Schriftgrößenprobleme

Unsere Bibliothesksoftware hilft uns auch beim Sparen. Nach dem Update spart sie am Toner unserer Drucker. Denn alle dort generierten Briefe werden plötzlich nur noch in 6pt gedruckt.

Doch davon lassen wir uns nicht unterkriegen – das wäre doch gelacht. Nein den ersten 500 Briefen legen wir einfach kleine Leselupen bei. Diese helfen dann nicht nur die Schrift besser zu entziffern, sondern sind gleich noch als Lesezeichen zu verwenden – Beispiele dafür finden sich hier.

Spaß beiseite, wir werden das problem natürlich ganz schnell aus der Welt schaffen 🙂 Doch es ist für mich immer wieder erstaunlich, welche neuen probleme es nach einem Update geben kann, obwohl es Probleme lösen sollte.

Gestorben wird halt immer

ab-in-die-kisteKathy Benjamin führt in ihr Buch sehr optimistisch ein: „Sie werden sterben“, so lautet der erste Satz. Ich stimme ihr zu, eine Tatsache.

Wie das Leben nach dem Tod so weitergeht, mag auf ewig ein Rätsel bleiben, aber immerhin hat Kathy Benjamin für uns die schrägsten und komischsten Rituale rund ums Sterben ausgegraben. Die über hundert unglaublichen Geschichten sind nicht nur todernst und zum Totlachen, sondern auch voller faszinierender Fakten, unterhaltsamer Informationen und tödlicher Rekorde.

Schräg, morbid und saukomisch – mit hilfreichen Tipps fürs Jenseits und kurz davor

Quelle: Blanvalet/Random House

So wie Frau Benjamin ihr Buch anfängt, macht sie auch weiter. Sie packt das eher ernste Thema Sterben auf eine humorvolle Weise an ohne pietätlos zu sein. Auf 208 Seiten berichtet sie über bizarre Fakten rund um das Thema Sterben und Begräbnis. Das Buch ist wirklich jedem zu empfehlen, der es auch gerne mal etwas skurriler mag. Man erfährt auch einige neue Sachen aus anderen Kulturen.

 

Von der wissenschaftlichen Bestätigung des postfaktischen Bauchgefühls

Alle Jahre wieder schreibt man an Jahresberichten. Und da wandert man mit seinen Gedanken zurück. Und zwar länger als ein Jahr, denn viele Planungen muss man sehr viel früher machen. Zum Beispiel dann, wenn man Geld im Haushalt benötigt.

Und auch, wenn man so etwas in der Verwaltung gar nicht gerne hört – manches Mal ist das bibliothekarische Gefühl ein wichtiger Gradmesser für die Planungen. Heute fällt das sinngemäß unter „postfaktische Wahrheit“.

Ein Beispiel:

Als die erste Interessenswelle der E-Book-Reader-Ausleihe abklang, merkten wir an der Info schnell, dass die Geräte zumeist in den Ferien stärker nachgefragt wurden. Das Gerät wird dann gebraucht, wenn eine mobile Nutzung ansteht. Oder wenn das Fluggepäck einfach keine 15 Bücher und Kleidung für 14 Tage ermöglicht. Doch so richtig wissen konnten wir das nicht. Es war so eine Vorahnung, dass das E-Book (vorerst) eine Nische bleibt.

Bis Statista diese Graphik anbot:

infografik_6118_e_book_oder_gedrucktes_buch_n

Ha, das bibliothekarische faktische Bauchgefühl hatte also recht!

Noch ein Besipiel:

Seit langem liege ich der Bibliothekssoftwarefirma in den Ohren mit dem Bedürfnis nach einem Mobil-Opac, also einem Katalog für das Smartphone. Es muß keine App sein, es reicht, wenn das System automatisch erkennt, dass  nun mit einem kleinen Bildschirm auf eine Anwendung zugegriffen wird.

