Mittsommer Geschichten

Na?

Schon wieder aus dem Koma erwacht?

Wie? Es wurde gar nicht gefeiert? Es war doch Mittsommer!

Der 24.6.2017 ist in diesem Jahr das kollektive Feierdatum für den gesamten nordeuropäischen Raum: Mittsommer bzw. Sommersonnenwende. Ab jetzt werden die Tage langsam wieder kürzer. Ganz oben im hohen Norden muss jedoch überhaupt erst einmal eine Nacht wiederkommen. Natürlich weiß man, dass es nördlich des Polarkreises entweder nicht dunkel (Sommer) oder nicht hell (Winter) wird. Doch begreift man dieses Phänomen erst, wenn man einmal da war.

Es wird einfach nicht dunkel!

Man hat z.B. sehr viel Zeit, um draußen auf dem Balkon an seinem Fritidshus oder vor seinem Zelt zu lesen. Besonders im Juli, dem kollektiven Urlaubsmonat der Schweden. Dieses Land hat sogar gesetzlich geregelt, dass man im Sommer einen Anspruch auf vier Wochen Urlaub am Stück hat. Wer in dieser Zeit z.B. in Stockholm ist, wird eine den Touristen überlassene Stadt vorfinden.

Im Reclam Verlag ist für die Zeit um Mittsommer ein 96 S. schmales Bändchen mit Kurzgeschichten erschienen, um die schönste Zeit des Jahres literarisch zu begleiten:

Hier kann man schon mal einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen: https://www.book2look.de/book/9OBxogysSE&euid=57969632&ruid=57951231

Und es handelt sich zumeist nicht um Geschichten, die man schon mal vorher gelesen haben könnte. Von den zwölf Geschichten dieses Sommerbuches sind zehn erstmals ins Deutsche übertragen. Die Autorinnen und Autoren: Nils-Aslak Valkeapää, Marion Hagen, Joakim Kjørsvik, Vigdis Hjorth, Amalie Skram, Hanne Marie Svendsen, Selma Lønning Aarø, Selma Lagerlöf, Gunnar Staalesen, Zacharias Topelius, Ditte Birkemose, Mikael Niemi.

Wer da nun zu schnell mit durch ist, dem empfehle ich nun einen ganz persönlichen Liebling, der zudem im Bestand der Onleihe in der Stadtbibliothek zu finden ist. „Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden“ von Selma Lagerlöf ist vor kurzem völlig neu übersetzt worden und als Sonderausgabe der Anderen Bibliothek erschienen.

Dieses als Schulbuch konzipierte Werk wurde bisher auf Deutsch meist nur stark verkürzt oder mit entfernten „nicht kindgerechten“ Passagen herausgegeben. Selbst die Kinder in Schweden kennen zumeist nicht das ganze Werk, weil es für ein Schuljahr zu lang war. Die Neuübersetzung der vollständigen Ausgabe ist rundum gelungen und für nordisch interessierte Leser ein Fest.

Es werden alle Provinzen bereist. Damit sollten die schwedischen Kinder ihr Land kennen lernen. Über 100 Jahre später ist das wohl bekannteste schwedische Schulbuch tief in der Gesellschaft verankert. Im Stadtpark von Malmö ist die Geschichte sehr präsent; u.a. durch mehrere Statuen und durch Gänse, die überall im Stadtpark ihre Junge großziehen. Menschen und Gänse leben dort eine vorbildliche Gemeinschaft. Bei entsprechender Größe möchte man glatt aufsatteln und mit ihnen übers Land fliegen.

ScG – Gerald Schleiwies

Gregor Meyle: Meylensteine Vol. 2

meyle vol 2Schon vor zwei Jahren ging Gregor Meyle mit seinem VW-Bus quer durch Deutschland auf Reisen – im Zuge seiner TV-Sendung „Meylensteine“. Dabei besuchte er viele Musik-Kollegen, um sich mit ihnen über ihr bisheriges Werk zu unterhalten.

Darunter waren z.B. Michael Patrick Kelly, Stefanie Heinzmann, Karat, Sarah Connor, Söhne Mannheims, Matthias Reim und Laith Al-Deen.

Dieses Jahr geht die Reise weiter. Sechs Sendungen wird es geben und damit trifft er auch wieder Sechs Künstler. Natürlich gibt es passend zur Sendung dann auch wieder einen ‚Soundtrack‘:  „Meylensteine Vol. 2“.

Auf der CD sind vertreten: Alphaville, Sportfreunde Stiller, Helene Fischer, Mia, Höhner und Howard Carpendale.

Die Künstler interpretieren mit Gregor ein paar ihrer größten Hits und Klassiker ganz neu. Und natürlich hat Meyle wieder für jeden von ihnen ein musikalisches Gastgeschenk dabei.

Diese CD und auch Vol. 1 sind im Bestand der Stadtbibliothek erhältlich.

Wf

Sherlock, übernehmen Sie

In diesem Beitrag geht es um einen etwas anderen Sherlock Holmes. Die Autoren Pierre Veys und Nicolas Barral haben sich an Sherlock-Holmes-Comics gewagt. Und das haben Sie mehr als gut gemacht! Allerdings sollte man einen Satz auf dem Titelblatt genau beachten:

Sehr frei inspiriert durch Figuren von Sir Arthur Conan Doyle

Sherlock comicDenn hier trifft man auf doch sehr andere Holmes und Watson Figuren. Ich hab mit Band zwei angefangen: „Sherlock Holmes und der Club der tödlichen Sportarten“. Gleich zu Anfang des Bandes erscheint Lestrade bei Holmes und Watson. Er hat einen Hinweis auf den berüchtigten „Schänder“ – welcher Portraits der Königin beschmiert – erhalten und beide sollen mit ihm zu den Docks kommen. Schon auf diesen ersten Seiten sind Mimik und Gestik, die Veys und Barral, Sherlock und Watson verliehen haben, einfach unglaublich lustig! Natürlich ist der Hinweis ein Hinterhalt und im Laufe der Geschichte muss Holmes verschiedene Fälle lösen, die am Ende alle zum ‚Club der tödlichen Sportarten führen‘. Dabei muss der große Sherlock Holmes auch fast eingestehen, dass die Lösung doch nicht ganz so einfach zu finden ist, auch nicht für den größten Detektiv der Welt.

