Youtube statt Vorlesen – ein Aufschrei!

Neulich erschien im Bayerischen Rundfunk ein Bericht, dass Eltern immer seltener ihren Kindern vorlesen. Okay, das ist nichts Neues. Aber das die Eltern stattdessen ihren Kindern ein Tablet in die Hand drücken, das ließ mich innerlich schreien. Es gibt doch nicht ernsthaft Eltern, die das gemeinsame Lesen durch ein Tablet ersetzen!?

Der BR berichtet weiter, wie wichtig das Vorlesen für Kinder ist. Denn das Gefühl von Nähe und Geborgenheit, wenn sich Eltern nur für das Kind Zeit nehmen (kein Handy, keine Anrufe, kein Fernseher im Hintergrund), prägt sich zeitlebens beim Kind ein. Auch lernen Kinder so spielerisch zur Ruhe zu kommen, kreativ zu werden, sich zu konzentrieren.

Ein alarmierender Artikel: Youtube statt Vorlesen (zuletzt aufgerufen am 02.04.2019)

Falls Sie daheim nichts Passendes zum Vorlesen haben: Wir haben sehr schöne Bilder- und Vorlesebücher im Bestand. Und unseren Leseausweis erhalten Kinder kostenfrei.

Fr

Wozu brauchen Kinder noch Bücher…

… lautet der provokante Artikel im Magazin „Zeit“. Im digitalen Zeitalter, umgeben von elektronischen Alleskönnern, mag die Frage berechtigt sein: Wozu seinem Kind noch ein papiernes Ding in die Hand drücken, das nichts kann. Es blinkt nicht, es fiept nicht, es spricht nicht mit einem. Langweilig! Langweilig?

Wie wichtig das Lesen für Kinder ist, macht der Artikel deutlich: Einen Text mit eigenen Worten wiedergeben, Sprache verbessern, Fantasie entwickeln, in eine Welt abtauchen, die ganz und gar einem selbst gehört – all das können nur Geschichten. Ein weiterer wichtiger Artikel für das Lesen im Kindesalter: Wozu brauchen Kinder noch Bücher (zuletzt aufgerufen am 01.04.2019)

Fr

Gemeinsam lesen – gemeinsam Abenteuer erleben mit den magischen Tieren!

Wer kennt sie nicht? Die Schule der magischen Tiere von Margit Auer. Mit dem Titel können die meisten Kinder etwas anfangen, sie haben ihn zumindest schon einmal gehört. Von Geschwistern, von Mitschülern…

Schule

Benni, nicht sehr beliebt … Ida, die Neue in der Klasse! Als Miss Cornfield, die neue Lehrerin ihrer Klasse Mister Morrisson von der magischen Zoohandlung vorstellt, ändert sich das Leben von Benni und Ida schlagartig. Die beiden erhalten als erste ihr magisches Tier. Einen treuen Freund fürs Leben, mit dem sie viele Abenteuer erleben können, einen Freund der ihnen zuhört und für sie da ist.

Eines Tages gehen in der Schule Stinkbomben los und der Wettbewerbs-Kohlrabi des Direktors wird geklaut. Nach einem anonymen Brief wird Benni verdächtigt, der Übeltäter zu sein. Gelingt es ihm gemeinsam mit Henrietta, seiner magischen Schildkröte, den wahren Übeltäter zu überführen?

Zum ersten Abenteuer der Kinder und ihrer magischen Tiere, gibt es auch eine Ausgabe zum gemeinsamen Lesen für Leseanfänger!

„Die Schule der magischen Tiere – zum Vorlesen und lesen lernen!“ besticht durch seine abwechslungsreiche Gestaltung.

Klein gedruckte Textabschnitte für Leseerfahrene, groß gedruckte Textabschnitte für Leseanfänger. Comicseiten, Gedichte, Symbolseiten… es wird nicht langweilig.

Perfekt geeignet für Eltern und Kind(er) um gemeinsam Leseabenteuer zu erleben. Gleichzeitig kann man nämlich spielerisch den Leseanfänger bei seinem Lesestart fördern und unterstützen. Lesepaß ist garantiert – ich habe es selbst mit meiner Tochter (7) gelesen und wir konnten kaum aufhören, denn wir wollten unbedingt erfahren wer für die Stinkbomben verantwortlich ist…

In der Bibliothek findet man dieses tolle Buch bei Familie Freunde Schule AUE.