Das ist keine ganz billige Angelegenheit. Man braucht also gute Gründe, warum ein Mobil-Opac sein muß. Tja, und da bräuchte es Zahlen. Doch die hat man gerade nicht in der Hand. Das Bauchgefühl sagt jedoch:

  • Die Zugriffe werden weniger
  • Wer die E-Ausliehe APP nutzt, nutzt nicht mehr unseren Katalog
  • „Alle“ Leute die ich kenne, sind heute mit Smartphones ausgestattet und schauen sehr oft auf dieses Gerät. Da muß auch unser OPAC hin.

Doch eine Verwaltung braucht dafür Belege. Und da kam nun neulich einer:

browserstatistik

Nun, Google Chrome dominiert das Geschehen. Das konnte ich mir denken, denn das ist auf vielen Rechnern installiert. Aber Platz 2 für Safari? Safari ist der Browser für Macs. Und die sind weiterhin Exoten mit einem Marktanteil von um die 10% (Beweis: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158102/umfrage/marktanteile-von-betriebssystemen-in-deutschland-seit-2009/)

Bis es mir kurz dämmerte. Die Marktführer der Browser wird dominiert durch die Smartphones! iPhone auf der einen und Android auf der anderen Seite. Das statistische Bundesamt brachte am 6.12.2016 dann folgende Grafik:

internetzugang

Das Internet wird Mobil genutzt! Laptop, PC und Tablet stehen zwar häufig auch zur Verfügung. Aber der erste Weg ist der über ein Smartphone.

Und deswegen werde ich am Thema Mobil-OPAC dranbleiben. Denn was nicht auf den kleinen Bildschirm passt, wird nur auf dem zweiten oder dritten Wege genutzt. Wenn die Bibliothek per E-Mail an die Leihfrist erinnert, will man das gleich auf dem Gerät erledigen und sich nicht erst zu Hause an den Rechner setzen, oder? Da hatte mein bibliothekarisch-postfaktisches Bauchgefühl doch wieder recht. Nun statistisch untermauert.

Und? Auf was für einem Gerät habt ihr diesen Eintrag nun gelesen?

ScG – Gerald Schleiwies

 

 

Tim Bendzko: Immer noch Mensch

bendzkoTim Bendzko präsentiert mit „Immer noch Mensch“ sein drittes Album, ein Studiolongplayer.

Dieses Mal ist es ein reines Selfmade-Album, denn alles ist selbst gemacht: Tim Bendzko ist Produzent, Songschreiber, Sänger und Fotograf (!). Selbst gemacht ist auf „Immer noch Mensch“ auch die Musik und zwar vom ersten bis zum letzten Ton. Es gibt keine Computerunterstützung, sondern man hört das echte Instrument – Schlagzeug und Klavier statt Keyboard. Selbst das Meeresrauschen im Song „Hinter dem Meer“ ist echt und für dieses Lied aufgenommen.

Tim Bendzko beweist er ist „Keine Maschine“ sondern „Immer noch Mensch“.

Wf

Es spukt wieder

Hand hoch wer folgendes Lied kennt:

Bei der Serie „Spuk im Hochhaus“ handelt es sich um eine DDR Kinderserie. Obwohl sie schon mehr Jahre auf dem Buckel hat als ich selber, ist sie bis heute noch sehr gefragt.

Folgendes passiert: Jette und August Deibelschmidt führen vor über 200 Jahren nicht gerade ein tugendhaftes Leben. Wer als Gast zu Ihnen kommt, der wird gerne mal um sein Hab und Gut betrogen. Bei einem Brand im Gasthaus stirbt neben dem Ehepaar auch der Polizeikommissarius Friedrich Wilhelm Licht, welcher das Ehepaar verflucht: Sie sollen keine Ruhe finden, bis sie nicht, nach 200 Jahren, sieben gute Taten vollbracht haben. Zum Anfang der Serie sind die 200 Jahre um und an der Stelle wo einmal das Wirtshaus stand, steht jetzt ein Hochhaus. Ab jetzt müssen sie sich in einer vollkommen neuen Umgebung zurecht finden und versuchen die sieben guten Taten zu erbringen. Was nicht wirklich immer so leicht ist. Aber der Ur-ur-ur… Enkel des Polizeikommisarius unterstützt sie dabei.

