Ich mag keine Klassik, aber das gefällt mir – für Kinder

Klassik für Kinder

2 CDs mit tollen Titeln, die Ihren Kindern und Jugendlichen zeigen, dass Klassik mehr ist als die Musik aus dem langweiliger Klavierunterricht und uncoolen Konzerten.
Diese Doppel-CD präsentiert wunderschöne Klassik-Titel, die einfach jedem Kind gefallen!
Mit Vivaldis Vier Jahreszeiten, Schumanns Träumerei, dem Schwan aus Karneval der Tiere und dem Frühlingsstimmenwalzer von berühmten Interpreten wie Joshua Bell, Martin Stadtfeld, Plácido Domingo und vielen anderen.

Und gratis auf der Bonus-CD:
das unterhaltsame “Hör-Spiel”: entdecke die Instrumente!

(Quelle JPC)

Wf

Einmal um die Welt mit dem GaF

GaF liest 80 Tage Welt

Am Samstag war Welttag des Buches. Und wie haben Sie gefeiert? Etwas verspätet – wir feierten am Mittwoch zusammen mit der Lese-AG vom Gymnasium am Fredenberg (GaF) und vielen Bücherfreunden. Denn es hieß mal wieder: das GaF liest😀 Letztes Jahr wurde zum Welttag des Buches ein Banner von der Schule gelassen. Dieses Jahr wollten wir es gleich einmal um die Welt schaffen in mindestens 80 Ländern (auch hier und hier zu lesen).

Bis gestern Abend war auch noch kein Sterbenswörtchen nach außen gedrungen, ob wir es nun geschafft hatten oder nicht. Also bauten wir fleißig alles auf. Denn für das leibliche Wohl sorgten unsere Gäste – so ging es auch beim Buffet schon das erste Mal um die Welt.

Damit wir auch einmal um die Welt herum kamen, lasen wir aus (fast) jeder Zeitzone Textstellen vor, die in verschiedenen Ländern spielten. Wir das waren die Schüler der Lese-AG und deren Leiterin Fr. Unting, Fr. Treskas und ich als Bibliotheksmitarbeiter und zwei Gäste. Es ging dabei ganz schön rund, denn die Weltkarte sollte ja nicht so weiß bleiben, wie es es noch am Anfang war.

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Dabei musste unser Publikum etwas an seinen Geographiekenntnissen feilen, zur Not lag ein Atlas bereit und für jeden gab es nochmal eine kleine Weltkarte wo das eigene Land markiert war. Denn die Länder wurden ausgemalt, von unserem Publikum:) Und so wurde es von Zeitzone zu Zeitzone immer bunter.

An Russland vergnügten sich zum Schluss drei Leute. Am Ende war unere Weltkarte sehr, sehr bunt:)

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Zu den Ländern der Erde kamen dann noch die vielen Fantasieländer, die erlesen wurden:

Da ging es unter anderem nach Hogwarts mit Harry Potter, nach Mittelerde mit dem Hobbit, nach Westeros, es ging nach Avantia, Centopia und noch in viele, viele weitere Länder.

Ich lernte an dem Abend nicht nur ein paar Länder unserer Erde – denn ehrlich, dass es ein Land wie Vanuatu gibt, das wusste ich nicht. Jetzt bin ich schlauer und das passende Buch liegt oben auf meinem SaB. Dazu lernte ich noch viele neue Welten kennen und bin bei einigen sehr neugierig geworden, welche Geschichten sich wohl dahinter verbergen.

Doch haben wir es eigentlich geschafft? Nach unserer Rundreise sah es haarscharf nach einem Nein aus. 75 Länder und 479 Orte waren erlesen. “Schade”, war mein erster Gedanke, “aber immerhin doch so viel geschafft”. Doch Die Literaturwelt besteht eben noch aus den Fantasieländern, die man vielleicht nicht auf der Weltkarte einzeichnen kann, doch auch mit ihnen sind wir alle schon mehr als einmal um die Welt gereist. Und so schafften wir noch 16 weitere Länder und grandiose 28 Orte.