Die Schule der magischen Tiere zum Vorlesen und Lesen lernen! / CArlsen Verlag / ISBN 9783551606884

Fb

 

Mein Andersopa – ein einfühlsames Bilderbuch zum Thema Demenz

Opa ist Neles bester Freund. Opa hat immer Zeit für Nele und gibt auf sie acht. Er ist ein feiner Herr mit weißem Hemd und Sakko, der stets den Hut hebt und freundlich grüßt. Mit Nele geht er gern spazieren und angeln, oder sie backen Kuchen und besuchen Oma auf dem Friedhof. Bis zu dem Tag, als Nele Opa unrasiert im Schlafanzug antrifft. Am helllichten Nachmittag! – Opa vergisst jetzt oft etwas, sogar Neles Namen…

Irgendetwas stimmt mit Opa nicht –  doch Nele geht ganz locker mit dem Thema um: Sie hat jetzt eben zwei Opas, den „normalen“ und den „Andersopa“ – mit dem sie aber genau so viel Spaß hat wie früher.

Ganz selbstverständlich ist für sie der Rollentausch, nicht mehr ihr wird vorgelesen, sondern sie liest jetzt dem Opa vor, hilft ihm beim Rasieren… Und der Opa zieht am Ende bei Nele und ihrer Mama ein.

Aus Sicht eines Erwachsenen mag das Ganze allzu einfach und etwas naiv wirken – aber es ist ja schließlich ein Buch für Kinder und wie ich finde, ein äußerst gelungenes, das viele Aspekte der Demenz wirklich kindgerecht, ja sogar humorvoll und fröhlich illustriert, beleuchtet. Auch der Besuch beim Arzt, der kurz erklärt, was mit Opas Gehirn nicht mehr stimmt, fehlt nicht.

„Die ganz unbefangen erzählte Geschichte vom dementen Großvater funktioniert besonders gut: Weil sie ganz unprätentiös und ohne Weinerlichkeit erzählt wird, weil sie nicht bewertet und einordnet und darum die Kindersicht besonders gut transportiert.“ Korinna Hennig, NDR Info Kultur, 19.10.2018

Das Buch ist bei den Bilderbüchern unter B zu finden.

Neu

Von Flunkergeschichten und Wortgeschüttel… Leselernhund im Hort

Seit Februar besucht unser Leselernhunde-Team im Rahmen eines Projektes die Hortgruppe des Kinderbildungshauses St. Gabriel in Gebhardshagen.

Aufgeteilt nach Alter, können interessierte Kinder ihre Lesefertigkeit spielerisch trainieren.

Es werden verschiedene Spiele zur Leseförderung durchgeführt.

Mit Flunkergeschichten, Lese-Würfelspielen, Logicals und dem guten alten Fehlerlesen soll Lesen als positive Erfahrung verknüpft werden.

Bei jeder Aktion wird der tierische Leseförderer mit einbezogen und für die Kinder besteht die Möglichkeit, ihn während des Lesens zu streicheln.

Der Hund soll den Kindern die Anspannung und Angst vor dem lauten Lesen nehmen. Seine Anwesenheit wirkt auch in der Gruppe beruhigend, verringert Stress und fördert die Wohlfühlatmosphäre.

Mit den Aktionen soll die Lust am Lesen und der Spaß an Büchern geweckt werden.