Die Kriminalfälle sind sehr gut durchdacht und fügen sich sehr schön ineinander. Doch mein eigentliches Highlight an diesem Comic, und sicher auch der ganzen Reihe, ist der Spaß am Lesen. In dem Band ist sich auch ein Sherlock Holmes nicht zu schade Witz und Humor an den Tag zu legen. Ohne dass dabei alles in Klamauk endet. Ich habe wirklich mehr als einmal gelacht und freue mich jetzt schon sehr auf Band drei und vier 🙂

Sherlock Holmes Band 3und4

Könnt ihr euch den einen ‚lustigen‘ Sherlock vorstellen? Jedem, der es kann, lege ich diese Bände wärmstens ans Herz 🙂 Auf der Seite des Piredda Verlages kann man sich auch Leseproben zu den einzelnen Bänden anschauen.

Sommer, Sonne, Zeugniszeit !

Heute ist die von vielen Kindern lang ersehnte Zeit endlich gekommen:

Die Ferien beginnen!

Lange wurde auf den letzten Schultag hin gefiebert – Sommer, Sonne, Spaß haben…

Das heißt gleichzeitig aber auch, dass die Zeugnisse nach Hause gebracht wurden.

Gut oder nicht so gut – Wir appellieren an alle Eltern: Ein nicht so gutes Zeugnis ist noch kein Weltuntergang. Das Kind in den Arm nehmen: „Nächstes Jahr wird es besser, wir schaffen das schon“. Familienzusammenhalt und Unterstützung der Eltern sind dabei sehr wichtig. So gibt es keinen Ärger und Wut  und die Kinder gehen mit einem positiven Gefühl in die Ferien. Ausgeruht kann das neue Schuljahr motiviert beginnen!

Für alle, die ihre Noten im neuen Schuljahr verbessern möchten, haben wir etliche „Lernhilfen“ im Bestand.

Nun wünschen wir aber erstmal allen Schülerinnen und Schülern eine erholsame, abenteuerliche und spaßige Ferienzeit mit viel Sonnenschein!

Und für diejenigen, die noch nicht wissen, was sie so alles machen sollen in den Ferien:  wir haben den Antolin-Wettbewerb und den Julius-Club im Angebot 😉 Coole Bücher, tolle Aktionen wie z.B. Bouldern, Kochen, Besuch einer Imkerei, Abschlussparty uvm. !!! Meldet Euch noch an!!!

Fb

Typologie der Leute, die du in der Bibliothek triffst

Gestern gab es ein sehr schönes Twitter-Fundstück und heute ist Facebook dran.

Und zwar wurde ein Video zusammengestellt mit dem Titel „Typologie der Leute, die du in der Bibliothek triffst“ – mit tollen Marotten 🙂

Quelle: https://www.facebook.com/jetzt.de/videos/10158426809085584/

Meine beiden Highlights sind die Katze und die „Gang“.

Welche „Typen“ wurden bei dem Film vergessen? Mir fallen die Lautredner ein, bei denen man in der hintersten Ecke der Bibliothek versteht, was derjenige am Ausleihtresen sagt.

Rie

Twitterfundstück: (keine) anständige Nutzung von Büchern

Twitter ist prädestiniert für Fundstücke, jedoch finden nur wenige den Weg in diesen Blog. Bei diesem sieht es anders aus. Was darf man keinesfalls mit einem Buch anstellen, was geht vielleicht noch und was darf man?

Quelle: https://twitter.com/PulpLibrarian/status/874599895042273280

Was ist das absurdeste „Don´t“, das euch einfällt?

Rie

 

 

Jeanne-Marie Leprince de Beaumont: Die Schöne und das Tier

Um seiner Tochter Belle eine Freude zu machen, pflückt ein verarmter Kaufmann im Garten eines verwunschenen Schlosses eine Rose. Da erscheint der Schlossherr – ein furchteinflößendes Tier – und verlangt eine seiner Töchter als Wiedergutmachung. Die schöne Belle begibt sich freiwillig in die Hände des Ungeheuers, das sich bald als gutherziger Gastgeber zeigt. Doch Belle ahnt nicht, dass auf dem Schlossherrn ein schrecklicher Fluch lastet, den nur ihre Liebe zu brechen vermag… (Klappentext Der Audio Verlag)

Jeanne-Marie Leprince de Beaumont (1711–1780) war eine französische Erzieherin und Gouvernante. Neben ihrer Tätigkeit als Pädagogin schrieb sie Märchen und Erzählungen für Kinder und Jugendliche. „Die Schöne und das Tier“ ist ihre bekannteste Erzählung, bekannt auch als „Die Schöne und das Biest“.

Die Stimmen von Hannelore Hoger, als Erzählerin und als Stimme von Belle, als „die Schöne“ und Otto Sander, als „das Tier“ entführen in diesem liebevoll inszenierten Hörspiel in die zauberhafte Welt dieses zeitlosen Märchenklassikers.

Das Hörbuch eignet sich für Kinder ab 6 Jahren.

Wf