Wir haben es geschafft!!!

geschafft

Es war eine unglaubliche Zeit – nicht nur der Abend – sondern auch die Wochen davor. Jeder von uns versuchte so ausgefallen Länder und Orte wie möglich in seinen Büchern zu erlesen. Am Ende haben wir nicht nur unser Ziel erreicht, sondern auch um die 900 Bücher gelesen. Was beweist: Salzgitter liest und das nicht zu knapp:)

Am Ende nochmal ein großes Danke an die Lese-AG des GaFs und besonders an Fr. Unting, denn ohne sie, die immer diese tollen Ideen hat, wäre das alles nicht möglich gewesen. Für nächstes Jahr existieren auch schon mindestens zwei Ideen, ich bin jetzt schon gespannt, was verwirklicht wird und ob wir dann wieder unser Ziel erreichen.

Wer vermisst schon obdachlose Jugendliche?

Das fragte ich mich während der Lektüre durchaus des Öfteren. Ich glaube, dass ich bereits in einem Blogbeitrag erwähnt habe, dass ich die Bücher von Ursula Poznanski sehr gern lese und auch dieses mal wurde ich nicht enttäuscht und war wieder sofort gefesselt.

Layers

Layers – die Wahrheit ist vielschichtig.
Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält.
Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt. (Klappentext)

Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Genau wie Dorian habe ich mich gefragt, wem kann er glauben? Wer ist sein Freund und wer treibt ein falsches Spiel? Auch dieser Titel kann sich in die Reihe der sehr gut geschriebenen Jugendliteratur von Ursula Poznanski einreihen. Die Schriftstellerin greift bei Ihren Romanen für junge Erwachsene immer zu Themen, die Menschen in diesem Alter vermutlich besonders Interessieren. So stand ein Computerspiel in Erebos im Mittelpunkt oder ein Mittelalterfest in Saekulum. Um eine Gruppe bei Facebook geht es in dem Thriller Blinde Vögel.

Bei uns ist das Buch bei Junge Erwachsene POZ zu finden und kann natürlich ausgeliehen werden. Hier eine Leseprobe der ersten drei Kapitel.

Neues Buch von Manfred Spitzer

GelegenheitGelegenheit macht Liebe : Kleider machen Leute und der Teufel macht krank

 Am Anfang war das (Sprich-)Wort.

Jeder kennt Sprichworte und setzt sie im Alltag ein, doch was ist dran, an „Gelegenheit macht Liebe“ oder „Kleider machen Leute“? Der Neurowissenschaftler und Philosoph Manfred Spitzer geht diesen beiden Redewendungen auf den Grund und zeigt, was die Gehirnforschung zu ihnen zu sagen hat.

Außerdem fragt er, warum blaues Licht schlaflos macht und der ständig im Hintergrund laufende Fernseher sprachlos. Er berichtet von Menschen, die lieber an zwei sich widersprechende Verschwörungstheorien glauben als an die Wahrheit, und von Menschen, die lieber zu Elektroschocks greifen als mit ihren Gedanken alleine zu sein. Wenn Sie nun denken, dass das doch mit dem Teufel zugeht, dann sind Sie hier ebenfalls richtig, denn auch ihm ist ein Kapitel gewidmet.

Und selbst gegen die neuerdings weitverbreitete Angst, etwas zu verpassen, weiß Spitzer Rat: Legen Sie das Smartphone zur Seite, fahren Sie den Computer herunter und lesen Sie ein Buch – wenn Sie sich darüber hinaus für Neurowissenschaften interessieren, doch am besten gleich dieses! (Schattauer Verl.)

