550 SAE

Viele Mitbürger aus dem platten Land zieht es im Sommerurlaub in die Berge – nicht nur zum Gondelschaukeln und Almdudler trinken, sondern auch zum Wandern.

Aber warum eigentlich nur im Sommer? Und warum nur in den Bergen wandern?

Jarle Sänger hat mit „Stock und Stein“ ein handliches und absolut alltagstaugliches Buch geschrieben, einen regelrechten WanderVERführer.

„Tipps, Touren und Wissen für das ganze Jahr“ sind enthalten, übersichtlich aufgemacht, launig beschrieben, grafisch toll gestaltet und mit jeder Menge Insider- bzw. Klugscheißer-Wissen angereichert 😉

Monat für Monat gibt es u.a. eine Wetterstatistik, Wanderanlass und Ausrüstung des Monats, Naturkino-Tipps und vieles mehr.

Da ist für jeden etwas dabei. Auch die schönsten „Bierwanderungen“. Also, Stiefel schnüren (wie’s geht steht auf S. 71 ff.) und loswandern!

Neu

Lektüre für laue Sommernächte

Am 21. Juni war Sommeranfang, Tag- und Nachtgleiche, Mittsommer- kurz: der längste Tag des Jahres. Nun werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger.

Großartig, wenn man jetzt Urlaub hat… Wenn nicht: Auch nicht schlimm: Man kann ja in Gedanken verreisen. Zum Beispiel mit Nina George vom brütend heißen Paris in die Bretagne. Von der äußerlich perfekten Familie ins tiefste, vielleicht auch etwas abgründige Innere…

Den Titel fand ich kitschig, das Cover erinnerte mich irgendwie an „Fifty Shades of Grey“ und obwohl beides mich eigentlich nicht ansprach, las ich trotzdem die Rezension in einer Zeitschrift zu Ende und wurde neugierig.

Hier der Klappentext:

https://www.droemer-knaur.de/buch/9557850/die-schoenheit-der-nacht

„Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren.

Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt – auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu – und werden danach nie wieder dieselben sein.
In der „Schönheit der Nacht“ erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers „Das Lavendelzimmer“, sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen.“

„Die Schönheit der Nacht“ ist kein lockerer Frauenroman und wer einen spannenden Handlungsstrang erwartet, wird wohl enttäuscht werden.

Und doch hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen.

Nina George gelingt es exzellent, Stimmungen und Gefühle einzufangen, sie spielt mit Licht und Schatten der Seelen, mal lebensfroh, mal melancholisch, immer poetisch.

Viel französisches Flair und bretonischer Lokalkolorit, verstärkt durch geschickt eingeflochtenes französisches Vokabular.

Ein Buch zum Eintauchen und Abtauchen!

Zu finden unter Roman Liebe GEO.

Neu

Thailand das „Land der Freien“

Der Gütersloher Fotograf Reiner Kerner bereist schon seit sieben Jahren Thailand. Auf seinen meist mehrmonatigen Aufenthalten in diesem Land, lernte er viele Thailänder kennen und erhielt so gute Einblicke in die Denkweise, die Kultur und auch den Buddhismus. Am 23.03. – nächste Woche Donnerstag – hält er in der Stadtbibliothek Lebenstedt einen Multimedia-Vortrag, von 19:00 Uhr bis 21:15 Uhr. Dabei zeigt er faszinierenden Fotos, kurze Videos und Animationen. Über diesen Weg führt Herr Kerner alle Teilnehmer in die Geheimnisse des Isaans ein und schildert live die Erfahrungen mit thailändischen Menschen.

Der HDAV-Multimedia-Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise in das „Land des Lächelns“. Auf dieser Reise erfahren Sie einiges Bekanntes, aber auch viel Unbekanntes über dieses bezaubernde Land.
Geschichtliches, Kultur der Thailänder, Bangkok, Floating Market, Pattaya, Lady Boys, River Kwai, Ayutaya, Buriram das Leben im Isaan und vieles mehr wird vorgestellt.
Kerner gibt Antworten auf die Fragen, warum Busschaffner in Bangkok Windeln tragen, ob es auf dem höchsten Berg Thailands eine Toilette gibt und wie erkenne ich einen Ladyboy?(siehe VHS Salzgitter)