Meine Kollegin hat neben dieser Box noch „Spuk von draußen“ und „Spuk unterm Riesenrad“ angeschafft.  Alle drei Serien bieten an die 200 Minuten Seh-Freude und etwas Nostalgie. Denn gedreht wurde in Berlin, im Harz und im Erzgebirge.

Also anschauen – es lohnt sich, versprochen!

 

So wird es ein buchiger Winter

Die Seite bookriot.com hat 30 Ideen für einen ‚buchigeren‘ Winter für uns.

In einer kleinen Prezi habe ich die 30 Ideen grob übersetzt – ausführlicher dann in Englisch  auf oben genannter Seite.

Schön fand ich die Idee mit der Schneeflocken-Kette, wo auf jede Schneeflocke der Titel des Buches kommt. Das könnte ich mir sogar für mich überlegen – ob ich dann wirklich Schneeflocken bastle oder doch etwas anderes, das kann ich mir ja überlegen 🙂

Ein paar andere Sachen mache ich sowieso, wie in unabhängige Buchhandlungen gehen. Oder eine Buchverfilmung sehen – wobei ich lieber erst das Buch lese und dann den Film sehe. Allerdings habe ich „Alice hinter den Spiegeln schon zu Hause liegen“, das Buch ist mir bis jetzt unbekannt. Wobei der Film sicher nicht sehr genau ist, ich also beim Lesen des Buches definitiv etwas Neues erfahren werden 🙂

Im Schneefigurenbauen bin ich dagegen nicht sehr kreativ und geschickt. Und hier liegt auch kein Schnee, worüber ich als Autofahrer doch sehr dankbar bin 😉

Schaut einfach mal rein – welcher Punkt ist euch denn sofort ins Auge gefallen? Es sind ja für einen Winter der schon ein paar Wochen auf dem Buckel hat, auch sehr viele Punkte. Aber vielleicht gefallen euch ja ein oder zwei und ihr wollt das unbedingt auch machen,

 

 

 

Ich glaub ich leb im falschen Land

Wenn ich folgender Inforgrafik glauben darf, müsste ich wohl eher in der Slowakei leben:

Deutschland ist nicht unter den ersten 20. Das kann man jetzt kritisch sehen und sagen, wir haben zu wenige Bibliotheken. OK, ja natürlich haben wir zu wenig Bibliotheken, wie könnte man jemals genug Bibliotheken haben? Doch wenn man genau hinsieht, haben diese 20 Länder auch eine relativ ‚geringe‘ Einwohnerzahl pro Quadratkilometer (EW/km²). In der Slowakei sind das z.B. 110 EW/km² (Quelle Munzinger, nach einer offiziellen Schätzung vom 31.12.2013). In Deutschland leben wir da schon etwas beengter mit 227 EW/km² (Quelle Statistisches Bundesamt).

Das heißt dann für mich, unsere ‚wenigen‘ Bibliotheken (im Vgl. zur Einwohnerzahl) versorgen aber auch mehr Nutzer. Und ich finde, für unsere Mittel machen wir das toll 🙂 Jeder auf seine Art  – durch Buch-, Informations- und Veranstaltungsangebot – angepasst an die unterschiedlichen Nutzer, die wir haben.

Ich kann nur sagen, ich liebe meinen Beruf – auch wenn es öfter mal stressig wird, kann ich mir für mich nichts anderes mehr vorstellen. Gerne helfe ich dabei unsere vielen Nutzer auch in Zukunft glücklich zu machen. Insofern lebe ich eben doch nicht im falschen Land 🙂