Kinder und ihre Lieblingsgeschichten

ZDF heute hat zum ‚Tag der Buchliebhaber‘, der war am 9.08., ein schönes Video gepostet in dem Kinder erzählen, warum dieses eine Buch das Lieblingsbuch ist:

Und auch die Kinder-Medien-Studie von 2017 belegt: Kinder und Jugendlich lesen! In der Studie gaben 72% der vier bis 13 jährigen an, dass sie in der Woche mehrmals zu einem Buch oder einer Zeitschrift greifen. Eine wirklich schöne Zahl, wie ich finde 🙂 Andere Freizeitbeschäftigungen wie Spielekonsolen oder Tablets lagen dahinter.

Weitere Fakten zur Studie gibt es auf der Seite von ZDFheute. Mir macht die Studie etwas Mut, dass wir Bibliotheken, der Buchhandel und die Verlage auch die Kinder bei uns doch noch erreichen 🙂 Und eigentlich finde ich, sollte jeden Tag im Jahr ‚Tag der Buchliebhaber‘ sein – so ist das zumindest bei mir.

 

Julius-Abschluss-Party!

Julius-2017Diesen Freitag – 18.09.2017 – feiern wir wieder unsere Abschluss-Party zum Julius-Club. Es wird Musik und Tanz geben, Spiele und natürlich auch eine Kleinigkeit zu Knabbern und (alkoholfreie) Cocktails 😉 Aber das Beste dabei: Die Party ist eine elternfreie Zone! Wir wollen nur mit unseren Julianern feiern – die Eltern müssen sich dann mal gute 1,5 Stunden selber beschäftigen 😉

Natürlich verleihen wir bei der Veranstaltung auch die Julius-Diplome und es wartet auf jede/n eine kleine Überraschung.

Los geht es um 18 Uhr in der Stadt- und Schulbibliothek im Fredenberg – dort sind wir dann wirklich komplett unter uns und unsere Julianer dürfen ausnahmsweise auch mal in der Bibliothek laut sein 🙂

Wer an der Abschluss-Party teilnehmen will, kann sich persönlich in jeder Zweigstelle anmelden oder unter der Telefonnummer: 05341/839-3434.  Wir freuen uns auf ganz viele Teilnehmer und einen riesen Spaß am Abend.

P.S. Wer leider an dem Termin nicht kann, keine Sorge, spätestens ab dem nächsten Dienstag, dem 22.08.2017, können in den jeweiligen Heimatzweigstellen auch die Diplome abgeholt werden.

Drei alte Damen in einer WG

Whisky drei Damen LindgrenDas hatten sich die Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa alles anders vorgestellt. Die ersten Abenteuer in der schönen Seniorenresidenz „Abenhain“ in Helsinki sind überstanden und nun wollten sie es sich einfach nur noch gut gehen lassen auf ihre alten Tage. Doch diese Pläne wurden durchkreuzt, denn die Residenz wird saniert – von einer zwielichtigen estnischen Firma – und damit beginnt der Albtraum. Das bedeutet jede Menge Krach, nur kaltes Essen, kein Wasser und keine Rücksicht auf Privatsphäre und Privateigentum. Schnell wird den drei Damen klar, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und so versuchen sie dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Allerdings wird Siiri, Irma und Anna-Liisa schnell klar, in der Residenz können sie nicht bleiben, solange die Sanierungen laufen. Doch die drei Damen wissen sich zu helfen: Sie gründen eine WG. Zum Glück Besitzt der Botschafter – ein ehemaliger Diplomat und Anna-Liisas Ehemann – Onni eine ziemlich luxuriöse Wohnung. Doch jeder, der schon einmal in einer WG gewohnt hat, weiß, dass das Zusammenleben nicht immer so einfach ist. Da können so manche Marotten der Mitbewohner echte Nervenkrisen auslösen. Und dann ist da noch die Wohnung an sich: merkwürdige Männer schleichen mit einem Mal herum, eine hohe Summe Geld taucht auf und nach und nach lüftet sich das Geheimnis, wofür die Wohnung einmal genutzt wurde…

„Whisky für drei alte Damen“ ist Minna Lindgrens zweiter Roman. Nach „Rotwein für drei alte Damen“ ist dies die Fortsetzung um Siiri, Irma und Anna-Liisa und ihrem Leben in der Seniorenresidenz. Mit sehr viel Witz und Charme schreibt Lindgren über das Älterwerden und die Zustände im finnischen Pflegesystem. Dabei aber nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern immer mit einem Lächeln. Und auch wenn es einige Geheimnisse zu lüften gilt, verstricken sich die drei alten Damen in keinen Krimi, sondern in ein heiteres Abenteuer. Ganz nebenbei lernt man auch Helsinki etwas besser kennen. Denn dank Siiris unglaublicher Kenntnisse über das Straßenbahnnetz von Helsinki und der darauf diversen Touren durch die Stadt, hat man bald selber das Gefühl, Helsinki schon ein wenig zu kennen.