Kursnr. der VHS: 25097
Kosten: 9,00 € Abendkasse

Freuen Sie sich mit uns auf einen spannenden Abend und sammeln Sie fleißig Urlaubsimpressionen 🙂

Wo ich gerne mal Urlaub machen würde

Es gibt viele Orte, die ich in meinem Leben noch besuchen will. Doch letztens stieß ich auf einen Artikel bei SpiegelOnline. Ein Wunschhotel habe ich nach dem lesen des Artikel auf jeden Fall schon gefunden 😀

Buchhotel

Quelle, Bild von Thomas Straub/srt

Hier abgebildet ist das Schoss Elmau, welches gemütlich am Rand der Garmischer Berge liegt. Seit 2007 gibt es dort eine Buchhandlung, der sieben (!) Tage die Woche geöffnet hat. Dort wird man vor allem fündig, wenn man nach Besonderen Büchern sucht.

Damit ein Hotel ein Buchhotel sein kann, müssen mindestens 300 Bücher im Hotel vorgehalten werden. Dazu noch aktuelle Zeitschriften und Zeitungen. Ganz wichtig sind natürlich passende Leseecken, die je nach Art des Hotels dann auch unterschiedlich gestaltet sind. Ob ein wenig gediegener mit Biedermeiermöbeln oder einfach nur mit Sitzsäcken, das ist dem Hotel selbst überlassen. Es soll sogar noch beim Auschecken ein Wunschbuch bekommen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es inzwischen schon 50 solcher Hotels. Ich versuche das auf jeden Fall mal – entweder für einen längeren Urlaub oder nur mal einen Kurztrip 🙂

Auch viele andere Länder haben solche und ähnliche Hotels. Nicht zu vergessen die Bücherstadt Bredevoort.

Wäre das etwas für euch? Im Urlaub überal von Büchern umgeben zu sein, oder wollt ihr da doch lieber etwas Abstand haben? Vor allem, die unter euch, die selber jeden Tag mit Büchern zu tun haben.

 

 

Urlaubsessen

Mitten in den Sommerferien essen wir in Deutschland Wohnenden ja gerne auswärts. Und geraten ins Schwärmen. Der Gaumen ist offen für Neues. Irgendwann schwappt das Urlaubsgefühl dann in die Heimat. Wir wollen Das, was im Urlaub so gut geschmeckt hat, auch wieder zu Hause konsumieren. Das ist sicher mit ein Grund warum italienische, türkische oder griechische Restaurants das ganze Jahr über Konjunktur haben. Auch die asiatische Küche und natürlich die amerikanische Küche haben den Einzug bis in die heimischen Küchen gefunden.

Das schlägt sich in einer Vielzahl von Kochbüchern nieder, die in der Stadtbibliothek große Nachfrage haben.

Eine Sonderform ist das mobile Kochen. Egal ob auf dem Boot, im Wohnmobil oder eben draußen – hier ist man oft stark eingeschränkt (und dem Thermomix fehlt die Steckdose 🙂 ) In diesem Bereich sollte man auf die Skandinavier schauen, die oft mit kleinen Mitteln leckere Nahrung kreieren.

Kochen unter freiem Himmel von Karin Ihre

Da fällt mir gerade auf – skandinavisch Essen gehen? Nein, nicht die Hot Dogs vom schwedischen Möbelgeschäft! Das wird hier schwierig. Die nordische Küche ist nicht nur Sürstromming , sondern auch Kanelbullar (nicht zu verwechseln mit dem Franzbrötchen) und andere Leckereien. Mein Knäckebrothauptlieferant hat da Tipps, wie aus einfachem Knäcke eine Pizza wird:

Weitere kurzweilige Anleitungen gibt es unter https://www.youtube.com/user/leksandsbrod – natürlich auch mit einer Köttbullarvariante. Das Knäcke dieser Firma ist in Deutschland nur schwer zu bekommen. Das gilt jedoch auch für Rentier- und Elchfleisch und Käse aus der Tube; übrigens die beste Möglichkeit unterwegs ohne Kühlschrank Käse zu transportieren.

Sollten Sie also wie der Blogschreiber mit einer Unmenge an lokalen Leckereien und Zutaten aus dem Urlaubsland wieder ankommen, die Stadtbibliothek hat sicher das richtige Kochbuch dazu.