Hier noch eine kleine Kostprobe aus dem Inhaltsverzeichnis:

Sex on demand – Helicopter-Eltern – Warum sind Panda-Bären so faul? – Schlaflos mit Blaulicht – Babys sind auch nur Wissenschaftler – Vorurteile loswerden. Im Schlaf? – Der bestimmte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.

 Oder auch: http://d-nb.info/1079286950/04

 Die meisten der populärwissenschaftlich aufbereiteten und leicht zugänglichen 21 Aufsätze mit hohem Unterhaltungswert beschäftigen sich mit Spitzers Lieblingsthema: Die digitale Welt und ihre Gefahren für Hirn und Körper.

Gö.

Einfach mal Danke sagen

Diesmal will ich unseren vielen Schenkern mal Danke sagen. Regelmäßig bekommen wir so viele tolle Bücher. Meine Kollegin kommt kaum nach mit dem Durchsehen und ich schaue so jeden Tag auf eine tolle Bücherwand.

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Nicht alle Bücher können wir weiter verwenden. Dafür sind es auch einfach zu viele, manche sind auch schon ein wenig älter. In Salzgitter-Bad haben wir deswegen im Rathaus einen kleinen roten Wagen. Da wandern immer ein paar Bücher hin, die wir nicht nehmen. Dieser wird auch gut in Anspruch genommen, denn dort kann sich jeder kostenlos bedienen:)

Den nächsten Flohmarkt vergessen wir dabei natürlich auch nicht. Leider erst zum Altstadtfest in Salzgitter-Bad. Aber ich verspreche, da werden einige tolle Sachen auch zu finden sein:) Eine kleine Sammlung steht noch in Lebenstedt und wartet darauf nach Bad zu kommen.

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Auf jeden Fall Danke an all die vielen tollen Spender, erst recht an Mehrfachtäter😉 Ich hoffe ihr lest weiter so viel. Natürlich könnt ihr auch jeder Zeit zu uns kommen und euch bei uns ein tolles Buch aussuchen😀

Gartenbesitzer aufgepasst!

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Bei Jessica Rohrbach dreht sich alles um ” Laufenten : alles über die quirligen Schneckenvertilger”

 Nacktschnecken ade! – Laufenten sind beliebte biologische Schneckenbekämpfer und außerdem pflegeleichte, unterhaltsame Haustiere. Alles, was man wissen muss, damit sich die Laufenten im heimischen Garten wohlfühlen, verrät dieses Buch.

Der schmale Körper und der aufrechte Gang sind die typischen Merkmale der indischen Laufenten, die wegen ihrer besonderen Vorliebe für Nacktschnecken gern zur biologischen Schneckenbekämpfung gehalten werden. Darüber hinaus haben diese Enten noch einige weitere Vorzüge: Die relativ robusten und anspruchslosen Tiere versorgen sich im Sommer nahezu selbst, kommen im Winter auch mit Minusgraden gut zurecht und brauchen zum Glücklichsein nicht viel mehr als einen sicheren Stall für die Nacht, eine Bademöglichkeit und natürlich viel Platz zum Laufen. Außerdem können ihre Eier gut zum Kochen und Backen verwendet werden, und nicht zuletzt sind sie dank ihrer aufgeweckten Art unterhaltsame Gartenbewohner. Alles, was man über die Geschichte, Haltung und Gesunderhaltung dieser unkomplizierten Enten wissen muss, beschreibt dieses Buch. (Cadmos Verl.)

Einer der wenigen Praxisratgeber über Laufenten und für manchen Gartenbesitzer bestimmt sehr hilfreich.

Hier noch ein Blick in das Inhaltsverzeichnis: http://d-nb.info/1044543191/04

Gö.