Der zweite Teil Um Siiri, Irma und Anna-Liisa lässt sich eigenständig lesen, mehr Spaß verspricht natürlich die Lektüre beider Teile.

„Das ist alles nicht erlaubt“ – Bücher (und mehr) auf der Documenta 14

Es ist Documenta in Kassel und die Kunstinteressierten pilgern wieder nach Kassel. Die Braunschweiger Zeitung titelte noch gestern: „So viel Mittelmaß war noch nie“ und ich bin geneigt, mich diesem Statement anzuschließen. Über den erhobenen moralischen Zeigefinger dieser Kunstwerke ist bereits oft geschrieben worden. Doch es wäre nicht Documenta, wenn es nicht doch etwas Herausragendes zu sehen gäbe.

Für das BibliotheksWesen ist das in diesem Jahr sogar kostenlos, denn das Parthenon der verbotenen Bücher bzw. das „Parthenon of Books“ thront das Kunstwerk der argetinischen Künstlerin Minujin mitten auf dem Friedrichsplatz; übrigens nach den Originalmaßen der Akropolis in Athen.

Das ist nicht zu übersehen:

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Die Uni Kassel hat eine Liste von 60.000 Titeln (!) erarbeitet, die verboten waren oder sind und die sich hier befinden könnten.

Aus der Nähe betrachtet, sieht das dann so aus:

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Ja, auch Harry Potter hat es getroffen, wenn auch nicht in der deutschen Ausgabe.

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Viele Titel davon sind heute in jeder deutschen Bibliothek gängiges Repertoires. Nach der Documenta 14 wird der Bau übrigens abgerissen und die Bücher können mitgenommen werden. Und? Schon einen Titel gefunden?

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Es gab noch ein zweites Bücherkunstwerk, welches mich beeindruckt hat:

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Maria Eichhorns Werk heißt, was es ist – „Unrechtmäßig aus jüdischem Eigentum erworbene Bücher“

Diese sind aus dem Zugangsbuch J 1943 aus jüdischen Haushalten in den Bestand der Berliner Stadtbibliothek gewandert. Das Zugangsbuch J gehört heute zur ZLB, der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt hier zu sehen, denn insgesamt sind damals 40.000 Bände aus jüdischen Haushalten durch Enteignung oder als „Schenkung“ der Bibliothek zugeführt worden. Seit 2010 laufen dort die Recherchen zu diesem geschichtlichen Teil des NS-Raubgutes.

Und so ist auch dieses Kunstwerk für die Einen wieder der erhobene moralische Zeigefinger, für Andere wiederum aufgrund der Installationsart eine beeindruckende Aufklärung. Es wurde jedenfalls fleißig geschaut und fotografiert.

Wenn das BibliotheksWesen dann den Blick durch die berufliche Brille mal absetzt, entdeckt es auch Kunst, die nicht nur mich beeindruckt hat. Geschafft haben das die Sami Artist Group. Das einzig indigene Volk Europas wohnt dort, wo ich seit einiger Zeit wegen der Natur und der Menschen dort gerne im Urlaub bin – in Lappland. Der Vorhang aus dreihundert Rentierschädeln von Maret Anna Sara ist genauso oft positiv in den Kritiken erwähnt worden wie das 24 Meter lange Strickbild von Britta Marakatt-Labba. 3Sat hat sich diesen Künstlern in einem eigenen Bericht angenommen:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=68036

Noch Mitte des letzten Jahrhunderts war die samische Sprache verboten. Die Bücher wurden verbrannt. Die Werke hätten somit auch ihren Platz im Partheon auf dem Friedrichsplatz gehabt. Vielleicht waren auch welche mit dabei. Ganz oben! Im Norden des Kunstwerks!

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ScG – Gerald Schleiwies

Nils Wülker: ON

WülkerNils Wülker, der Songwriter mit der Trompete, ist schon in sehr jungen Jahren in einem Auslandsjahr in den USA mit Jazz in Berührung gekommen und bis heute ist Jazz seien Musik.

Dieses Jahr erschien sein neues Album „On“.