ScG – Gerald Schleiwies

Sommer, Sonne, E-Reader Zeit

Seit fünf Jahren verleihen wir nun schon E-Reader. Die Stadtbibliotheken Salzgitter waren wohl die ersten, die diesen Service in Deutschland angeboten haben. Der große Boom ist vorbei, die Zeiten von bis zu 35 Vormerkungen auf unsere zu Beginn sieben Geräte sind Vergangenheit. Seit gut 2 Jahren ist fast immer ein Gerät verfügbar. Doch es gab bei jetzt eine Ausnahmezeit – die Ferien, insbesondere die Sommerferien.

Nun sind diese hier im Gange und es gibt noch immer Geräte zum Ausleihen. Also, wer es noch mal versuchen möchte im Urlaub nur ein Stück Technik, statt ganz viel Papier in den Koffer zu packen – die erste Tolino Shine Generation und Sony PRS-T1 kann man bei uns ausleihen. Ein E-Ausleihezugang ist bereits drauf. Und ganz viele Bücher.

Sprechen Sie uns an, die Geräte stehen jeweils an den Informationen in Bad und Lebenstedt.

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Schule ist aus – die E-Reader können jetzt alles

ScG

Der Bibliothekar, der aus der Kälte kam

Übermorgen ist es soweit. Literarisches und Kulinarisches hat am Dienstag, den 8.3.2016 seinen ersten Auftritt in diesem Jahr. Wenn man in den letzten Jahren usnere Teilnehmer fragte gab es eine einhellige Meinung: „Die Veranstaltung war zu lang.“ Das passiert dieses mal nicht.

Wir vier BibliotheksWesen haben uns vorher abgesprochen, die Titel sind kurzweilig und wir werden die Zuhörer in diesem Jahr aktiv einbinden – da vergeht die Zeit wie im Fluge.

Doch die frühe Veranstaltung zeigt auch, wie kurz die Vorbereitungszeit dieses mal war. Ob SUB (Stapel ungelesener Bücher) oder SAB (Stapel angelesener Bücher), bei jedem von uns liegt da so etwas rum. Und trotz bester Zeitplanung, schaffte ich es nicht vor dem Urlaub fertig zu werden. Nun muss eine kleine Auslese ins Handgepäck.

Es wird sicher Zeit bleiben zum Lesen – das bringt das Urlaubsziel so mit sich.

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Alles eine Frage der Kleidung…

Und ein Besuch in der Stadsbiblioteket Kiruna ist morgen fest eingeplant. Die stellen gerade ihre Haussystematik auf Dewey um. Was wäre eine Urlaubsreise ohne Bibliotheksbesuch.

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Eine ganz kleine habe ich auf der STF Hütte Abiskojaure gefunden, quasi ein „freies Bücherschränkchen“. In Deutsch war gerade „Kafka am Strand“ vorhanden. Das hat sicher dort jemand im Sommer liegen lassen, denn zur Zeit ist der gesamte See gefroren und für Schneemobile freigegeben.

Aber übermorgen, da ist ja schon Literarisches und Kulinarisches…

ScG – Gerald Schleiwies

Warum BibliotheksWesen im Urlaub Bibliotheken besuchen

Urlaub!

Endlich mal abschalten!

„Handy aus!“ oder „Vom Luxus nicht erreichbar zu sein.“ titelten viele Zeitungen die letzten Wochen. Urlaub ist Urlaub, da soll man nicht an die Arbeit denken.

Doch die sozialen Medien zeigen eine ganz andere Seite. Besonders das BibliotheksWesen, also die kleinstmögliche Einheit die Gesamtheit aller in einer Bibliothek Beschäftigten, ist stark von Rückfällen bedroht. Es reicht zumeist im Urlaub auf eine Bibliothek zu stoßen. Dann ist es vorbei mit abschalten.

Eine Kollegin aus Schleswig-Holstein verirrt sich in Österreich rein zufällig in die Stiftbibliothek des Kloster Admont, ein anderer Kollege bewundert in Dänemark die Kinderwagenparkplätze der Öffentlichen Bibliothek und in den Blogs der KollegInnen finden sich weitere Berichte wie man im Urlaub wie selbstverständlich erst einmal andere Bibliotheken besichtigt. Ein Düsseldorfer Kollege bezeichnet sich gar als „Bibliothekstourist“.