Seit letztem Sommer bietet die Stadtbibliothek die Leseförderung mit Leselernhunde-Team an. Die Mitarbeiter sind für Ideen offen, es gibt die Möglichkeit einer Einzel- oder Gruppenförderung. Bei Interesse an Projekten mit dem Leselernhunde-Team in Schule oder Hort, melden sie sich telefonisch in der Stadtbibliothek oder per Mail an jessica.faerber@stadt.salzgitter.de

Fb

Bilderbuchtipp

Peter Wohlleben studierte Forstwirtschaft und arbeitete 23 Jahre in der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz. Seit 2006 arbeitet er an der Rückkehr der Urwälder.
Bekannt wurde er durch sein Buch „Das geheime Leben der Bäume“. Seitdem trat er in diversen TV-Sendungen auf, in denen er sein Wissen über Baum, Wald und Forst weitergibt. Nun erschien ein Bilderbuch von ihm: „Weißt du, wo die Baumkinder sind?“

Weißt duDas Eichhörnchen Piet ist traurig, weil es keine Familie im Wald hat. Förster Peter tröstet es und erklärt ihm, dass sogar Bäume in Familien zusammenleben. Das will Piet sehen. Und so machen sich die beiden auf, Baumkinder und ihre Eltern zu suchen. Unterwegs treffen sie einen Wolf, einen gefährlichen Habicht, ein Pferd, und sie sehen eine Nadelbaum-Plantage. Nur Baumfamilien finden sie nicht. Erst im Buchenwald haben sie Glück. Zurück im Forsthaus wird Piet wieder traurig, denn er ist immer noch allein. Ob er vielleicht bei Peter bleiben darf?

Signatur: Bilderbuch WOH

Fr

 

Rückblick auf den Vorlesewettbewerb 2019

Unglaublich! Am Montag, den 18.02.2019 fand in der Stadtbibliothek Fredenberg schon der 60. Vorlesewettbewerb statt.
Insgesamt waren 10 weiterführende Schulen aus Salzgitter vertreten. Die angetretenen Schüler waren die jeweiligen Gewinner ihrer Schulen und können darauf sehr stolz sein!

Vorlesew

Nun mussten sie sich noch einmal zwei Vorleserunden stellen, bevor es für den Gewinner aus Salzgitter zum Regionalentscheid nach Wolfenbüttel geht.
Die erste Runde bestand aus dem Vorlesen eines Textes, den die Kinder selbst aussuchen durften und vorbereitet hatten. Darunter waren “Klassiker“, wie Tom Sawyer oder Gregs Tagebuch.

Dabei wurde von der Jury auf drei Kriterien besonders geachtet.
Einmal die Lesetechnik, also wie flüssig und sicher wurde gelesen und wurden die Pausen richtig gesetzt, sowie auf eine sinngemäße Betonung. Zum anderen wurde die ausgewählte Textstelle beachtet. Hat die ausgewählte Stelle Lust auf das Buch gemacht, ist sie inhaltlich schlüssig? Sehr entscheidend war aber die Interpretation des ausgewählten Textes. Der Text sollte lebendig und ausdrucksstark, der Stimmung entsprechend vorgetragen werden. Und das ist gar nicht so einfach! Aber auch die Präsentation an sich floss mit in die Bewertung der Jury ein.

Nach einer kleinen Pause für die Zuhörer und einer ersten Beratungsrunde der Jury ging es mit dem Fremdtext weiter, der aus dem Buch „Die Götter sind los“ von Maz Evans stammte. Was die Jury dabei sehr erstaunte war die Tatsache, dass der Fremdtext ohne große Probleme vorgelesen wurde. Starke Leistung! Nachdem die Vorleser auch diese Runde gemeistert hatten, zog sich die Jury zur Auswertung zurück. Währenddessen konnte sich die Zuhörer und Vorlesenden mit Getränken und kleinen Leckereien stärken. Zur Unterhaltung gab es noch eine Märchenrallye. Der Jury, bestehend aus Birgit Bessai (Bibliotheksgesellschaft), Petra Stürmer (Sozialpädagogin bei der Wohnbau Salzgitter), Chiara Meyer (Stadtbibliothek) und Vorjahressiegerin Doga Sahin, fiel die Entscheidung nicht leicht. Es war ein Kopf an Kopfrennen. Alle Kinder hatten ihr Bestes gegeben und wirklich toll gelesen!
Gewonnen hat die Schülerin Wiebke Baer vom Gymnasium Salzgitter-Bad. Beim nächsten Vorlesewettbewerb wird sie dann mit in der Jury sitzen und bei der Entscheidungsfindung helfen. Aber zunächst wünschen wir ihr viel Erfolg bei dem Regionalwettbewerb!

Mey