Unbekannte Welten

unter der erde

Dieses Sachbuch erklärt nicht nur Kindern viele spannende und interessante Sachen zur Erde und zur Tiefsee. Auch so mancher Erwachsener kann beim Lesen noch eine Menge lernen 🙂 Oder wussten Sie wie die ersten Taucheranzüge aussahen? Im Jahr 1715 war so ein Unterwassergang sicher noch kein so schöner Spaziergang, aber immerhin schaffte auch die „Tauchtonne“ schon ihre 20 Meter.

Was verbirgt sich unter der Erde? Was auf dem Grund der Ozeane? Dieses »Wendebuch« führt souverän durch unbekannte Welten.
Aleksandra und Daniel Mizielińscy gelingt erneut ein Husarenstück: Sie führen uns in Gefilde, in die fast nie jemand vordringt: Unter die Erde und Tief ins Wasser!
Es ist spektakulär, was sie uns dort zeigen: Goldminen in Südafrika, die Unterwasserwelt unter Bohrinseln, Vulkanausbrüche, Riesenasseln, Gespensterfische und drei Meter lange Regenwürmer. Sie führen uns zu Ausgrabungen und in Abwasserkanäle und wissen, dass in Nordkorea die tiefste U-Bahn der Welt fährt. (Quelle: Moritz-Verlag)

Ein wirklich schönes und lehrreiches Buch, welches aber trotzdem jede Menge Spaß bringt. Und wer bei der nächsten Grillfeier mal über etwas anderes, als da Wetter reden will, auch dem bietet das Buch ein paar Themen – ich werde es mal mit den Tauchanzügen versuchen 😉

Wf/Sü

Das Bierbrauen

Heute zum Männertag geht es mal eher um nun ja, nennen wir sie mal ‚männliche‘ Bücher. An so einem Tag wie heute wird ja bekanntlich doch das ein oder andere Bier mehr getrunken. Wer ein wahrer Bier-Liebhaber ist, der braut heutzutage selbst. Natürlich haben wir auch zu dem Thema passend Bücher im Bestand 🙂

Da wäre zum einen „Bier aus eigenem Keller“ aus dem Ulmer-Verlag, welches verrät wie Mann seine eigene  Bier-Hausmarke brauen kann.

Bier brauenDer Hobbybrauer findet darin Rezepte für die Herstellung der im deutschen Sprachraum üblichen Biersorten. Ausführlich wird beschrieben, wie mit einfachsten und in jedem Haushalt vorhandenen Geräten Bier gebraut werden kann. Jeder kann mit dieser leicht verständlichen Anleitung schmackhaftes, schäumendes Bier nach seinem ganz persönlichen Geschmack herstellen. Der Autor informiert über die notwendigen steuerlichen und lebensmittelrechtlichen Fragen und über die Diskussionen und Entscheidungen zum traditionellen deutschen Reinheitsgebot. – Leicht verständlicher Ratgeber für die Praxis – Hintergrundinfos und Tipps vom Profi – Viele erklärende Zeichnungen und Tabellen Für Einsteiger und erfahrene Hobbybrauer. (Quelle: Klappentext)

Weiterhin haben wir noch „Bierbrauen für jedermann“ von Michael Hlatky und „Bier selbst gebraut“ von Klaus Kling.

Wer doch eher der Whisky-Anhänger ist, für den haben wir „das Whisky Lexikon“ von Walter Schobert. So ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei und mir bleibt nur einen schönen Männertag/Feiertag zu wünschen 🙂

Eine Widmung für mich

Na gut, nicht direkt an mich. Mehr an uns. Also an uns BibliotheksWesen… und wenn ein Buch schon mit einer solchen Widmung beginnt, dann hat der Autor mich für sich gewonnen.

Galgen

Diese Widmung ist in Der Galgen von Tyburn von Ben Aaronovitch zu finden. Es handelt sich dabei um den (von mir) lang und heiß ersehnten 6. Teil der Serie um Peter Grand, einen jungen Polizisten, der in eine Abteilung versetzt wird, die sich um die skurrilen und magischen Fälle kümmern, die in London passieren. Ein bisschen wie Harry Potter in Erwachsen 😉

Auf dem Bild ist noch mein persönliches Exemplar zu sehen, da ich es nicht abwarten konnte, bis das Buch in unserer Bibliothek entleihbar ist oder mir dann wohlmöglich noch jemand zuvor kommt. Wer die Serie noch nicht kennt, der sollte mit Die Flüsse von London beginnen. Die vorherigen Teile sind alle in unserer Bibliothek entleihbar. Sehr lustig, spannend und gut geschrieben ist diese Serie eine absolute Empfehlung von mir.