Tja, ich bin kein bisschen besser. Neulich am Ende der (Eisenbahn)welt im norwegischen Narvik, weit nördlich des Polarkreises, war es wieder soweit. Der Zug blieb mit Oberleitungsschaden bereits vor der Einfahrt in den Bahnhof hängen. Verspätung mindestens drei Stunden. Also die Zeit nutzen mal durch die 18.000 Einwohner große Stadt zu gehen. Das dauert nicht lange. Es gibt zwei kleine Shoppingcenter und eine Hauptstraße. Mit Bibliothek !

WP_20150720_001Also schnell hinein und mal gucken. Leider fiel ich gleich etwas unangenehm auf mit einem 12 Kilo Rucksack auf dem Rücken zwischen engen Regalen. Aber nach einem kurzen Outing als BibliotheksWesen kamen wir kurz und sehr fröhlich ins Gespräch. Zum Beispiel über die Sommeröffnungszeiten.

WP_20150720_002 Im Sommer, der nur kurz und extrem lange hell ist hat man anderes zu tun als in die Bibliothek zu gehen. Die Winteröffnungszeiten sind dafür umso länger. Seine Medien kann man aber jederzeit hier zurückgeben:

WP_20150720_003Ja, das wünsche ich mir für Salzgitter auch schon seit längerem. Aber man braucht ja auch noch Ziele. 😉

Irgendwann fuhr der Zug dann doch. 1.600 km mit dem Nachtzug nach Stockholm. Zudem kam er trotz der Anfangsverspätung pünktlich an. Was also machen mit den 7 Stunden Puffer in Stockholm? Die Gamlastan, die Altstadt von Stockholm, überlaufen von deutschen und japanischen Touristengruppen? Shopping in der Drogninggatan, der Haupteinkaufsstraße? Och, nee.

Aber eine Bibliothek könnte man doch besuchen. Einfach die Drogninggatan bis zum Ende hochlaufen, um den Sternwartenberg herum und schon erwartet einen ein bibliothekstouristisches Highlight – die zentrale Stadtbibliothek Stockholm.

WP_20150721_008Oh, ich war nicht der einzige Fototourist in dem Architekturwerk von Gunnar Asplund.

Auch im zweiten Gang zeigte sich die Poesie des Gebäudes und die Verschmelzung mit dem Bestand.

WP_20150721_005Übrigens, ähnlich wie in Norwegen läuft auch in Schweden im Juli nicht viel. Die Stockholmer Einwohner überlassen den Touristen gern ihre Stadt und befinden sich ansonsten auf dem Land oder im Schärengarten im Urlaub. Die Öffnungszeiten sind entsprechend angepasst und es war nur wenig los:

WP_20150721_004Völlig verweist war die Kinderbibliothek. Wie der Kollege schon in Dänemark beobachtet hat, gibt es scheinbar überall Kinderwagenparkplätze – die Idee hatte ich in Salzgitter Bad zwar auch, dort steht aber nun ein Rollator…

WP_20150721_009In Schwedisch und Englisch liegen zudem Flyer aus über die architektonische Idee des Hauses. Sie lässt sich auch in der Wikipedia in Deutsch nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbibliothek_Stockholm

Und dann war da ja noch die eine kleine Idee, die es demnächst auch bei uns geben könnte:

IMG_20150806_140108 IMG_20150806_140230Die praktische „Frag Deine Bibliothek“- Karte für die Hosentasche. Leider war da noch so vieles andere interessant. Das WLan ist kostenlos, aber die Toilette kostet 5 Kronen (ca. 0,50 Cent) – in Deutschland ist es eher andersherum. Und in der internationalen Bibliothek nebenan konnte ich in „Die Zeit“ lesen, das man doch einfach mal nicht erreichbar sein sollte.

Das ist gar nicht so einfach in einem Land wo ich das Auslandsdatenflatpaket meines Anbieters vor dauerndem kostenlosem WLan nicht mal buchen konnte. Doch in Schweden gibt es auch die Orte ohne Handy, WLan und Internet – dafür mit Berglemmingen, Rentieren und Elchen. Aber das, das ist eine ganz andere Geschichte.

Doch warum besuchen BibliothekWesen im Urlaub denn nun andere Bibliotheken? Bildungsurlaub gibt es dafür nicht. Nein, aber es macht einfach unglaublich viel Spaß und man entdeckt immer etwas Neues.

ScG – Gerald Schleiwies