Buchhandlungen in Deutschland

Wir, die Stadtbibliothek Salzgitter, bestellen einen Großteil der Neuerscheinungen noch immer im örtlichen Buchhandel. Das ist auch gut so: Es fördert den örtlichen Einzelhandel und garantiert uns schnelle Lieferung sowie einen direkten Ansprechpartner.

Doch in Zeiten des Versandhandels verlieren die Buchhandlungen an Bedeutung und schwinden. „Die Zeit“ veröffentlichte nun eine Deutschlandkarte, aus der hervorgeht, wie viele Buchhandlungen es gibt und wie sie sich über die Bundesrepublik  verteilen.

Noch gibt es sie, diese gemütlichen Orte des Lesens, in denen man ein Buch direkt in die Hand nehmen kann, das Papier knistert hört, die Druckertinte riecht und mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommt. Hoffen wir, dass das auch noch lange so bleibt.

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Bücherfrau des Jahres 2018

Den Verein BücherFrauen e.V. gibt es schon seit 1990. Sein Ziel ist es, die Interessen der Frauen in Verlagen, Buchhandlungen, Bibliotheken, Institutionen oder im eigenen Büro zu bündeln. Um folgendes geht es den BücherFrauen u.a.:

Kontakte schaffen, Jobs und Aufträge vermitteln, Informationen und Erfahrungen austauschen, frauenspezifische Interessen in der Buchbranche vertreten … und immer wieder »Seilschaften« bilden – das »Klüngeln« gehört bei den BücherFrauen zum guten Ton. (siehe: BücherFrauen Vereinsporträt)

Jedes Jahr wird aus der Branche eine Frau zur Bücherfrau des Jahres gewählt. Dieses Jahr ging diese Ehre an Frau Susanne Martin – einer Buchhändlerin aus Leidenschaft. Bis Anfang des Jahres führte sie eine Buchhandlung in Stuttgart. 2016 bekam sie mit ihrem Team die Auszeichnung des Deutschen Buchhandelspreises. Mit dem Preis wird ihr Lebenswerk als engagierte Buchhändlerin geehrt.

(vgl. BücherFrauen, Bücherfrau des Jahres 2018)

Buchtipps für 59Plus

59Plus.tv ist ein Streamingdienst im Internet mit dem Zielpublikum ab 59 und aufwärts. Mit diesem Dienst ist das Onlineportal Buchhandel.de eine Kooperation eingegangen. In Zusammenarbeit mit unabhängigen Buchhandlungen werden kurze Clips mit Buchtipps für die Zielgruppe 59Plus (ich behalte den Begriff mal bei) gedreht. Diese sind dann entweder über den YouTube -Kanal des Börsenblattes, direkt bei Buchhandel.de oder 59Plus.tv einsehbar. Warum hat man das gemacht? Nun es ist Fakt, Geld im Buchhandel lässt genau diese Generation. Die Tipps sind auch nicht immer nur direkt für die Zielgruppe, manchmal sind es auch Geschenktipps, wie von der Buchhandlung Barbar Ter-Nedden in Bonn, welche ein Bilderbuch vorgestellt hat: „Als Bär erzählen wollte“.

Ich finde die Idee wirklich gut, vor allem wenn man sich auch mal Geschenktipps holen kann. Doch meine Frage ist, warum eine Beschränkung auf diese Zielgruppe, die ja schon viel Geld im Buchhandel lässt? Warum versucht man nicht auch die anderen Generationen so ebenfalls zu erreichen. Es sind immer nur Versuche und ob sich diese Videos im Umsatz bemerkbar machen, wer weiß. Aber ob viele der Generation 59Plus auf diese Videos aufmerksam werden?

Für mich als Bibliothekarin seh ich darin aber einen kleinen Ansatzpunkt. Buchempfehlungen via YouTube. Viele Blogger machen es auch schon vor. Und auf YouTube sind schon lange nicht mehr nur kurze Witz-Filme zu sehen oder Musikvideos. Auch kurze Lehrvideos haben sich schon längst etabliert. Ob für zu Hause im Handarbeitsbereich oder auch mal zum Thema, wie sieht es denn mit den Bildrechten im Netz aus. Ich finde das alles sehr spannend und vielleicht wäre es auch mal eine Überlegung wert unseren YouTube-Channel wieder zu reaktivieren 🙂 Und dann auch nicht nur für Buchempfehlungen, sondern auch ab und an mal ein kurzes Schulungsvideo. Spontane Idee: „Word-Dokumente formatieren“ oder „wie drucke ich Bilder aus dem Internet aus“. Bei uns häufige Fragen am Info-Tresen. Und die Kollegen haben sicher noch viele weitere interessante, lehrreiche, lustige und spannende Ideen 🙂