Darf ich vorstellen: Richard Laymon

Verehrte Leserschaft,

heute stelle ich Ihnen einen angloamerikanischen Autor namens Richard Laymon vor. Im Sommer 2007 bin ich in meiner Lieblingsbuchhandlung auf ihn gestoßen. Dort standen 3 Romane im Taschenbuchformat im Regal und ich habe mich gefragt, was das wohl sein mag. Die Titel waren kurz und knapp. „Rache“, „Die Insel“, „Nacht“. Der Buchrücken sprach mich an. Die Auswahl war schwerer. Ich entschloss mich für „Rache“ und „Die Insel“. Den ersten Roman verschlang ich noch am selben Abend, der zweite kam dann am nächsten Tag dran. Von da an war ich auf den Geschmack gekommen.

Der Inhalt der Bücher war schockierend, krass und absolut spannend. So etwas hatte ich noch nie zuvor gelesen. Laymons Schreibstil ist eher einfach gehalten. Minimalismus würde ich es nennen. Er stellt Sex, Gewalt und Tod schonungslos dar, es gibt keinerlei Umschreibungen oder Andeutungen. Seine Hauptprotagonisten sind meist leicht bekleidete junge Damen Mitte zwanzig, denen immer etwas Schrecklichens passiert. Trotz seiner Plumpheit sticht Laymons Schreibstil doch heraus. Ich würde ihn unter Hunderten wiedererkennen.

Mit seinen Büchern konnte der Autor in seinem Heimatland zunächst keinen Erfolg verzeichnen. Er musste sogar aus Geldmangel als Berichterstatter arbeiten. Zu sehr scheuten sich die amerikanischen Verlage, seine Werke herauszubringen. Erfolg war ihm zunächst nur in Übersee, genauer gesagt in England beschienen. Dort kamen mehrere Werke auf den Markt. Erst in den 90ern wagte ein kleiner Verlag in den USA, einige von Laymons Geschichten herauszubringen. Dies brachte endlich den ersehnten Erfolg. Fortan ging es mit ihm stetig bergauf. 2001 wurde ihm posthum der „Bram Stoker Award“ verliehen, den seine Tochter Kelly in Empfang nahm.

Das Besondere an Laymons Romanen ist auch, dass die Charaktere teilweise sehr unlogisch reagieren. Das beginnt schon in „Rache“, als unsere 25-jährige Hauptprotagonistin vergewaltigt wird und sich mit zwei Jugendlichen, die sie halb tot im Straßengraben fanden, ihren Peiniger selbst stellen will, anstatt sich an die Polizei zu wenden. Ihr Gegner ist allerdings brandgefährlich und hat bereits mehrere Menschen in ihrem Umfeld ermordet. Wie das Buch ausgeht, verrate ich an dieser Stelle nicht. Einen kleinen Skandal hat das Buch „Die Insel“ verursacht. Man bekommt es heute nur noch zensiert im Handel. Auch andere Werke Laymons werden während der Übersetzung abgemildert.

Ein paar kleine Fakten zu Richard Laymon:

  • Er wurde 1949 in Chicago geboren und starb 2001 an einem Herzinfarkt.
  • Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur.
  • Noch heute gilt er als Horror- und Kultautor.

Laymons Werke werden vom Heyne Verlag in der Reihe „Heyne-Hardcore“ ins Deutsche übersetzt und nach und nach herausgebracht. Der Festa-Verlag verlegt ebenfalls einige seiner Romane.

Mit den Jahren begann Laymon für mich harmlos zu werden. Mittlerweile lese ich längst härtere Sachen, aber ich freue mich immer noch, wenn seine Romane erscheinen. Sie sind zu meiner Sommerlektüre geworden. Mit ihnen kann man sich wunderbar ein paar Stunden auf der Liege im Garten vergnügen und sich über die unmöglichen Wendungen und die Charaktere amüsieren.