[Damit hat er] eine Hybrid-Fantasie musikalischster Natur erschaffen. Brachialer Funk, großartige Songs, energiegeladene Improvisationen und elegante Electronic-Sounds fusionieren zu einer überraschenden, gleichberechtigten Union von Jazz und Hip Hop. Die zwölf Songs faszinieren. Es ist gut möglich dass sie den einen oder anderen Hörer für Jazz begeistern. (Quelle JPC)

Ein fantastisches Musikwerk, dass sicher nicht nur Jazz-Liebhabern gefällt. Wie Nils Wülker auf die eine und andere Idee zu seinem Album kam, erklärt er in folgendem Trailer:

 

Wf

Ein Stinktier für Zora

Was macht man, wenn man plötzlich ein Stinktier zu Hause hat? Genau dieser Frage muss sich Rüdiger Bertrams Heldin Zora auch stellen:

Stinktier 1An ihrem zehnten Geburtstag schlägt Zora die Augen auf und da sitzt es: Dieter, das Stinktier. Ihr Totemtier, das sie von nun an überallhin begleiten wird.

Zora ist entsetzt, denn Dieter ist vorlaut, verfressen und eingebildet. Außerdem haben andere in ihrer Klasse richtig coole Tiere. Bis auf zwei. Leon und Anna, die mit Ratte Jasper und Faultier Paula zu den Außenseitern zählen.

Höchste Zeit, das zu ändern, beschließt Dieter, der zwar frech, aber auch ziemlich verschmust und zudem äußerst einfallsreich sein kann, wenn es darum geht, Zora zu beschützen. Und so gründen die Freunde den »Club der doofen Tiere« und das bedeutet tierischen Spaß, bis es den anderen gewaltig stinkt. (Quelle: cbt-Verlag)

Und in Band 2 „Stunk in der Geisterbahn“ geht die Attacke auf Nase und Lachmuskeln weiter:

Jessicas Einhorn ist verschwunden! Und auch wenn Zora und ihre Freunde stunk geisterbahnJessica nicht sehr mögen (und noch weniger ihr rosa Einhorn), so betrifft es sie doch auch.

Denn jeder, der ein magisches Tier hat, weiß, dass es sich nicht weiter als 5 Meter von seinem Menschen entfernen kann. Sind nun alle Tiere in Gefahr? Gemeinsam begeben sich die Freunde auf die Suche und machen eine unheimliche Entdeckung: Jemand scheint das Einhorn und auch andere magische Tiere in einem alten, verlassenen Vergnügungspark gefangen zu halten.

Klar, dass die Kinder jetzt alles dafür tun, um dem Entführer das Handwerk zu legen, allen voran Dieter, die kleine Stinktierbombe! (Quelle: cbt-Verlag)

Eine wirklich lustige Reihe, allen Kindern ab 8 Jahren wärmstens empfohlen.

Wf

Wir sind zertifiziert!

Wussten Sie schon, dass wir in unserer Zweigstelle in Bad eine Touristeninformation haben? Salzgitter-Bad ist Kurort und dafür brauch es eine Informationsstelle für Besucher der Stadt in zentraler Lage. Leider liegt die Hauptstelle der Touristeninformation etwas abseits in Bad, aber was ist zentraler, als der Marktplatz? Deswegen hatte man damals die Bibliothek als kleine Außenstelle auserkoren. Bis 2020 sind wir jetzt wieder zertifiziert und dürfen auch weiterhin Anlaufstelle für  Salzgitteraner Touristen sein 🙂

Zertifikat 2

Unsere Besucher bekommen bei uns nicht nur Auskunft, was man alles in Salzgitter erleben  und wo man schlafen kann – wir haben sogar noch ein paar Salzgitter-Mitbringsel. Sehr beliebt sind dabei die Tassen mit verschieden Motiven aus Salzgitter. Hier ein paar Beispiele im passenden Zeitungsartikel der Salzgitterzeitung vom 29. Juli 2017 – Salzgitter Lokales – Seite 16.

Zeitung Zertifizierung

Außerdem kann natürlich auch jeder Tourist bei uns ins WLAN, sich regional in unserem Zeitungsbestand informieren oder sich einfach ein Buch/eine Zeitschrift schnappen und es sich damit in der Bibliothek oder auf unserer Terrasse bequem machen und ein paar Zeilen (gerne auch mehr) lesen 🙂 Wer mag auch mit einem Kaffee.

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Tourist-Information in Bad und hoffen, dass diese noch viele Jahre besteht 🙂