Vom Wandern und Pilgern – und dem Dazwischen

Das lange Fortbewegen mit den Füßen ist vom Großstadtnomaden bereits seit einiger Zeit wieder entdeckt worden. Wandern. Oder neudeutsch “hiking”. Man läuft wieder. Gern durch unberührte Natur oder in unbekannten Gegenden. Seit Hape Kerkelings “Ich bin dann mal weg” hat sich auch das Pilgern dazugesellt. Die Grenzen sind fließend. Diverse Titel über die europäischen Jakobswege im spirituellen Bereich konkurrieren mit Weitwanderwegen und Hüttentouren im sportlichen Bereich.

Während die einen in Softshelljacken und weiteren zwei Bekleidungsschichten optimiert im naheliegenden Harz Stempelstellen suchen (Hust! – Ertappt) suchen die anderen sich selbst auf einem 800 km langen Marsch nach Santiago de Compostela, zu dem sie aber erst einmal hinfliegen müssen. Das passt sonst nicht in den Urlaubskalender der Firma.

Besser haben es die, die beruflich Länder entdecken können oder die Zeit mitbringen können und damit auch noch Geld verdienen. Achim Moser hat als Reisejournalist diese Marktlücke schon länger mit Büchern gefüllt. Sein neuester Titel ist doch etwas anders gelagert und hat mein Interesse geweckt:

 

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Moser erzählt hier eher die Begegnungen mit Menschen, als das er über das Laufen bzw. Wandern philosophiert. Doch die Langsamkeit des Gehens bietet Kapitelweise auch tiefere Einsichten; z.B. wenn er die spanische La Mancha im gleichen Tempo wie Don Quichote bereist. Die literarische Figur prägt das touristische Gebiet. Zu Fuß kommt Moser dem besonders nah.

Auch die Tour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze bringt das Erlebte bis vor die eigene Haustür – wer das grüne Band schon einmal wenigstens durch den Harz gelaufen ist, erkennt den Wahrheitsgehalt seiner Geschichten. Das Buch steht bei uns bei Erdkunde – wie alle Reiseberichte.

Doch zurück zum Pilgern. Hier ist mir das “Feel-Good-Movie” “Dein Weg” mit Martin Sheen positiv aufgefallen bzw. zufällig über den Weg gelaufen, wenn hier die Wandersprache benutzt werden soll:

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Das man beim Wandern wieder zu sich selbst finden kann ist eine Tatsache – insbesondere dann, wenn man all den Luxus weg lässt und nur aus dem Rucksack lebt. Das scheint mir beim Camino, dem bekanntesten Jakobsweg nicht mehr so leicht zu sein. Und so nimmt der Film augenzwinkernd die jährliche Tourismusschar aufs Korn, die wegen der Figur, der Sinnsuche oder der beruflichen Erfolgslosigkeit die Strecke von den Pyrenäen durchs nördliche Spanien auf sich nimmt und ganz deutsch “einfach mal weg ist”.  Die Stadtbibliothek hat diverse Pilgerführer im Bestand, natürlich auch zum spanischen Jakobsweg.

Andere Filme über die Sinnsuche haben wir hier schon gebloggt, z. B. “Der grosse Trip”. Bill Bryson, auch ewig unterwegs seiender Journalist hat mit dem Wandern und der Sinnsuche einen Bestseller geschrieben. “Picknick mit Bären” ist wunderbar zu lesen. Die Verfilmung mit Robert Redford macht jedoch auch Spaß.

Ich habe diese Bücher und Filme im letzten Winter und diesem Frühjahr gelesen oder geschaut. Und da werden meine Beine schon wieder hippelig. Und die passenden Bücher winken mir aus dem heimischen Regal zu, z.B. das da:

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Natürlich kann der geneigte Leser dieser Zeilen nun auch sein Tourenrad packen und losradeln – Hauptsache man kommt wieder in Bewegung und bekommt den Kopf frei für neue Gedanken. Und dann sind da wieder die Erinnerungen…

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ScG – Gerald Schleiwies

P.S.: Der Autor hat nach diesem Blogeintrag umgehend seinen Sommerurlaubsantrag eingereicht und ist ad hoc in Kurzurlaub gegangen.😉