Falls Sie neugierig geworden sind, hier geht es zur Leseprobe des Romans „Das Spiel“: Leseprobe „Das Spiel“

Hier habe ich noch ein Interview mit Richard Laymon für Sie:

Quelle Bild, Leseprobe und Video: Random House

GL

Das Verschwinden der Agatha Christie

Agatha Christie ist wohl eine der Autorinnen, die mich ein Leben lang begleiten wird. Ihre Krimis waren die ersten „Erwachsenen-Bücher“, die ich als Jugendliche gelesen habe – ach was sage ich – verschlungen 🙂 Natürlich begann ich mich dann auch für Christies Leben zu interessieren und wohl jeder kennt die Tage im Dezember 1926, in denen Agatha Christie spurlos verschwunden war. Dem Thema haben sich schon viele gewidmet, Christie hat bis zum Ende geschwiegen. Jetzt hat sich der Autor Andrew Wilson mit dem Thema beschäftigt:

Agathas alibiIm Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie spurlos. Eine groß angelegte Suchaktion beginnt, an der sich sogar Arthur Conan Doyle beteiligt. Doch Christie, deren jüngstes Buch »Alibi« gerade zum Welterfolg lanciert, bleibt verschwunden. Erst elf Tage später wird sie in einem Hotel gefunden, in das sie sich unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes einquartiert hat. Bis heute weiß niemand, was damals geschah. Was, wenn Christie an einen bösartigen Widersacher geraten ist? Was, wenn sie erpresst worden ist? Was, wenn die Königin der rätselhaften Morde selbst gezwungen worden ist, ein Verbrechen zu begehen? Auf intelligente und unterhaltsame Weise erzählt Andrew Wilson in einer Mischung aus Fakten und Fiktion von einem rätselhaften Fall, in dem die größte Krimiautorin der Welt selbst zur Protagonistin wird. (Quelle: Pendo-Verlag)

Andrew Wilson lässt in diesem Buch Agatha Christie selber zu Wort kommen und erzählt die Geschichte größtenteils aus ihrer Perspektive. Das Buch ist sehr gut geschrieben und kann ich jedem Christie-Fan nur empfehlen! OB es sich dabei allerdings um des Rätsels Lösung handelt… Das muss jeder für sich entscheiden 🙂

 

Bestleiher im 1. Halbjahr 2017

Das erste Halbjahr ist eigentlich noch nicht vorbei. Doch bereits jetzt stehen die am meisten verliehenen Medien fest. Bisher tauchen sie jedoch noch in keiner Medienstatistik auf. Das wollen wir ändern. Dank der neuen Katalogisierung mit RDA ist heute ja alles in unseren Katalog zu bekommen. Während Bücher ein Handicap von vier Wochen Leihfrist haben, können Filme mit einer Woche Leihfrist schon mal mehr Ausleihen erzielen.

Doch dieses Medium ist bei uns ungeschlagen. Bis zu 5 Leihen an einem gewöhnlichen Nachmittag sind nicht unüblich. Und hier ist der Ausleihstar der Stadtbibliothek Salzgitter:

Wir sollten alles, was an der Infotheke so verliehen wird, mit einem Barcode versehen und mitzählen. Die Top 5 der verliehenen Entitäten wären Kleber, Schere, Tesafilm, Edding und Kugelschreiber. Im ersten Praxistest zeigten sich jedoch bei einigen Bestleihern Abnutzungserscheinungen bei der Ausleihe:

Vielleicht werden klein gewordene Radiergummis  nach intensiver 2/3 Nutzung dann ohne Verbuchung an die Nutzer abgegeben. Oder wir folgen dem Beispiel der Hamburger öffentlichen Bücherhallen und installieren einen Automaten, damit vergessenes „Werkzeug“ gleich vor Ort gekauft werden kann.

Sicher ist dieser kleine Artikel mit einem leicht satirischem Einschlag geschrieben worden. Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn irgendwann diese Entitätennutzung in der Bibliotheksstatistik auftauchen und gezählt werden würde, um die Nutzung des „dritten Ortes“ Bibliothek nachzuweisen.

ScG

Alexa Feser: Zwischen den Sekunden

Alexa FeserAlexa Feser fand schon in frühen Jahren zur Musik. Erst musikalische Früherziehung, in der Jugend als DJane unterwegs und ab 2002 Backgroundsängerin für No Angels, Ricky Martin, Thomas Anders, Joana Zimmer und Mike Leon Grosch.

Nach den ersten beiden Alben „Ich gegen mich“ von 2008 und „Gold von morgen“ von 2014 präsentiert die deutsche Sängerin und Songwriterin Alexa Feser mit „Zwischen den Sekunden“ ihr drittes Album.

Bei diesem Album merkt man wieder, das Alexa Feser genau hinschaut. Ihr Blick fürs Detail, für große und kleine Dinge, ihr Blick aufs Leben – darum geht es in ihrem neuen Album.

In ihrem neusten Album zieht die Sängerin musikalisch alle Register. So wird sie u. a. von Tim Bendzko, MoTrip, Curse, FloMega, Rosenstolz, Culcha Candela begleitet. Auch das Babelsberger Filmorchester ist mit von der Partie.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das Album – „Medizin“:

Wf